APD-INFORMATIONEN 6/2013 - JUNI 2013

Kirchenbund fordert vom Bundesrat mehr Einsatz für bedrohte Christen

Filzbach/Schweiz | 17.06.2013 | APD | Schweiz

Die Abgeordnetenversammlung des Schweizerischen Evangelischen Kirchenbundes SEK hat am 15. Juni in Filzbach/GL eine Resolution „betreffend bedrohte Christinnen und Christen“ verabschiedet, die dem Bundesrat übergeben werden soll, wie der SEK mitteilte. Rund siebzig Vertreter der sechsundzwanzig kantonalen Kirchen des Kirchenbundes forderten darin den Bundesrat auf, „sich gegen Diskriminierung, Ausgrenzung und Bedrohung von Christinnen und Christen einzusetzen“.

Christen seien die weltweit am meisten bedrohte Religionsgemeinschaft heisst es in der Begründung des Aufrufs. In Ländern des „Arabischen Frühlings“ würden sie stellvertretend zu Opfern der Aggression gegen die westliche Staatenwelt, zu Geiseln terroristischer Übergriffe oder konkurrierender konfessioneller Strömungen innerhalb der muslimischen Gesellschaften.

Laut SEK wollten die meisten Christen, die unter Gewalt und Bedrohung litten, ihre Heimat nicht verlassen, sondern ihren Glauben frei und ohne Schikanen öffentlich feiern und bekennen. „Dem entspricht der Grundsatz schweizerischer Menschenrechtspolitik, auf prekäre Lebenssituationen von Menschen vor Ort Einfluss zu nehmen, sodass ein Leben in Freiheit und Würde im angestammten Land möglich ist. Deshalb ist die Politik gefordert, sich für die bedrohliche Lage von Christen einzusetzen“, heisst es im Aufruf an den Bundesrat.

Die Abgeordneten hätten den Bundesrat konkret dazu aufgefordert, die Gewissens-, Meinungs-, Versammlungs- und Religionsfreiheit sowie die Rechtssicherheit für Christen „nachdrücklich einzufordern“, die Beobachtung und Beurteilung der Lage christlicher Kirchen „als festen Bestandteil der aussenpolitischen Agenda der Schweiz zu etablieren“ und das Personal des EDA im Ausland „gezielt auf religiöse Fragen zu sensibilisieren und auszubilden“.

Die „Resolution betreffend bedrohte Christinnen und Christen“ kann auf www.sek.ch heruntergeladen werden.

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Schweizerische Bibelgesellschaft wählt neues Präsidium

Aarau/Schweiz | 17.06.2013 | APD | Schweiz

An der Delegiertenversammlung der Schweizerischen Bibelgesellschaft (SB) in Aarau wurde am 24. Mai der Präsident, Pfarrer Jakob Bösch (Eschlikon/TG) verabschiedet, der auf eigenen Wunsch nach zehnjähriger Tätigkeit zurücktrat. Reto Mayer (Ittigen/BE) wurde von den Delegierten ohne Gegenstimme zum neuen Präsidenten der Schweizerischen Bibelgesellschaft gewählt. Mayer ist seit zehn Jahren Mitglied im SB-Vorstand und amtete als Vizepräsident. Der 52jährige Pastor und Finanzfachmann arbeitet in der europäischen Kirchenleitung der Freikirche der Siebenten-Tags-Adventisten in Bern.

Reto Mayer, neuer SB-Präsident
Der neue Präsident Reto Mayer ist französischer Muttersprache und spricht Deutsch sowie Englisch. Er hat eine kaufmännische Lehre in der Versicherungsbranche abgeschlossen, ein Theologiestudium an der Faculté Adventiste de Théologie in Collonges/Frankreich sowie einen Master in Leadership an der Andrews University, Michigan/USA abgeschlossen.

Die Siebenten-Tags-Adventisten haben in sieben kantonalen Arbeitsgemeinschaften christlicher Kirchen (AGCK), - in Basel-Stadt bereits seit 1973 - und in der schweizerischen AGCK seit 2012 den Gaststatus. Die Adventisten sind seit 1994 Mitglied der Schweizerischen Bibelgesellschaft. Da laut Bibelgesellschaft sowohl von den SB-Mitgliedsorganisationen als auch zum Kreis der Spenderinnen und Spender viele zu Freikirchen gehörten, sei es selbstverständlich, dass diese Stimmen auch im Vorstand gut vertreten seien.

Martin Vogler, neuer SB-Vizepräsident
Das Amt des SB-Vizepräsidenten wird neu Martin Vogler (Olten) übernehmen. Der 62-Jährige ist Mitglied der Evangelischen Kantonalkirche Solothurn und arbeitet bei der Stiftung Diaconis in Bern. Nach Angaben der Bibelgesellschaft bringe er seine vielfältigen Beziehungen zur Kirche Bern-Jura-Solothurn als auch weltweite Kontakte von seinem langjährigen Engagement beim CVJM in die Vorstandsarbeit ein.

Erfolgsrechnung 2012
Wertberichtigungen beim Warenlager, ein höherer Handelsertrag als budgetiert, weniger Stellenprozente und die Straffung administrativer Abläufe hätten 2012 zu einem ausserordentlichen Erfolg von 72.640 Franken geführt, wie Eva Thomi erläuterte, Geschäftsleiterin der Schweizerischen Bibelgesellschaft.

Strategie der Bibelgesellschaft
Um die Anliegen der Bibelgesellschaft zu verbreiten, wolle der Vorstand bekannte Persönlichkeiten für ein Patronatskomitee anfragen, welche die Anliegen der Bibelgesellschaft in der Öffentlichkeit vertreten würden, so Eva Thomi. Zudem könnten Wanderausstellungen zur Thematik Migration und Bibel von Kirchgemeinden gemietet werden und würden damit die biblische Sichtweise verbreiten.

Verabschiedung des abtretenden Präsidenten Jakob Bösch
Die Delegierten dankten dem reformierten Pfarrer Jakob Bösch für seinen zwölfjährigen Einsatz in der Bibelgesellschaft. Als grösste Herausforderung in seiner zehnjährigen Amtszeit als SB-Präsident bezeichnete Bösch die knappe Personaldecke im SB-Vorstand, die durch neue Mitglieder aber schnell habe erweitert werden können. Für die Zukunft wünsche er der Leitung viel „Weisheit, in einer Zeit, in der die Haltungen der Menschen der Bibel gegenüber immer noch vielfältiger werden, oft sogar unvereinbar scheinen“. Dem neuen Präsidenten gebe er ein Bibelwort aus dem Buch Josua 1, 9 mit auf den Weg: „Sei mutig und entschlossen! Hab keine Angst und lass dich durch nichts erschrecken; denn ich, der Herr, dein Gott, bin bei dir, wohin du auch gehst!“

Dank der Bibelgesellschaft von Tansania
„Wenn sie für die Schweizerische Bibelgesellschaft spenden, unterstützen sie auch uns“, sagte Pfarrer Dr. Mkunga Mtingele, Generalsekretär der Bibelgesellschaft von Tansania in einem Grusswort und dankte den SB-Delegierten für die Unterstützung. Von den finanziellen Beiträgen der Schweizerischen Bibelgesellschaft an den Weltbund der Bibelgesellschaften (United Bible Society) profitiere sein Land für Bibelübersetzungsprojekte in diverse Landesprachen sowie für HIV-Projekte.

Über die Schweizerische Bibelgesellschaft
Die Schweizerische Bibelgesellschaft wurde am 26. November 1955 in Aarau als Nachfolgerin des Bundes der Schweizerischen Bibelgesellschaften gegründet. Heute zählt sie 45 Kollektivmitglieder; darunter evangelisch-reformierte Kantonalkirchen, die Christkatholische Kirche, evangelische Freikirchen, kantonale Bibelgesellschaften, und christliche Gemeinschaften und Werke in der Schweiz, mit denen sie die Verantwortung für die Verbreitung der Bibel teilt.

Die Schweizerische Bibelgesellschaft ist ein Kompetenzzentrum für die Bibel in der Schweiz und im Fürstentum Liechtenstein. Sie unterstützt und fördert die Übersetzung, Herstellung und Verbreitung von Bibeln, Bibelteilen und biblischer Literatur im In-und Ausland. Sie engagiert sich mit über 146 im Weltbund der Bibelgesellschaften (United Bible Society) zusammengeschlossenen nationalen Bibelgesellschaften dafür, die Bibel in verständlichen, modernen und den Bedürfnissen angepassten Formen zu den Menschen zu bringen.

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ADRA führt 2013 zwei Freiwilligenwochen in der Schweiz durch

Zürich/Schweiz | 17.06.2013 | APD | Schweiz

Die Anzahl der Anmeldungen für die Freiwilligenwoche in der Schweiz sei 2013 so gross gewesen, dass die Adventistische Entwicklungs- und Katastrophenhilfe ADRA Schweiz vom 18. bis 23. August zwei Einsätze durchführen könne, teilte das Hilfswerk mit.

Die Schweizerische Arbeitsgemeinschaft für die Berggebiete SAB kläre die Bedürfnisse sowie die wirtschaftliche und finanzielle Situation der Bauernfamilien ab und schlage ADRA Schweiz jeweils ein Projekt für die jährliche Freiwilligenwoche vor, an der sich mehr als 20 Frauen und Männer beteiligten.

Projekt 1: Wohnhaus für Bauernfamilie in Eriz/BE
Nach Angaben des Hilfswerks werde die erste Freiwilligengruppe einer Bauernfamilie mit zwei kleinen Kindern in Eriz bei Steffisburg/BE bei der Sanierung des 200-jährigen Wohnhauses helfen. Die Familie sei wegen der feuchten Wände in einen Wohncontainer umgezogen, der aber bei einem Unwetter stark beschädigt worden sei. Dank der Unterstützung durch die SAB habe im Wohnhaus eine neue Heizung eingebaut werden können. Die Freiwilligen sollen in der Einsatzwoche ein Schlaf- sowie das Badezimmer und die Wohnstube bewohnbar machen.

Projekt 2: „Mutterkuhstall“ für Bauernfamilie in Hergiswil/LU
Die zweite Freiwilligengruppe wird laut ADRA Schweiz einer Bauernfamilie mit fünf Töchtern beim Bau eines „Mutterkuhstalls“ gemäss den neuen Verordnungen helfen. Auch dieses Projekt werde in Zusammenarbeit mit der Schweizerischen Arbeitsgemeinschaft für die Berggebiete durchgeführt.

Spenden für die Freiwilligenwochen in der Schweiz: PC-Konto 80-26526-3 / Vermerk „Freiwilligenwoche“. Anmeldungen für die Freiwilligenwoche: info@adra.ch

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Sehbehinderter wird in Jamaica zum Senatspräsidenten gewählt

Kingston/Jamaika | 17.06.2013 | APD | International

Am 17. Mai wurde Floyd Morris (44) zum Präsidenten des jamaikanischen Senats, dem Oberhaus des Parlaments, vereidigt und ist damit der erste blinde Senatspräsident im Staat. Morris ist Siebenten-Tags-Adventist und auf der Karibikinsel durch sein Engagement für Menschen mit Behinderungen bekannt, wie Adventist News Network (ANN) mitteilte.

In seiner Ansprache zur Vereidigung, habe Morris aus dem alttestamentlichen Propheten Micha 6,8 zitiert: „Es ist dir gesagt, Mensch, was gut ist und was der Herr von dir fordert, nämlich Gottes Wort halten, Liebe üben und demütig sein vor deinem Gott."

Die Richtung, die sein Lebens nehmen sollte, sei ihm während Jahren unklar gewesen, sagte Floyd Morris in einem Interview nach der Vereidigungszeremonie. Er erachte deshalb seine Wahl als Ausdruck der Treue und Führung Gottes.

„Ich habe immer Senator Morris‘ starkes Engagement für Ethik, Disziplin und prinzipientreues Verhalten bewundert“, sagte Jamaikas Premierministerin, Portia Simpson-Miller. „Ich denke, dass der Senat enorm von seiner Führung profitieren wird und ich habe keinen Zweifel, dass er auch weiterhin eine Inspiration für viele sein wird, hier in Jamaika aber auch auf der ganzen Welt", so Simpson-Miller.

Mit 17 sei bei Morris der grüne Star (Glaukom) diagnostiziert worden und mit 23 sei er völlig erblindet. Mit Hilfe der jamaikanischen Gesellschaft für Blinde habe er gelernt Brailleschrift zu lesen und zu schreiben, so ANN. Er habe einen Bachelor-Abschluss in Massenkommunikation, einen Master-Abschluss in Politikwissenschaft und doktoriere in politischer Kommunikation. Morris moderiere das Radioprogramm "Aus einer anderen Perspektive sehen", jogge jeden Arbeitstag mit Hilfe seines Fahrers und sei 1998 Jamaikas erster blinder Senator geworden, so ANN. Eines der Hauptziele in diesem Amtsjahr sei die Verabschiedung des nationalen Gesetzes für Menschen mit Behinderungen, für das er sich seit 1998 eingesetzt habe, sagte Miller.

Die 270.000 Siebenten-Tags-Adventisten in Jamaika, rund zehn Prozent der Bevölkerung, freuten sich zu Recht über die Wahl von Floyd Morris, sagte Everett Brown, Präsident der Kirche im Inselstaat. Adventisten leisteten wichtige Beträge in Wirtschaft und Regierung des Landes, so sei Sir Patrick Allen, ein weiterer Adventist, Generalgouverneur des Landes.

Knapp zwei Drittel der 2,8 Millionen Einwohner Jamaikas sind Protestanten. Die Adventisten feiern in 624 Gemeinden den Gottesdienst. Die Kirche unterhält 17 Grundschulen, sieben weiterführende Schulen, eine Universität, ein Krankenhaus und drei Kliniken.

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Heilsarmee Generalin Linda Bond tritt überraschend in den Ruhestand

Bern/Schweiz | 17.06.2013 | APD | International

„Nach einer Zeit der persönlichen Überlegungen und des Gebets hat Generalin Linda Bond (66)“, internationale Leiterin der Heilsarmee, „entschieden, das Amt der Generalin zum 13. Juni 2013 niederzulegen“, schreibt Kommissär André Cox (London), Stabschef. Er wird bis zur Wahl eines neuen Leiters interimistisch die Funktionen der Generalin ausüben. Die Entscheidung in den Ruhestand zu treten, habe Linda Bond nach 44 Jahren im Dienst für die Heilsarmee gefällt, wie die Freikirche am 13. Juni mitteilte.

Über allfällige Rücktrittsgründe der Generalin, die 2011 zur internationalen Leiterin gewählt worden war, wurde in der Meldung nichts verlautet. Die üblicherweise souverän und positiv auftretende Generalin habe bei ihrem Besuch in der Schweiz im Frühjahr 2013 auf ihn sehr müde gewirkt, sagte Martin Künzi, Leiter Kommunikation der Heilsarmee. Einen Skandal als Rücktrittsgrund schliesse er aus. Der Rücktritt der Generalin habe kaum Auswirkungen auf die Tätigkeit der Heilsarmee in der Schweiz, so Künzi, da die einzelnen Länder oder Territorien sehr unabhängig arbeiteten.

André Cox, Stabschef, werde in Kürze den Hohen Rat einberufen, um einen neuen General oder eine neue Generalin zu wählen. Der Hohe Rat ist ein Wahlgremium, das aus allen amtierenden Kommandeuren und allen Landesleitern im Rang eines Kommissärs aus allen Heilsarmee-Territorien der Welt besteht und rund 200 Personen umfasst.

Die Kanadierin Linda Bond war die dritte Frau im obersten Leitungsamt der Heilsarmee und 19. Generalin. Sie hat einen Bachelortitel in „Religious Education“ und einen Masterabschluss in Theologie. 1967 trat sie als Kadettin in die Offiziersschule in Kanada ein und wurde zwei Jahre später zur Offizierin geweiht. Korpsarbeit, eine Lehrtätigkeit an der Offiziersschule in Toronto, administrative und Leitungsaufgaben in diversen englischsprachigen Ländern der Welt haben ihre berufliche Tätigkeit geprägt.

Gründer der Heilsarmee war der methodistische Pastor William Booth. Erschüttert von dem sozialen Elend im Osten Londons gründete er 1865 mit Freiwilligen aus verschiedenen Kirchen die „Christliche Erweckungsgesellschaft“, die sich 1878 in Heilsarmee umbenannte. Booth wurde ihr erster General. Der Kampf gegen Alkoholismus, Obdachlosigkeit und Verarmung wurde straff militärisch strukturiert. Dazu gehörte auch die Einführung von Uniformen und Rängen. Schon bei der Gründung wurde festgelegt, dass Frauen in der Heilsarmee die gleichen Rechte wie Männer haben. Sie durften predigen und ihnen standen alle Führungspositionen offen.

Weltweit zählen sich etwa drei Millionen Menschen zur Heilsarmee, darunter rund eine Million Heilssoldaten (Mitglieder) und rund 26.000 Offiziere (Geistliche).

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Hochwasserschäden auch bei Adventisten

Berlin/Hannover/München | 17.06.2013 | APD | International

Das Hochwasser in Ostdeutschland hat auch die Freikirche der Siebenten-Tags-Adventisten nicht verschont. Wie Pastor Simon Krautschick (Berlin), Sekretär (Geschäftsführer) der Freikirche in Berlin und Mitteldeutschland, mitteilte, wurde in der sächsischen Stadt Grimma das dortige adventistische Gemeindezentrum in Mitleidenschaft gezogen. Das Wasser habe den Gottesdienstsaal im Erdgeschoss überschwemmt, wäre jedoch kurz vor der ersten Etage zum Stillstand gekommen, sodass die Pastorenwohnung trocken geblieben sei. Der örtliche Seelsorger Armin Richter habe mit seiner Familie zeitweilig Unterschlupf in den Jugendräumen der benachbarten Adventgemeinde Bad Lausick gefunden. Inzwischen hätten freiwillige Helfer aus Grimma und benachbarten Adventgemeinden das Gemeindezentrum gesäubert.

In Crimmitschau im Landkreis Zwickau sei der Keller des dortigen Gemeindezentrums überflutet worden, so Krautschick. Die darüber liegenden Gottesdiensräume wären jedoch trocken geblieben. Das adventistische Freizeit- und Begegnungszentrum „Waldpark“ in Leubsdorf/Landkreis Mittelsachsen sei verschont worden. Ein Schott vor dem Tor im Kellergeschoss und drei leistungsstarke Pumpen hätten verhindert, dass der Keller voll Wasser lief. Allerdings gebe es Schäden auf dem Gelände. Das Adventhaus Leipzig sei nicht betroffen, da ein unmittelbar hinter dem Gebäude liegender Kanal hätte reguliert werden können. Auch die Adventgemeinde Weimar sei verschont worden. Das Wasser hätte zwar an der Hausrückwand der Kapelle gestanden, doch die Feuerwehr habe mehrere Pumpen in einem Schacht im Erdgeschoss installiert, sodass es zu keiner Flutung des Gebäudes gekommen wäre.

Laut dem Vorsitzenden der Freikirche der Siebenten-Tags-Adventisten in Deutschland, Pastor Johannes Naether (Hannover), hätten in den süd- und ostdeutschen Hochwassergebieten auch Adventisten an ihren Häusern und Wohnungen Schäden erlitten. Um ihnen zu helfen, habe die Freikirchenleitung alle Adventisten in der Bundesrepublik zu Spenden aufgerufen. Naether erinnerte daran, dass beim „Jahrhundert-Hochwasser“ von 2002 solch ein Aufruf über 500.000 Euro erbracht habe, die nach festen Kriterien an betroffene Mitglieder verteilt worden seien. Gleichzeitig habe auch die Adventistische Entwicklungs- und Katastrophenhilfe ADRA Deutschland um Spenden gebeten. ADRA helfe Bedürftigen ohne Berücksichtigung einer bestimmten Konfession.

„Unsere Pastoren in den Flutgebieten änderten daraufhin ihre Arbeitsplanung“, berichtete Simon Krautschick. „Ihre erste Priorität gelten den betroffenen Menschen in ihren Gemeinden. Sie fassten beim Kellerausräumen mit an, organisierten Hilfe untern den Mitgliedern und machten Mut.“ Sie würden jetzt auch Anträge auf Fluthilfe entgegennehmen und für eine sachgerechte Verteilung der Spenden von Adventisten sorgen.

Auch in Bayern hätten Adventisten Schäden durch das Hochwasser erlitten, teilte der Sekretär der Freikirche in Bayern, Pastor Stefan Rebensburg (München), mit. Gemeindezentren, etwa in Rosenheim, Passau und Deggendorf, seien jedoch von der Flut verschont worden.

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Methodisten, EKD und Lutheraner wollen Kirchengemeinschaft ausbauen

Hannover/Deutschland | 17.06.2013 | APD | Ökumene

Zu einem Spitzengespräch und zur Feier eines gemeinsamen Abendmahlsgottesdienstes trafen sich am 27. Mai Vertreter der Evangelisch-methodistischen Kirche (EmK), der Evangelischen Kirche in Deutschland (EKD) und der Vereinigten Evangelisch-Lutherischen Kirche Deutschlands (VELKD) im Kirchenamt Hannover. Das Treffen war im Anschluss an das 25-jährige Jubiläum der gegenseitigen Erklärung von Kanzel- und Abendmahlsgemeinschaft am 30. September 2012 vereinbart worden. An dem Gespräch und dem Gottesdienst nahmen die Bischöfin der EmK, Rosemarie Wenner (Frankfurt am Main), der Ratsvorsitzende der EKD, Präses Nikolaus Schneider (Berlin), der Auslands- und Ökumenebischof der EKD, Martin Schindehütte (Hannover), und der Leitende Bischof der VELKD, Gerhard Ulrich (Kiel), sowie weitere Persönlichkeiten aus der EmK, VELKD und EKD teil.

Ratsvorsitzender Schneider und Bischof Schindehütte würdigten das bewährte und gute Zusammenwirken zwischen EKD und EmK in der Ökumene sowie die vielfältige und enge Kooperation im Bereich der kirchlichen Werke und der Diakonie. Bischof Ulrich zeigte sich erfreut, dass im Jubiläumsjahr in vielen Gemeinden gemeinsame Abendmahlsgottesdienste gefeiert worden seien und betonte die grossen Potenziale dieser Kirchengemeinschaft mit Blick auf die gemeinsame Aufgabe der Verkündigung. Bischöfin Wenner hob hervor: „Ich bin dankbar für die Gemeinschaft. Vieles von dem, was wir inzwischen gemeinsam tun, scheint uns heute bereits fast selbstverständlich. Für uns ist die Kirchengemeinschaft sehr präsent.“

Die Teilnehmer vereinbarten, sich in regelmässigen Abständen zu treffen, um die Zusammenarbeit in Fragen der Theologie, des Gottesdienstes und der Ausbildung zu vertiefen sowie die Kirchengemeinschaft noch stärker im Bewusstsein ihrer Gemeinden zu verankern. Eine Arbeitsgruppe solle Vorschläge zu diesen Themen unterbreiten.

Am 29. September 1987 war in einem Gottesdienst in der Nürnberger St. Lorenz-Kirche die Kanzel- und Abendmahlsgemeinschaft zwischen Methodisten, Lutheranern und Reformierten proklamiert worden. Damals wurde festgestellt, dass im Verständnis des Evangeliums keine grundlegenden Unterschiede bestünden: „In Christus sind wir eins. Gemeinsam dürfen wir das Wort Gottes verkündigen, gemeinsam haben wir Anteil am Mahl des Herrn.“

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Breite Koalition von Christen in Indonesien feiert Einheit

Genf/Schweiz | 17.06.2013 | APD | Ökumene

Ein historisches Ereignis im Leben der christlichen Kirchen Indonesiens sei die Feier der Einheit im Glauben an Jesus Christus vom 17. bis 18. Mai in der Hauptstadt Jakarta gewesen. An ihr hätten rund 100.000 Christen aus dem ganzen Land und von verschiedenen christlichen Traditionen laut dem Ökumenischen Rat der Kirchen (ÖRK) teilgenommen.

Organisiert wurde der Anlass von der Gemeinschaft der Kirchen in Indonesien (PGI), der Gemeinschaft der evangelischen Kirchen und Institutionen in Indonesien (PGLII), den Pfingstkirchen Indonesiens (PGPI), der indonesischen Baptistischen Gemeinschaft (PBI), der Orthodoxen Kirche in Indonesien, der Heilsarmee sowie der dortigen Kirche der Siebenten-Tags-Adventisten.

Pfarrer Dr. Olav Fykse Tveit, Generalsekretär des ÖRK, habe dabei die indonesischen Christen im Sinne des Mottos der Tagung „Gott des Lebens, führe uns zu Gerechtigkeit und Frieden“ zum Beten eingeladen. Vor dem Hintergrund der religiösen Vielfalt im Land gehe es dabei nicht um ein „triumphales und selbstgerechtes“ Gebet, so Tveit. „Es unterstreicht vielmehr, dass der christliche Glaube ein Vertrauen in den Gott des Lebens ist, der für alle Menschen sorgt und nicht nur für einige.“ Ausserdem habe der ÖRK-Generalsekretär den Zusammenhang zwischen Einheit, Leben, Gerechtigkeit und Frieden hervorgehoben. Die Einheit der Kirchen bestehe „im Zeugnis der vergebenden und erlösenden Gnade durch Christus und des Kommens des Reiches Gottes, das durch Gerechtigkeit und Frieden gekennzeichnet ist“.

Indonesien ist der grösste Inselstaat und mit 242 Millionen Einwohnern das viertgrösste Land der Welt. Es besteht aus einem Archipel von 17.508 Inseln, von denen über 6.000 bewohnt sind. 88 Prozent der Ansässigen oder 213 Millionen Menschen sind sunnitische Moslems. Damit ist Indonesien das Land mit der grössten muslimischen Bevölkerung der Welt, obwohl der Islam keine Staatsreligion ist. Laut Wikipedia müssen sich alle Bürger des Inselstaates zu einer von fünf Weltreligionen bekennen: Islam, Christentum, Buddhismus, Hinduismus oder Konfuzianismus. 19 Millionen Indonesier oder acht Prozent der Bevölkerung sind Christen, davon fünf Prozent evangelisch und drei Prozent römisch-katholisch.

Zur Kirche der Siebenten-Tags Adventisten in Indonesien gehören 197.000 erwachsen getaufte Mitglieder, die an 1.513 Versammlungsorten den Gottesdienst feiern. Die dortigen Adventisten unterhalten vier Krankenhäuser, 16 Kliniken, drei Zahnkliniken, einen Flugdienst (Fliegende Ärzte), eine Universität, zwei Hochschulen, 43 höhere Schulen, 246 Grundschulen, acht Sprachschulen für Englisch, zwei Medienzentren für Rundfunk- und TV-Sendungen, vier Radiostationen sowie ein Verlagshaus.

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Christen beleben den Bettag mit gemeinsamem Auftritt am Vortag

Zürich/Schweiz | 17.06.2013 | APD | Ökumene

119 eidgenössische Räte und Rätinnen riefen im letzten Jahr zur Stärkung des nationalen Bettags auf. Diesem Aufruf entsprechen zum diesjährigen Eidgenössischen Dank-, Buss- und Bettag am 15. September verschiedenen Kirchen sowie die Arbeitsgemeinschaft christlicher Kirchen der Schweiz (AGCK-CH). Sie organisieren am Vortag einen Gebetsanlass auf der Grossen Schanze, direkt über dem Berner Hauptbahnhof, mit Andacht, Kurzbotschaften, Gebeten, Musik und Grussworten kirchlicher und politischer Amtsträgern. Dabei sollen aus allen Landesteilen reformierte, freikirchliche, römisch- sowie christkatholische, orthodoxe und anglikanische Christen miteinander für das Land, die Regierung und die Bewohner beten, wie die AGCK Schweiz mitteilte.

Für gesellschaftliche Anliegen beten
Mit dem gemeinsamen Gebetsanlass am 14. September in Bern wollten die Schweizer Kirchen und Christen verschiedener Denominationen ihre Bereitschaft ausdrücken, die Verantwortung für das Land, die gesellschaftliche Entwicklung, die Politik, das wirtschaftliche und kulturelle Leben, den solidarischen Zusammenhalt der Bevölkerung, die Wahrung des religiösen und sozialen Friedens sowie der Freiheit mitzutragen, heisst es in der Medienmitteilung der Arbeitsgemeinschaft. Es solle aber auch für Mut zu neuen und kreativen Wegen gebetet werden. Die Kirchen hätten eine Selbstverpflichtung verfasst, die am 14. September verlesen und in den Kirchen verbreitet werde.

Unter dem Patronat der Arbeitsgemeinschaft christlicher Kirchen in der Schweiz (AGCK) werde der Anlass vom 14. September in Zusammenarbeit mit dem Evangelischen Kirchenbund (SEK), der Bischofskonferenz (SBK), der Evangelischen Allianz (SEA-RES), den Freikirchen Schweiz (VFG) und der Organisation Gebet für die Schweiz durchgeführt.

Mitgliedkirchen der AGCK Schweiz
• Schweizerischer Evangelischer Kirchenbund SEK
• Römisch-katholische Bischofskonferenz SBK
• Christkatholische Kirche in der Schweiz
• Evangelisch-methodistische Kirche in der Schweiz
• Bund Schweizer Baptistengemeinden
• Heilsarmee
• Bund Evangelisch-lutherischer Kirchen in der Schweiz und im Fürstentum Liechtenstein
• Orthodoxe Diözese der Schweiz des ökumenischen Patriarchats von Konstantinopel
• Serbisch-orthodoxe Kirche der Schweiz
• Rumänisch-orthodoxe Kirche in der Schweiz
• Anglikanische Kirche in der Schweiz
Gaststatus
• Freikirche der Siebenten-Tags-Adventisten

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Samstags schulfrei für adventistische Gymnasiasten in Kenia

Nairobi/Kenia | 17.06.2013 | APD | Religion + Staat

Der Oberste Gerichtshof in Kenia hat eine einstweilige Verfügung erlassen, wonach adventistische Schüler und Studenten von Unterricht und Examen an öffentlichen Gymnasien am Samstag befreit sind, wie Adventist News Network (ANN) berichtete. Die protestantische Kirche der Siebenten-Tags-Adventisten feiert den Samstag (Sabbat) als biblischen Ruhetag.

Die adventistische Kirchenleitung in Kenia habe den Prozess 2012 nach umfangreichen, erfolglosen bilateralen Verhandlungen mit Schulleitungen von 26 öffentliche Schulen und dem Erziehungsdepartement angestrengt, welche den adventistischen Schülern die verfassungsmässigen Rechte zur freien Religionsausübung nicht gewährt hätten, sagte Samuel Makori, Exekutivsekretär der kenianischen Kirchenleitung.

Das Urteil von Richter Isaac Lenaola sei eine „historische Entscheidung“, da es nicht nur ein Verfassungsrecht betreffe, sondern auch das Menschenrecht der Religionsfreiheit, schreibt „Standard Digital“.

Mehrere adventistische Schüler an öffentlichen Schulen seien von den Klassen suspendiert worden seien, weil sie am Samstag nicht am Unterricht teilgenommen oder keine Examen geschrieben hätten, erläuterte Samuel Makori gegenüber „Standard Digital“. Die Kirche habe laut Makori die Prozesskosten der Schüler übernommen, um ihnen Gerechtigkeit zu verschaffen.

„Als kenianische Kirchenleiter sind wir zufrieden mit der Gerichtsverhandlung und dem Urteil. Die Lehrer und Schulleiter werden in Zukunft die Verfassung respektieren und den adventistischen Gymnasiasten an öffentlichen Schulen den Zugang nicht mehr verweigern, sondern so zugänglich machen, wie ihn die Regierung allen Kenianern gewähren will“, sagte Samuel Makori.

Die Kirche der Siebenten-Tags-Adventisten in Kenia hat 716.000 Mitglieder, die in 4.523 kirchlichen Räumen den Gottesdienst feiern. Die Adventisten unterhalten in Kenia ein Krankenhaus, ein Sanatorium, 34 Kliniken, eine Hochschule sowie 7 Grundschulen und Gymnasien sowie einen Verlag.

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Situation der Christen verschlechtert sich kontinuierlich in Eritrea

Herzogenbuchsee/Schweiz, Ostfildern/Deutschland | 17.06.2013 | APD | Religionsfreiheit

Am 24. Mai feierte der ostafrikanische Staat Eritrea sein 20-jähriges Bestehen. Die Menschenrechtsorganisation „Open Doors“ Schweiz erinnerte aus diesem Anlass daran, dass sich für Christen die Situation im Land in den letzten Jahren dramatisch verschlechtert habe. Allein in diesem Jahr seien bisher rund 100 Christen wegen ihres Glaubens verhaftet worden. „Seit der Unabhängigkeit des Landes im Jahr 1993 sind mehr als 30 Christen an Verletzungen durch Misshandlungen oder aufgrund der schlechten Versorgung in der Gefangenschaft gestorben“, so „Open Doors“. 2002 habe Eritrea auf Rang 46 des „Weltverfolgungsindex“ von „Open Doors“ gestanden. Seither hätte sich die Situation der Christen kontinuierlich verschlechtert. „Im diesjährigen Index liegt Eritrea auf Rang zehn.“

Jüngste Entwicklungen zeigten laut „Open Doors“, dass auch anerkannte christliche und muslimische Gemeinschaften im Land unter Druck gerieten, doch hauptsächlich ginge das Regime unter Präsident Isayas Afewerki gegen Christen vor, die keiner anerkannten Konfession angehörten.

Von den 5,3 Millionen Einwohnern Eritreas seien etwa die Hälfte Muslime (Sunniten) und bis zu 48 Prozent Christen. Christen lebten vorwiegend in der Hochebene um die Hauptstadt Asmara und Muslime hauptsächlich im Tiefland und in Küstennähe. Im Mai 2002 beschloss die Regierung, dass neben dem Islam nur noch die Eritreisch-Orthodoxe Tewahedo Kirche, die römisch-katholische Kirche und die Evangelisch-Lutherische Mekane Yesus Kirche Gottesdienste abhalten dürfen. Alle anderen christlichen Konfessionen, darunter die Siebenten-Tags-Adventisten und 35 evangelikale Glaubensgemeinschaften, wurden verboten. Sie dürfen auch keine Bibelstunden, Gebetstreffen oder Gottesdienste in Privathäusern abhalten. 2005 hob die Regierung das Verbot gegen die Adventisten auf. Die Freikirche zählt in Eritrea 526 erwachsen getaufte Mitglieder in drei Gemeinden und zwölf Gruppen. Sie unterhält zwei Grundschulen.

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Erste Hilfsmassnahmen von ADRA Österreich nach der Flut

Wien/Österreich | 17.06.2013 | APD | ADRA (Adventistische Entwicklungs- und Katastrophenhilfe)

Auch in Österreich hat das Hochwasser im Donaugebiet sowie in den Bundesländern Salzburg und Oberösterreich ganze Landstriche überflutet. Als erste Massnahme organisierte die Adventistische Entwicklungs- und Katastrophenhilfe ADRA Österreich am 9. Juni einen Einsatz in Klosterneuburg im niederösterreichischen Bezirk Wien-Umgebung. 20 freiwillige ADRA-Helfer beteiligten sich an den Aufräumarbeiten nach dem Hochwasser.

Im Bundesland Salzburg hätten ADRA-Helfer eine Familie unterstützt, deren neues Haus immer feuchter geworden sei, da sie die Isolierung und den Verputz noch nicht hätten fertigstellen können. Zwei Wochen lang arbeiteten hätten die Helfer an der Fassade des Hauses gearbeitet, um den Wohnraum für die Familie zu sichern. ADRA Österreich bittet um Spenden für die Flutopfer.

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Glückskette und ADRA Schweiz unterstützen Flüchtlinge aus Mali

Zürich/Schweiz | 17.06.2013 | APD | ADRA (Adventistische Entwicklungs- und Katastrophenhilfe)

Die Glückskette und die Adventistische Entwicklungs- und Katastrophenhilfe ADRA Schweiz unterstützen 550 Flüchtlingsfamilien aus Mali, die im Norden Nigers bei einheimischen Familien untergebracht sind mit Lebensmittel wie Reis und Mais sowie mit Hygiene-Artikeln, teilte das Hilfswerk mit. Gleichzeitig werde Holzkohle für die Nahrungszubereitung verteilt, um die weitere Abholzung der wüstenartigen Zone zu vermeiden. Diese Hilfe sei Dank Finanzierungen von anderen Landesbüros aus dem ADRA-Netzwerk um 450 Familien erweitert worden sodass nun 1.000 Flüchtlingsfamilien aus Mail in Niger unterstützt würden.

Die Kämpfe in Mali zwischen Islamisten und Regierungstruppen toben laut ADRA im Norden und Osten des Landes weiter. Damit bleibe die humanitäre Lage im Konfliktgebiet weiterhin prekär. Es werde von 430.000 Vertriebenen ausgegangen, wobei 170.000 ins nahe Ausland geflohen seien. Aufgrund der andauernden Unsicherheit im Norden und Osten Malis, sei im Moment eine Rückkehr der Flüchtlinge in ihre Heimat nicht möglich. Die nach Osten geflohenen Malier hätten bei Familien in Niger Unterkunft gefunden. Die anhaltende Dürre in der Sahelzone schwäche aber deren Lebensgrundlage und mit der Aufnahme der Flüchtlinge würden die kaum vorhandene Ressourcen noch weiter ausgedünnt, da die gastgebenden Familien in Niger keine Unterstützung erhielten, so das Hilfswerk.

ADRA Schweiz, ein Partnerhilfswerk der Glückskette, bittet um Spenden auf das PC-Konto 80-26526-3 / Vermerk: „Niger".

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Hong Kongs Regierung finanziert Erdbebenhilfe von ADRA China in Sichuan

Die Regierung von Hong Kong, Sonderverwaltungszone im Süden der Volksrepublik China, hat der Adventistischen Entwicklungs- und Katastrophenhilfe ADRA China 2,5 Millionen Hong Kong Dollars (315.000 Franken / 250.000 Euro) für die Erdbebenhilfe in der Stadt Ya'an, Provinz Sichuan/China, zur Verfügung gestellt, wie das Hilfswerk mitteilte.

Das Erdbeben vom 20. April, mit Stärke 7, hat nach Angaben von ADRA China mehr als 200 Tote und 12.000 Verletzte gefordert. Laut Nachrichtenagentur Xinhua wurden 1,7 Millionen Menschen betroffen. Mehr als 2.200 Nachbeben in den Folgetagen hätten die Bevölkerung verängstigt, schwere Schäden verursacht sowie die Rettungsarbeiten stark behindert.

Das Komitee für Katastrophenhilfe der Regierung von Hong Kong teilte mit, dass es die Erdbebenhilfe und Wiederaufbaubemühungen der Provinzregierung von Sichuan mit 100 Millionen Hong Kong Dollars (12,5 Millionen Franken / 10 Millionen Euro) unterstütze.

ADRA China
Die Adventistischen Entwicklungs- und Katastrophenhilfe ADRA China wurde 1996 als christliches Hilfswerk gegründet. Es hilft unabhängig von politischer oder religiöser Ausrichtung, Alter, Geschlecht oder Rasse und ist sowohl in der Entwicklungszusammenarbeit als auch in der Katastrophenhilfe primär in China tätig. Die Hilfsorganisation pflegt Kontakte zum weltweiten ADRA Netzwerk mit rund 120 Länderbüros. Die Projekte von ADRA China beziehen lokale Behörden sowie Armutsbetroffene in partnerschaftlicher Weise mit ein, um gerechtere und nachhaltigere Verhältnisse zu schaffen. Von 2007 bis 2010 hat sich das Hilfswerk für 250.000 Bedürftige eingesetzt.
Mehr Infos zu ADRA China: http://www.adrachina.org/site/index.php

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Schulsachen für 2.850 Flüchtlingskinder in Jordanien

Wien/Österreich | 17.06.2013 | APD | ADRA (Adventistische Entwicklungs- und Katastrophenhilfe)

Die Adventistische Entwicklungs- und Katastrophenhilfe ADRA Österreich plant, 2.850 syrischen Flüchtlingskindern im Alter von sechs bis 14 Jahren in Amman die wichtigsten Schulsachen zur Verfügung zu stellen. In Jordanien seien mittlerweile über eine halbe Million Bürgerkriegsflüchtlinge registriert. „36 Prozent von ihnen sind Schulkinder“, so ADRA. Sie würden gern täglich ein paar Stunden die Schule besuchen, um zu einem teilweise geregelten Tagesablauf zu finden und dem tristen Flüchtlingsalltag zu entfliehen. In Jordanien könnten registrierte Flüchtlingskinder eine öffentliche Schule besuchen. Doch sie müssten eine Schuluniform tragen sowie eine Schultasche samt Unterrichts- und Schreibmaterialien besitzen. Hätten sie dies nicht, werde ihnen der Schulbesuch untersagt. Für viele Familien sei der Kauf dieser Schulsachen nicht möglich, da sie ihre Ersparnisse für überlebensnotwendige Dinge benötigten.

Ein Paket mit Schuluniform, Schultasche und Unterrichtsmaterialien koste für ein Kind 35 Euro. ADRA Österreich suche für dieses Projekt Spender.

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Erster europäischer Gesundheitskongress der Siebenten-Tags-Adventisten

Bern/Schweiz | 17.06.2013 | APD | Gesundheit & Ethik

Am ersten europäischen Gesundheitskongress der Siebenten-Tags-Adventisten, vom 29. April bis 4. Mai in Prag haben 600 Personen aus 40 überwiegend europäischen Ländern teilgenommen, wie die Organisatoren der drei europäischen Kirchenregionen mit Sitz in Bern/Schweiz, London/Grossbritannien und Moskau/Russland mitteilten. Die anwesenden Ärzte, Vertreter von Hochschulen, Pflegepersonal sowie medizinisches Fachpersonal, Seelsorger und am Thema Interessierte hätten Vorträge oder Workshops zu 50 Themen besuchen können.

„Heilung“, das Thema der Konferenz, beziehe sich nicht nur auf die körperliche Gesundheit, sagte Dr. Allan Handysides, Leiter der Gesundheitsabteilung der adventistischen Weltkirchenleitung. „Es gibt einen grossen Unterschied zwischen der Heilung einer Krankheit und der Heilung eines Kranken. Letzteres betrifft nicht nur den physischen Aspekt, sondern auch den mentalen, emotionalen und geistlichen Zustand sowie die Tatsache, dass dies miteinander nicht immer im Einklang ist“, so Handysides.

Heilung sei der zentrale Auftrag Jesu an seine Jünger und könne vor allem durch die Widerherstellung zerbrochener Beziehungen angestrebt werden, heisst es in der Medienmitteilung der Kirche. Die Bildung von Gemeinschaft sei einer der Wege, um dieses Ziel zu erreichen. Der bedeutendste Ausdruck des Glaubens sei es, menschliche Schwäche zu akzeptieren und einander zu dienen.

„Unsere Kirche und ihre Mitglieder haben durch ihr Verständnis einer gesunden Lebensweise profitiert“, so ein Teilnehmer. „Es ist offensichtlich, dass uns diese Einsichten über Gesundheit nicht gegeben wurden, um uns zu sektiererischen Extremisten zu machen, sondern um uns zu helfen, ein besseres Leben zu führen. Eine Existenz, die wir von Gott geschenkt bekommen haben, um Freude und Leid miteinander zu teilen.“

Ted Wilson, Präsident der adventistischen Weltkirchenleitung, betonte den Auftrag der Kirche, vor allem den Menschen in den grossen Städten zu dienen. Er hob hervor, dass die Gesundheitsbotschaft der „rechte Arm“ des Evangeliums sei, nicht das Evangelium selbst.

In der Predigt über die Heilung des Blindgeborenen durch Jesus sagte Daniel Duda, Abteilungsleiter für Bildung der Adventisten in Nord- und Südosteuropa, dass die Jünger, die Nachbarn des Blinden, seine Eltern sowie die Pharisäer eine geistliche Heilung nötig gehabt hätten. „Wenn wir die Geschichte ernst nehmen, müssen wir zugeben, dass auch wir eine Heilung unserer geistlichen Wahrnehmung brauchen, denn keiner sieht die Menschen so, wie Gott sie sieht“, kommentierte der Pastor. Der Blinde sei nicht nur geheilt, sondern wieder in die Gemeinschaft integriert worden, und das sei viel wichtiger, als sich gesund zu ernähren. „Besser einen Schokoriegel mit Freunden essen, als allein vor seinem Brokkoli Gemüse zu sitzen“, so Duda.

„Wir sind als Adventisten aufgeteilt worden in Liberale und Konservative, Veganer, Vegetarier und Fleischesser“, sagte ein junger Teilnehmer nach der Predigt. Eine der wichtigsten Botschaften dieses Kongresses sei für ihn, „dass wir mithelfen sollen das Zerbrochene wiederherzustellen – nicht nur in unseren Herzen und in den Herzen der Menschen, die Gott nicht kennen, sondern auch in unserer Kirche. Dann sind wir ein erneuerter Leib Christi und arbeiten als Ganzes zusammen mit dem Ziel, geheilt zu werden und zu heilen.“

Der zweite europäische Gesundheitskongress der Siebenten-Tags-Adventisten wird voraussichtlich vom 7. bis12. Juli 2014 in Genf stattfinden.

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US-Studie stellt fest: Vegetarier leben länger

Silver Spring, Maryland/USA | 17.06.2013 | APD | Gesundheit & Ethik

Menschen, die sich vegetarisch ernährten, lebten länger als jene, die auch Fleisch essen, stellte eine Studie fest, für die ursprünglich insgesamt mehr als 96.000 Mitglieder der Freikirche der Siebenten-Tags-Adventisten in Nordamerika seit 2002 eingeschrieben waren. Davon wurden über 73.000 ausgewertet. Gemäss der am 5. Juni in der Zeitschrift der amerikanischen Ärztevereinigung „JAMA Internal Medicine“ (JAMA Innere Medizin) publizierten Studie habe es bei Vegetariern im sechsjährigen Forschungszeitraum zwölf Prozent weniger Todesfälle gegeben, wie Adventist News Network (ANN) meldete.

In die jetzige Studie, welche vom „National Institute of Health“ der Vereinigten Staaten finanziert und von Forschern der Loma Linda Universität, einer adventistischen Institution in Südkalifornien, durchgeführt worden war, wurden entsprechend den Einschlusskriterien 73.308 Adventisten aufgenommen, die den Empfehlungen ihrer Kirche für eine pflanzliche Ernährung in unterschiedlichem Ausmass folgten. Von den Studienteilnehmern waren 5.548 Veganer, 21.177 Lacto-Ovo-Vegetarier, sie essen auch Molkereiprodukte und Eier, 7.194 Pesco-Vegetarier, die auch Fisch zu sich nehmen, 4.031 Semi-Vegetarier mit seltenem Fleischkonsum und 35.358 Nichtvegetarier mit regelmässigem Fleischgenuss.

Im Einzelnen gab es im Vergleich zu Nichtvegetariern bei den Veganern 15 Prozent, bei den Lacto-Ovo-Vegetariern neun Prozent, bei den Pesco-Vegetariern 19 Prozent, und den Semi-Vegetariern acht Prozent weniger Todesfälle. Signifikant vermindert war die Sterblichkeit an kardiovaskulären, an nicht gefässbedingten und nicht krebsbedingten Ereignissen sowie die Sterblichkeit durch Nierenerkrankungen und endokrine Erkrankungen, wie zum Beispiel der Schilddrüse, der Bauchspeicheldrüse oder der Nebennieren.

Laut „Wall Street Journal“ vom 6. Juni scheine allerdings die pflanzliche Ernährung keinen Einfluss auf die Sterblichkeit durch Krebserkrankungen zu haben, da Vegetarier und Nichtvegetarier in gleichem Masse im Untersuchungszeitraum von Krebserkrankungen betroffen gewesen seien. Schliesslich mache eine vegetarische Kost diese nicht automatisch gesund. Nur das Fleisch weg zu lassen, bedeute noch lange nicht, sich gesund zu ernähren. Frittierte Lebensmittel, wie zum Beispiel eine vegetarische Frühlingsrolle, hätten einen hohen Fettanteil und viele Kalorien. Auch seien einige Fleischsorten gesünder als andere.

Ausserdem schien die Kalorienzufuhr keinen Einfluss zu haben. Die unterschiedlichen Teilnehmergruppen hätten generell täglich etwa dieselbe Kalorienmenge verbraucht. Daher meinten die Forscher, dass die positiven Studienergebnisse nicht im Zusammenhang mit der Kalorienaufnahme stünden.

Gemäss Dr. Orlich hätten die Forscher herausgefunden, dass die gesundheitlichen Vorteile einer vegetarischen Ernährung für Männer grösser seien als für Frauen. Die Ursachen dafür wären aber nicht bekannt. In künftigen Studien würden die geschlechtsspezifischen Reaktionen auf bestimmte Nahrungsmittel untersucht.

„Die Leute sollten diese Ergebnisse berücksichtigen, wenn sie Entscheidungen zur Ernährung treffen“, sagte Dr. Michael Orlich, leitender Autor der Studie, laut „Bloomberg News“. Die Resultate bestätigten die gesundheitlichen Vorteile der vegetarischen Ernährung gegenüber der nicht-vegetarischen, da sie eine längere Lebenszeit ermögliche. Das Studienergebnis sei umso wertvoller, da es sich generell um Probanden handele, die durchweg kaum Alkohol oder Tabak konsumiert hätten, so Dr. Orlich, Leiter der präventivmedizinischen Abteilung an der medizinischen Fakultät der Loma Linda Universität.

„Immer mehr Menschen sehen heute, dass unsere 150-jährigen Prinzipien wissenschaftlich bestätigt werden“, sagte Dr. Kathleen Kuntaraf, stellvertretende Direktorin der Gesundheitsabteilung der adventistischen Weltkirche in Silver Spring, Maryland/USA.

Siebenten-Tags-Adventisten empfehlen schon seit langem eine vegetarische Ernährung. Der Gründer der Loma Linda School für Public Health (Gesundheitswissenschaft), Dr. Mervyn G. Hardinge, überwand Widerstände in Fachkreisen während der 1940er Jahre mit einer wegweisenden Studie über die Vorteile der vegetarischen Ernährung. Er entdeckte dabei, dass eine solche Diät ausreichend Protein enthalte und weitere Vorteile böte.

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Keine Vertretung mehr von Freikirchen im SWR-Rundfunkrat

Stuttgart und Baden-Baden/Deutschland | 17.06.2013 | APD | Medien

Überraschendes Ergebnis des Zensus 2011: Über 800.000 Menschen in Baden-Württemberg gehören evangelischen Freikirchen oder orthodoxen Kirchen an. Darauf weist Alfred Mignon, Pastor der Evangelisch-methodistischen Kirche, hin.

Die Landesregierung von Baden-Württemberg hat im Mai den Entwurf des neuen SWR-Staatsvertrages beschlossen. Er sieht vor, dass die Freikirchen ihren Sitz im Rundfunkrat des Südwestrundfunks (SWR) verlieren sollen. Stattdessen erhalten Gewerkschaften und Vertreter von Naturschutz-, Islam- und Migrantenverbänden zusätzliche Sitze. Seit Gründung des Süddeutschen Rundfunks (SDR) nach dem 2. Weltkrieg, einer Vorgängeranstalt des heutigen SWR, verfügten die kleineren christlichen Glaubensgemeinschaften in dessen Rundfunkrat über eine eigenständige Vertretung, die 2015 enden solle, berichtete Mignon.

Vertreter zahlreicher Kirchen und Gemeinschaften hätten sich in den letzten Monaten an Ministerpräsident Winfried Kretschmann sowie an sein Staatsministerium gewandt und den Ausschluss der kleineren Kirchen aus der öffentlichen Mitverantwortung heftig kritisiert. Die umfangreichen Petitionen und Argumente hätten bei den Regierenden im Südweststaat jedoch kein Gehör gefunden. Adventisten, Alt-Katholiken, Baptisten und Brüdergemeinden, Freie evangelische Gemeinden, Methodisten, Neuapostolische, Orthodoxe sowie weitere kleine Kirchen beziehungsweise christliche Gemeinschaften seien künftig im SWR-Rundfunkrat ohne Stimme.

Vor Beginn der parlamentarischen Beratungen im Landtag bekämen die kleineren Kirchen laut Mignon jetzt unerwartete Unterstützung vom Statistischen Landesamt Baden-Württemberg. Am 31. Mai 2013 wurden die ersten Ergebnisse des Zensus 2011 veröffentlicht. Nach dieser „Volkszählung“ mit dem Stichtag 9. Mai 2011 lebten in Baden-Württemberg 839.000 Personen (8,1 Prozent der Bevölkerung), die nach den Zensus-Befragungen entweder ausdrücklich einer evangelischen Freikirche oder einer orthodoxen Kirche angehörten. Das sei in der Summe mehr als doppelt so hoch wie bisher angenommen, und auch eine deutlich grössere Zahl als die Werte für den Islam (549.000 Personen, 5,3 Prozent).

Der noch bis 2015 amtierende Vertreter der Freikirchen im SWR-Rundfunkrat, Bernd Friedrich, gehört zur Evangelisch-methodistischen Kirche. Er empfehle nun den Leitungsgremien der durch ihn repräsentierten Freikirchen und christlichen Gemeinschaften, beim Statistischen Landesamt Interesse an einer vertiefenden Sonderauswertung anzumelden. „Sie können selbst mit den Sachbearbeitern Frau Schaber und Herrn Athanassiou vom Statistischen Landesamt Kontakt aufnehmen und das Anliegen direkt unterstützen, da über die weitere Auswertung noch nicht abschliessend entschieden wurde.“ Sehr wahrscheinlich sei Baden-Württemberg das Bundesland mit den meisten Menschen, die sich in zahlreichen kleineren Kirchen und christlichen Gemeinschaften engagierten.

Vertreter der betroffenen kleineren Kirchen gingen, so Friedrich, jetzt mit der grün-roten Landesregierung offensiv ins Gericht, denn diese hätte die nun bekannt gewordenen Zahlen bei der Neuzusammensetzung des SWR-Rundfunkrats auch kennen und berücksichtigen können. Immerhin sei das Statistische Landesamt Baden-Württemberg eine Landesbehörde im Geschäftsbereich des Finanzministeriums. Tatsächlich werde nach zahlreichen Kontakten zu verschiedenen Abgeordneten befürchtet, dass eine Mischung aus Unkenntnis und nicht genau eingrenzbaren Vorurteilen gegen kleine und möglicherweise auch konservative Kirchen in den grün-roten Regierungsfraktionen bestehe, die eine andere Abwägung bisher nicht möglich gemacht habe.

Durch den Abbau der rund zwölf Doppel- und Mehrfachvertretungen im Rundfunkrat wäre eine weitere Berücksichtigung der Freikirchen sachlich ohne weiteres möglich gewesen, so Bernd Friedrich, der im Hauptberuf als Stellvertretender Landrat im Rems-Murr-Kreis tätig ist.

Die Freikirchen müssten ihre Hoffnung aber noch nicht ganz aufgeben, im Landtag eine Änderung des Regierungsentwurfs zum SWR-Staatsvertrag zu erreichen. Christliche Gemeinden könnten auf ihre örtlichen Landtagsabgeordneten zugehen und sie bitten, dem Vorhaben nicht zuzustimmen. Der Jurist und frühere freikirchliche Radiomacher Bernd Friedrich erläuterte, die Landesregierung setze für über 800.000 Menschen in den orthodoxen und freikirchlichen Gemeinden ein völlig falsches Signal gegen Bürgerbeteiligung, Ehrenamt sowie kleine Kirchen und christliche Gemeinschaften. Es spreche vieles dafür, dies im Gesetzgebungsverfahren zu korrigieren.

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Neue Version der „Hope Channel“ App

Alsbach-Hähnlein bei Darmstadt/Deutschland | 17.06.2013 | APD | Medien

Das Medienzentrum „Stimme der Hoffnung“ der Freikirche der Siebenten-Tags-Adventisten in Alsbach-Hähnlein bei Darmstadt bietet eine neue Version der „Hope Channel“ App an, die für iPhones und iPads optimiert wurde. Wie Birgit Kiepe, Mitarbeiterin des Medienzentrums, mitteilte, sei eine wichtige Neuerung die Mediathek, in der Sendungen nun unterwegs und jederzeit für den Nutzer abrufbar seien. Als erster christlicher Fernsehsender in Deutschland stelle der „Hope Channel“ somit fast alle Inhalte mobil zur Verfügung. Wie bisher seien der Live-Stream und eine Übersicht des Fernsehprogramms vorhanden. Neben dem deutschen HOPE Channel wären weitere Kanäle aus der weltweiten Fernsehfamilie des „Hope Channels“ in der App enthalten.

Die Vollversion könne für 0,89 Euro im App-Store unter https://itunes.apple.com/de/app/hope-channel/id373523568 erworben werden. Weiterhin werde auch eine kostenlose Version der App mit reduziertem Funktionsumfang unter https://itunes.apple.com/de/app/hope-channel-free/id638411637 angeboten. Bei der kostenlosen Version könne jeweils nur der neueste Beitrag einer Serie in der Mediathek angeschaut werden. Neben der iOS-Version für das iPhone und iPad gebe es unter https://play.google.com/store/apps/developer?id=Stimme+der+Hoffnung ausserdem eine Android-Version.

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John Lennox, “Gott im Fadenkreuz. Warum der neue Atheismus nicht trifft”

| 17.06.2013 | APD | Buchrezensionen

John Lennox, “Gott im Fadenkreuz. Warum der neue Atheismus nicht trifft”, SCM R. Brockhaus, Witten, 2013, 318 Seiten, gebunden, 19,95 Euro, ISBN 978-3-417-26535-4

Ostfildern, 18.06.2013/APD Der bekannte Oxforder Mathematiker John Lennox gibt dem neuen Atheismus in seiner Argumentation keine wirkliche Chance, wenn er schreibt: “Der Atheismus hat keine Antwort auf den Tod, keine letzte Hoffnung zu spenden. Er ist eine leere und sterile Weltanschauung, die uns in einem geschlossenen Universum zurücklässt, das irgendwann die letzte Spur unserer Existenz verbrennen wird. Der Atheismus ist im wörtlichen Sinn eine hoffnungslose Philosophie. Seine Geschichte endet im Grab. Doch die Auferstehung Jesu öffnet die Tür zu einer grösseren Geschichte. Es liegt an jedem Einzelnen von uns zu entscheiden, ob sie die wahre Geschichte ist oder nicht.”

In neun Kapiteln befasst sich der namhafte Wissenschaftler mit dem neuen Atheismus. Er stellt sich unter anderem Fragen, wie “Sind Gott und Glaube Feinde von Verstand und Wissenschaft”, “Ist Glaube eine Wahnvorstellung?”, “Vergiftet die Religion alles?”, “Ist religiöse Erziehung Kindesmisshandlung?”, “Hat das Christentum etwas Gutes gebracht?” und findet auf fundamentale Fragestellungen, wie “Vergiftet der Atheismus alles?”, “Können wir ohne Gott gut sein?”, “Ist der Gott der Bibel ein Despot?”, “Ist die Erlösung abstossend?”, “Sind Wunder reine Fantasie?” und “Ist Jesus von den Toten auferstanden?” stets die passende Antwort. Die Lektüre ist leicht verständlich und für jedermann lesbar.
Dr. Wolfgang Tulaszewski

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