APD-INFORMATIONEN 1/2017 - JANUAR 2017

500 Jahre Reformation – Jubiläumsauftakt Deutschschweiz

Zürich/Schweiz | 24.01.2017 | sek-feps/APD | Schweiz

Mit einem grossen Festakt beim Zürcher Grossmünster startete heute in der Deutschschweiz das Jubiläum „500 Jahre Reformation“. Bundesrat Johann Schneider-Ammann und Gottfried Locher, Präsident des Schweizerischen Evangelischen Kirchenbunds (SEK), die auch Co-Präsidenten des Patronatskomitees sind, hoben in ihren Eröffnungsreden die Bedeutung der Freiheit, wie sie in der Reformation angelegt ist, hervor. Am 6. und 7. Januar fand im Hauptbahnhof Zürich ein Jubiläumsanlass mit verschiedenen Veranstaltungen statt. Im Zentrum der Zürcher Feierlichkeiten stand die Frage, wie der reformatorische Freiheitsgedanke in die heutige Zeit übertragen werden kann.

Für Bundesrat Johann Schneider-Ammann befindet sich die Welt – wie zu Zeiten der Reformation – im Umbruch. Diesmal jedoch propagierten rückwärtsgewandte Kräfte Ideen und Überzeugungen, die sich mit den Werten der Reformation beissen würden: Technologie- und Wissenschaftspessimismus oder Antiliberalismus seien wieder en vogue. „Die erste Globalisierung und die Reformation haben uns viel gegeben, was unsere Zeit auf diesem Planeten lebenswerter und intensiver macht. Wir sollten uns hüten, unter dem Druck des heutigen Umbruchs und der Verunsicherung, die sie mit sich bringt, diese Errungenschaften des menschlichen Geistes einfach zu verschenken“, sagte Bundesrat Schneider-Amman in seiner Festrede.

„Wo der gloub ist, da ist fryheit“
Laut Gottfried Locher, Ratspräsident des Schweizerischen Evangelischen Kirchenbunds (SEK), sei die Aussage, die der Reformator Huldrych Zwingli 1523 geschrieben habe ein reformatorischer Schlüsselsatz: „Wo der gloub ist, da ist fryheit.“ Das dazugehörige Schlüsselwort laute „Freiheit“, so Locher. Die Reformation sei die ersten Schritte in der Entwicklung zu einer modernen Gesellschaft gegangen. Die reformatorische Einsicht, dass vor Gott alle Menschen gleich seien, sei „Triebfeder für den globalen Siegeszug der Demokratie“ gewesen, sagte Locher.

Die Reformation forderte Menschenopfer auch in den eigenen Reihen: Täufer
Freiheit im 16. Jahrhundert sei aber nicht gleichzusetzen mit dem heutigen Freiheitsverständnis, denn die Reformation Zwinglis habe viele Menschenopfer auch in den „eigenen Reihen“ verursacht. Locher verwies auf das Schicksal der Täufer und dass der Täufer Felix Manz, ein Mitbegründer der Zürcher Täuferbewegung, auf den Tag vor 490 Jahren, am 5. Januar 1527 in der Limmat ertränkt worden war. „Wir können heute nicht feiern, ohne auch an diese Tatsache zu erinnern und ihr zu gedenken“, sagte Locher.

Freiheit sei weder damals noch heute eine Selbstverständlichkeit gewesen. In der heutigen Gesellschaft sei sie bedroht von Extremismus und religiöser Intoleranz, so der SEK-Präsident. „Auch bei uns wirken Kräfte, die Freiheit und Eigenverantwortung demontieren wollen. Dagegen gilt es einzustehen, in Staat und Kirche, im Handeln und im Glauben – zum Wohl aller Menschen in unserem Land“, so Locher.

Gottesfürchtig sein, heisst gerecht sein gegenüber den Armen
Auf die soziale Dimension der Reformation konzentrierte sich Stadtpräsidentin Corine Mauch. Mit der Aufhebung der katholischen Klöster, welche sich um die Armenpflege gekümmert hätten, sei das moderne Sozialwesen entstanden. „Oder um es in der Gedankenwelt der Reformation zu formulieren: Gottesfürchtig und christlich handeln, das heisst immer auch gerecht sein gegenüber den Armen.“

Auch Regierungsrätin Jacqueline Fehr würdigte die Rolle der Reformation: „Ich bin Zwingli und den Reformatoren dankbar für Gedanken, mit denen sie unsere Gesellschaft gerechter und demokratischer gemacht haben.“ Diese überragende Bedeutung der Reformation für den ganzen Kanton Zürich sei auch der Grund, warum Regierungsrat und Kantonsrat entschieden hätten, das Jubiläum nicht nur kirchlich, sondern auch von staatlicher Seite zu würdigen und finanziell zu unterstützen. „Das Jubiläum der Reformation schafft zudem eine wichtige Plattform für die Diskussion über das heutige Verhältnis zwischen Staat und Religionsgemeinschaften“, sagte Jacqueline Fehr.

Reformationstruck im Hauptbahnhof Zürich
Für den Zürcher Kirchenratspräsidenten Michel Müller ist Tradition nicht Verharren in der Vergangenheit, sondern Kraftquelle für Innovation. „Neben den Fragen wer wir sind und worauf wir gründen, müssen wir uns stets fragen, wer wir in Zukunft sein wollen.“ Aus diesem Grund habe die Reformierte Kirche Zürich am 6. und 7. Januar mit der Bevölkerung den Dialog gesucht. Der „Reformationstruck“, ein Sattelschlepper mit einer Ausstellung, machte auf seinem Weg durch 19 Länder und 67 Städte Europas in der Halle des Hauptbahnhofs Zürich halt.

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Schweizer Bischöfe schaffen Fachstelle für Palliative Care

Freiburg/Schweiz | 24.01.2017 | APD | Schweiz

Die palliative Behandlung "Palliative Care", nimmt laut Medienmitteilung der Schweizer Bischöfe eine dynamische Entwicklung und ist mittlerweile aus dem Schweizer Gesundheitswesen nicht mehr wegzudenken. Deshalb hätten sie beschlossen, die Einrichtungen der Schweizer Bischofskonferenz mit einer Fachstelle für Palliative Care mit Schwerpunkt Spiritual Care zu verstärken. Erste Inhaberin der Fachstelle ist die Theologin Jeanine Kosch-Vernier. Sie hat die Arbeit mit dem Beginn des Jahres 2017 bereits aufgenommen.

Ziel der palliativen Behandlung und Betreuung bestehe darin, Menschen mit unheilbarer, lebensbedrohlicher und/oder chronisch fortschreitender Krankheit eine möglichst hohe Lebensqualität, umfassende Symptombehandlung und eine stärkende Begleitung zu gewährleisten, so die Schweizer Bischöfe. Die Fachstelle bilde eine wichtige Schaltstelle auf nationaler Ebene für die kirchlich verantwortete Mitgestaltung der spirituell-religiösen Begleitung in der Palliative Care, der so genannten „Spiritual Care". Die Schaffung der Fachstelle ist laut der Schweizer Bischofskonferenz ein wichtiger Beitrag, um die Bedeutung der Seelsorge im Gesundheitswesen zu stärken.

Funktionsweise der Fachstelle Palliative Care
Hauptziel der neuen Fachstelle sei es, mittels Koordination, Vernetzung und Lobbyarbeit mitzuarbeiten und sicherzustellen, dass die Menschen bei schwerer Erkrankung nebst medizinischer und pflegerischer Behandlung auch eine professionelle seelsorgerliche Begleitung erhalten würden. Unterstützt und begleitet werde die Fachstelle vom ebenfalls neu geschaffenen „Katholischen Fachgremium für Palliative und Spiritual Care". Die Mitglieder dieses aus Fachleuten verschiedener Bereiche bestehenden Gremiums würden an der nächsten Versammlung der Bischofskonferenz ernannt werden, heisst es in der Medienmitteilung. Die Inhaberin der Fachstelle sei zugleich Geschäftsführerin des Fachgremiums.

Werdegang von Jeanine Kosch-Vernier
Die 59-jährige Jeanine Kosch-Vernier bringt laut Bischpfskonferenz hervorragende Voraussetzungen mit, um der Fachstelle für Palliative Care Form zu geben: Sie studierte Theologie in Zürich, Chur, Rom und Freiburg (Schweiz). Ihren Master-Abschluss in Theologie ergänzte sie später mit verschiedenen Nachdiplomstudien in den Bereichen Sozialarbeit, Management und Philosophie. Sie engagierte sich in der Seelsorge in Pfarreien, in Spitälern und auch in der Stadt- und Kantonspolizei Zürichs. Sie war in leitender Stellung für Entwicklungswerke tätig und erwarb als Zürcher Kantonsrätin praktische Erfahrung in der Politik. Erfahren ist Jeanine Kosch-Vernier auch in der Medienarbeit als Sprecherin des "Wortes zum Sonntag" beim Fernsehen SRF sowie als Autorin und Mitarbeiterin in Presse und Rundfunk. Zuletzt war sie zu einem Fidei-Donum-Einsatz in Italien, um eine Mönchsgemeinschaft und den Aufbau einer Frauengemeinschaft zu unterstützen.

Adresse der Fachstelle Palliative Care mit Schwerpunkt Spiritual Care:
Generalsekretariat der Schweizer Bischofskonferenz, Fachstelle für Palliative Care, Postfach 278, 1701 Freiburg, Tel. 079 354 36 57, jeanine.kosch@bischoefe.ch

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Zwei Adventisten im neuen US-Kongress

Washington, D.C./USA | 24.01.2017 | AR/APD | International

Der 115. US-Kongress trat am 3. Januar 2017 zu seiner konstituierenden Sitzung zusammen. Rund 91 Prozent seiner Mitglieder gehören einer christlichen Kirche an. Unter den Mitgliedern des Repräsentantenhauses sind auch zwei Siebenten-Tags-Adventisten.

Wie die amerikanische Kirchenzeitschrift Adventist Review (AR) unter Berufung auf eine Veröffentlichung des Pew Research Center berichtet, setzt sich der 115. US-Kongress zu rund 91 Prozent aus Christen zusammen. Seit Erfassung der Religionszugehörigkeit der Abgeordneten wurde diese Zahl nur in den Jahren 1961 bis 1962 vom 87. US-Kongress übertroffen (95 Prozent). Bei den Republikanern sind fast alle Mitglieder christlichen Glaubens, zwei Mitglieder bekennen sich zum jüdischen Glauben. 80 Prozent der Demokraten sind Christen. Ferner gibt es unter den demokratischen Abgeordneten 28 Juden, drei Buddhisten, drei Hindus, zwei Moslems, ein unitarisch universalistisches Mitglied und eine Abgeordnete ohne Religionszugehörigkeit.

Anzahl der Protestanten gesunken
„Der Kongress hat innerhalb des Christentums jedoch einen grossen Umbruch erlebt, da die Anzahl der Protestanten abgenommen hat – ein Trend, der die Abnahme der protestantischen Bevölkerung in den USA widerspiegelt“, bemerkte Aleksandra Sandstrom vom Pew Research Center. Der momentane Kongress setzt sich aus 56 Prozent Protestanten und 31 Prozent Katholiken zusammen, während es beim 87. Kongress noch 75 Prozent Protestanten und 19 Prozent Katholiken waren.

Siebenten-Tags-Adventisten im Kongress
Unter den Protestanten im aktuellen US-Kongress sind auch zwei Mitglieder der Freikirche der Siebenten-Tags-Adventisten. Sheila Jackson Lee ist Demokratin und seit 1995 als Abgeordnete im Amt. Raul Ruiz ist ebenfalls Demokrat und seit 2013 Abgeordneter.

Nach Angaben der Zeitschrift Adventist Today war der ehemalige Pastor Jerry L. Pettis der erste Siebenten-Tags-Adventist, der 1966 für die Republikaner in den Kongress gewählt wurde. Er starb 1975 bei einem Flugzeugunglück. Seine Frau Shirly übernahm seinen Sitz und blieb bis 1979 im Amt. 1977 kam der adventistische Demokrat Bob Stump in den Kongress. 1992 wurde der Adventist Roscoe Bartlett als Republikaner Abgeordneter.

US-Kongress
Der Kongress stellt die Legislative der Vereinigten Staaten von Amerika dar. Sein Sitz ist das Kapitol in Washington, D.C. Er wird für eine Periode von zwei Jahren eingesetzt und besteht aus den Mitgliedern des Repräsentantenhauses (insgesamt 435 Abgeordnete), die für zwei Jahre gewählt werden, und den Senatoren (insgesamt 100), die für sechs Jahre eingesetzt werden.
Der vollständige Bericht des Pew Research Center kann eingesehen werden unter: http://www.pewforum.org/2017/01/03/faith-on-the-hill-115/#fn-27321-1

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Hope Hörbücherei für blinde und sehbehinderte Menschen

Alsbach-Hähnlein/Deutschland | 24.01.2017 | SDH/APD | International

Seit 16. Januar 2017 nennt sich die „Blindenhörbücherei“ der Freikirche der Siebenten-Tags-Adventisten in Alsbach-Hähnlein nun „Hope Hörbücherei“. Damit bietet das adventistische Medienzentrum „Stimme der Hoffnung“ zukünftig alle Angebote und Dienstleistungen unter der gemeinsamen Marke „Hope“ („Hoffnung“) an. Die Hope Hörbücherei hat es sich zur Aufgabe gemacht, Menschen mit eingeschränktem Sehvermögen die Teilnahme am Leben und ein selbständiges Bibelstudium zu ermöglichen.

Mit dem Relaunch soll nach eigenen Angaben ein besserer Service für die Abonnenten von Hörbüchern ermöglicht werden. Der Dienst der Hope Hörbücherei wurde 1964 als Blindenhörbücherei ins Leben gerufen. Damals wurde eine kleine Auswahl an Büchern und Zeitschriften auf Tonbandspulen verliehen. Heute verschickt die Hope Hörbücherei jährlich tausende Daisy-, MP3- und Audio-CDs. Die Ausleihe erfolgt gebührenfrei und ohne Mitgliedsbeitrag.

Portofreie Blindensendungen auch in die Schweiz
Laut Andre J. Thäder, Leiter der Hope Hörbücherei, werden alle „Produkte als portofreie Blindensendung weltweit verschickt“. Das Angebot umfasst: Erzählungen, Hörspiele, Kinder- und Jugendbücher, Literatur zu Themen wie Christsein, Glaube, Bibel, Ehe, Familie, Gesundheit oder Wissen und Bildung. Die Hörbücherei gehört zum europäischen Medienzentrum Stimme der Hoffnung e.V. mit Sitz in Alsbach-Hähnlein bei Darmstadt. Träger des Medienzentrums ist die evangelische Freikirche der Siebenten-Tags-Adventisten.
Weitere Informationen unter: www.hope-hoerbuecherei.de

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Deutsche Post mit neuer Briefmarke zur Lutherbibel

Frankfurt am Main/Deutschland | 24.01.2017 | APD | International

Anlässlich des Erscheinens der Lutherbibel 2017 hat der Bundesfinanzminister ein Sonderpostwertzeichen herausgegeben. Wolfgang Schelenz, Leiter des Referats „Postwertzeichen“ beim Bundesministerium der Finanzen, präsentierte die Briefmarke am 10. Januar 2017 im Bibelhaus Erlebnis Museum in Frankfurt am Main.

Die in den Jahren 1521 bis 1545 erfolgte Übersetzung der Bibel durch Martin Luther und seine Mitarbeiter gehöre zu den grossen Errungenschaften der Reformation und sei von überragender kultureller Bedeutung, teilte das Bundesministerium der Finanzen mit.

1522 erschien die erste Ausgabe des von Martin Luther übersetzten Neuen Testaments. Die erste Ausgabe der Vollbibel (Altes und Neues Testament) wurde 1534 veröffentlicht. Darauf folgten bis zum Tod Luthers im Jahr 1546 neun weitere Ausgaben. Das Sonderpostwertzeichen sei ein eindrückliches Zeugnis von Luthers fortwährender Revisionsarbeit an seiner Bibelübersetzung.

Die Briefmarke zeigt einen kleinen Ausschnitt aus dem Matthäusevangelium, Kapitel 27 in Luthers Revisionsexemplar aus seiner Handbibliothek mit Veränderungen für die Neuauflage der „Biblia, das ist die gantze Heilige Schrift Deudsch“, die 1541 erscheinen sollte. Luther trug rechts Korrekturen handschriftlich ein und nahm entsprechend links im Druck des von ihm bereits übersetzten Textes Streichungen vor.

In den folgenden Jahrhunderten wurde die Lutherbibel verschiedentlich bearbeitet. Zum 31. Oktober 2016 erschien die Lutherbibel 2017 erneut in revidierter Form.

Das Sonderpostwertzeichen wurde vom Grafiker Professor Peter Krüll, Kranzberg, gestaltet. Es hat einen Wert von 260 Cent und ist seit 2. Januar 2017 in den Verkaufsstellen der Deutschen Post AG erhältlich.

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USA: Neues Gesetz will Religionsfreiheit international fördern

Silver Spring, Maryland/USA | 24.01.2017 | ANN/APD | Religionsfreiheit

US-Präsident Obama hat im Dezember ein neues Gesetz zur Förderung der internationalen Religionsfreiheit unterzeichnet. Dwayne Leslie, Verbindungsperson der adventistischen Weltkirchenleitung zur amerikanischen Regierung in Washington, D.C., nannte diese Tatsache einen notwendigen Schritt im weltweiten Kampf gegen religiöse Verfolgung.

Wie die Kommunikationsabteilung der Weltkirchenleitung der Siebenten-Tags-Adventisten (Adventist News Network, ANN) mitteilte, unterzeichnete Präsident Obama den Gesetzesentwurf am 16. Dezember nach einem fünfjährigen Verfahren, welches das Gesetz unter der Bezeichnung „Frank R. Wolf International Religious Freedom Act“ durchlaufen hatte. Das Gesetz ist nach dem ehemaligen US-Kongressabgeordneten Frank Wolf benannt, der sich über 20 Jahre lang für den Schutz religiöser Minderheiten auf der ganzen Welt eingesetzt hatte.

Laut ANN stärke das neue Gesetz das Gewicht von Fragen der Religionsfreiheit innerhalb der US-amerikanischen Aussenpolitik. So sei ein Training bezüglich Religionsfreiheit für alle Diplomaten vorgeschrieben, ebenso die weltweite Beobachtung religiöser Unterdrückung. Auch werde die Bedeutung des Sonderbotschafters für internationale Religionsfreiheit erhöht.

Reaktion der Freikirche der Siebenten-Tags-Adventisten
Dr. Ganoune Diop, Abteilungsleiter der Weltkirchenleitung der Siebenten-Tags-Adventisten für öffentliche Angelegenheiten und Religionsfreiheit (PARL), wies darauf hin, dass es ein Grundanliegen von PARL sei, eine solche Gesetzgebung zu fördern. Dies sei Teil des über 150-jährigen Einsatzes der Freikirche der Siebenten-Tags-Adventisten, Religionsfreiheit als ein grundlegendes Menschenrecht voranzubringen.

„Als Adventisten glauben wir, dass jeder Mensch unabhängig von seinem Wohnort das Recht hat, nach seinem Gewissen Gottesdienst zu feiern oder eben auch nicht“, so Dwayne Leslie, stellvertretender Abteilungsleiter von PARL.

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„Weltverfolgungsindex 2017“ von Open Doors zur Verfolgung von Christen

Kelkheim/Deutschland und Romanel-sur-Lausanne/Schweiz | 24.01.2017 | APD | Religionsfreiheit

Das überkonfessionelle Hilfswerk Open Doors hat den sogenannten „Weltverfolgungsindex 2017“ (WVI 2017) veröffentlicht. Dieser Bericht führt 50 Länder in einer Rangliste auf, in denen Christen wegen ihres Glaubens verfolgt und benachteiligt werden, teilte das Hilfswerk mit. Nach Einschätzung des Werkes hat sich die Lage von Christen, die in diesen Ländern als Minderheit leben, konstant verschlechtert. Open Doors korrigierte die Schätzung von weltweit 100 Millionen verfolgter Christen im Jahr 2008 auf aktuell über 200 Millionen.

Die Lage von rund 650 Millionen Christen in den Ländern, die der Weltverfolgungsindex 2017 aufführt, habe sich weiter verschlechtert. Dies sei unter anderem auf wachsenden religiösen Nationalismus und islamische Unterdrückung zurückzuführen. Im Umfeld des „Arabischen Frühlings“ seien sowohl regionale als auch länderübergreifend aktive islamistische Gruppen wie der IS oder Boko Haram verstärkt auf den Plan getreten, so Open Doors.

Weltverfolgungsindex 2017
Als die zehn erstgenannten Länder, in denen Christen am meisten bedrängt würden, sind im WVI 2017 aufgeführt: 1. Nordkorea, 2. Somalia, 3. Afghanistan, 4. Pakistan, 5. Sudan, 6. Syrien, 7.Irak, 8. Iran, 9. Jemen, 10. Eritrea. Die massgebende Ursache für die herrschende Christenverfolgung in acht der ersten zehn und in 35 der insgesamt aufgeführten Länder sei islamische Unterdrückung. Besonders betroffen seien Christen muslimischer Herkunft, die sich durch ihre Konversion laut Koran eines todeswürdigen Verbrechens schuldig gemacht hätten, teilte das Hilfswerk mit.

Hintergründe
Das christliche Hilfswerk Open Doors wurde 1955 gegründet und setzt sich nach eigenen Angaben mit umfangreichen Hilfsprojekten für verfolgte Christen weltweit in etwa 60 Ländern ein. Seit über 20 Jahren erfasse der Weltverfolgungsindex jährlich die weltweite Christenverfolgung mit wissenschaftlicher Genauigkeit, so Open Doors. Diese Statistik solle jedoch nicht nur Experten weiteres Wissen vermitteln, sondern vor allem zur Solidarität mit den verfolgten „Brüdern und Schwestern“ aufrufen. Der Weltverfolgungsindex 2017 sowie weitere Informationen sind abrufbar unter:
https://www.portesouvertes.ch/de/Verfolgung/weltverfolgungsindex/

3 Minuten-Video von Open Doors zu den fünf Ländern, in denen Christen am meisten verfolgt werden: https://www.youtube.com/watch?v=b3KwBXl1wmA

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„Bible Energy“-App

Bern/Schweiz | 24.01.2017 | Livenet/APD | Bibel

Traditionell ist der Bibellesebund bekannt für seine Zeitschriften, die Gedankenanstösse und Erklärungen zu Bibeltexten geben. Nun kann diese Begleitung auch bequem per Smartphone genutzt werden – mit der „Bible Energy“-App, wie Livenet.ch berichtet.

Mit Zeitschriften wie „Klartext“, „Orientierung“ und „Atempause“ begleitet der Bibellesebund seit vielen Jahren zahlreiche Christen in ihrem Alltag. In der Schweiz ist der Bibellesebund seit 1925 tätig, basierend auf dem Leitvers aus Psalm 119, Vers 105: „Dein Wort ist eine Leuchte für mein Leben, es gibt mir Licht für jeden nächsten Schritt.“ Um näher zu den Menschen im 21. Jahrhundert zu kommen, hat der Bibellesebund die kostenlose App „Bible Energy“ lanciert.

Die App soll Menschen dazu motivieren, sich auch im hektischen Alltag mit der Bibel zu beschäftigen – auf dem Weg zur Arbeit oder während kurzer Wartezeiten, schreibt der Bibellesebund in einer Mitteilung. Die App enthält ein bis drei Bibelverse und einen kurzen Gedankenimpuls für jeden Tag. Wer mehr Zeit hat, kann die Tagesverse auch im Kontext des ganzen Kapitels nachlesen. Die Tagesimpulse können direkt an Freunde weitergeleitet werden. „Bible Energy“-User können sich in einer WhatsApp-Diskussionsgruppe über Glaubensfragen austauschen.

Die App gibt es kostenlos im AppStore und bei GooglePlay (Audio ab 01.04.2017 als In-App-Kauf erhältlich).

Über den Bibellesebund
Der Bibellesebund ist eine kirchlich neutrale Non-Profit Organisation. Die internationale Bibellesebund-Bewegung ist seit mehr als 145 Jahren in über 120 Ländern der Welt tätig. Ziel des Bibellesebundes ist es, Menschen aller Altersstufen dazu ermutigen, Gott täglich durch das Lesen der Bibel und das Gebet zu begegnen.
Mehr zum Bibellesebund: http://bibellesebund.ch/index.php/bible-energy.html

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ADRA Deutschland betreut neues Flüchtlingslager in Griechenland

Weiterstadt/Deutschland | 24.01.2017 | APD | ADRA (Adventistische Entwicklungs- und Katastrophenhilfe)

Die Adventistische Entwicklungs- und Katastrophenhilfe ADRA Deutschland wird ein neues Flüchtlingslager in Ktima Iraklis im Norden Griechenlands betreuen. Einen entsprechenden Vertrag mit der griechischen Regierung unterzeichnete ADRA-Geschäftsführer Christian Molke.

Das Flüchtlingscamp soll laut ADRA-Mitarbeiterin Anna Lefik Ende Februar bezugsfertig sein. Vorgesehen seien 85 beheizbare Wohncontainer in einer Grösse von etwa 25 Quadratmetern mit eigenem Stromanschluss, einer Küchenzeile sowie Sanitäranlagen. Ausserdem würden Servicecontainer aufgestellt, die unter anderem als Sozialräume und Waschküchen sowie für Schulunterricht und medizinische Untersuchungen genutzt werden könnten. Die Anlage sei so konzipiert, dass die Privatsphäre und der Schutz der Menschen gewährleistet werde und sie sich selbst versorgen könnten. Sie sei zentral gelegen mit einer guten Anbindung zu Einkaufsmöglichkeiten, Krankenhaus sowie Schulen und biete Platz für bis zu 550 Menschen. Um die Flüchtlinge längerfristig zu unterstützen habe ADRA Deutschland in Katerini in der Präfektur Pieria ein Büro eröffnet. Das Projekt wird vom Auswärtigen Amt der Bundesrepublik Deutschland finanziell gefördert.

1.500 Geflüchtete in zwei Camps versorgt
Im letzten Jahr habe sich ADRA Deutschland auf die beiden Flüchtlingslager Petra Olympou und Ktima Iraklis konzentriert, in denen insgesamt 1.500 Geflüchtete untergebracht waren. Die hygienischen Bedingungen in den Camps seien sehr schlecht gewesen, weswegen sich ansteckende Hautkrankheiten verbreitet hätten. „Die Betroffenen wurden von einem medizinischen Team behandelt und ihre Zelte desinfiziert. Hygieneartikel wurden verteilt und die Campbewohner über hygienische Verhaltensweisen aufgeklärt“, berichtete Anna Lefik. ADRA habe fünf Übersetzer gestellt, die im Schichtwechsel das medizinische Team unterstützten. In Kooperation mit der Nichtregierungsorganisation IsraAID sei eine psychosoziale Betreuung angeboten worden. Ausserdem habe ADRA eine Ausgabestelle für frische und gesunde Lebensmittel angeboten, um einer Mangelernährung vorzubeugen.

Das Camp Petra Olympou sei in Zusammenarbeit von ADRA und dem Flüchtlingshilfswerk der Vereinten Nationen (UNHCR) nach dem Einsetzen winterlicher Temperaturen geräumt worden. Die Geflüchteten wären in leerstehenden Hotels und Apartments in Nordgriechenland untergebracht worden, da die Zelte am Olymp nicht winterfest waren.

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„Hacksaw Ridge“ – Film über den Kriegsheld ohne Waffe

Lüneburg/Deutschland | 24.01.2017 | APD | Medien

Die aktuelle Ausgabe der Zeitschrift „Zeichen der Zeit“ beleuchtet die Hintergründe des Kinofilms „Hacksaw Ridge“ von Mel Gibson über den aussergewöhnlichen Einsatz des waffenlosen Sanitäters Desmond Doss in der US-Armee im Zweiten Weltkrieg. Das Heft ist kostenlos erhältlich.

Der Hauptartikel der Ausgabe 1/2017 von „Zeichen der Zeit“ aus der Feder von Victor Hulbert, Abteilungsleiter für Kommunikation der teilkontinentalen Kirchenleitung der Siebenten-Tags-Adventisten in Nord- und Südosteuropa, beschreibt die Vorgeschichte zur Entstehung des Films, der in der Deutschschweiz am 26. Januar, in der Romandie am 1. Februar und im Tessin am 9. Februar in die Kinos kommen soll. Der US-Amerikaner und Siebenten-Tags-Adventist Desmond Doss leistete seinen Militärdienst im Zweiten Weltkrieg als Sanitäter ohne Waffe ab. Er diente auf den Schlachtfeldern des Pazifiks in der US-Armee und rettete in einem der bekanntesten Gefechte auf Okinawa 75 Kameraden das Leben, indem er sie über einen 120 Meter tief abfallenden Steilhang („Hacksaw Ridge“) in Sicherheit brachte. Dafür bekam Doss als erster Kriegsdienstverweigerer aus Gewissensgründen („Nichtkämpfer“) vom damaligen US-Präsidenten Harry Truman die „Congressional Medal of Honor“, die höchste militärische Auszeichnung der amerikanischen Regierung, überreicht.

Hintergründe zur Entstehung von „Hacksaw Ridge“
Das 1970 erschienene Buch „The Unlikeliest Hero“ (Der unwahrscheinlichste Held), das die Lebensgeschichte von Desmond Doss erzählt, habe den Kanadier Stan Jensen inspiriert, so Hulbert. Mithilfe des Drehbuchautors Gregory Crosby wurde der Film schliesslich 2016, zehn Jahre nach Doss Tod, unter der Regie von Mel Gibson Realität. Doss habe Jensen und Crosby - entgegen früheren Versuchen anderer Filmemacher - nach persönlicher Überzeugungsarbeit die Einwilligung zur Produktion gegeben. Für Stan Jensen habe sich mit diesem Film ein Traum erfüllt. „Hier wird eine Gegenkultur präsentiert. Ein Film wie dieser kann Menschen die Zuversicht vermitteln, dass es in Ordnung ist, zu seiner Überzeugung zu stehen. Man kann ein Held sein, ohne seine Prinzipien aufzugeben“, so Jensen. Weitere Informationen zum Film und über das Leben von Desmond Doss unter: www.desmonddoss.de

Weitere Themen in „Zeichen der Zeit“
Weitere Themen dieser Ausgabe sind „Der Mensch Martin Luther“ von Pastor Christian Lutsch und „Ich bin (k)ein Held“ von der Hope-Channel-Redakteurin Stephanie Kelm, die sich ganz persönlich mit dem Thema „Warum ich mich nicht mit Doss vergleiche“ auseinandersetzt. „Zeichen der Zeit“ wird von der Freikirche der Siebenten-Tags-Adventisten in Deutschland herausgegeben. Das Heft erscheint vierteljährlich mit einer Auflage von 81.000 Exemplaren. Es kann kostenlos in fast jeder Adventgemeinde bezogen werden und steht auch auf www.adventverlag.de unter dem Reiter „Periodika“ zum Download zur Verfügung.

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Neue Organisationsstruktur beim Medienzentrum der Adventisten

Alsbach-Hähnlein/Deutschland | 24.01.2017 | SDH/APD | Medien

Zu Beginn des Jahres 2017 ist beim adventistischen Medienzentrum „Stimme der Hoffnung e.V.“ eine neue Organisationsstruktur in Kraft getreten. Die Angebote und Dienste des Medienzentrums werden zukünftig in vier Ressorts gegliedert und jeweils unter die Leitung eines beziehungsweise einer Verantwortlichen gestellt.

Paulin Giurgi übernimmt das Ressort Kommunikation, Sven Fockner das Ressort Inhalte, Wolfgang Schick das Ressort Medien Services und Steffi Wiessner ist für das Ressort Finanzen und Verwaltung zuständig. Die Ressortleiter übernehmen gleichzeitig auch die Funktion eines/einer stellvertretenden Geschäftsführers/Geschäftsführerin. Die Geschäftsführung des Medienzentrums verbleibt bei Pastor Klaus Popa, der in dieser Position vom Aufsichtsrat erneut bestätigt wurde.

Sowohl die rasante Entwicklung der letzten Jahre als auch die hohe Dynamik der Arbeitswirklichkeit hätten eine Veränderung der Verantwortlichkeiten und der Arbeitsabläufe bei der Stimme der Hoffnung notwendig gemacht, teilte das Medienzentrum mit. Das Ziel bleibe bei all dem unverändert: Menschen von Gott zu begeistern und sie in ihrem persönlichen Glauben zu begleiten.

Träger des Medienzentrums „Stimme der Hoffnung“ mit Sitz in Alsbach-Hähnlein bei Darmstadt ist die evangelische Freikirche der Siebenten-Tags-Adventisten. Weitere Informationen: www.stimme-der-hoffnung.de

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Reformationsgeschichte für Kinder

Alsbach-Hähnlein/Deutschland | 24.01.2017 | SDH/APD | Medien

Am 3. Februar startet im Hope Channel Fernsehen, einem Sender der Freikirche der Siebenten-Tags-Adventisten, eine Serie zur Geschichte der Reformation für Kinder. Sie trägt den Titel „Fribo Reformation“ und ist auf 15 Sendungen ausgelegt. In der Schweiz können die Sendungen des Hope Channel empfangen werden auf Swisscom TV plus oder über den Satelliten ASTRA.

Gemeinsam mit „Fribo, dem Holzwurm“, dem Hauptdarsteller der bekannten Kinderserie „Fribos Dachboden“, lernen Kinder nach Angaben des Senders unter anderem Martin Luther, die Waldenser, Jan Hus und Huldrych Zwingli kennen. Sie erfahren auf einer Reise durch die Reformationsgeschichte zum Beispiel, dass man im Mittelalter nicht einfach in ein Geschäft gehen konnte, um Kleidung, Brot, Mehl oder Schuhe zu kaufen.

Ab 3. Februar strahlt Hope Channel Fernsehen dazu jede Woche eine neue Sendung aus, die während der Woche zu verschiedenen Zeiten wiederholt wird. Alle Sendungen stehen auch in der Mediathek und über die Hope Channel App zur Verfügung.

Hope Channel Fernsehen
Der deutsche Fernsehsender Hope Channel ist einer von mehr als 48 Sendern der internationalen Senderfamilie Hope Channel der Freikirche der Siebenten-Tags-Adventisten. Er gehört zum europäischen Medienzentrum Stimme der Hoffnung e.V. mit Sitz in Alsbach-Hähnlein. In der Schweiz können die Sendungen des Hope Channel empfangen werden auf Swisscom TV plus oder über den Satelliten ASTRA. Empfangsparameter: http://www.hopechannel.de/tv/service/empfang/satellit/
Weitere Informationen unter: www.fribos-dachboden.de

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„Dein Wille geschehe“ - TV-Gottesdienst der Adventisten in Deutschland

Alsbach-Hähnlein/Deutschland | 24.01.2017 | APD | Medien

Der jährliche Fernseh-Gottesdienst der Freikirche der Siebenten-Tags-Adventisten in Deutschland wurde am Samstag, den 14. Januar unter dem Motto „Dein Wille geschehe“ ausgestrahlt. Pastor Werner Dullinger (Ostfildern), Präsident des Süddeutschen Verbandes und stellvertretender Vorsitzender der Freikirche, nahm die bekannte Bitte im Vaterunser „Dein Wille geschehe“ in seiner Ansprache auf.

„Dein Wille geschehe“ stellt gleichzeitig das Jahresmotto der Freikirche der Siebenten-Tags-Adventisten für das Jahr 2017 dar und ist im Matthäusevangelium Kapitel 6, Vers 10 zu finden. Dullinger wies in seiner Predigt darauf hin, dass es im Hinblick auf das derzeitige Weltgeschehen gar nicht so aussehe, als ob Gottes Wille geschehe. „Die Welt im Grossen und auch im Kleinen scheint immer mehr auseinander zu brechen“, so Dullinger.

Gottes Wille sei im Leben Jesu Christi klar zum Ausdruck gebracht worden. Bei der Bitte „Dein Wille geschehe“ gehe es nicht um die Erfüllung einer „Forderungsliste des Vaters“, sondern „vielmehr darum, dass sich die Kinder die Sache ihres Vaters zu eigen machen, sich mit ihr identifizieren und dafür brennen.“ Werner Dullinger rief die Zuhörer in seiner Ansprache dazu auf, Gottes Willen persönlich umzusetzen – „damit das wofür Gott steht, wozu er in diese Welt kam, lebbar und erfahrbar wird.“

Adventisten und das Reformationsjubiläum
Pastor Johannes Naether (Hannover), Präsident des Norddeutschen Verbandes und Vorsitzender der Freikirche in Deutschland, erinnerte im Rahmen des Gottesdienstes an die Bedeutung des diesjährigen Reformationsjubiläums und die adventistische Beteiligung daran. Bereits im Mai 2016 fand an der Theologischen Hochschule Friedensau das internationale Symposium mit adventistischen Historikern und Theologen zum Thema „Auffassungen der protestantischen Reformation bei den Siebenten-Tags-Adventisten“ statt. Der Advent-Verlag Lüneburg hat zum Thema „Luthers Reformation aus Sicht der Siebenten-Tags-Adventisten“ ein Buch herausgeben. Auch „Hope Channel“-Fernsehen und -Radio nehmen den Reformationsgedanken in unterschiedliche Sendeformate auf.

Der Gottesdienst „Dein Wille geschehe“ wurde im grossen TV-Studio des adventistischen Medienzentrums „Stimme der Hoffnung“ in Alsbach-Hähnlein bei Darmstadt aufgezeichnet und im Rahmen des Fernsehprogramms des „Hope Channel“ ausgestrahlt. Rund 200 Adventgemeinden in Deutschland hatten angegeben, die Ausstrahlung in ihren Gottesdienst am 14. Januar zu integrieren. In das Fernsehbild war die Übersetzung in die Gebärdensprache für Hörgeschädigte eingeblendet.

Der Gottesdienst kann über die Mediathek des „Hope Channel“ abgerufen werden:
http://www.hopechannel.de/tv/mediathek/episode/ml/gebaerdensprache/atem-der-hoffnung-dein-wille-geschehe/

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Australien: Opfer eines spektakulären Justizirrtums gestorben

Wahroonga, NSW/Australien | 24.01.2017 | AR/APD | Personen

Wie die australische Kirchenzeitschrift Adventist Record (AR) berichtete, verstarb Dr. Michael Chamberlain (72) am 9. Januar an den Folgen einer Leukämieerkrankung in New South Wales/Australien. Chamberlain und seine Frau wurden vor über 35 Jahren in unfreiwilliger Weise zu Hauptfiguren eines spektakulären Kriminalfalls, dessen Urteil erst Jahre später widerrufen wurde.

„Die Freikirche der Siebenten-Tags-Adventisten in Australien betrauert den Verlust von Dr. Chamberlain, einem ehemaligen Pastor der Kirche der Siebenten-Tags-Adventisten, dessen Leben mit dem seiner Familie vor vielen Jahren auf tragische Weise verändert wurde“, so Pastor Jorge Munoz, Präsident der Freikirche der Siebenten-Tags-Adventisten in Australien. „Sein Kampf für Gerechtigkeit wird für uns alle hier im Land eine Lehre bleiben.“

Dingo verschleppte Kind
1980 arbeitete Michael Chamberlain als Pastor der protestantischen Kirche der Siebenten-Tags-Adventisten in Queensland/Australien, wo er mit seiner damaligen Frau Lindy, seinen drei Kindern Aiden, Reagan und der 9-Wochen alten Azaria lebte. Während eines Campingtrips im Nördlichen Territorium, am Uluru (Ayers Rock), war das Baby eines Abends nicht mehr im Zelt und blieb unauffindbar. Der Fall sorgte für Aufsehen in der ganzen Welt. Es tauchte auch das bizarre Gerücht auf, die Chamberlains gehörten einem Kult an, der Kinderopfer verlange.

Die Chamberlains bestanden darauf, dass ein Dingo, ein Wildhund, das Baby verschleppt habe. Vor Gericht wurde Lindy Chamberlain dennoch schuldig gsprochen und zu lebenslanger Haft verurteilt, während Michael Chamberlain eine Bewährungsstrafe erhielt. Erst Jahre später wurde der Fall durch die Hartnäckigkeit der Chamberlains und deren Unterstützer neu aufgerollt und das Urteil aufgehoben. Das Ringen mit den Gerichten kam erst 2012 zum Abschluss, als im australischen Darwin auch amtlich bestätigt wurde, dass ein Dingo die kleine Azaria Chamberlain verschleppt und getötet habe. Das Drama um das Verschwinden des Kindes wurde 1988 mit Meryl Streep verfilmt. Der Spielfilm „Ein Schrei in der Dunkelheit“ (A Cry in the Dark) kam im Mai 1989 auch in die Kinos in Deutschland, Österreich und der Schweiz.

Zur Person
Michel Chamberlain verliess 1984 den pastoralen Dienst. 1991 wurde er von seiner Frau geschieden. Chamberlain heiratete 1994 erneut, promovierte 2002 in Pädagogik an der australischen Universität von Newcastle und kandidierte ein Jahr später für das Parlament. Er schrieb mehrere Bücher, arbeitete als Lehrer und war Präsident der Coorangbong Business and Community Alliance.

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Duane McKey - neuer Präsident bei Adventist World Radio

Silver Spring, Maryland/USA | 24.01.2017 | AR/APD | Personen

Pastor Duane McKey wurde vom Vorstand des Adventist World Radio (AWR) zum neuen Präsidenten gewählt. Er löst in dieser Funktion im Laufe des Januars Dowell Chow ab, welcher sechs Jahre das adventistische Radiowerk geleitet hatte. Pastor Chow geht laut Adventist Review (AR) nach insgesamt 50 Jahren im Dienst der adventistischen Kirche in den Ruhestand.

McKey leitete die Abteilungen Bibelgespräch (Sabbatschule) und Persönliche Dienste der Weltkirchenleitung der Siebenten-Tags-Adventisten und war Assistent von Ted Wilson, Weltkirchenleiter. Davor war er Vizepräsident der überregionalen Kirchenleitung (Union) im Südwesten von Texas/USA sowie Präsident der regionalen Kirchenleitung (Vereinigung) in Arizona/USA.

Dowell Chow gehörte seit 2005 als Vizepräsident für den Bereich Finanzen zum Adventist World Radio und hat eine breite Erfahrung im administrativen Bereich. Zuvor war er unter anderem als Finanzchef der überregionalen Kirchenleitung (Union) in Columbia, mit Sitz in Maryland, Präsident der Kirchenleitung in New Jersey, Prediger in Puerto Rico und Administrator des adventistischen Verlagshauses in Kolumbien.

Während der Präsidentschaft von Chow kamen mehr als zwölf zusätzliche Sprachen dazu, in denen Kurzwellensendungen, die über AM/FM ausgestrahlt bzw. als Postcasts bereitgestellt werden. Es sind dies Sprachen wie Dzongkha, eine bhutanische Sprache, Tibetisch, Yemba, eine bantoide Sprache in Kamerun und Oriya, die Muttersprache von 33 Millionen Indern. Chow hat in seiner Dienstzeit erlebt, wie vier Radiostudios in China eröffnet werden konnten, die selbst Sendungen produzieren. Laut letzten Zählungen werden täglich 18 Millonen Podcasts von Adventist World Radio AWR heruntergeladen.

AWR mit Sitz in Silver Spring, Maryland/USA wurde 1971 von der Freikirche der Siebenten-Tags-Adventisten gegründet und will vor allem Menschen im 10/40 Fenster mit dem Evangelium erreichen. AWR sendet heute in mehr als 70 Sprachen über Kurzwelle, UKW, Mittelwelle, Satellitenradio und Internet. Viele Sendungen sind auch als Podcasts erhältlich.
Mehr zu Adventist World Radio: http://awr.org/about/

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