Präsident Putin telefonierte mit dem Ökumenischen Patriarchen
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Istanbul/Türkei, 06.04.2018 / APD

Bartholomaios I., Oekumenischer Patriarch von Konstantinopel

Bartholomaios I., Oekumenischer Patriarch von Konstantinopel

© Foto: Christian B. Schäffler

Wie CBS KULTUR INFO, Basel, berichtete, hat der russische Präsident Wladimir Wladimirowitsch Putin zum Auftakt seines Türkei-Besuches am 3. April ein ausführliches Telefonat mit dem Ökumenischen Patriarchen Bartholomaios I. geführt. Der russische Staatschef übermittelte Bartholomaios I. die «brüderlichen Grüsse» des Moskauer Patriarchen Kyrill, der bereit sei, «das Band zwischen den Kirchen von Konstantinopel und Moskau zu stärken».

Wie es in einem Kommuniqué der Pressestelle des Ökumenischen Patriarchats heisst, dankte der Präsident dem Patriarchen für «all dessen Bemühungen zur Förderung der orthodoxen Einheit». In dem Telefongespräch unterstrich Putin «den grossen Respekt des russischen Volkes für die Mutterkirche von Konstantinopel» seit den Zeiten, als der Heilige Fürst Wladimir und sein Volk aus Konstantinopel die Taufe empfingen, «ein Ereignis von grösster historischer Bedeutung». Der russische Präsident übermittelte die «brüderlichen Grüsse» des Moskauer Patriarchen Kyrill I., der bereit sei, «das Band zwischen den Kirchen von Konstantinopel und Moskau zu verstärken».

Putin dankte dem Ökumenischen Patriarchen auch für die «kirchenrechtliche Erlaubnis» zur Erbauung einer Andreas-Kapelle auf dem Gelände der russischen Botschaft in Ankara und für die «herzliche Aufnahme» bei seinen beiden Besuchen auf dem Berg Athos.

Patriarch Bartholomaios I. gratulierte dem russischen Präsidenten zu dessen jüngsten Wahlerfolg und dankte Putin für dessen Unterstützung der orthodoxen Kirche. Zugleich unterstrich er den Dienst des Ökumenischen Patriarchats als «Koordinationszentrum der panorthodoxen Einheit». Er versicherte dem russischen Präsidenten, dass sich die Kirche von Konstantinopel auch um die spirituellen und religiösen Bedürfnisse der orthodoxen Russen in der Türkei annehme. In der Türkei leben viele Arbeitsmigranten, aber auch Zweitwohnungsbesitzer aus der Russischen Föderation, aus der Ukraine und anderen Nachfolgestaaten der Sowjetunion.

Nach Mitteilung der Pressestelle des Ökumenischen Patriarchats bekundete Putin auch den Wunsch, bei einem neuerlichen Türkei-Besuch den Sitz des Ökumenischen Patriarchats im Phanar zu besuchen.

Die Georgskathedrale im Phanar in Istanbul ist Sitz des Patriarchen. Bis zur Eroberung Konstantinopels durch die Türken 1453 war über Jahrhunderte die Hagia Sophia die Kathedrale des Patriarchats. Der Patriarch ist als «Primus inter pares» (Erster unter Gleichen) Oberhaupt von weltweit etwa 350 Millionen orthodoxen Christen. Zum Ökumenischen Patriarchat von Konstantinopel gehören heute sechs Erzdiözesen, 18 weitere Metropolien und acht Teilkirchen auf allen Kontinenten.

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