Ansgar Hörsting, Präsident der Vereinigung Evangelischer Freikirchen VEF © Foto: VEF

Freikirchen in Deutschland unterstützen die „Allianz für Weltoffenheit“

Kassel/Deutschland | 17.03.2016 | VEF/APD | International

Die Vereinigung Evangelischer Freikirchen (VEF) hat ihre Unterstützung für die Erklärung der „Allianz für Weltoffenheit“ zum Ausdruck gebracht. „Dieser Beschluss ist für uns sowohl ein Signal in die Öffentlichkeit als auch eine Selbstverpflichtung“, sagte VEF-Präsident Ansgar Hörsting am Rande der Mitgliederversammlung der Vereinigung in Kassel: „Als Freikirchen in Deutschland setzen wir uns für die Menschenwürde aller ein, die in unserem Land leben – ob sie hier geboren wurden oder erst seit kurzem hier leben. Und wir wenden uns klar gegen Intoleranz, Hass und jede Form von Ungleichbehandlung.“

Die ganz praktische Bedeutung dieses Themas für die Freikirchen sei gerade in der aktuellen Flüchtlingskrise deutlich geworden, so Hörsting: „Viele Ortsgemeinden setzen sich mit grossem Engagement für Flüchtlinge ein und leisten damit einen Beitrag in dieser durchaus herausfordernden gesellschaftlichen Situation.“ Damit, so Hörsting weiter, setzten die Gemeinden das in die Tat um, was in der Erklärung der „Allianz für Weltoffenheit“ als Fazit am Ende steht. Dort ist formuliert: „Gerade in Krisenzeiten dürfen wir die rechtsstaatlichen, sozialen und humanitären Errungenschaften unserer Gesellschaft nicht aufgeben. Die Würde des Menschen zu schützen, ist unser Ziel. Deshalb engagieren wir uns mit vereinten Kräften für Weltoffenheit, Solidarität, Demokratie und Rechtsstaatlichkeit in Deutschland und Europa.“

Die VEF stellte sich damit nach Angaben von Hörsting auch explizit hinter den Passus aus der Erklärung, der das Engagement aller gesellschaftlichen Gruppen fordert: „Die menschen-würdige Aufnahme von Flüchtlingen, ihre Integration und die Verhinderung von sozialer, kultureller und gesellschaftlicher Spaltung sind eine Gemeinschaftsaufgabe. Bund, Länder und Kommunen, Wirtschaft und Gewerkschaften, Kirchen und Religionsgemeinschaften, Organisationen der Wohlfahrtspflege sowie die gesamte Zivilgesellschaft müssen auch weiterhin Verantwortung tragen.“ Für die Kirchen ergebe sich diese Forderung aus dem Auftrag der Bibel, so Hörsting: „In unseren Ortsgemeinden reden wir nicht nur über die Liebe Gottes zu den Menschen, sondern wir geben sie durch Taten weiter.“

Die Vereinigung Evangelischer Freikirchen wurde 1926 gegründet. Ihr gehören zwölf Mitglieds- und zwei Gastkirchen, darunter auch die Freikirche der Siebenten-Tags-Adventisten, an. Verschiedene Arbeitsgruppen der VEF befassen sich mit Themen wie Evangelisation und missionarischer Gemeindeaufbau, gesellschaftliche Verantwortung, Rundfunkarbeit, Angebote für Kinder und Jugendliche oder theologische Aus- und Weiterbildung. Weitere Informationen: www.vef.de.

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