Beijing+10

Frauenrechtlerin: "Aids trägt ein weibliches Gesicht"

New York, N.Y./USA | 16.03.2005 | APD | Gesundheit & Ethik

Die Generalsekretärin des Christlichen Welt-Vereins Junger Frauen (YWCA) und kenianische Theologin, Musimbi R.A. Kanyoro (Genf), hat die Ausbreitung der Immunschwäche Aids als die größte Katastrophe unserer Zeit bezeichnet. Die Seuche trage "ein weibliches Gesicht", sagte Kanyoro am Rande der UN-Frauenrechtskommission in New York.

In Afrika seien drei von vier infizierten Menschen unter 25 Jahren junge Frauen. Jessica Nkuuhe, Direktorin einer Frauenorganisation in Uganda, beschrieb, wie sich junge Frauen in dem ostafrikanischen Land durch Vergewaltigung und erzwungene Prostitution ansteckten. Frauen seien in vielfältiger Weise von der Seuche betroffen: Sie gehörten zu den Erkrankten, müssten aber auch infizierte Angehörige pflegen und sich um Aidswaisen kümmern. Kanyoro ergänzte, beim Kampf gegen Aids müssten Frauen gestärkt werden, damit sie sich selbst schützen könnten. Sie müssten außerdem lernen, für ihre Rechte einzutreten und gegen Gewalt und Armut zu kämpfen.

Die World Young Women’s Christian Association (YWCA), mit Sitz in Genf, die weltweit 25 Millionen Mädchen und Frauen vertritt, arbeitet seit 1999 in 76 Ländern zum Thema HIV/Aids. Wie der Evangelische Pressedienst in Österreich (epd-ö) berichtet, wird die UNO-Frauenrechtskommission, die zehn Jahre nach der Weltfrauenkonferenz von Peking in New York tagt, voraussichtlich zu ihrem Abschluss am Freitag eine Resolution der Länder des südlichen Afrika zum Thema "Frauen, Mädchen und HIV/Aids" verabschieden.

(1513 Zeichen)
© Nachrichtenagentur APD Basel (Schweiz) und Ostfildern (Deutschland). Kostenlose Textnutzung nur unter der Bedingung der eindeutigen Quellenangabe "APD". Das © Copyright an den Agenturtexten verbleibt auch nach ihrer Veröffentlichung bei der Nachrichtenagentur APD. APD® ist die rechtlich geschützte Abkürzung des Adventistischen Pressedienstes.