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ADRA richtet Appell zur Freilassung entführter Mitarbeiter in Sudan
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Sillver Spring, Maryland/USA, 28.01.2005 / APD

Die Adventistische Entwicklungs- und Katastrophenhilfe (ADRA) richtet einen dringenden Appell zur Freilassung von drei Hilfswerkmitarbeitern, die am 16. Dezember 2004 auf ihrem Weg von Khartum ins sudanesische Westdarfur im damals von Rebellen kontrollierten Gebiet Labado unter Waffengewalt in ihren ADRA-Einsatzfahrzeugen entführt worden sind.

Die drei Personen gehörten zu einem Konvoi eines grösseren ADRA-Teams, das Bohrausrüstung und Material zum humanitären Wiederaufbau von 65 zerstörten und verlassenen Brunnen und zur Konstruktion von 45 neuen Brunnen transportierte. Das Projekt wird vom Amt für humanitäre Hilfen der Europäischen Kommission (ECHO) unterstützt. Der Konvoi von ADRA hatte die offizielle Erlaubnis zum Transport der Hilfsgüter nach Darfur.

Bei den drei Männern, die alle die sudanesische Staatsbürgerschaft besitzen, handelt es sich um erfahrene Mitarbeiter des humanitären Dienstes, die aufgrund des dortigen enormen Notstands auf dem Weg nach Darfur waren. "Wir machen uns grosse Sorgen um die Sicherheit unserer Mitarbeiter. Wer für die Entführung verantwortlich ist, wissen wir nicht, und wir haben keine Informationen über den Aufenthaltsort oder den Zustand der Entführten.

ADRA ist keine politische Organisation, sondern leistet dort Hilfe, wo sie am meisten benötigt wird", sagte Byron L. Scheuneman, Vizepräsident und Geschäftsführer von ADRA International. "Unsere Gedanken und Gebete sind bei den entführten Männern und ihren Familien. Wir möchten einen direkten Appell an die Entführer richten, unsere Mitarbeiter aus Gründen der Humanität wieder freizulassen. Wasser wird in Darfur dringend benötigt, und es macht einfach keinen Sinn, diese Männer und die Ausrüstung festzuhalten", so Scheuneman.

Die geplanten Wasserbrunnen kommen 80.000 Binnenflüchtigen und der Bevölkerung von Westdarfur zugute. Die Gegend um Westdarfur ist besonders stark vom Bürgerkrieg getroffen, der in den drei Darfur-Staaten bisher mindestens 1,6 Millionen Menschen an den Rand des Überlebens gebracht haben. Die Niederlassung von ADRA in Khartum arbeitet eng mit den Vereinten Nationen zusammen, um die Freilassung ihrer Mitarbeiter zu bewirken, und ist dankbar für die dabei geleistete Hilfe. Operationen in einem derart komplexen und schwierigen Umfeld sind risikobehaftet, und die ADRA unternimmt Alles, um die Sicherheit seiner humanitären Arbeiter und der betroffenen Bevölkerung zu erhöhen.

Das internationale Hilfswerk ADRA ist bereits seit mehr als 25 Jahren in Sudan und seit Juni 2004 in Darfur tätig. Es unterhält weltweit ein Netzwerk mit 120 regionalen und nationalen ADRA-Büros. ADRA gewährt ihre Hilfe ohne Rücksicht auf politische und religiöse Anschauung oder ethnische Herkunft.

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