Christen im Nordsudan zum Militär gepresst

München/Deutschland | 13.02.2012 | APD | unbekannt

Im Nordsudan wachse unter jungen Christen die Angst vor Entführungen, berichte Weihbischof Daniel Adwok von Khartum laut dem weltweiten katholischen Hilfswerk „Kirche in Not“. Nordsudanesische Milizen seien dazu übergegangen, Angehörige von Minderheiten zu verschleppen und zum bewaffneten Kampf zu zwingen, sagte der Weihbischof. Seinen Angaben zufolge wäre die Zahl der Entführungen von jungen Männern seit November sprunghaft gestiegen.

Besonders gefährdet sind Südsudanesen, die im Nordsudan leben. „Südsudanesen, welche die Rückkehr in ihre Heimat vorbereiten, bekommen Schwierigkeiten mit den nordsudanesischen Milizen“, betonte Adwok. Sie würden gezwungen, gegen die südsudanesische Regierung und ihre eigenen Landsleute zu kämpfen.

Der vorwiegend von Christen bewohnte Südsudan hatte sich im Juli 2011 durch einen Volksentscheid vom überwiegend von Muslimen bewohnten Norden abgespalten. Seitdem gibt es in einigen umstrittenen erdölreichen Grenzregionen Kämpfe zwischen nord- und südsudanesischen Truppen.

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