Papua-Neuguinea: veränderter Wahlablauf wegen Adventisten
print druckenemail versenden

Wahroonga, NSW/Australien, 23.06.2017 / AR/APD

Wie die australische Kirchenzeitschrift Adventist Record (AR) berichtete, hat die Wahlkommission in Papua-Neuguinea auf Anregung der Freikirche der Siebenten-Tags-Adventisten Veränderungen im Ablauf der anstehenden Parlamentswahlen vorgenommen. Damit solle sichergestellt werden, dass Christen nicht an ihrem Ruhetag wählen gehen müssten.

Wahlkampf in Papua-Neuguinea

Wahlkampf in Papua-Neuguinea

© Foto: Adventist Record

Nach der Veröffentlichung der Wahltermine für den Zeitraum vom 24. Juni bis 8. Juli 2017 habe sich der Präsident der Freikirche der Siebenten-Tags-Adventisten in Papua-Neuguinea, Pastor Kepsie Elodo, an den obersten Wahlkommissar gewandt. Der Wahlzeitraum umfasse auch drei Samstage. Adventisten feiern ihre Gottesdienste am Samstag (Sabbat), dem biblischen Ruhetag. Pastor Elodo wies darauf hin, dass Adventisten vor Ort nicht wählen gehen würden, wenn die Wahlbeamten ihren Besuch in einer speziellen Kommune auf einen Samstag legen sollten.

Elodo habe auch eine Verlautbarung an die 294.000 Siebenten-Tags-Adventisten im Land herausgegeben, in der er sie ermutigte, sich für einen friedlichen Wahlkampf einzusetzen und dafür zu beten. „Vermeidet es, am Sabbat zu wählen“, ergänzte der Kirchenpräsident, „Während wir die Autorität [unserer Regierung] respektieren, steht das Gesetz Gottes höher. „Wir waren auch um die Christen besorgt, die den Sonntag halten“, so Pastor Cameron Wari, Leiter der Kommunikationsabteilung der überregionalen adventistischen Kirchenleitung in Papua-Neuguinea, „Sie wären in der gleichen Situation, wenn sie aufgefordert würden, sonntags wählen zu gehen.“

Reaktion der Wahlkommission
Leiter und Mitglieder der Freikirche der Siebenten-Tags-Adventisten seien sehr dankbar gewesen, als die Wahlkommission positiv auf ihr Anliegen reagierte, so Adventist Record. Obwohl die Wahltermine nicht verändert worden seien, habe die Wahlkommission durch die Medien verlautbaren lassen, dass die Wahlbeamten nicht an Wochenenden arbeiten würden. Es werde allgemein erwartet, dass die Regierung den 27. Juni als nationalen Feiertag festlege, damit auch Arbeitnehmer in den Städten Zeit zum Wählen hätten.

back (1'793 Zeichen)


Hinweise Top

APD-Meldungen als PDF zum Herunterladen auf Dropbox:
https://www.dropbox.com/sh/m9tu5b6f767kgch/AABMOCZxMpGsSn8bHR_VqNbma?dl=0

APD auf Facebook
https://www.facebook.com/APDSchweiz/?fref=ts

APD auf Twitter
https://twitter.com/apd_ch

Impressum Top

Nachrichtenagentur APD
(Adventistischer Pressedienst)
Postfach
CH-4020 Basel
E-Mail: APD-CH(at)apd.info
Web: https://www.apd.media/

Herbert Bodenmann (verantwortlich), Journalist SFJ
Tel: +41 79 225 95 11
Christian B. Schäffler, Journalist SFJ

© Nachrichtenagentur APD Basel (Schweiz) und Ostfildern (Deutschland). Kostenlose Textnutzung nur unter der Bedingung der eindeutigen Quellenangabe "APD". Das © Copyright an den Agenturtexten verbleibt auch nach ihrer Veröffentlichung bei der Nachrichtenagentur APD.

APD ® ist die rechtlich geschützte Abkürzung des Adventistischen Pressedienstes.

Die Freikirche der Siebenten-Tags-Adventisten ging aus der Erweckungsbewegung des 19. Jahrhunderts hervor. Gegenwärtig (6/2017) zählt sie über 20 Millionen erwachsene Mitglieder in 215 Staaten und Territorien der Erde. In der Schweiz sind 4.652 Mitglieder in 54 Gemeinden und drei Gruppen organisiert. Die einzige Glaubensgrundlage der Adventisten ist die Bibel.