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2011 starben weltweit 1,3 Millionen Kinder an Lungenentzündung

Köln/Deutschland | 13.11.2012 | APD | Gesundheit & Ethik

Anlässlich des 4. Welttages zur Bekämpfung von Lungenentzündungen, der dieses Jahr am 12. November stattfindet, rufen laut UNICEF Deutschland sechs Entwicklungsorganisationen gemeinsam dazu auf, die Krankheit und ihre Eindämmung in den Mittelpunkt der öffentlichen und entwicklungspolitischen Diskussion in Deutschland zu rücken. Lungenentzündungen hätten allein im Jahr 2011 das Leben von 1,3 Millionen Kindern gefordert, schreibt das Hilfswerk.

Jedes fünfte Kind, das vor seinem fünften Geburtstag stirbt, erliege den Folgen einer Lungenentzündung, so UNICEF. Die Krankheit sei damit eine der Haupttodesursachen bei Kleinkindern. Mehr als 99 Prozent der Todesfälle auf Grund einer Lungenentzündung, ereigneten sich in Entwicklungsländern, wo der Zugang zu Gesundheitsversorgung für viele Kinder ausser Reichweite sei. Regierungen von Geberländern müssten ihre Anstrengungen verstärken und ihre Investitionen erhöhen, um die Kindersterblichkeit weltweit zu senken, forderte UNICEF.

Investitionen in Prävention, Behandlung und Schutz von Kindern gegen die zwei Haupttodesursachen in Entwicklungsländern - Lungenentzündungen und schwere Durchfallerkrankungen - hätten in den letzten zehn Jahren bereits erheblich dazu beigetragen, die Kindersterblichkeit zu senken. Die Bekämpfung dieser zwei Krankheiten könne wesentlich dazu beitragen, das vierte Millennium-Entwicklungsziel, die Senkung der Kindersterblichkeit um zwei Drittel bis 2015, zu erreichen. Laut UNICEF trügen Impfungen, Behandlungen mit Antibiotika und bessere Hygiene dazu bei, Leben zu retten. Gleichzeitig müssten auch jene Praktiken gefördert werden, so das Kinderhilfswerk, die helfen würden, Krankheiten vorzubeugen: volles Stillen während der ersten sechs Lebensmonate, regelmässiges Händewaschen, Inanspruchnahme von Gesundheitsangeboten sowie die Nutzung von so genannten „Clean Cookstoves“, die sauberen Kochherde, welche durch ein Abzugsrohr die Raumluftverschmutzung reduzierten.

Um der Kindersterblichkeit durch Lungenentzündungen entgegenzutreten, haben sich im April 2009 über 125 Nichtregierungsorganisationen, wissenschaftliche Einrichtungen, staatliche Stellen und Stiftungen zum „Weltweiten Bündnis gegen Lungenentzündung bei Kindern“ („Global Coalition Against Child Pneumonia“) zusammengeschlossen. Das Ziel des Netzwerks ist es, die Bedeutung dieser tödlichen Krankheit ins Bewusstsein der Öffentlichkeit zu rücken und auf die gesundheits- und entwicklungspolitischen Agenden zu holen.

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