Freikirchen setzen sich für UN-Nachhaltigkeitsziele ein
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Wustermark/Deutschland, 01.12.2017 / APD

Die Mitgliederversammlung der Vereinigung Evangelischer Freikirchen (VEF) in Deutschland hat die 15 Gemeindebünde des Zusammenschlusses in einer am 30. November veröffentlichten Erklärung dazu eingeladen, sich die Ziele der Vereinten Nationen für nachhaltige Entwicklung (Sustainable Development Goals/SDGs) zu eigen zu machen und diese durch konkrete Massnahmen zu unterstützen.

© Logo: VEF

„Unsere Hauptaufgabe als VEF sehen wir darin, das Evangelium von der Liebe Gottes in Wort und Tat zu den Menschen zu bringen. Dazu gehören die Einladung zum Glauben an Jesus Christus und die Sorge um unsere Welt, in der wir leben. Das Wohlergehen der Menschen ganzheitlich im Blick zu haben, ist unser Anliegen“, begründete VEF-Präsident Christoph Stiba das Papier. Zur Förderung der UN-Nachhaltigkeitsziele ist die VEF eine strategische Partnerschaft mit Micha Deutschland e.V. eingegangen.

Micha Deutschland-Koordinatorin Stefanie Linner zeigte in einem Vortrag vor der Mitgliederversammlung vom 28. bis 29. November im hessischen Fuldatal auf, dass sich rund 3.150 Bibelstellen mit den Themen Gerechtigkeit und Armut beschäftigen: „Diese Stellen bilden einen durchgehenden Faden durch die Bibel.“ Micha Deutschland nehme diesen Faden auf, indem sich der Verein für die UN-Nachhaltigkeitsziele einsetze, so Linner: „Wir tun dies, indem wir befähigen, vernetzen und mobilisieren.“

Der VEF-Beauftragte am Sitz der Bundesregierung, Pastor Peter Jörgensen, unterstrich die Bedeutung dieses Ziels: „Jesus selbst hatte ein von grosser Liebe geprägtes Interesse an seinen Mitmenschen. Diesem Vorbild folgen wir. Dabei können die UN-Nachhaltigkeitsziele uns wichtige Impulse geben.“ Micha Deutschland vermittle diese Anliegen attraktiv und ohne einen moralisch erhobenen Zeigefinger, so Jörgensen. Doris Hege von der Arbeitsgemeinschaft Mennonitischer Gemeinden machte in der Diskussion deutlich, es gehe bei den SDGs im Kern auch nicht um Moral, sondern darum, „die Welt mit Gottes Augen zu sehen.“

Erklärung der VEF
In ihrer Erklärung ermutigt die Mitgliederversammlung die angeschlossenen Kirchen dazu, die UN-Nachhaltigkeitsziele in Publikationen bekannt zu machen, ihnen in Bildungsangeboten einen festen Platz zu geben und sie in den Jugendwerken zu thematisieren. Darüber hinaus werden Bünde und Gemeinden eingeladen, Micha Deutschland ideell und finanziell zu unterstützen. In dem Papier verpflichtet sich die VEF, den Gemeinden Gottesdienstimpulse zu den UN-Nachhaltigkeitsziele zur Verfügung zu stellen und zu prüfen, „an welchen Stellen wir die SDGs in unserem kirchlichen Leben umsetzen können.“ Die Erklärung ist abrufbar unter:
www.vef.de/fileadmin/Download/VEF_Erkl%C3%A4rung_zu_den_Zielen_f%C3%BCr_nachhaltige_Entwicklung__November_2017_.pdf

Vereinigung Evangelischer Freikirchen
Die Vereinigung Evangelischer Freikirchen wurde 1926 gegründet. Ihr gehören zwölf Mitglieds- und drei Gastkirchen an, darunter auch die Freikirche der Siebenten-Tags-Adventisten. Verschiedene Arbeitsgruppen der VEF befassen sich mit Themen wie gesellschaftlicher Verantwortung, Rundfunkarbeit, Angeboten für Kinder und Jugendliche oder theologischer Aus- und Weiterbildung. Weitere Informationen: www.vef.de

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Die Freikirche der Siebenten-Tags-Adventisten ging aus der Erweckungsbewegung des 19. Jahrhunderts hervor. Gegenwärtig (6/2017) zählt sie über 20 Millionen erwachsene Mitglieder in 215 Staaten und Territorien der Erde. In der Schweiz sind 4.652 Mitglieder in 54 Gemeinden und drei Gruppen organisiert. Die einzige Glaubensgrundlage der Adventisten ist die Bibel.