ADRA-Freiwillige helfen Bauernfamilie in Mittelhäusern/BE
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Zürich/Schweiz, 03.09.2017 / APD

Das Hilfswerk ADRA Schweiz (Adventistische Entwicklungs- und Katastrophenhilfe) hat im August zwei Freiwilligenwochen durchgeführt. Einer Bauernfamilie in Mittelhäusern bei Köniz/BE wurde beim Ausbau des Dachbodens zu Schlafzimmern geholfen. Die Kinder, im Alter zwischen drei und 20 Jahren, teilten sich bis anhin zwei Kinderzimmer.

Ein ADRA-Freiwilliger schneidet Holz zu

Ein ADRA-Freiwilliger schneidet Holz zu

© Foto: ADRA Schweiz

Ausbau nach den Plänen des verstorbenen Ehemannes
2008 wurde beim Bauern zum ersten Mal Krebs diagnostiziert. Nach erfolgreichen Therapien konnte er 2011 wieder zur Familie zurückkehren. Nach erneuter Krebsdiagnose verzichtete er auf eine aggressive Chemotherapie, da er die verbleibende Zeit noch mit seiner Familie geniessen wollte. „Wir hatten so noch fünf wunderbare Jahre zusammen“, sagte die Frau. Vor rund 18 Monaten verlor der Ehemann und Vater den Kampf gegen den Krebs. Die Idee, den Dachboden zu Zimmern für die Kinder auszubauen, habe er schon lange gehabt, so die Witwe, aber leider habe es nicht mehr gereicht.

Kontakt über Ortsgruppenleiterin
Der Kontakt zu ADRA Schweiz kam für diesen Einsatz über eine ADRA-Ortsgruppenleiterin zustande, sagte Monika Stirnimann, Verantwortliche beim Hilfswerk für die Freiwilligenwoche. „Ich stand schon immer hinter ADRA, aber jetzt bin ich begeistert“, sagte die Ortsgruppenleitern im Kanton Bern zum Einsatz.

Das Schicksal der Familie bewirkte, dass sich viele anmeldeten, sagte Sibylle Schuppli, Verantwortliche Kommunikation bei ADRA Schweiz. Bereits im Juni sei eine Warteliste angelegt worden. Schlussendlich habe man knapp zehn Personen absagen müssen, weil die beiden Gruppen für die zwei Freiwilligenwochen schon besetzt gewesen seien.

Berufsgruppen der Freiwilligen
In der ersten Woche vom 6. bis 11. August seien vor allem Schreiner und Zimmermänner zum Einsatz gekommen, so Schuppli. Der Dachboden habe zuerst für den Einbau der Zimmer vorbereitet werden müssen. Mit dreizehn Personen auf dem Bau, sei dies die kleinere Gruppe gewesen. In der zweiten Woche, vom 13. bis 18. August, seien Fachleute der verschiedensten Richtungen im Einsatz gewesen, aber auch „Handlanger“ hätten genügend Beschäftigung gefunden. Laut der Kommunikationsverantwortlichen sind die Hilfeleistenden im Alter von 25 bis 70 Jahren und in ihrem Berufsleben Zimmermann, Elektriker, Fachperson Pflegeberufe, Sportlehrerin, Schneiderin, Hausfrau, Dachdecker, Elektronik Ingenieur, IT-Fachmann, Förster, Schreiner, Lehrerin und pensionierte Allrounder.

Unterkunft und Verpflegung
Die Freiwilligen des Einsatzes waren im Pfadiheim in Köniz untergebracht. Pro Woche standen zwei Freiwillige im Einsatz, um für das leibliche Wohl zu sorgen. Da die Distanz zum Einsatzort relativ kurz war, wurde das Essen im Speisesaal des Pfadiheims eingenommen. „Die Bäuerin verwöhnte uns aber ständig mit Kuchen, Glacé und Zopf. So waren wir ständig am Essen“, sagte eine Teilnehmerin.

Freiwilligenwoche bei ADRA Schweiz
Das Hilfswerk führe die Freiwilligenwoche seit 24 Jahren durch und müsse rund 5.000 Franken pro Einsatzwoche aufwenden, vorwiegend für Verpflegung, Reise und Unterkunft der Freiwilligen, so Monika Stirnimann. Die Freiwilligenwochen seien deshalb so kostengünstig, weil die Freiwilligen ihre Zeit zur Verfügung stellten und die Bauern die meisten Arbeitsgeräte sowie die Baumaterialien. ADRA versichere die Freiwilligen während dem Einsatz. Einige Freiwillige verzichteten auch auf die Spesenentschädigung und spendeten sie dem Hilfswerk.

Normalerweise arbeitet ADRA Schweiz mit „bergversetzer“ zusammen. Diese Organisation prüft, dass sich die wirtschaftliche oder die Wohnsituation der Bauernfamilie mittels baulicher Massnahmen während der Freiwilligenwoche massiv verbessert. „Dieses Jahr hat ADRA den Vorrang der Familie in Mittelhäusern gegeben, weil das Schicksal das ganze Team von ADRA Schweiz berührt hat“, sagt Monika Stirnimann. Ohne diesen Freiwilligeneinsatz hätte die Familie keine Chance auf den Ausbau. „Da der älteste Sohn den Hof übernehmen will, ist die Nachhaltigkeit des Einsatzes gewährleistet“, erläuterte sie.

Weitere Infos zur Freiwilligenarbeit von ADRA Schweiz:
www.adra.ch/de/freiwilligenarbeit/

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