APD-INFORMATIONEN 10/2013 - OKTOBER 2013

Kongress in Zürich als Meilenstein für Reformationsjubiläum 2017

Zürich/Schweiz | 21.10.2013 | APD | Schweiz

Die beiden Veranstalter des Internationalen Kongresses für das Reformationsjubiläum 2017, der Schweizerische Evangelische Kirchenbund SEK und die Evangelische Kirche in Deutschland EKD, haben eine positive Bilanz vom Kongress gezogen, der am 9. Oktober in Zürich zu Ende ging.

Gottfried Locher: „Wir feiern nicht uns selbst“

„Der Auftakt ist gelungen – wir sind gemeinsam auf dem Weg zum Reformationsjubiläum 2017“, sagte Gottfried Locher, der Präsident des Rates des SEK an der Abschlusspressekonferenz in Zürich. Eine hochkarätig besetzte Tagung habe Theologie, Glaube und Gottesdienst auf überzeugende Weise kombiniert. Die hohe Beteiligung von Kirchenleitungen zeuge vom Willen zur Einheit über konfessionelle und geografische Grenzen hinaus. „Reformationskirchen aus aller Welt wollen ihre Gemeinschaft vertiefen und verstärken“, sagte er. „Der Kongress von Zürich ist ein Meilenstein auf dem Weg der reformatorischen Einheit.“

Die positive Erfahrung des Kongresses gebe den Kirchen zusätzlich Kraft, das Reformationsjubiläum als „Fest des Glaubens“ zu begehen. Locher: „Wir feiern nicht uns selber, sondern die Freilegung des Evangeliums. Es geht nicht um Konfessionsgrenzen, sondern um den Grund des Glaubens: Christus. Wir feiern unser Jubiläum mit allen, die sich mit uns darüber freuen, mit Menschen aller Konfessionen.“ Es gelte auch, die Botschaft über die protestantischen Kirchengrenzen hinaus zu tragen und vermehrt Antworten auf die vielfältigen Herausforderungen des 21. Jahrhunderts zu geben, sagte Locher.

Die Schattenseiten der Reformation sollen gemäss Locher bei den Feiern nicht ausgeblendet werden, im Gegenteil: „Reformationsgeschichte ist Kirchengeschichte, und Kirchengeschichte war immer schon ambivalent. Dazu stehen wir uneingeschränkt.“

Margot Kässmann: Reformationsjubiläum weltweit und ökumenisch feiern

Margot Kässmann, die Botschafterin des Rates der EKD für das Reformationsjubiläum 2017, zeigte sich ebenfalls erfreut. „Die Vorbereitungen für das Jubiläum haben hier in Zürich eine entscheidende Ermutigung und Stärkung erfahren“, sagte sie. Sie sei beeindruckt von der Fülle der Ideen und Projekte, die bereits vorlägen. Der Kongress habe zum richtigen Zeitpunkt stattgefunden: „Wir haben hier die Grundlage geschaffen, um im Hinblick auf 2017 gemeinsam nachzudenken, Ideen zu bündeln und Neues wahrzunehmen, Projekte abzustimmen und zusammenzuführen.“ Dieser Dialog werde in den kommenden vier Jahren intensiv weitergeführt. „Ich bin sehr zuversichtlich, dass das Reformationsjubiläum in weltweitem und ökumenischem Horizont gefeiert werden kann“, sagte sie.

Weltausstellung der Reformation - Wittenberg 2017

Besonders liege ihr an der geplanten „Weltausstellung der Reformation“ im Sommer 2017 in Wittenberg. „In der Planung und Vorbereitung dieses Projekts als Zeichen der weltweiten Präsenz der evangelischen Christenheit hat uns der Zürcher Kongress bestärkt“, so die Reformationsbotschafterin der EKD.

Rund 250 Teilnehmerinnen und Teilnehmer aus 35 Ländern und fünf Kontinenten berieten vom 6. bis 9. Oktober über die Bedeutung der Reformation für Kirche und Gesellschaft und über Chancen und Perspektiven des Reformationsjubiläums. Veranstaltet wurde der viertägige Kongress gemeinsam vom Schweizerischen Evangelischen Kirchenbund SEK und der Evangelischen Kirche in Deutschland EKD. Gastgeberin war die Evangelisch-reformierte Landeskirche des Kantons Zürich.

Alle Dokumente auf: http://www.kirchenbund.ch/de/themen/reformationsjubil-um

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„Alles hat seine Zeit“ – Kampagne zu Hochaltrigen in der Schweiz

Freiburg/Schweiz | 21.10.2013 | APD | Schweiz

Unter dem Motto „Alles hat seine Zeit“ starten Justitia et Pax, Reformierte Kirchen Schweiz und Pro Senectute am 1. Oktober, dem Tag des Alters, eine Sensibilisierungskampagne zur Bedeutung des hohen Alters.

Mit Porträts von Menschen zwischen 85 und 100 Jahren wollen die Organisatoren zeigen, wie Hochaltrige in der Schweiz leben“, heisst es in der Medienmitteilung der Initianten. Die Kampagne solle die Bevölkerung dafür sensibilisieren, damit auch Menschen im hohen Alter als Teil der Gesellschaft wahrgenommen würden. Wer nicht mitten im Leben stehe, gerate leicht in Vergessenheit. Das hohe Alter habe als Lebensphase einen eigenen Wert, jenseits von körperlichem Abbau und bedrohlichen Kostenszenarien.

Laut Initianten prägten in der öffentlichen Wahrnehmung die „aktiven Alten“ das Bild der nachberuflichen Lebenszeit: Ob reiselustige Pensionierte, engagierte Freiwillige oder enkelhütende Grosseltern, die Aktivität stehe im Mittelpunkt. Menschen im sogenannten fragilen Alter seien in der Gesellschaft jedoch weitgehend unsichtbar oder würden häufig mit negativ besetzten Themen wie dem körperlichen Verfall, dem Kostenanstieg im Gesundheitswesen oder der schwieriger werdenden Finanzierung der Altersvorsorge in Verbindung gebracht.

Mit der Kampagne zum Thema „Hochaltrigkeit“ wollten die Initianten bewusst machen, dass Gebrechlichkeit ebenso zum Leben gehöre wie Kindheit, Jugend und die Berufszeit. Das hohe Alter sei eine Lebensphase mit eigenen Bedürfnissen und Herausforderungen, aber auch einem ganz spezifischen eigenen Wert. Sehr alte Menschen sollten als das wahrgenommen werden, was sie seien: ein integraler Bestandteil unserer Gesellschaft.

Auf dem Webportal www.alles-hat-seine-zeit.ch finden sich diverse Portraits von Hochaltrigen, weitere Informationen zur Kampagne sowie eine Auflistung der unterstützenden Organisationen.

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Adventisten legen Grundstein für den „Treffpunkt Falken“ in Baar

Baar/Schweiz | 21.10.2013 | APD | Schweiz

Am 20. Oktober haben rund 50 Mitglieder der Freikirche der Siebenten-Tags-Adventisten am Falkenweg in Baar gemeinsam mit der Deutschschweizer Kirchenleitung den Grundstein für das neue Begegnungszentrum „Treffpunkt Falken“ gelegt. Die Adventisten in Baar haben ihre Versammlungsräume seit 1993 am Falkenweg.

Multifunktionales Gemeindezentrum für alle Generationen
An den multifunktionalen Gottesdienstraum im Erdgeschoss grenzen eine Cafeteria, Küche und eine Lounge. Im Untergeschoss des geplanten Gebäudes stehen vier Mehrzweckräume unter anderem auch für Jugendliche und Kinder zur Verfügung. „Der ‚Treffpunkt Falken‘ soll ein Begegnungsort für Menschen aller Generationen werden, der sich auf die Bedürfnisse der Menschen in der Region ausrichtet “, sagte Max Reich, Gemeindeleiter. Die kirchlichen Räume werden nebst für religiöse Veranstaltungen auch für soziale, kulturelle und erwachsenbildnerische Angebote zur Verfügung stehen.
Gemeinderäume und Eigentumswohnungen
Der Neubau, mit Anlagekosten von 8,5 Millionen Franken, wird im Gestaltungsrahmen der Gesamtüberbauung Marktgasse/Falkenweg erstellt. In den drei Stockwerken über dem „Treffpunkt Falken“ sind sechs Eigentumswohnungen geplant. „Es handelt sich um ein zertifiziertes Minergiegebäude“, so Rolf Schweizer, Architekt.

Solidarische Finanzierung
Bauherr ist der Bau-Verein der Deutschschweizer Adventisten, dem das Gebäude gehört. Die rund 30 Adventgemeinden in der Deutschschweiz seien miteinander über die Kirchenleitung in Zürich verbunden, so Michael Urbatzka, Präsident des Bau-Vereins. „Unsere Gemeinden in der Deutschschweiz finanzieren Neubauten und Renovationen solidarisch, indem alle gemeinsam einer Kirchgemeinde helfen.“ Er hoffe, dass die Adventisten in Baar den Weihnachtsgottesdienst 2014 in ihrem neuen Zuhause, im „Treffpunkt Falken“, feiern könnten, so der Architekt.

Gastfreundschaft unter Christen
Die Mitglieder der protestantischen Freikirche der Siebenten-Tags-Adventisten feiern am Falkenweg Nr. 10 in Baar den Gottesdienst jeweils am Samstag, dem biblischen Ruhetag. „Wir sind sehr froh und dankbar, dass wir während der Bauphase bei der Evangelischen Freikirche in Zug am Samstag unsere Gottesdienste feiern können“, sagte der Gemeindeleiter, Max Reich. „Wir schätzen die Zusammenarbeit mit den anderen Freikirchen in der Allianz Zug.“

Adventisten in der Schweiz
Die protestantische Freikirche der Siebenten-Tags-Adventisten ist seit 146 Jahren in der Schweiz vertreten. Weltweit haben sich ihr knapp 18 Millionen Personen durch die Gläubigentaufe angeschlossen. Die erste adventistische Gemeinde wurde 1867 in Tramelan (Berner Jura) gegründet. Im Jahre 1901 wurden die Kirchengemeinden in der Schweiz entsprechend der Sprachzugehörigkeit in zwei "Vereinigungen" aufgeteilt: in die "Deutschschweizerische Vereinigung" mit Sitz in Zürich und in die "Fédération de la Suisse Romande et du Tessin" mit Sitz in Renens/VD.

Heute zählen zur Deutschschweizerischen Vereinigung 29 Kirchengemeinden und fünf Gruppen mit 2.473 erwachsen getauften Mitgliedern. In der ganzen Schweiz leben 4.394 Siebenten-Tags-Adventisten. Die Freikirche unterhält eine eigene Primar- und Sekundarschule in Zürich. Der Advent-Verlag und das Alters- und Pflegeheim "Oertlimatt", beide in Krattigen (BE), das Jugendhaus St. Stephan im Simmental sowie die Bibelfernschule "Internationales Bibelstudieninstitut" (IBSI) und das Religionspädagogische Institut (RPI) gehören zu den kirchlichen Einrichtungen in der Deutschschweiz. Die Prediger werden vor allem im Theologischen Seminar "Bogenhofen" in Oberösterreich ausgebildet, das von den Adventisten in der Deutschschweiz und Österreich gemeinsam getragen wird.

Die Adventisten sind Mitglied der Schweizerischen Bibelgesellschaft (SB) und haben den Gaststatus in der Arbeitsgemeinschaft Christlicher Kirchen in der Schweiz (AGCK-CH) sowie in diversen kantonalen Arbeitsgemeinschaften Christlicher Kirchen. Zu den gesamtschweizerischen Werken zählt die Adventistische Entwicklungs- und Katastrophenhilfe (ADRA Schweiz) – Partnerhilfswerk der Glückskette, der Adventistische Pressedienst (APD) und die Liga Leben und Gesundheit (LLG).

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Neuer Leiter der Adventjugend in der Deutschschweiz

Zürich/Schweiz | 21.10.2013 | APD | Schweiz

Per 1. Oktober hat Pastor Fabian Looser Grönroos die Leitung der Adventjugend in der Deutschschweiz übernehmen, teilte die Kommunikationsabteilung der Freikirche der Siebtenten-Tags-Adventisten mit. Er wurde im Juni von den rund 130 Delegierten der 29 adventistischen Ortsgemeinden in der Deutschschweiz für eine Amtszeit von vier Jahren gewählt. Sein Vorgänger, Pastor Guillaume Couvreur, der während sechs Jahren als Jugendsekretär wirkte, wird als Seelsorger die Bezirksverantwortung für die Adventgemeinden im St. Galler Rheintal und im Kanton Graubünden übernehmen.

„Ich will die Kinder- und Jugendarbeit zu einem wichtigen Bestandteil der Tätigkeit unserer Kirche machen“, sagte Looser. „Die Ortsgemeinde soll für Kinder und Jugendliche zu einer Art Heimat werden, wo sie das Miteinander erproben, sich einbringen und vernetzt mit anderen etwas erreichen können.“

Fabian Looser hat eine Lehre als Zimmermann abgeschlossen und zwei Jahre auf dem Beruf gearbeitet bevor er ein Jahrespraktikum bei der Jugendabteilung der Freikirche absolvierte. Nach Abschluss eines vierjährigen Theologiestudiums arbeitete er zwei Jahre als Pastoralassistent in der Ostschweiz und drei Jahre als Jungprediger im Bezirk Bern, wo er auch für die regionale Jugendarbeit zuständig war. Looser ist Jugend + Sport-Experte im Fachbereich Lagersport/Trecking. Er ist verheiratet und Vater von zwei Kleinkindern.

Adventjugend in der Deutschschweiz

Die Arbeit der Adventjugend in der Deutschschweiz umfasst nebst der Kinderarbeit auch die Pfadfinder, die sogenannte „Adventwacht“ (ADWA) mit fünfzehn Ortsgruppen sowie vierzehn Jugendgruppen mit Jugendlichen im Alter von 16 bis 25 Jahren. In den 29 Deutschschweizer Adventgemeinden leben 363 Kinder im Alter von null bis sechzehn Jahren und 468 Jugendliche von 16 bis 25 Jahren. Davon sind 182 Jugendliche durch die Glaubenstaufe Mitglied der Freikirche geworden.

Die Adventjugend in der Deutschschweiz organisiert überregionale geistliche, sportliche und kulturelle Tages- und Wochenendveranstaltungen, Lager sowie Reisen und bildet die ADWA-Leiter und –Leiterinnen in zehntägigen Jugend+Sport Ausbildungslagern zu J+S-Leitern aus. Weitere Informationen zur Deutschschweizer Adventjugend unter: http://www.adventjugend.ch/aj/jugi/

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Neuer Pastoralassistent für die Adventgemeinden Bern und Burgdorf

Zürich/Schweiz | 21.10.2013 | APD | Schweiz

Anfang September hat Gerald Ströck (41) den zweijährigen Praxisteil der theologischen Ausbildung als Pastoralassistent in den Gemeinden Bern und Burgdorf der Freikirche der Siebenten-Tags-Adventisten begonnen. Gerald Ströck ist verheiratet mit Rahel. Als Mentor wird er von Christian Frei begleitet, der den adventistischen Kirchenbezirk Bern seit zwei Jahren betreut. „Mein Ziel besteht darin, Menschen mit der Liebe Christi zu erreichen und sie einzuladen, sich von ihr verändern zu lassen“, so Ströck.

Der 41-Jährige absolvierte ein Theologiestudium am adventistischen Seminar Bogenhofen (Österreich), schloss anschliessend das Diplom-Ingenieurstudium der Elektrotechnik- und Informationstechnik an der Technischen Hochschule Karlsruhe (Deutschland) ab und war fast zehn Jahre in der Industrie bei Grosskonzernen in Deutschland tätig. Sein zweijähriges theologisches Masterstudium am Adventist International Institut of Advanced Studies auf den Philippinen, schloss er 2013 mit einem „Master of Art in Religion“ im Bereich „Biblical Studies“ ab.

Der adventistische Kirchenbezirk Bern besteht aus den Gemeinden Bern, mit 223 Mitgliedern und Burgdorf, mit 23 Mitgliedern sowie dem Neulandprojekt „Bärau“ im Emmental. Nebst den üblichen Tätigkeiten für Seelsorge und Gottesdienst, werde er auch Religionsunterricht erteilen und sich an evangelistischen Veranstaltungen beteiligen, die für Herbst und Winter vorgesehen seien sowie an einem Vergebungsseminar. Ausserdem sei eine „Fit & Gesund-Expo“ der „Liga Leben und Gesundheit“ geplant, welche diese im Oktober in Langnau durchführen werde, so Ströck gegenüber APD. Vorbereitet würden auch verschiedene Aktionen zugunsten des Hilfswerks ADRA Schweiz, welches die Weihnachtsaktion „Kinder helfen Kindern“ durchführe.

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Erste adventistische Frau in Europa zum Pastorendienst ordiniert

BC Huis ter Heide/Niederlande | 21.10.2013 | APD | International

Am 21. September hat die Freikirche der Siebenten-Tags-Adventisten in den Niederlanden in der Christus Koning-Kirche, Den Haag, Enrico Karg und Guisèle Berkel-Larmonie während einem Gottesdienst zum Pastorendienst ordiniert, wie die Kommunikationsabteilung der Kirche mitteilte. Guisèle Berkel-Larmonie ist die erste adventistische Pastorin in Europa, die bei einer gottesdienstlichen Feier ordiniert worden ist.

Am 30. Mai hatte der Exekutivausschuss der adventistischen Kirchenleitung in den Niederlanden beschlossen, per 1 Juni keine geschlechtsspezifischen Unterschiede zwischen Pastorinnen und ihren männlichen Kollegen mehr zuzulassen. Frauen würden in gleicher Weise wie Männer zum Pastorendienst ordiniert. Alle bereits im Dienst stehenden adventistischen Pastorinnen sind auf dieses Datum als ordiniert eingestuft worden. Die adventistische Kirchenleitung der Niederlande bezeichne in ihren Berichten an die Weltkirche alle Pastoren, ob männlich oder weiblich, als „ordiniert“.

Studienkommission der Weltkirche zur Ordinationsfrage

Der Exekutivausschuss der Weltkirchenleitung (Generalkonferenz) der Siebenten-Tags-Adventisten hat 2012 eine Studienkommission eingesetzt, die sich bis Oktober 2014 mit der Theologie der Ordination befassen soll. Die sich daraus ergebenden Schlussfolgerungen sollen die adventistische Gemeindepraxis unter besonderer Berücksichtigung einer bisher noch nicht in der Freikirche möglichen Ordination von Pastorinnen einbeziehen. Die Ergebnisse würden im Oktober 2014 dem Exekutivausschuss der Weltkirchenleitung vorgestellt, der dazu Empfehlungen verabschiede, welche der adventistischen Weltsynode (Generalkonferenz-Vollversammlung) 2015 in San Antonio, Texas/USA, zur Abstimmung vorgelegt werden sollen.

Adventistische Frauen in den USA zum Pastorendienst ordiniert

2012 und 2013 haben überregionale adventistische Kirchenleitungen Beschlüsse zur geschlechtsunabhängigen Ordination gefasst: Die „Columbia Union Conference“ im Osten und die „Pacific Union Conference“ im Westen der USA sowie der „Norddeutsche Verband“, die „Niederländische Union“, die „Norwegische Union“ und die „Dänische Union“. In den beiden nordamerikanischen Kirchenregionen sind bereits mehr als zehn Frauen als Pastorinnen ordiniert worden.

Gemäss der offiziell gültigen Kirchenordnung können Frauen nach dem Theologiestudium in der Freikirche der Siebenten-Tags-Adventisten zwar als Pastorin „gesegnet“ werden und damit fast alle Amtshandlungen, wie Taufe, Abendmahl, Trauung und Beerdigung, vornehmen; doch ordiniert werden nur männliche Geistliche. Nur sie dürfen in kirchenleitende Ämter, etwa als Präsident einer „Vereinigung“ oder eines „Verbandes“ (regionale beziehungsweise überregionale Kirchenleitung), berufen werden, da hierfür die Ordination notwendig ist. Während die Ordination von Pastoren weltweit innerhalb der Freikirche Gültigkeit hat, dürfen Frauen als Pastorinnen nur in den Gebieten wirken, die zu einer Kirchenleitung gehören, welche die Segnung praktiziert.

Die Weltsynoden der Adventisten 1990 in Indianapolis/USA und 1995 in Utrecht/Niederlande hatten die Ordination von weiblichen Geistlichen mehrheitlich abgelehnt. Die Zulassung von Frauen als ordinierte Pastorinnen ist ausserhalb von Nordamerika, Westeuropa, China und Australien/Ozeanien, wo nur etwa 13 Prozent der weltweit über 17,6 Millionen erwachsen getauften Adventisten leben, umstritten.

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Adventistin wird Ministerin in der Regierung von Französisch Polynesien

Tahiti/Französisch Polynesien | 21.10.2013 | APD | International

Manolita Ly (52), Leiterin der Familiendienste der Freikirche der Siebenten-Tags-Adventisten in Französisch Polynesien, wurde als erste Frau zum Mitglied des Ministerrats der Regierung ernannt, wie „Record“, Kirchenzeitschrift der australischen Adventisten, berichtete. Sie werde das Ministerium für Soziales und Arbeit übernehmen.

„Ich hätte nie gedacht, dass ich einmal Ministerin der Französisch Polynesischen Regierung würde“, sagte Ly. „Bitte betet für die Regierung. Wir brauchen eure Gebete.“
Ly habe als Psychologin und stellvertretende Direktorin der sozialen Dienste und als Assistentin des Präsidenten von Französisch Polynesien gearbeitet, so „Record“.

Adventisten und politische Ämter

Die Kirchenleitung der Siebenten-Tags-Adventisten ermutige ihre Mitglieder nicht zum politischen Engagement oder rate ihnen davon ab. „Das ist eine Entscheidung, die jedes Gemeindeglied für sich treffen muss", betonte der frühere Direktor für Öffentliche Angelegenheiten und Religionsfreiheit der adventistischen Weltkirchenleitung (Generalkonferenz), Dr. Bert B. Beach. Wenn Christen in wichtigen Regierungsstellen ihren Dienst verrichteten, könnten sie ihren Einfluss zum Schutz der Menschenrechte sowie der Glaubens- und Gewissensfreiheit nutzen. Grundsätzlich bleibe es aber dem Einzelnen überlassen, ob und wie er sich politisch betätige.

Französisch Polynesien besteht aus einem Inselatoll im Südpazifik und ist ein französisches Übersee-Territorium mit viel Autonomie von Paris. Es umfasst 4.100 km2 und hat knapp 270.000 Einwohner. Die 4.410 Kirchenmitglieder der Siebenten-Tags-Adventisten versammeln sich in 37 Gemeinden.

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Exorzisten in Frankreich zu drei bis sechs Jahren Gefängnis verurteilt

Evry/Frankreich | 21.10.2013 | APD | International

Am 11. Oktober wurden drei Männer und eine Frau, die aus den Antillen stammen, durch das Schwurgericht in Evry/Frankreich zu mehrjährigen Haftstrafen verurteilt. Sie wurden für schuldig befunden, in der Nacht vom 5. zum 6. Mai 2011 in einer Wohnung von Gringy, einem Vorort von Paris, einer 19-jährigen Kamerunerin beim Versuch, sie „vom Teufel zu befreien“, Körperverletzungen beigebracht und Freiheitsberaubung begangen zu haben, teilte Pastor Jean-Paul Barquon, Generalsekretär der adventistischen Kirchenleitung in Frankreich (Union des Fédérations adventistes de France [UFA]) mit. Die Verurteilten seien aber vom Vorwurf des Staatsanwalts, „Akte der Folter oder Barbarei“ begangen zu haben, freigesprochen worden.

Eric Derond, der sich selbst als Prophet bezeichnet habe und Anführer der Gruppe gewesen sei, wurde zu sechs Jahren Gefängnis verurteilt. Seine Mutter, Lise-Thérèse Babin, und Philippe Grego bekamen je fünf Jahre Gefängnis, davon ein Jahr auf Bewährung, und Lionel Fremor, der als beeinflussbar angesehen wurde, erhielt drei Jahre Haft.

„Ich hätte mir gewünscht, dass das Gericht dem Strafantrag des Staatsanwalts Folge leisten würde, denn aus meiner Sicht sind dies gefährliche Leute, vor allem Eric Derond“, sagte Antoinette, ehemalige Freundin des Anführers und Opfer, kurz nach dem Urteil. „Im Hinblick auf das, was ich erwartet hatte, befriedigt mich dieses Urteil nicht. Dass man nicht an Folter festgehalten hat, stört mich sehr“, sagte Christophe René, Anwalt der Familie des Opfers.

Die Exorzisten sind keine Mitglieder der Siebenten-Tags-Adventisten

Weil sich die Verurteilten als Mitglieder der Siebenten-Tags-Adventisten ausgegeben hätten, sei seine Kirche mit dem Fall in Verbindung gebracht worden, so Pastor Barquon. Die adventistische Kirchenleitung habe aber gleich bei der Verhaftung der Täter im Jahr 2011 klargestellt, dass diese bereits ein Jahr vor der Tat aus der Kirche ausgeschlossen worden seien, weil sie sich mit ihren Auffassungen und ihrem Verhalten von den Überzeugungen der Kirche entfernt hätten.

Kirchenzugehörigkeit je nach Überzeugung wechseln

Laut Jean-Paul Barquon betone die „Arbeitsrichtlinie“ der Adventisten, dass sich wahre Religion auf Überzeugung und Gewissen gründe. Demnach stehe einem Mitglied, das seine Überzeugung ändere und sich nicht mehr in Übereinstimmung mit dem adventistischen Glauben befinde, nicht nur das Recht zu, sondern es sei auch verpflichtet, seine religiöse Zugehörigkeit gemäss seiner Überzeugung zu ändern, ohne deswegen verachtet zu werden.

Adventisten und Exorzismus

Die Freikirche der Siebenten-Tags-Adventisten kenne und praktiziere keine Handlungen die im Dunstkreis dessen stünden, was man als „Exorzismus bezeichne, so UFA-Generalsekretär Barquon. Obwohl es in den Evangelien Berichte von Krankenheilungen und Dämonenaustreibungen durch Jesus gebe, ginge die adventistische Kirche heute etwas anders vor. Seit biblischen Zeiten habe es in den verschiedenen Bereichen der medizinischen Forschung grosse Fortschritte gegeben. Adventisten wendeten mit ihrem weltweiten medizinischen Netzwerk von Krankenhäusern und Universitäten diese Erkenntnisse an, um Menschen zu helfen.

Laut Barquon mögen unter besonderen Umständen und in gewissen Regionen Fälle von Besessenheit festgestellt werden. In seelsorgerlichem Handeln seien die Pastoren gehalten, in Gegenwart von zwei oder drei Zeugen, meist den Leitern der örtlichen Gemeinde, für die betroffene Person zu beten. Gleichzeitig würden die Gemeindemitglieder ermutigt, durch Gebet und Fasten Fürsprache einzulegen. „Obwohl Siebenten-Tags-Adventisten an die Macht Christi glauben, Menschen, die an dämonischen Attacken leiden, durch Gebet zu befreien, billigen wir exorzistische Handlungen nicht, wie sie von anderen christlichen Kirchen durchgeführt werden“, sagte Dr. Kwabena Donkor, stellvertretender Direktor des Biblischen Forschungsinstituts (Biblical Research Institute [BRI]) der adventistischen Generalkonferenz (Weltkirchenleitung) in Silver Spring, Maryland/USA. Die Siebenten-Tags-Adventisten seien nicht bekannt dafür, die Gabe der Dämonenaustreibung zu besitzen oder diese anzuwenden, so Barquon. Es gäbe weder in der „Gemeindeordnung“ noch im „Handbuch für Pastoren“ entsprechende Anweisungen, noch würde dies an den adventistischen Universitäten oder theologischen Ausbildungsstätten gelehrt.

Die dortige Freikirche der Siebenten-Tags-Adventisten ist Mitglied der „Fédération Protestant de France/FPF“ (Bund Protestantischer Kirchen in Frankreich). In Frankreich leben knapp 13.000 Siebenten-Tags-Adventisten, die durch die Glaubenstaufe Mitglieder geworden sind. Sie versammeln sich in 119 Kirchen, unterhalten eine Grundschule sowie die Adventistische Universität Frankreich (Campus Adventiste du Salève) in Collonges, ein Altersheim, einen Verlag, ein Medienzentrum und sechs Radiostationen.

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USA: Adventisten bauen in Hinsdale/Illinois ein Krebszentrum

Hinsdale, Illinois/USA | 21.10.2013 | APD | International

Die Behörden von Hinsdale, westlicher Vorort von Chicago/Illinois, haben nach einem aufwändigen Bewilligungsverfahren dem Bau eines Krebszentrums von Adventist Health Midwest zugestimmt, das 2015 eröffnet werden soll, wie Suburban Life Media mitteilte.

Das Institut verbinde neuste medizinische Methoden der Krebsbehandlung mit einem Betreuungskonzept, bei dem der Patient im Mittelpunkt stehe und das auch den Glauben einbeziehe, so Adventist Health Midwest. Heute müssten die Patienten oft mehrere Einrichtungen auf dem Weg von der Diagnose zur Behandlung und zur Genesung besuchen. Im geplanten Krebszentrum sei alles an einem Ort: Die Patienten könnten ihren Arzt konsultieren, das Labor liefere die Werte und Behandlungen wie Chemotherapie oder Bestrahlungen würden gleich vor Ort angeboten, was den Patienten Zeit erspare und Stress reduziere.

Im Zentrum werde es 18 Behandlungsräume geben, die mit Unterhaltungs- und Kommunikationstechnologie ausgerüstet seien, damit die Patienten mit Angehörigen oder ihrer Arbeitsstelle verbunden bleiben könnten. Zudem seien fünf Begegnungsräume vorgesehen, um die Interaktion zwischen den Patienten zu erleichtern und weitere 21 Untersuchungszimmer. Das Zentrum werde über die modernste Medizintechnik verfügen, darunter auch zwei Bestrahlungsstationen mit Elektronen-Linearbeschleunigern.

Laut Adventist Health Midwest sei der Neubau mit 5.000 Quadratmetern harmonisch in die Umgebung eingepasst, lichtdurchflutet und solle Ruhe ausstrahlen. Er werde 43,7 Millionen Franken kosten.

Die Kirche der Siebenten-Tags-Adventisten unterhält in den USA 56 Krankenhäuser.

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158.000 US-Dollar Entschädigung für Diskriminierung am Arbeitsplatz

Hagerstown, Maryland/USA | 21.10.2013 | APD | Religionsfreiheit

Die Autohandelsfirma „Maita Chevrolet“, in Elk Grove, Nordkalifornien/USA, wurde von einem Gericht zur Schadensersatzzahlung von 158.000 US-Dollar (142.000 Franken) verurteilt. Sie hatte einen Mitarbeiter entlassen, der sich aus religiösen Gründen weigerte, am Samstag (Sabbat) zu arbeiten, wie die adventistische Kirchenzeitschrift in Nordamerika, Adventist Review (AR), mitteilte.

Die Schadensersatzklage sei mit Bezug auf Artikel VII des Bürgerrechtsgesetzes von 1964 durch die Equal Employment Opportunity Commission (EEOC), eine Bundesbehörde, eingereicht worden, welche sich für die Beendigung von Diskriminierung am Arbeitsplatz einsetzt.

Anthony Okon, ein Einwanderer aus Nigeria, habe für den Autohändler von April 2005 bis Mai 2007 gearbeitet. Okon sei für seine Kundenfreundlichkeit und Teamfähigkeit gelobt worden, so Adventist Review. Als Mitglied der evangelischen Freikirche der Siebenten-Tags-Adventisten halte er den Sabbat (Samstag) als biblischen Ruhetag und enthalte sich jeglicher säkularen Arbeit vom Sonnenuntergang am Freitag bis zum Sonnenuntergang am Samstag.

„Die Untersuchungen der Bundesbehörden zur Beendigung der Diskriminierung am Arbeitsplatz (EEOC) haben ergeben, dass es die Vorgesetzten bei Maita Chevrolet nicht nur versäumt haben, den religiösen Praktiken des Arbeitnehmers zu entsprechen. Vielmehr haben sie auf seine Forderung mit Schikanen, Strafen und schliesslich der Entlassung reagiert“, sagte der EEOC-Rechtsanwalt William R. Tamayo. „Es liegt an den Arbeitgebern, den Wert der Vielfalt in ihrer Belegschaft einschliesslich der religiösen Vielfalt zu erkennen und nicht Andersgläubige oder Menschen mit anderen religiösen Praktiken zu drangsalieren oder zu diskriminieren.“

Laut EEOC habe die Firma Anthony Okon beharrlich zur Samstagsarbeit eingeteilt, trotz seiner vielen Anträge und Erklärungen, dass er auf Grund seines Glaubens am Samstag nicht arbeiten könne. Es sei ihm auch nicht gestattet worden, zum Ausgleich am Sonntag zu arbeiten.

„Maita Chevrolet“ wolle aufgrund des Urteils sein Handbuch zur Personalpolitik überarbeiten, um religiösen Anliegen besser entsprechen zu können und Führungskräfte, Vorgesetzte und Personalverantwortliche darin zu schulen, so Adventist Review.

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Nordkorea - „menschenverachtendste Diktatur der Erde“

Frankfurt am Main/Deutschland | 21.10.2013 | APD | Menschenrechte

Mit der Nordkorea-Woche habe sie über die katastrophale Menschenrechtslage in Nordkorea und die Mitverantwortung Pekings informieren wollen, teilte die Internationalen Gesellschaft für Menschenrechte (IGFM) mit. Sie bezeichnete Nordkorea als gegenwärtig die „menschenverachtendste Diktatur der Erde“, die im weitgehend abgeriegelten Staat die eigene Bevölkerung versklave. Peking unterstütze laut IGFM aktiv ein System, „das selbst das Vorstellungsvermögen Orwells und Kafkas übertrifft“.

Willkürliche Verhaftungen, absurde Gesetze und Kollektivstrafe

Demnach existierten viele Rechte in Nordkorea – wenn überhaupt – nur auf dem Papier. In der Wirklichkeit agierten Strafverteidiger als Assistenten der Richter und beide als Vollstrecker der kommunistischen „Partei der Arbeit Koreas“. Folter gelte als gängige "Ermittlungsmethode". Nordkoreanische Flüchtlinge berichteten davon, dass Menschen aus absurden Gründen inhaftiert, gefoltert und zu langjähriger Lagerhaft verurteilt würden, zum Beispiel weil sie beim Ansehen von Seifenopern erwischt worden seien oder südkoreanische Musik CDs besässen.

Nach Angaben der Menschenrechtsorganisation würden aufgrund der in Nordkorea praktizierten Regel „Schuld durch Verwandtschaft“ oft ganze Familien für das Vergehen Einzelner bestraft und ins Gefangenenlager deportiert. Die Häftlinge lebten dort unter unmenschlichen Bedingungen und litten unter Hunger, Ausbeutung und Folter.

In Einzelhaft erfroren

Der Fischer Kim Cheol-jin habe laut IGFM bei der lokalen Polizei den Diebstahl von sechs Schlammspringern melden wollen. Die Polizisten verdächtigten ihn jedoch, die kleinen Fische selbst behalten zu haben und den Diebstahl nur vorzutäuschen. Kim Cheol-jin sei daraufhin zu elf Jahren Haft verurteilt worden. Solche Strafen seien nicht einmal von den drakonischen Gesetzen des Landes gedeckt, so IGFM. Laut Strafgesetzbuch der „Demokratischen Volksrepublik Korea“ soll eine Person, die „Volkseigentum“ stiehlt, zu maximal zwei Jahren Arbeitslager verurteilt werden. Selbst auf mehrfachen Todschlag stünden maximal zehn Jahre Arbeitslager.

Kim Cheol-jin sei die Flucht aus dem Gefängnis gelungen. Er sei aber im Haus seiner Schwester von seinem Schwager verraten worden. Im Gefängnis sei er 15 Tage in Einzelhaft gewesen und habe weder Essen noch Kleidung erhalten, obwohl es Winter gewesen sei. In die Zelle habe er nur in gebückter Haltung Platz gehabt und sei erfroren. Seine steifgefrorene, zusammengekauerte Leiche sei den Mitgefangenen als „Exempel“ vorgeführt worden.

Weitere Informationen zu Nordkorea: http://www.igfm.de/nordkorea/

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Schweizerisches Kompetenzzentrum für Menschenrechte: Positive Bilanz

Bern/Schweiz | 21.10.2013 | APD | Menschenrechte

Direktor Walter Kälin zieht im Jahresbericht 2012 für den Beginn der operativen Phase des Schweizerischen Kompetenzzentrums für Menschenrechte (SKMR) eine positive Bilanz. Danach würden die Expertisen, Dienstleistungen und Vernetzungsaktivitäten des SKMR zur Umsetzung der Menschenrechte in der Schweiz vor allem vom Bund, kantonalen Institutionen, der Wirtschaft und der Zivilgesellschaft nachgefragt.

Das Dienstleistungszentrum biete seine Fachkompetenz in folgenden Themenbereichen an: Migration, Polizei und Justiz, Geschlechterpolitik, Kinder- und Jugendpolitik, institutionelle Fragen und Menschenrechte sowie Wirtschaft. Mit über 2.500 Abonnentinnen und Abonnenten sei auch das Interesse am regelmässig erscheinenden Newsletter des SKMR gross. Er informiere rasch, kompetent und klar über neue Entwicklungen im Bereich der Menschenrechte und deren Bedeutung für die Schweiz.

Schwerpunktthema: Universelle Periodische Überprüfung

Die Universelle Periodische Überprüfung (UPR) der Schweiz durch den UNO- Menschenrechtsrat habe ein erstes wichtiges Schwerpunktthema für das SKMR im vergangenen Jahr gebildet. Zudem habe das Zentrum Grundlagen bereitgestellt, die den Handlungsbedarf bei der Umsetzung der an die Schweiz gerichteten Empfehlungen betreffen würden. Das Kompetenzzentrum habe auch zur Vernetzung verschiedener Akteure beim Bund, den Kantonen und der Zivilgesellschaft beitragen.

Zukünftige Herausforderungen für das SKMR

Laut Direktor Kälin werde das SKMR mit einer Grundfinanzierung durch den Bund getragen. Mit zusätzlichen Drittaufträgen und Zusammenarbeitspartnern solle sich die Institution vermehrt mit eigenständigem Profil etablieren.

Der SKMR-Jahresbericht kann als PDF-Datei in Deutsch, Französisch und Italienisch heruntergeladen werden: www.skmr.ch

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Welthunger-Index: Mehr Katastrophen – Widerstandsfähigkeit stärken

Bonn/Deutschland | 21.10.2013 | APD | Menschenrechte

Laut der Deutschen Welthungerhilfe sind bewaffnete Konflikte, Naturkatastrophen und hohe Nahrungsmittelpreise drei Faktoren, die besonders negative Auswirkungen auf die weltweite Ernährungssituation haben. Länder, in denen am meisten gehungert werde, seien auch am stärksten von Krisen betroffen. Deshalb müsse die Widerstandsfähigkeit der Menschen langfristig gestärkt werden.

„Gerade die Ärmsten der Armen stürzen durch eine Katastrophe in die Abwärtsspirale. Wer weniger als zwei Dollar am Tag hat, kann sich keinen Krankheitsfall in der Familie und keinen Ernteausfall leisten“, betonte Bärbel Dieckmann, Präsidentin der Welthungerhilfe. Für viele Familien in der Sahelzone sei nach der Katastrophe vor der Katastrophe. Der „Welthunger-Index 2013" stelle deshalb die Frage, wie die Widerstandsfähigkeit von Staaten und Gesellschaften gestärkt werden könne.

Humanitäre Hilfe und Entwicklungszusammenarbeit besser abstimmen

Die Welthungerhilfe fordere ein Umdenken in der Entwicklungsarbeit. Humanitäre Hilfe und Entwicklungszusammenarbeit sollten besser verzahnt und die örtliche Bevölkerung aktiv an der Planung von Frühwarnsystemen und bei deren Anwendung einbezogen werden.

Anteil hungernder Menschen nimmt weltweit ab

Der Anteil weltweit hungernder Menschen nimmt laut „Welthunger-Index (WHI) 2013" ab, auf 842 Millionen Menschen. Trotzdem sei jeder achte Mensch weiterhin nicht ausreichend ernährt.

Obwohl Südasien seit 1990 die grössten Fortschritte in der Hungerbekämpfung gemacht habe, sei der Hunger dort am grössten. Die Situation in der Sahel-Zone wäre weiterhin kritisch. In Burundi, Eritrea und auf den Komoren, einem Inselstaat im Indischen Ozean zwischen Mosambik und Madagaskar, seien die WHI-Werte am schlechtesten.

Link zum Welthunger-Index 2013 und der digitalen Pressemappe: http://www.welthungerhilfe.de/ueber-uns/mediathek/whh-artikel/pressemappe-welthunger-index-2013.html

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Welternährungstag 2013: Nahrung ist ein Menschenrecht

Weiterstadt bei Darmstadt | 21.10.2013 | APD | Menschenrechte

Der Welternährungstag sei für viele Medien ein Anlass, einzig auf die Verschwendungssucht in deutschen Haushalten hinzuweisen. Zu viele Lebensmittel würden weggeworfen und wertvolles Trinkwasser verschwendet. Die Gefahr dieser thematischen Fokusierung bestehe jedoch darin, dass vom wahren Kernproblem abgelenkt werde: dem Hunger von 840 Millionen Menschen weltweit, gab Fritz Neuberg, Assistent des Pressesprechers der Adventistischen Entwicklungs- und Katastrophenhilfe ADRA Deutschland, zu bedenken. Es stelle sich daher die Frage: „Wieso müssen im 21. Jahrhundert fast 1 Milliarde Menschen an Hunger leiden?“ Dabei sollte beachtet werden, dass Unterernährung nicht nur ein Problem der Entwicklungsländer sei, sondern auch in westlichen Ländern, wie in den USA, vorkomme.

„Hunger“ bedeute für Menschen in den Entwicklungsländern „Angst“, betonte Neuberg. Wer nicht wisse, wie er sich und seine Kinder ernähren solle, kämpfe um sein Überleben. Er stelle sich die Frage, wie er den nächsten Tag oder die nächste Woche überstehen könne. „Irgendwann schaltet man ab, man wird hart. Und man nimmt, was man bekommt.“ In Afghanistan seien friedliebende Bauern bereit, Opium anzubauen oder ein paar Granaten regelmässig auf NATO-Stützpunkte abzuschiessen, Hauptsache, sie erhielten Geld zum Überleben. Woher das Geld komme, wäre dann egal. Und wer diese Möglichkeit nicht habe, greife zu Rauschgiften, um den Hunger zu überdecken. Welche Abwärtsspirale aus Problemen sich daraus ergebe, sei leicht nachzuvollziehen.

„Irgendwann wird aus dem andauerndem Hunger Antriebslosigkeit“, stellte Fritz Neuberg fest. Mütter hätten in Haiti ihre Kinder verkauft, weil sie die eigenen Kinder nicht mehr ernähren könnten. „Als nach dem Erdbeben dann Hilfsorganisationen kamen, wurde die Lage für solche Kinder nur wenig humaner.“ Eltern hätten ihre Kinder irgendwo auf der Strasse abgestellt, in der Hoffnung, dass eine Hilfsorganisation sie mitnehmen und in einem Kinderheim unterbringen würde.

Auf die Frage „Wieso müssen im 21. Jahrhundert fast 1 Milliarde Menschen an Hunger leiden?“, meint Neuberg: Wer genauer hinsehe, erkenne neben Naturkatastrophen auch das Eingreifen des Menschen. Entweder durch Stellvertreterkriege oder Kriege aus wirtschaftlichen Interessen, oder durch wirtschaftliche Interessen, um billige Nahrungsmittel und Treibstoffe zu produzieren.

Sicher sei es wichtig, verantwortungsvoll mit Nahrungsmitteln und Wasser in Deutschland umzugehen. „Darüber hinaus sollten wir aber vor allem jene Probleme lösen, die ein menschenunwürdiges Leben in Entwicklungsländern verursachen.“ Das sei nicht leicht. „Der Hydra aus verantwortungslosen Interessen die Köpfe abzuschlagen, wird ein mühsamer Kampf sein.“ Aber es gelte, den Betroffenen eine ständige Stimme zu geben, damit sich ihre Situation bessern könne. Denn jeder Mensch habe das Recht auf eine gute Mahlzeit. „Nahrung ist ein Menschenrecht“, schlussfolgert Fritz Neuberg.

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Viele warten noch auf eine Bibel in ihrer Muttersprache

Stuttgart/Deutschland | 21.10.2013 | APD | Bibel

Hunderte Millionen Menschen weltweit haben bisher keine vollständige Bibelübersetzung in ihrer Muttersprache. Darauf weist der Weltverband der Bibelgesellschaften (United Bible Societies; UBS) hin. Die Bibel liege jetzt komplett mit Altem und Neuem Testament in rund 500 Sprachen vor. Experten schätzten aber, dass es insgesamt etwa 7.000 Sprachen weltweit gebe. Jeder 20. Erdenbürger habe nicht einmal Zugang zu einem übersetzten Evangelium oder einer anderen biblischen Schrift in der eigenen Sprache.

Als ein Beispiel für die Bedeutung der Bibel in der eigenen Sprache nennen die Bibelgesellschaften die Übersetzung für das Volk der Schilluk in der Republik Südsudan. Nach 35 Jahren Übersetzungsarbeit mit Unterbrechungen durch den Bürgerkrieg im Sudan liege jetzt die komplette Bibel vor. „Viele Frauen sprechen nur Schilluk und kein Englisch oder Arabisch“, berichtet Rachel Ayul, Leiterin einer lokalen Frauengruppe. Manchmal habe sie die Bibel in einer anderen Sprache lesen müssen, um dann in Schilluk zu übersetzen. Im Südsudan seien mehr als drei Viertel der Bevölkerung Christen. Amtssprache wäre zwar Englisch, doch viele Einwohner würden nur die traditionellen Sprachen ihrer Völker beherrschen. Schilluk sprechen etwa 650.000 Südsudanesen.

Der Weltverband der Bibelgesellschaften plane, bis Ende 2015 komplette Bibelübersetzungen in weiteren hundert Sprachen fertigzustellen. Die Übersetzungsabteilung der UBS, Trainingsprogramme für einheimische Bibelübersetzer und spezielle Computersoftware wären dabei hilfreich. Finanziell werde die Arbeit durch Spenden unterstützt. In Deutschland fördere die Weltbibelhilfe als Aktion der Deutschen Bibelgesellschaft die internationalen Projekte zur Übersetzung und Verbreitung der Heiligen Schrift.

Die Bibelgesellschaften betonten, dass die Übersetzung der Bibel nur in Amts- und Verkehrssprachen nicht ausreiche. Im Weltverband sind 146 nationale Bibelgesellschaften Mitglied. Zurzeit werde international in 450 Übersetzungsprojekten gearbeitet. Dabei gehe es um Erst- und Neuübersetzungen sowie Revisionen, welche die Texte an veränderte Sprachgewohnheiten und neue Erkenntnisse der Bibelwissenschaften anpassten.

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Bibelstudien-Institut exportiert Webseite

Alsbach-Hähnlein bei Darmstadt/Deutschland | 21.10.2013 | APD | Bibel

Seit Jahren gibt es die Möglichkeit, die Bibelkurse des Internationalen Bibelstudien-Instituts (IBSI) auch im Internet zu absolvieren. 2012 hätten sich dafür über 900 Menschen angemeldet, teilte der Leiter von IBSI, Pastor Siegfried Wittwer, mit. Die Internetseite, welche von den Programmierern des Medienzentrums „Stimme der Hoffnung“ der Freikirche der Siebenten-Tags-Adventisten in Alsbach-Hähnlein geschaffen wurde, sei für Teilnehmer und Betreuer in der Handhabung äusserst komfortabel. Deswegen werde das System seit längerem schon in Österreich und der deutschsprachigen Schweiz von den dortigen adventistischen Bibelstudien-Instituten mitgenutzt. Nach einigen Verbesserungen und der Umstellung auf Englisch, könnten jetzt auch andere Länder von dem Online-Kurssystem profitieren.

Die ersten, die dieses Angebot nutzen würden, seien die Norweger, so Wittwer. Ihre Internetseite wäre fertig. Sobald sie die Kurse eingepflegt hätten, könnten sie online gehen. Pastor Kjell Aune, Leiter des norwegischen Bibelstudien-Instituts der Adventisten, zeigte sich bei einem Besuch in Alsbach-Hähnlein positiv überrascht von dem Service des Medienzentrums der „Stimme der Hoffnung“. „Für Länder wie Norwegen, in denen die adventistische Kirche relativ klein ist, wäre es unmöglich, ein eigenes Online-Lernsystem zu erstellen. Wir sind auf unsere ‚grossen Brüder‘ angewiesen.“ Das Medienzentrum stelle sein System nicht nur für einen fast symbolischen Betrag zur Verfügung, es gehe auch aktiv auf andere Länder zu und lade sie ein, es zu nutzen, so Aune. Gegenwärtig führe die „Stimme der Hoffnung“ Gespräche mit adventistischen Bibelstudien-Instituten in mehreren osteuropäischen Ländern, die ebenfalls daran interessiert seien, Bibelkurse online anzubieten, informierte Wittwer.

Folgende Bibelkurse gibt es bereits online bei IBSI in Alsbach-Hähnlein: „Start ins Leben“, „Fit und Gesund“, „Discover Glaubenskurs“, „Tour of Life“ für Teenager, „Tipps für Kids“ für Kinder im Alter zwischen sieben und elf Jahren, „Start in die Zukunft“, „Das Vaterunser“ und „Start into life“ (Englisch). Folgende Studienkurse sind nur per Post erhältlich: „Die Offenbarung“, „YES! Du wirst geliebt!“ für Kinder zwischen sieben und elf Jahren, „Unterwegs mit Paulus“, „Der Römerbrief“, „Leben mit Christus“ und „Neues Leben (Russisch). Der Glaubenskurs „Andreasbriefe“ steht als Download zur Verfügung. Alle Bibelkurse sind kostenlos. Weitere Informationen: www.bibelstudien-institut.de.

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Professor Rösel neuer Generalsekretär der Deutschen Bibelgesellschaft

Stuttgart/Deutschland | 21.10.2013 | APD | Bibel

Professor Dr. Christoph Rösel wird neuer Generalsekretär der Deutschen Bibelgesellschaft (DBG). Der 49-jährige Theologe aus Marburg tritt sein Amt im März 2014 an. Rösel ist zurzeit Professor für Altes Testament und Prorektor an der Evangelischen Hochschule Tabor in Marburg sowie Privatdozent für Altes Testament am Fachbereich Evangelische Theologie der Philipps-Universität Marburg. Alleiniger Geschäftsführer der DBG ist derzeit der 69-jährige Diplom-Ökonom Reinhard Adler.

Christoph Rösel studierte zunächst von 1984 bis 1988 Evangelische Theologie am Theologischen Seminar Sankt Chrischona in Bettingen bei Basel. Danach war der gebürtige Pfälzer Prediger der Evangelischen Stadtmission in Lich bei Giessen. Von 1992 bis 1997 setzte er seine Studien an der Universität Marburg fort und promovierte im Fach Evangelische Theologie mit einer Studie zur messianischen Redaktion des Psalters. 2004 schloss er erfolgreich den Studiengang Erwachsenenbildung an der Fernuniversität Kaiserslautern ab. 2011 habilitierte er sich für das Fach Altes Testament.

Als Theologischer Referent war Rösel von 1996 bis 2002 für die Akademiker-SMD (Marburg) tätig, einem christlichen Netzwerk für Männer und Frauen mit akademischer Ausbildung. Er hat zudem eine Reihe von Aufsätzen und Büchern zur wissenschaftlichen Exegese und zu gemeindebezogenen Themen der Bibelauslegung veröffentlicht. Für das wissenschaftliche Bibelportal der Deutschen Bibelgesellschaft „WiBiLex“ schrieb er Artikel zu alttestamentlichen Stichwörtern.

Die Deutsche Bibelgesellschaft mit Sitz in Stuttgart nimmt Aufgaben als Verlag sowie in der in- und ausländischen Bibelmission wahr. Für die Evangelische Kirche in Deutschland verlegt sie die „Lutherbibel“. Zu den weiteren Bibelübersetzungen im Verlag gehören die „Gute Nachricht Bibel“, die „BasisBibel“ und die „Neue Genfer Übersetzung“.

Die in Stuttgart publizierten wissenschaftlichen Ausgaben des Alten und Neuen Testaments in hebräischer und griechischer Sprache sind Grundlage der Bibelübersetzung weltweit. Neben den klassischen Büchern haben in den vergangenen Jahren elektronische Ausgaben, wie Computer-Software, Audio-Bibeln, Smartphone-Apps und E-Books, an Bedeutung gewonnen.

Den Weltverband der Bibelgesellschaften (United Bible Societies; UBS) unterstützt die DBG durch Aktionen der „Weltbibelhilfe“. Zu ihrer Vollversammlung gehören Kirchen, so auch die Freikirche der Siebenten-Tags-Adventisten, christliche Werke und regionale Bibelgesellschaften, die sich mit Ausstellungen, Aktionen und anderen bibelpädagogischen Angeboten in ganz Deutschland engagieren.

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ADRA schafft Notunterkünfte für Evakuierte der Buschfeuer

Wahroonga, NSW/Australien | 21.10.2013 | APD | ADRA (Adventistische Entwicklungs- und Katastrophenhilfe)

Zwanzig Freiwillige der Adventistischen Entwicklungs- und Katastrophenhilfe ADRA Australien arbeiteten ab dem 18. Oktober in acht Notunterkünften für Evakuierte der Buschbrände im australischen Bundesstaat New South Wales (NSW) in den Regionen Blue Mountains, Lake Macquarie und Lower Hunter Regionen mit, so das Hilfswerk. Für eine allfällige Ausbreitung der Brände stünden weitere 30 Freiwillige einsatzbereit.

Im Rahmen einer offiziellen Vereinbarung mit der Regierung von New South Wales sei ADRA für die Bereitstellung von Unterkünften während kurzer Zeitdauer zuständig, um Evakuierte und Opfer von Katastrophen zu beherbergen. Zudem werde auch anderen Hilfswerken geholfen. So hätten die ADRA-Freiwilligen Kleidung und Bettzeug für Menschen in Not beschafft, wie Douglas Kieltyka, ADRA-Koordinator für Katastrophenhilfe in NSW mitteilte.

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Schweiz: Anpacken – Einpacken – Auspacken

Zürich/Schweiz | 21.10.2013 | APD | ADRA (Adventistische Entwicklungs- und Katastrophenhilfe)

„Anpacken – Einpacken – Auspacken“ – unter diesem Motto will die Adventistische Entwicklungs- und Katastrophenhilfe ADRA Schweiz mit der diesjährigen Weihnachtsaktion „Kinder helfen Kindern“ 4.000 Pakete nach Moldawien schicken.

32 Aktionsgruppen in der deutschen und 22 in der welschen Schweiz sowie im Tessin würden sich laut Hilfswerk an der Aktion beteiligen. Kinder mit ihren Eltern, Schulklassen sowie Kirchengemeinden stellten Geschenkpakete für benachteiligte Kinder in Moldawien zusammen.

Damit die Pakete rechtzeitig bis Weihnachten die Empfänger erreichten, müssten die diese bis spätestens 16. November bei den Sammelstellen abgegeben werden,

Die Pakete würden wie 2011 und 2012 von der Partnerorganisation ADRA Moldawien an Kinder in Waisenheimen, verarmte Familien sowie an behinderte Kinder im Land verteilt. Moldawien ist eines der ärmsten Länder Europas und liegt zwischen Rumänien und der Ukraine. Im Rahmen der letztjährigen Weihnachtsaktion seien aus der Schweiz 2.525 Pakete nach Moldawien geschickt worden, so ADRA Schweiz.

Bedürftigen Kinder oder Senioren ein Paket spenden

Wer nicht selbst ein Paket für ein Kind packen wolle, könne 58 Franken dafür an ADRA Schweiz spenden. Es bestehe zudem auch die Möglichkeit für 50 Franken einer älteren Person ein Lebensmittel- und Hygienepaket zukommen zu lassen. Die Pakete für Senioren würden in Moldawien gepackt.

Ein vierminütiger Kurzfilm zeigt die Verteilung der Pakete 2012 in Moldawien
http://www.youtube.com/watch?feature=player_embedded&v=o6m-_u3qE_E#t=31

Weitere Informationen über die Weihnachtsaktion 2013 sind auf dem Internet zu finden: http://www.adra.ch/de/activities/europe/moldavia/kinder/

Der Flyer mit allen nötigen Angaben zur Aktion kann heruntergeladen werden:
http://www.adra.ch/files/publications/de/aktivitaeten/europe/moldavia/ADRA_KHK_de_hp.pdf

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Österreich: Weihnachtspakete für Kinder in Albanien und Lettland

Wien/Österreich | 21.10.2013 | APD | ADRA (Adventistische Entwicklungs- und Katastrophenhilfe)

Für die Adventistische Entwicklungs- und Katastrophenhilfe ADRA Österreich ist die Aktion „Kinder helfen Kindern“ ein fester Bestandteil in der vorweihnachtlichen Zeit. In den nächsten Wochen können wieder Einzelpersonen, Familien, Kindergartengruppen und Schulklassen Weihnachtspakete für Kinder in Albanien und Lettland packen. Im vergangenen Winter seien 7.258 Weihnachtspäckchen aus Österreich an bedürftige Kinder in den beiden Ländern verteilt worden. Abgabeschluss der Pakete ist je nach Sammelstelle um den 25. November. Weitere Informationen unter http://www.kinder-helfen-kindern.blogspot.com

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Deutschland: Aktion „Kinder helfen Kindern“ 2013 gestartet

Weiterstadt bei Darmstadt | 21.10.2013 | APD | ADRA (Adventistische Entwicklungs- und Katastrophenhilfe)

Mit Informationsständen in Düsseldorf und Darmstadt hat die Adventistische Entwicklungs- und Katastrophenhilfe ADRA Deutschland ihre 14. Aktion „Kinder helfen Kindern“ eröffnet. Dabei konnten Kinder in Düsseldorf einen Heliumballon mit Adresskarte auf die Reise schicken. In Darmstadt stand für sie das Kennenlernen fremder Sprachen und die Wahl ihres Lieblingsessens auf dem Programm. Klarer Sieger wurde am Ende die Pizza.

Seit 1999 gingen insgesamt 431.690 Pakete an Kinder in Osteuropa. Im letzten Jahr waren es laut ADRA 38.721. Auch 2013 gehen wieder Pakete an bedürftige Kinder in Albanien, Bosnien und Herzegowina, den Kosovo, Litauen, Mazedonien, Montenegro, die Republik Moldau, Serbien und die Ukraine. Kinder, Eltern, Grosseltern, Kindergärten und Schulen können bis zum 24. November Pakete packen und bei den Sammelstellen abgeben, damit Kinder aus armen Familien und in Kinderheimen zu Weihnachten nicht leer ausgehen, sondern ein Geschenk erhalten. Mit zusätzlichen Geldspenden können auch wieder Projekte in Osteuropa durchgeführt werden. So kostet beispielsweise das Schulmaterial eines Kindes für die Vorschule in Albanien 15 Euro (18 Franken), die Unterbringung eines Strassenkindes im ADRA-Kinderzentrum in der Republik Moldau beträgt monatlich 160 Euro (190 Franken).

Weitere Informationen zur diesjährigen Aktion „Kinder helfen Kindern“ sind im Internet unter www.kinder-helfen-kindern.org zu finden.

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„Dem Hunger entflieht man nicht mit den Füssen, sondern mit den Händen“

Zürich/Schweiz | 21.10.2013 | APD | ADRA (Adventistische Entwicklungs- und Katastrophenhilfe)

Mit dem afrikanischen Sprichwort: „Dem Hunger entflieht man nicht mit den Füssen, sondern mit den Händen“ leitete die Adventistische Entwicklungs- und Katastrophenhilfe ADRA Schweiz ihre Medienmitteilung zum Welternährungstag am 16. Oktober ein.

Das erste der Millennium-Entwicklungsziele der Vereinten Nationen sehe vor, dass zwischen 1990 und 2015 der Anteil der hungernden Menschen halbiert werden soll. Mit Projekten zur Erhöhung des Ernteertrags mittels ökologischer Methoden, dem Anlegen von Familiengärten, Bewässerungsanlagen und Wasserrückhaltbecken sowie durch Aufforstung und andere Projekte wolle das Hilfswerk mithelfen, den weltweiten Hunger zu bekämpfen.

Burkina Faso: Kinder unter fünf Jahren sollen normal essen

2011 sei das Binnenland Burkina Faso, am südlichen Rand der Sahara, zum dritten Mal innert fünf Jahren von einer Dürre betroffen worden. Die Mangelernährung von Kindern unter fünf Jahren sei hoch geblieben und habe trotz der Programme zur Förderung der Ernährungssicherheit in den letzten Jahren nicht verbessert werden können. Das Welternährungsprogramm der UNO gehe davon aus, dass jedes dritte Kind in Burkina Faso unterernährt sei. Weil die Folgen der Mangelernährung in der frühen Kindheit später in der Entwicklung nicht mehr aufgeholt werden könnten, sei dies besonders besorgniserregend.

ADRA Schweiz helfe seit 2009 in Toessé, Region südwestlich der Hauptstadt Ouagadougou. Die ersten drei Phasen des Projekts zur Steigerung der Ernährungssicherheit von zehn Dörfern in Toessé seien gelungen und abgeschlossen worden. In der vierten Phase wolle das Hilfswerk erreichen, dass die Nahrungsmittelproduktion der Region die Ernährung der Bevölkerung in schwierigen Zeiten gewährleisten könne. Fünf weitere Dörfer sollen davon profitieren.

Neu werde der Fokus ganz besonders auf Kinder unter fünf Jahren gerichtet, um ihren gesundheitlichen Zustand zu verbessern. Die Stiftung Symphasis unterstütze diese Programmphase.

Spenden zur Förderung der Ernährungssicherheit der Kinder in Toessé, nimmt ADRA Schweiz entgegen:
Postcheck-Konto 80-26526-3, Vermerk „Welternährungstag“

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Schuften im Inselparadies: Jugendhilfseinsatz auf den Philippinen

Zürich/Schweiz | 21.10.2013 | APD | ADRA (Adventistische Entwicklungs- und Katastrophenhilfe)

15 Jugendliche aus der Schweiz, im Alter von 18 bis 26 Jahren, haben im Sommer 2013 unter der Leitung der Adventistischen Entwicklungs- und Katastrophenhilfe ADRA Schweiz während zwei Wochen bei der Aufstockung des Hauptgebäudes der Palawan Adventist Academy in Tacras, auf der Insel Palawan, Philippinen, mitgearbeitet.

Laut dem Hilfswerk sei der Erweiterungsbau aus zwei Gründen vorgenommen worden: Private, konfessionelle Schulen auf den Philippinen würden meist ein besseres Ausbildungsniveau als staatliche Institutionen bieten. Deshalb besuchten immer mehr Schüler aus den umliegenden Ortschaften diese Mittelschule. Zudem sei neu die „School of Technology“, ein weiterer Berufsschulzweig, ins Angebot aufgenommen worden. Damit werde das Ausbildungsspektrum in der Region um ein wichtiges Element erweitert.

Neben Sand sieben, Zement mischen, mauern, betonieren und anderen Arbeiten, habe es Dank verschiedenen Freizeitaktivitäten ausreichend Zeit zum interkulturellen Austausch und Ausgleich gegeben, so das Hilfswerk. Nach dem zweiwöchigen Arbeitseinsatz unter subtropischen Bedingungen hätten sich die Jugendlichen während drei Tagen im Norden der Insel an Traumstränden erholt.

Jugend-Hilfseinsätze dieser Art böten nach Angaben von ADRA Schweiz den Teilnehmenden die Gelegenheit, Menschen, Lebensbedingungen und Kultur in anderen Ländern kennen zu lernen, ihren Horizont zu erweitern und aktiv zu helfen. Es sei damit auch eine Art von praktischer entwicklungspolitischer Bildung verbunden. „Eine Erfahrung fürs Leben“ sei dieser Einsatz für ihn gewesen, sagte ein Teilnehmer.

ADRA Philippinen habe als lokale Partnerorganisation das Projekt organisiert und vor Ort geleitet. Die Kosten des Erweiterungsbaus von rund 91.000 Franken würden zur Hälfte durch Spendengelder von ADRA Schweiz finanziert. Die Jugendlichen hätten dazu rund 13.000 Franken beigesteuert, die sie vor dem Einsatz durch einen Sponsorenlauf gesammelt hätten. Für ihre Reisekosten von je 1.500 Franken seien die Teilnehmenden selbst aufgekommen.

Der nächste Jugend-Hilfseinsatz von ADRA Schweiz sei im Juli/August 2014 in Tansania geplant.
Bildstrecke vom ADRA Jugendhilfseinsatz 2013:
http://www.adra.ch/de/activities/asia/philippines/youthcamp/

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Von AIDS betroffene Familien in Swasiland unterstützt

Wien/Österreich | 21.10.2013 | APD | ADRA (Adventistische Entwicklungs- und Katastrophenhilfe)

Laut des UN-AIDS Berichts von 2011 hat Swasiland, ein Binnenstaat im südlichen Afrika, die höchste Rate an HIV/AIDS-Kranken in der Welt. Vier von zehn Haushalten sollen mindestens ein Waisenkind aufgenommen haben.

Dank Spenden unterstützt die Adventistische Entwicklungs- und Katastrophenhilfe ADRA Österreich 102 betroffene Familien dabei, auf ihrem Land genügend anzubauen, um ihre Angehörigen ernähren und versorgen zu können. Sie lernten, ihre Böden zu bearbeiten sowie Pflanzen im gesunden Wechsel und gemischt anzubauen. Dank einer Starthilfe von Futter und Jungtieren könnten die Familien auch Geflügel züchten und verkaufen. Das Land Salzburg fördert das Projekt finanziell.

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6,1 Millionen Menschen in 27 Ländern geholfen

Weiterstadt bei Darmstadt/Deutschland | 21.10.2013 | APD | ADRA (Adventistische Entwicklungs- und Katastrophenhilfe)

„Als Teil eines weltweit agierenden Netzwerks in mehr als 120 Ländern hilft die Adventistische Entwicklungs- und Katastrophenhilfe ADRA Deutschland jährlich Millionen Menschen – unabhängig von politischer, ethnischer, sozialer und religiöser Zugehörigkeit“, hob ADRA-Direktor Christian Molke (Weiterstadt bei Darmstadt) hervor. Nach dem Prinzip der „Hilfe zur Selbsthilfe“ verbessere ADRA in partnerschaftlicher Zusammenarbeit die Chancen der Bedürftigen auf ein würdiges Leben gemäss der allgemeinen Menschenrechte.

Laut Jahresbericht 2012 von ADRA Deutschland habe das Hilfswerk für seine Aufgaben neun Millionen Euro (11,1 Millionen Franken) ausgegeben. Dadurch seien in 27 Ländern über 6,1 Millionen Menschen direkt oder indirekt geholfen worden. Als Gründungsmitglied von VENRO (Verband Entwicklungspolitischer Nicht-Regierungs-Organisationen in Deutschland), „Aktion Deutschland Hilft“ und „Gemeinsam von Afrika“, arbeite ADRA Deutschland in „einem starken Verbund“ mit den unterschiedlichsten Hilfsorganisationen zusammen. Dabei gehe es darum, sich branchenspezifisch auszutauschen, voneinander zu lernen und im Katastropheneinsatz gegenseitig zu unterstützen. Die Verwaltungskosten hätten im vergangenen Jahr bei rund 17 Prozent der Gesamtausgaben gelegen. Damit erfülle ADRA Deutschland die strengen Auflagen des Deutschen Zentralinstituts für soziale Fragen (DZI), dessen Spendensiegel als „Zeichen für Vertrauen“ das Hilfswerk erneut erhalten habe.

An privaten Spenden erhielt ADRA laut Jahresbericht 2012 2,28 Millionen Euro, von der „Aktion Deutschland Hilft“ 1,03 Millionen Euro, von ADRA-Schwesterorganisationen 0,27 Millionen Euro, vom Auswärtigen Amt der Bundesrepublik Deutschland 1,65 Millionen Euro, von ECHO (Europäische Kommission Humanitäre Hilfe) 1,25 Millionen Euro, vom Bundesministerium für Wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung (BMZ) 0,225 Millionen Euro, von der Europäischen Union (EU) 1,98 Millionen Euro und aus Sonstigen Einnahmen 0,31 Millionen Euro.

Zum Tätigkeitsfeld von ADRA Deutschland gehörten laut Direktor Christian Molke Humanitäre Hilfe im Katastrophenfall, Entwicklungszusammenarbeit in den Bereichen Ernährung, Gesundheit, Bildung, Einkommen, Katastrophenvorsorge sowie Umwelt- und Ressourcenschutz – beispielsweise durch erneuerbare Energien –, Entwicklungspolitische Bildungsarbeit sowie Freiwilligendienst im In- und Ausland.

Im letzten Jahr führte ADRA Deutschland laut Jahresbericht 56 Projekte in 27 Ländern mit Schwerpunkt Asien und Afrika durch. Darunter waren Schulungen für verbesserte Anbaumethoden und Anlegen von Gemüsegärten in Mali. In Indien wurden in 29 Dörfern der Regionen Tamil Nadu und Pondicherry Wiederaufbaumassnahmen nach dem Zyklon „Thane“ abgeschlossen. In Vadul lui Voda/Republik Moldau unterstützte ADRA das Kinderzentrum „Regenbogen der Hoffnung“, das Strassenkindern ein Zuhause bietet. In Kenia ging es um Aufklärung über Früheirat und Genitalverstümmelung. In Thailand erhielten 6.000 Flüchtlinge aus Myanmar eine Berufsausbildung. Geregeltes Einkommen ermöglichte das Hilfswerk in 30 Ortschaften der mongolischen Provinzen Zavkhan und Selenge.

Der Jahresbericht 2012 von ADRA Deutschland kann im Internet bei http://www.adra.de/de/jahresberichte.html heruntergeladen werden.

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ADRA-Österreich: Viele Aktivitäten trotz begrenzter Mittel

Wien/Österreich | 21.10.2013 | APD | ADRA (Adventistische Entwicklungs- und Katastrophenhilfe)

Wie aus dem Jahresbericht 2012 hervorgeht, gab die Adventistische Entwicklungs- und Katastrophenhilfe ADRA Österreich im letzten Jahr 315.000 Euro für ihre Arbeit aus. Darunter waren 32.500 Euro für Spendenwerbung und 36.300 Euro Verwaltungsaufwand. Davon trug die Kirche der Siebenten-Tags-Adventisten in Österreich 42.500 Euro. Laut ADRA-Direktor Marcel Wagner sehe das Projektvolumen „sehr klein“ aus, dennoch hätten 2012 viele Aktivitäten stattgefunden.

Laut Jahresbericht ADRA habe sich Österreich mit sieben Projekten im eigenen Land und mit 38 Projekten in anderen Ländern engagiert. Unter anderen sei wie folgt geholfen worden: Unterstützung einer Landwirtschaftsschule im Südsudan, damit Bauern lernen, auf ihren Feldern bessere Erträge zu erzielen. Anleitung von Familien beim Anlegen von Gemüsegärten in der Region Matam im Norden Senegals. Hilfe für Betroffene nach zwei Tropenstürmen auf den Philippinen. Planung eines Wasserkraftwerkes in Afghanistan, um ein Krankenhaus mit Strom zu versorgen. Lesen und Schreiben für Frauen im südlichen Nepal. Ausbau des Ausbildungsprogramms für Roma in Albanien. Kindgerechte Umgestaltung eines Kinderheimes durch Freiwillige in der Republik Moldau. Bau einer Biogasanlage in Petit Goave/Haiti. Eine weitere Anlage sei in Chengdu/China im Bau. „In Österreich konnten wir nach dem Murenabgang in St. Lorenzen und nach den Überschwemmungen in Lavamünd helfen“, berichtete Wagner.

Der Jahresbericht 2012 ist im Internet bei http://www.adra.at/publikationen.html zu finden.

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Gesundheitstag: Gott, meine Gene und ich

Zürich/Schweiz | 21.10.2013 | APD | Gesundheit & Ethik

Dr. Heidi Schulz-Maier, Biochemikerin am Institut für Humangenetik an der Universität Regensburg/Deutschland, wird am Vormittag des 27. Oktobers, am Gesundheitstag der Siebenten-Tags-Adventisten in Aarau, zum Thema sprechen: „Gott, meine Gene und ich.“ Die Wissenschaftlerin besitze laut Dr. med. Ruedi Brodbeck (Alchenflüh/BE) die Fähigkeit, hochkomplexe neue Erkenntnisse der Genetik und Epigenetik so zu vermitteln, dass sie ohne spezifische Vorkenntnisse verstanden werden könnten.

Das Schwerpunktreferat soll im Rahmen des jährlichen Fortbildungs- und Begegnungstages für Gesundheitsabteilungsleiter, Gesundheitsberater, Lebensstilberater sowie Personen in Gesundheitsberufen stattfinden, der von der Gesundheitsabteilung der Freikirche der Siebenten-Tags-Adventisten in der Deutschschweiz organisiert wird. „Wir wollen den Teilnehmenden die Möglichkeit bieten, zu lernen, sich auszutauschen und ihnen Impulse sowie Motivation für ihre Arbeit vermitteln“, sagte Dr. med. Ruedi Brodbeck, Leiter der Gesundheitsabteilung.

Eine Teilnahme stehe allen interessierten Personen offen. Anmeldung bis spätestens
22. Oktober: erwin.buergi@adventisten.ch oder 044 315 65 00

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Afrika: Adventisten seit über zehn Jahren im Einsatz gegen AIDS

Silver Spring, Maryland/USA | 21.10.2013 | APD | Gesundheit & Ethik

An der zehnten Jahreskonsultation adventistischer AIDS-Projektkoordinatoren in Afrika haben im September in Nairobi/Kenia 70 leitende Fachleute aus über zwanzig afrikanischen Staaten teilgenommen. Sie arbeiten für Adventist AIDS International Ministry (AAIM) oder im Kirchendienst, wie Adventist News Network (ANN) berichtete. Die Teilnehmerzahl sei ein Beleg dafür, dass die Kirche ihre Rolle im Kampf gegen AIDS gefunden und akzeptiert habe, so Kirchenvertreter. Sowohl Mitglieder als auch Kirchenleiter würden Hilfestellungen anbieten, um Betroffenen und deren Angehörigen zu helfen.

Unterschiedlicher Umgang mit HIV/AIDS in afrikanischen Adventgemeinden

Obwohl es schon vor der Gründung von AAIM im Jahr 2003 lokale, adventistische AIDS-Hilfsprogramme gegeben habe, seien dank AAIM kirchenintern grosse Fortschritte bei der Sensibilisierung bezüglich HIV/AIDS erzielt worden, so ANN. Die mit der Krankheit verbundene Angst sowie die Ausgrenzung und Stigmatisierung Betroffener habe in der Kirche stark abgenommen. Früher seien viele infizierte Adventisten gestorben, weil sie sich vehement gegen HIV-Tests gewehrt und eine mögliche Stigmatisierung gefürchtet hätten.

“Stigmatisierung und Diskriminierung gibt es in unseren Reihen nicht mehr”, sagte Innocent Gwizo, Direktor der Gesundheitsdienste und HIV/AIDS-Koordinator der adventistischen Kirchenleitung in Simbabwe. „Das Abendmahl wird nun auch von HIV-Infizierten ausgeteilt und ihre Füsse werden bei der Fusswaschung von jedem anderen Kirchenmitglied gewaschen“, so Gwizo. „Das war früher undenkbar.”

Adventisten folgen mit dem Praktizieren der Fusswaschung vor dem Abendmahl dem Beispiel Jesu, der vor dem Abschiedsmahl seinen Jüngern die Füsse wusch.

In Simbabwe leben rund 700.000 Adventisten. Jede der rund 1.500 adventistischen Ortsgemeinden habe eine verantwortliche Person für den HIV/AIDS-Dienst, so Innocent Gwizo. Diese Gruppen würden mehr als 15.000 Kirchenmitgliedern mit HIV sowie weiteren betroffenen Personen aus dem Umfeld beistehen.

"Das Stigma von HIV/AIDS- Betroffenen ist immer noch sehr weit verbreitet in unserer Kirchen in Westafrika, während in Ost- und Südafrika, wo AAIM viele Jahre gearbeitet hat, die Stigmatisierung viel weniger ausgeprägt ist", sagte der Arzt Oscar Giordano, Leiter von Adventist AIDS International Ministry.

Ethische Forderungen und Stigmatisierung

Das Virus produziere nicht mehr so viele Schlagzeilen wie vor einigen Jahren, aber nach Angaben der Weltgesundheitsorganisation (WHO) würden täglich fast 5.000 Menschen an AIDS sterben. Demnach werde das HI-Virus am häufigsten durch sexuellen Kontakt, infizierte Nadeln und durch Mütter beim Stillen übertragen.

Die Siebenten-Tags-Adventisten stünden ein für sexuelle Enthaltsamkeit vor der Ehe und monogame, heterosexuelle Beziehungen. Auf diesem Hintergrund, so ANN, würde Adventisten mit AIDS schnell unterstellt, dass sie eine Affäre gehabt hätten. Oft würden sie aber ohne eigenes Verschulden von einem untreuen Ehepartner infiziert. "Vor zehn Jahren wurde in unseren Kirchen in Afrika HIV/AIDS fast vollständig verleugnet", sagte Oscar Giordano. Unabhängig wie es zur Infektion gekommen sei, würden die Kirchenleiter heute für die Thematik sensibilisieren und betonten, wie wichtig Mitgefühl und Fürsorge für die Betroffenen seien.

Unterstützung für AIDS-Kranke und deren Angehörige

Seit der Gründung im Jahr 2003 leitet das Ärzte-Ehepaar Oscar und Eugenia Giordano Adventist AIDS International Ministry in Johannesburg/Südafrika. Anstatt dort ein grosses Büro aufzubauen, hätten sie in den Ländern südlich der Sahara ein Netzwerk von AAIM-Partnerbüros aufgebaut, die seit Beginn 3.000 kirchliche Förderprogramme für Menschen angeboten hätten, die mit AIDS lebten. HIV-Infizierte würden oft ihre Beziehungen, Familie und ihren Beruf verlieren.

Mit den AAIM-Projekten würden Familien und AIDS-Waisen unterstützt, individuelle Beratung Infizierter sowie Selbsthilfegruppen angeboten. "Es ist sehr schwierig für eine Person HIV und AIDS allein zu bewältigen“, sagte Giordano, daher hätten Selbsthilfegruppen eine zentrale Funktion. Nebst Aufklärungskampagnen würden auch Berufsausbildungsprogramme für AIDS-Kranke sowie Starthilfe und Ausrüstungen für die berufliche Selbständigkeit angeboten, zum Beispiel als Schneider oder Bäcker.

Laut UNAids lebten 2012 in den Ländern südlich der Sahara 25 Millionen Menschen mit HIV, davon 2,9 Millionen Kinder. Im gleichen Jahr wurden in diesem Gebiet 1,6 Millionen Menschen neu infiziert, davon 230.000 Kinder. 1,2 Millionen Menschen starben 2012 an AIDS-bedingten Krankheiten.

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Vatikan sichert sich Internetadresse „.catholic“

Vatikanstadt | 21.10.2013 | APD | Medien

Laut Kathpress habe der Vatikanstaat vom zuständigen Verband für die Vergabe von Internetadressen (Internet Corporation for Assigned Names and Numbers ICANN) das alleinige Recht an der Domain „.catholic“ zugesprochen erhalten. Wie „Radio Vatikan“ berichtete, würden die Rechte des Päpstlichen Medienrates an dieser Domain auch für das kyrillische, arabische und chinesische Alphabet gelten.

Künftig werde der Päpstliche Medienrat nur Einrichtungen mit kanonischer Anerkennung einen Internetauftritt mit der Adresse „.catholic“ erlauben, gab ein Mitarbeiter des Medienrates gegenüber der US-Nachrichtenagentur CNS an. Dies könnten etwa Diözesen, Pfarreien, Orden, katholische Universitäten, Schulen und Krankenhäuser sein. Ermöglicht werden solle somit eine „kohärentere und organisiertere Präsenz der Kirche im Internet“.

Über die Rechte an vielen anderen Adressendungen mit religiösem Bezug werde laut Kathpress bei der ICANN derzeit noch verhandelt. Auf die Zusicherung von „.bible“ hofft derzeit etwa noch die Amerikanische Bibelgesellschaft. Wie die Organisation im August mitteilte, beabsichtige man, im Falle eines Vertragsabschlusses die „.bible“-Endungen nur an Einzelpersonen und Gruppen mit „gesundem Respekt für die Bibel“ zu vergeben, um Missbrauch zu verhindern.

Seit Juni 2011 wurden die Endungen von Internetadressen von früher rund 250 Länderkürzel und 22 „Top-Level“-Domains ausgeweitet. Neue Endungen können seither beantragt werden, wobei allein die Bewerbung dafür 185.000 US-Dollar koste. Der Vergabe gehe stets ein aufwändiger Antrags- und Prüfungsprozess voraus.

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Fernsehen mit Gebärdenübersetzung

Alsbach-Hähnlein bei Darmstadt | 21.10.2013 | APD | Medien

Beim TV-Sender „Hope Channel deutsch“ würden demnächst ausgewählte Predigten der Reihe „Atem der Hoffnung“ mit Gebärdenübersetzung zu sehen sein, teilte das Medienzentrum „Stimmer der Hoffnung“ der Freikirche der Siebenten-Tags-Adventisten in Alsbach-Hähnlein mit. Zunächst seien im Studio sechs Predigten von der staatlich geprüften Gebärdensprachdolmetscherin Maren Wöhler übersetzt worden.

„Uns ist es wichtig, dass möglichst viele Menschen durch unsere Sendungen Gott und die Bibel besser kennen lernen“, so Jörg Varnholt, Leiter von „Hope Channel Fernsehen“. Je nach Reaktionen der Zuschauer werde nach dieser Testphase entschieden, ob regelmässig Predigten oder möglicherweise auch andere Sendungen für den „Hope Channel“ mit Gebärdenübersetzung produziert würden. Die erste dieser Predigten mit Gebärdenübersetzung könne ab 26. Oktober im Fernsehprogramm des „Hope Channels“ und in der Mediathek empfangen werden.

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Schweizerischer Israelitischer Gemeindebund (SIG) mit eigener App

Zürich/Schweiz | 21.10.2013 | APD | Medien

Im App Store ist ab sofort die kostenlose App des Schweizerischen Israelitischen Gemeindebunds für iPhones erhältlich, wie der SIG mitteilte.

Die App könne auf Deutsch und Französisch installiert werden und enthalte unter anderem einen Eventkalender und Factsheets. Eine weitere Funktion verschaffe einen Überblick über die koscheren Geschäfte, Restaurants und Hotels in der Schweiz und ermögliche deren Lokalisierung auf einer Karte. Mit der App könne man zudem den SIG kontaktieren und antisemitische Vorfälle melden.

Die SIG-App in iTunes:
https://itunes.apple.com/ch/app/sig-fsci/id663999715?l=de&mt=8

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