APD-INFORMATIONEN 4/2020 - APRIL 2020

Anstehen beim Hope House in Zürich für ein Mittagessen © Frederik Bugglin/Heilsarmee

Zürich: Take Away hat Menschen in Not 2.077 Mahlzeiten abgegeben

Zürich/Schweiz | 29.04.2020 | APD | Schweiz

Das Take Away beim Hope House in Zürich für Menschen in Not besteht seit vier Wochen und hat schon 2.077 Mahlzeiten abgegeben, berichtet die Heilsarmee.

Vor einem Monat haben die vier Organisationen Heilsarmee Zürich Zentral, Evangelisch-methodistische Kirche Zürich 4, Verein Netz4 und Verein Chrischtehüsli entschieden, ein Take Away-Mittagessen für Menschen in Not während der Zeit des staatlich angeordneten Notstands anzubieten. Seit Beginn sei die Nachfrage kontinuierlich gestiegen, schreibt die Heilsarmee. So seien an 21 Wochentagen insgesamt 2077 Mahlzeiten verteilt worden. Das Angebot werde sicher bis zum 8. Juni aufrechterhalten.

In 30 Tagen seien zudem 600 Lebensmitteltaschen, die von der Organisation Schweizer Tafel bereitgestellt wurden, in verschiedene Notunterkünfte für Flüchtlinge gebracht worden. Die Geflüchteten seien laut Heilsarmee angewiesen worden unter teilweise prekären Situationen in den Notunterkünften zu bleiben.

„Wir erleben viel Solidarität von Privatpersonen, die uns mit Lebensmitteln beschenken oder uns mit freiwilligen Einsätzen unterstützen. Wir bekommen aber auch Unterstützung von Organisationen wie den Pfarrer Sieber Werken, die mit ihren Streetworkern vor Ort anwesend sind oder von Firmen, die uns Lebensmittel spenden“, so die Heilsarmee.

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Zivilschützer richten die Unterkunft im Pfadiheim Orpund her © Foto: Heilsarmee

COVID-19: Unterkunft für Obdachlose in Selbstquarantäne

| 29.04.2020 | APD | Schweiz

Die Heilsarmee betreibt gemeinsam mit dem Zivilschutz für die Stadt Biel eine Unterkunft für an COVID-19 erkrankte Obdachlose im Pfadiheim Orpund. Das Dorf liegt rund fünf Kilometer von der Altstadt in Biel entfernt. Für Menschen ohne Obdach sei Selbstquarantäne «ein Ding der Unmöglichkeit», schreibt die Heilsarmee in der Medienmitteilung. Die Unterkunft biete aktuell Platz für 15 Obdachlose, die an COVID-19 erkrankt seien sowie für fünf Obdachlose mit Symptomen, deren Testresultat aber noch ausstehend sei.

Karin Wüthrich, Projektverantwortliche der Heilsarmee, sei es gelungen, ausreichend Personal für die Betreuung der Obdachlosen aus dem kirchlichen und sozialen Zweig der Heilsarmee zu rekrutieren.

Für Major Bjørn Marti, Korpsoffizier der Heilsarmee Biel, bestehe das Hauptanliegen in der Sicherheit der Betreuungspersonen. Als Konzeptvorlage diene ein entsprechendes Angebot der Stadt Thun. Das Konzept sei mit dem Kantonsarztamt besprochen und entsprechend den Vorgaben des BAG angepasst worden.

Psychosoziale Begleitung gehört zu den Hauptaufgaben
«Neben der Grundversorgung und Symptomüberwachung gehört eine psychosoziale Begleitung zu den Hauptaufgaben der Betreuungspersonen in dieser Struktur», so die Heilsarmee. Karin Wüthrich sei es wichtig, dass die Obdachlosen in dieser herausfordernden Zeit Sicherheit und ein fürsorgliches Umfeld erlebten.

Mahlzeiten von der Gassenküche
Die Gassenküche der Stadt Biel stelle die Mahlzeiten bereit, welche von Angehörigen des Zivilschutzes abgeholt und geliefert werden. Ohne die Unterstützung des Zivilschutzes, welcher Nachtwachen und Transporte übernehme, wäre der Betrieb in Orpund kaum möglich, so die Heilsarmee.

Nach Ostern seien die Zivilschutzangehörigen und Mitarbeitenden der Heilsarmee in den Betrieb der Struktur eingeführt worden. Dazu gehörten Informationen betreffend Schleusenbetrieb, Hygienemassnahmen, Schutzkleidung und Abläufen. Wenige Stunden nach dieser Einführung sei eine erste Person mit COVID-19-Symptomen aufgenommen und damit die Unterkunft in Orpund eröffnet worden.

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Logo © Logo und Wortmarke der Siebenten-Tags-Adventisten

4.818 Siebenten-Tags-Adventisten in der Schweiz

| 29.04.2020 | APD | Schweiz

Zürich/Schweiz | 27.04.2020 | APD | 4.818 erwachsen getaufte Siebenten-Tags-Adventisten lebten am 31. Dezember 2019 in der Schweiz. 61 Mitglieder mehr als Ende 2018. Den 92 Taufen und 22 Aufnahmen aufgrund des Glaubensbekenntnisses in die Freikirche sowie 21 mehr Zu- als Abwanderungen aus dem Ausland standen 49 Todesfälle sowie 25 Austritte und Entzüge der Mitgliedschaft gegenüber. Die protestantische Freikirche feiert den Gottesdienst jeweils am Samstag (Sabbat), dem biblischen Ruhetag, in 57 Ortsgemeinden.

Kinder und ungetaufte Jugendliche werden nicht als Mitglieder gezählt
Über 570 Kinder und Teens bis 16 Jahren, die in adventistischen Familien in der Schweiz aufwachsen und am kirchlichen Leben teilnehmen, sind laut Herbert Bodenmann, Mediensprecher, nicht in der Mitgliederzahl enthalten. Die protestantische Freikirche taufe üblicherweise keine Kinder und zähle sie deshalb ebenso wenig wie ungetaufte Jugendliche über 16 Jahren als Mitglieder.

Schweizer Adventisten sind als Verein organisiert
Die Schweizer Adventisten sind nach dem Vereinsrecht organisiert und teilen sich in zwei Kirchenregionen: die Deutschschweizerische Vereinigung der Freikirche der Siebenten-Tags-Adventisten (DSV), mit Sitz in Zürich und die Fédération des Eglises Adventistes du 7e jour de la Suisse romande et du Tessin (FSRT), mit Sitz in Renens/VD. Beide Verwaltungsregionen bilden gemeinsam die Schweizer Kirchenleitung, die Schweizer Union, mit Sitz in Zürich.

Adventistische Institutionen und Werke in den Sprachregionen
Die Adventisten in der Schweiz führen die Privatschule A bis Z in Zürich, zwei Jugendhäuser, in St. Stephan/BE und Les Diablerets/VD, drei Alters- und Pflegeheime in Krattigen/BE, Oron-la-Ville und Epalinges bei Lausanne, den Advent-Verlag Schweiz in Krattigen/BE sowie eine Versandstelle für französische Bücher in Renens/VD. Im Weiteren unterhalten sie das Hope Bibelstudien-Institut (HBI) und das Religionspädagogische Institut (RPI) in Zürich sowie das Institut d'Etude de la Bible par Correspondance (IEBC) in Renens. In Gland/VD befindet sich die Klinik La Lignière, die auf Rehabilitation bei Herz-Kreislauferkrankungen, neurologischen, orthopädischen und rheumatischen Erkrankungen sowie auf Nachbehandlung bei Krebs spezialisiert ist.

Gesamtschweizerische Institutionen der Adventisten
Zu den gesamtschweizerischen Werken zählt die Adventistische Entwicklungs- und Katastrophenhilfe ADRA Schweiz mit Sitz in Zürich, ein ZEWO-zertifiziertes Partnerhilfswerk der Glückskette. Das Hilfswerk ist in der Schweiz mit rund 30 Ortsgruppen im sozialen Bereich tätig und im Ausland mit Katastrophen- und Entwicklungshilfeprojekten. Der Adventistische Pressedienst APD Schweiz, Basel, richtet seine Dienste vor allem an säkulare und kirchliche Medien. Die Schweizerische Liga Leben und Gesundheit (LLG), Zürich, bietet mit ihren Seminaren in rund 40 Ortsgruppen ganzheitliche Gesundheitsförderung an: körperlich, seelisch, spirituell und sozial.

Ökumenische Kontakte
Die Adventisten sind Mitglied der Schweizerischen Bibelgesellschaft (SB) und haben den Gaststatus in der Arbeitsgemeinschaft Christlicher Kirchen in der Schweiz (AGCK-CH). Die Adventisten der Deutschschweiz haben im Verband «VFG – Freikirchen Schweiz» den Beobachterstatus. In drei kantonalen Arbeitsgemeinschaften Christlicher Kirchen sind sie Mitglieder und in drei weiteren haben sie den Gaststatus.
Webseite der Adventisten in der Deutschschweiz: www.adventisten.ch
Webseite der Adventisten in der Romandie und im Tessin: www.adventiste.ch

Statistiken zu Adventisten in der Schweiz und weltweit:
https://www.adventisten.ch/adventisten/statistik/

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Logo und Wortmarke der Siebenten-Tags-Adventisten © Logo: Siebenten-Tags-Adventisten

Adventisten in der Schweiz spendeten 2019 über 12,6 Mio. Franken

Zürich/Schweiz | 29.04.2020 | APD | Schweiz

Ende Dezember 2019 gehörten 4.818 erwachsen getaufte Mitglieder der Freikirche der Siebenten-Tags-Adventisten in der Schweiz an, 61 Personen mehr als im Vorjahr. Sie spendeten für die Aufgaben ihrer Kirche weltweit und national über 12,6 Millionen Franken. Hinzu kommen geschätzte Spenden für die Aufgaben und Funktion der 56 Ortskirchen in der Schweiz von rund 1,6 Millionen Franken.

Freiwilligkeitsprinzip – keine Kirchensteuer
Die Adventisten erheben keine Kirchensteuer, sagte Jean-Luc Waber, Finanzvorstand der Adventisten in der Schweiz. Die Tätigkeit der Freikirche werde ausschliesslich durch freiwillige Spenden von Mitgliedern und Gönnern finanziert. Diese gäben in der Regel den Zehnten, wie er in der Bibel beschrieben sei. Der Zehnte, 11,2 Millionen Franken im 2019, rund 300.000 Franken weniger als im Vorjahr, mache einen Grossteil der eingegangenen Gelder aus. Davon werden je zehn Prozent an die übergeordnete nationale Kirchenstruktur sowie an die Weltkirchenleitung weitergeleitet, dreizehn Prozent fliessen in die Personalfürsorgestiftung und fünf Prozent an Theologische Seminare. Vom Zehnten werden Pastoren und Pastorinnen sowie weitere Mitarbeitende in der Schweiz entlöhnt sowie die Kosten der Kirchenleitung bestritten.

Zusätzliche Spenden
Viele Mitglieder würden neben zehn Prozent ihres Einkommens weitere Spenden für besondere Projekte geben und unterstützten ihre Kirche auch mit freiwilligem, persönlichem Einsatz, so Waber. So sind neben den Zehntengeldern 2019 zusätzliche Spenden von knapp 846.000 Franken zur Unterstützung der weltweiten Mission der Kirche ins Ausland geflossen. Die Adventisten unterhalten mit 8.807 Bildungsinstituten, von Primarschulen bis Universitäten, das grösste protestantische Bildungswesen weltweit sowie ein ausgedehntes medizinisches Werk mit 783 Krankenhäusern, Sanitätsstationen, Waisen- und Kinder- sowie Alters- und Pflegeheime.

Zusätzlich würden auch Gelder für die Arbeit und Aufgaben der Ortsgemeinden gegeben. Er habe keine konkreten Zahlen dazu, schätze diese Spenden für die 56 Ortskirchen in der Schweiz gesamthaft auf rund 1,6 Millionen Franken, so Waber.

Globale Solidarität durch Finanzausgleich
Die Tätigkeit der nationalen Kirchenleitung (Vereinigung), der überregionalen (Union/Verband) und der teilkontinentalen Kirchenleitungen (Division) sowie der Weltkirchenleitung (Generalkonferenz) wird überwiegend von weitergeleiteten Zehntengeldern und projektbezogenen Kollekten der Ortsgemeinden finanziert. Zur Unterstützung finanzschwacher Weltregionen sowie zur Förderung der globalen Aktivitäten der mehr als 21,5 Millionen Mitglieder zählenden Weltkirche, gibt es einen Finanztransfer. Auf diese Weise trägt jedes Mitglied einer Ortsgemeinde durch seine freiwilligen Zehnten und Gaben unmittelbar zum weltweiten Wachstum und zur Erfüllung der Aufgaben und des Auftrags der Kirche bei.

Schweizer Adventisten sind als Verein organisiert
Die Schweizer Adventisten sind nach dem Vereinsrecht organisiert und teilen sich in zwei Kirchenregionen: die Deutschschweizerische Vereinigung der Freikirche der Siebenten-Tags-Adventisten (DSV), mit Sitz in Zürich und die Fédération des Eglises Adventistes du 7e jour de la Suisse romande et du Tessin (FSRT), mit Sitz in Renens/VD. Beide Verwaltungsregionen bilden gemeinsam die Schweizer Kirchenleitung (Schweizer Union) mit Sitz in Zürich.

Adventistische Institutionen und Werke in den Sprachregionen
Die Adventisten in der Schweiz führen die „Privatschule A bis Z“ in Zürich, zwei Jugendhäuser, in St. Stephan/BE und Les Diablerets/VD, drei Alters- und Pflegeheime in Krattigen/BE, Oron-la-Ville und Epalinges bei Lausanne, den Advent-Verlag in Krattigen/BE sowie eine Versandstelle für französische Bücher in Renens/VD. Im Weiteren unterhalten sie das "Hope Bibelstudien-Institut" (HBI) und das „Religionspädagogische Institut“ (RPI) in Zürich sowie das „Institut d'Etude de la Bible par Correspondance“ (IEBC) in Renens. In Gland/VD befindet sich die Klinik „La Lignière“, die auf Rehabilitation bei Herz-Kreislauferkrankungen, neurologischen, orthopädischen und rheumatischen Erkrankungen sowie auf Nachbehandlung bei Krebs spezialisiert ist.

Gesamtschweizerische Institutionen der Adventisten
Zu den gesamtschweizerischen Werken zählt die „Adventistische Entwicklungs- und Katastrophenhilfe“ ADRA Schweiz mit Sitz in Zürich, ein ZEWO-zertifiziertes Partnerhilfswerk der Glückskette. Das Hilfswerk ist in der Schweiz mit rund 30 Ortsgruppen im sozialen Bereich tätig und im Ausland mit Katastrophen- und Entwicklungshilfeprojekten. Der „Adventistische Pressedienst“ APD Schweiz, Basel, richtet seine Dienste vor allem an säkulare und kirchliche Medien. Die Schweizerische Liga Leben und Gesundheit LLG, Zürich, bietet mit ihren Seminaren in rund 53 Ortsgruppen ganzheitliche Gesundheitsförderung an: körperlich, seelisch, spirituell und sozial.

Ökumenische Kontakte
Die Adventisten sind Mitglied der Schweizerischen Bibelgesellschaft (SB) und haben den Gaststatus in der Arbeitsgemeinschaft Christlicher Kirchen in der Schweiz (AGCK-CH). In drei kantonalen Arbeitsgemeinschaften Christlicher Kirchen sind sie Mitglieder (BS/BL; GE; VD) und in drei weiteren haben sie den Gaststatus (SH; TI; ZH).

Webseite der Adventisten in der Deutschschweiz: https://www.adventisten.ch/
Webseite der Adventisten in der Romandie und im Tessin: http://adventiste.ch/

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«Aussstiegsfahrplan des Bundesrats» © Foto: SRF

Kirchen bereiten sich auf Lockerungen der Schutzmassnahmen vor

Zürich/Schweiz | 29.04.2020 | APD | Schweiz

„Das Bedürfnis nach Lockerung der Schutzmassnahmen vor dem Coronavirus ist verständlicherweise gross, auch betreffend Gemeinschaft, Gottesdienste oder Jugendlager“, schreibt die Schweizerische Evangelische Allianz SEA-RES in einer Medienmitteilung. Sie ruft jedoch dazu auf, dem vorsichtigen Vorgehen des Bundesrats zu folgen und nicht voreilig in Einzelaktivismus zu verfallen.

Was heissen die etappenweisen Lockerungen der bisherigen Einschränkungen ab dem 27. April für die Kirchen (vgl. Abbildung «Aussstiegsfahrplan des Bundesrats» von SRF)? Voraussichtlich bis eine Woche nach Pfingsten (8. Juni) sind weiterhin keine Gottesdienste oder Versammlungen möglich. Angesichts dessen empfiehlt die SEA-RES vorerst weiterhin auch auf Kleingruppen oder Hauskreistreffen zu verzichten. Beerdigungen sind laut dem Bundesrat jedoch neu nicht mehr nur im „engen Familienkreis“, sondern im „Familienkreis“ durchführbar.

Pfingstlager müssen abgesagt werden
Kinder- und Jugendlager über Pfingsten fallen ins Wasser. Offen bleibt aktuell die Frage, was die Situation für Sommerlager bedeutet. Ebenfalls sei noch nicht klar und Gegenstand von Abklärungen, ob die Wiederaufnahme des Betriebs der obligatorischen Schule per 11. Mai einen direkten Einfluss auf den Kirchenalltag haben werde, so die SEA.

Demnach gelten für Werke von Kirchen die bisher kommunizierten Bestimmungen für den beruflichen Alltag wie auch für die sozialdiakonischen Aufgaben weiterhin.

Schutzkonzept für Kirchen
Aktuell arbeiten Vertreterinnen und Vertreter verschiedener Kirchenverbände, darunter auch der VFG – Freikirchen Schweiz an einem Schutzkonzept für die Aktivitäten der Kirchen auf dem Weg zurück in den gewohnten Alltag. Dieses Schutzkonzept soll dem Bundesamt für Gesundheit vorgelegt werden und einen möglichst risiko- und reibungslosen Übergang zu gemeinschaftlichen Versammlungen ermöglichen.

Das Schutzkonzept soll vor allem Distanzregeln, Hygienemassnahmen, Sitzordnung, Gruppengrössen, Prioritätenliste, der zu eröffnenden Gemeindeveranstaltungen und Monotoringmassnahmen enthalten. Wichtig ist, dass Ansteckungsketten nachvollzogen werden können.

Der nächste Entscheid des Bundesrats ist für den 29. April angekündigt.

Weitere Informationen zum Thema gibt es im:
„Dossier Kirche in Zeiten des Coronavirus“:
https://www.each.ch/aktuellethemen/coronavirus/

Aktuellen Livenet-Talk „Was bedeutet die Exit-Strategie für die Kirchen?“
https://www.youtube.com/watch?v=NwlDPiQh9rY

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Working poor in Phulbari Upazila, Bangladesh © Foto: shihab hossain on Unsplash

Papstbrief zu Grundeinkommen für arbeitende Arme sorgt für Aufsehen

Vatikanstadt | 29.04.2020 | APD | International

Papst Franziskus sorgt mit seinem Vorschlag, einkommensschwachen Berufstätigen nach Überwindung der Corona-Krise ein Grundeinkommen zuzugestehen, für viel Aufsehen, schreibt Kathpress, Katholische Presseagentur in Österreich. Kirchenvertreter aus dem spanischsprachigen Raum, wo die vom Papst adressierten sozialen Bewegungen vorrangig tätig sind, lobten die Initiative.

Laut Kathpress hatte sich der Papst zu Ostern in einem dreiseitigen Brief an die sogenannten Volksbewegungen (movimentos populares) gewandt, deren Angehörige er in den vergangenen Jahren mehrmals im Vatikan empfangen und einmal auch in Bolivien getroffen hat. In dem von der italienischen Tageszeitung «L'Avvenire» veröffentlichte Schreiben lobte er die Arbeitnehmervertreter als «Vorbilder» und ermutigt sie zu weiterem Einsatz. Zugleich unterstützte er explizit die Idee eines Grundeinkommens für arbeitende Arme in prekären oder informellen Situationen.

Strassenhändler, Müllsammler, Erntearbeiter, Kleinbauern, Bauarbeiter oder Menschen in pflegender Tätigkeit hätten oft kein fixes Gehalt, um schwierige Zeiten wie die gegenwärtige zu überbrücken, schrieb der Papst. Sie seien für das Gemeinwohl tätig, dabei aber «unsichtbar» und wenig anerkannt, da die marktorientierte Wirtschaft an den Rändern nicht ankomme und der Staat wenig Schutz biete. «Vielleicht ist es an der Zeit, über einen universellen Lohn nachzudenken, der die edlen und unersetzlichen Aufgaben anerkennt und würdigt, die Sie verrichten», hielt Franziskus fest. Ein solches Grundeinkommen löse eine Forderung ein, die «so menschlich und zugleich so christlich ist: kein Arbeiter ohne Rechte».

«Technokratische Muster wie staatliche Lenkung oder das rein marktwirtschaftliche Modell» würden nicht ausreichen, um die Pandemie wie auch die anderen grossen Probleme der Menschheit anzugehen, so der Papst weiter. Die Regierungen sollten dies «endlich einsehen». Der Gefahrenmoment der Corona-Krise solle die Menschheit «aus dem Autopiloten herausholen» und zu einer «humanistischen und ökologischen Umkehr, die den Götzendienst des Geldes beendet und die Würde und das Leben in den Mittelpunkt stellt», führen. Statt Wettbewerb, schnellem Konsum und Profit für wenige, sei ein «Wandel, der entschleunigt, zum Umdenken bringt und zur Regeneration führt» nötig.

Realistische «Spur aus der Krise»
Der Erzbischof von Los Angeles, Jose H. Gomez, unterstützte gegenüber «Vatican News» (13. April) das Papstschreiben und bezeichnete es als wichtige Erinnerung daran, dass das Gewicht aller sozialen Krisen von den Einkommensschwachen am Rand der Gesellschaft getragen werde. In den USA hätten in den vergangenen Tagen Millionen Menschen von einem Tag auf den anderen ihre Arbeit verloren, wüssten plötzlich nicht mehr, wie sie ihre Familien ernähren oder seien krank ohne Zugang zu ärztlicher Versorgung. Ähnlich äusserten sich laut Kathpress auch die katholischen Bischöfe von San Francisco und San Diego in Nordamerika.

Grundeinkommen kann dazu beitragen, Rechte und Würde zu wahren
Der Präsident der Konferenz der Jesuiten Kanadas und USA, Timothy Kesicki, sah Papst Franziskus in seiner Reaktion in einer Linie mit dem Verfasser der ersten Sozialenzyklika der katholischen Kirche, Papst Leo XIII. (1878-1903). Ein Grundeinkommen könne wesentlich dazu beitragen, die Rechte und Würde der arbeitenden Menschen zu wahren. Die heutige Herausforderung laute, «dass allen Arbeitenden in dieser kritischen Phase geholfen wird», so der Ordensmann.

Grundeinkommen vereint «wirtschaftliche und menschliche Aspekte»
Am ausführlichsten nahm laut Kathpress bislang der Madrider Weihbischof Jose Cobo, Mitglied der Kommission für Sozialpastoral der Spanischen Bischofskonferenz, zu dem Papstbrief Stellung. Franziskus habe eine «Fährte, um es aus dieser Krise zu schaffen» gelegt und dabei realistische Vorschläge geliefert, erklärte Cobo in einem «Vatican News»-Interview (14. April). Die Einführung eines Grundeinkommens sei ein richtiger «erster Schritt», der wirtschaftliche und menschliche Aspekte vereine und bei den verletzlichsten Teilen der Gesellschaft ansetze. Für die konkrete Umsetzung müsse die Kirche stärker als bisher «die Gegenwart mit den Augen des Glaubens sehen», mit gesellschaftlichen Gruppen zusammenarbeiten und sich wieder mehr den arbeitenden Menschen zuwenden.

Angaben der Internationalen Arbeitsorganisation (ILO) zufolge arbeiten weltweit zwei Milliarden Menschen ohne jede Absicherung für Krankheit, Unfall, Arbeitslosigkeit oder Pension. Ein Drittel davon sind Frauen.

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Aore Adventist Academy, Vanuatu, mit stark zerstörten Klassenzimmern © Foto: Adventist Record

Zyklon hinterlässt tausende Obdachlose auf pazifischen Inseln

Wahroonga, NSW/Australien | 29.04.2020 | APD | International

Auf den Salomon-Inseln, auf Vanuatu und Fidschi und am 9. April auch auf Tonga, hat der tropische Zyklon Harold in den vergangenen Tagen mit stürmischen Winden und starken Regenfällen eine Spur der Verwüstung durch die pazifischen Atolle sowie tausende Obdachlose hinterlassen.

ADRA Vanuatu eröffnet ein Evakuierungszentrum
Vor der Ankunft des Zyklons eröffnete die Adventistische Entwicklungs- und Katastrophenhilfe ADRA Vanuatu in der adventistischen Kirche von Sarakata ein Evakuierungszentrum und registrierte 200 Evakuierte, berichtet Adventist Record AR, Kirchenzeitschrift im südpazifischen Raum. ADRA koordiniere die Hilfsmassnahmen mit dem Nationalen Katastrophenmanagementbüro von Vanuatu und Regierungsbehörden sowie mit anderen Kirchen und Nichtregierungsorganisationen.

Mit dem Zyklon Harold und der globalen COVID-19-Pandemie habe die Wirtschaft und die Bevölkerung zu Beginn des Jahres zwei schwere Schicksalsschläge erlitten, sagte der Premierminister von Fidschi, Frank Bainimarama.

Adventistische Schulen stark betroffen
Auf Vanuatu habe der Zyklon der Kategoire fünf erhebliche Schadensfälle an Häusern, Gebäuden und Infrastruktur verursacht, schreibt Adventist Record AR. Am stärksten betroffen seien die Insel Santo und ihre Nachbarinseln einschliesslich Aore, von der angenommen werde, dass sie im Zentrum des Sturms lag. An der Aore Adventist Academy auf Vanuatu seien laut AR die Klassenzimmer stark beschädigt sowie alle sieben Häuser des Personals zerstört worden. Personen seien nicht zu Schaden gekommen. Das Dach der adventistischen Grundschule in Sarakata sei abgerissen und ein Haus der ADRA-Mitarbeiter zerstört worden.

Adventisten auf den pazifischen Inseln
Fidschi: Auf Fidschi mit 878.000 Einwohnern, feiern 26.600 Adventisten jeweils am Samstag, dem biblischen Ruhetag, in 166 Gemeinden den Gottesdienst.
Salomonen-Inseln: Auf den Salomonen-Inseln leben 671.000 Personen, darunter 52.700 Adventisten in 196 Kirchgemeinden.
Tonga: Auf Tonga, mit 104.000 Bewohnern, leben 3.600 Adventisten, die in 16 Kirchgemeinden Gottesdienst feiern.
Vanuatu: Unter den 290.000 Bewohnern des Inselstaates Vanuatu gibt es 24.400 erwachsen getaufte Siebenten-Tags-Adventisten in 88 Kirchengemeinden.

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WFP-Nahrungsmittellieferung in Mosambik 2019 © Foto: Deborah Nguyen/WFP

WFP-Chef: «Hungersnöte biblischen Ausmasses» wegen Kriegen, Krisen und COVID-19

New York City, New York/USA | 29.04.2020 | APD | International

«Verzeihen Sie mir, dass ich so offen spreche, aber ich möchte ganz klar darlegen, was der Welt in diesem Augenblick droht. Während wir von einer COVID-19-Pandemie betroffen sind, stehen wir gleichzeitig am Rande einer Hungerpandemie», sagte David Beasley, Exekutivdirektor des UN-Welternährungsprogramms (World Food Programme WFP) anlässlich der virtuellen Sitzung vom 21. April des UN-Sicherheitsrates zur Wahrung des Weltfriedens und der internationalen Sicherheit.

Er habe schon in den Monaten vor dem Ausbruch der Coronapandemie in Gesprächen mit weltweit führenden Politikern und Politikerinnen gesagt, dass im Jahr 2020 «die schlimmste humanitäre Krise seit dem Zweiten Weltkrieg drohen wird», heisst es in der WFP-Medienmitteilung. Als Gründe nannte David Beasley, die Kriege in Syrien und Jemen, sich verschärfende Krisen im Südsudan, Burkina Faso und der zentralen Sahelzone, die Heuschreckschwärme in Afrika, vermehrt auftretende Naturkatastrophen, wechselnde Wettermuster sowie Wirtschaftskrisen im Libanon, Kongo, Sudan, Äthiopien. Wir lebten heute nicht nur in einer «globalen Gesundheitspandemie», sondern seien mit einer «globalen humanitären Katastrophe konfrontiert», so der WFP-Exekutivdirektor.

Erschreckende Zahlen
Demnach gingen 821 Millionen Menschen chronisch hungrig und 135 Millionen Menschen mit schwerem oder extremem Hunger zu Bett, was bedeute, dass letztere zu verhungern drohten. Eine WFP-Analyse zeige, dass aufgrund des Coronavirus Ende 2020 zusätzlich 130 Millionen Menschen an die Schwelle des Verhungerns gedrängt werden könnten.

«Die wirtschaftlichen und gesundheitlichen Auswirkungen von COVID-19 sind für Gemeinschaften in Ländern in ganz Afrika sowie im Nahen Osten äusserst besorgniserregend, da das Virus das Leben und die Lebensgrundlagen von Menschen bedroht, die bereits jetzt durch Konflikte gefährdet sind. Schulschliessungen im Zusammenhang mit COVID-19 führten dazu, dass 370 Millionen Kinder keine nahrhaften Schulmahlzeiten mehr erhielten.

«An allererster Stelle brauchen wir Frieden»
Das WFP habe Im Auftrag der Weltgesundheitsorganisation (WHO) Millionen Testkits, Gesichtsmasken und persönliche Schutzausrüstung an 78 Länder geliefert und transportiere mit dem humanitären Flugdienst Ärzte, Krankenpfleger, medizinisches Personal und humanitäre Helfer in Länder, die Hilfe benötigen. Was aber dringend sei: «An allererster Stelle brauchen wir Frieden», so Beasley und: ein globaler Waffenstillstand sei essenziell.

Hungersnöte biblischen Ausmasses
«Noch gibt es keine Hungersnöte. Aber ich muss Sie warnen, dass wenn wir uns jetzt nicht vorbereiten und handeln, um – Zugang zu sichern, Finanzierungslücken zu schliessen und Handelsunterbrechungen zu vermeiden – könnten wir in nur wenigen Monaten mit mehreren Hungersnöten biblischen Ausmasses konfrontiert sein», warnte David Beasley die Mitglieder des UN-Sicherheitsrats.

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Sitzung der EMK-Generalkonferenz © Foto: Kathleen Barry, UM News

Generalkonferenz der Methodisten tagt vermutlich im September 2021

Zürich/Schweiz | 29.04.2020 | APD | International

Mitte März war die Tagung der für Mai geplanten «Generalkonferenz» (Synode) der weltweiten Methodistenkirche abgesagt worden. Nun schlage der Bischofsrat einen neuen Termin Anfang September 2021 vor, schreibt die Evangelisch-methodistische Kirche EMK auf ihrer Webseite.

Demnach hätte die Generalkonferenz, das oberste Leitungsgremium der weltweiten Methodistenkirche, vom 5. bis 15. Mai 2020 in Minneapolis, im US-Bundesstaat Minnesota, stattfinden sollen. Aufgrund der Ausbreitung des Coronavirus sei die Tagung abgesagt worden. Als voraussichtlichen neuen Termin schlage der Bischofsrat die Zeit vom 31. August bis 10. September 2021 vor. Die Organisatoren der Generalkonferenz hätten den Termin noch nicht bestätigt, jedoch schon früher beschlossen, den Tagungsort, das Minneapolis Convention Center, beizubehalten, so die EMK.

Bischofswahlen werden verschoben
Die sieben Zentralkonferenzen – Bischofsgebiete in Afrika, Europa und den Philippinen – planten ihre Tagungen und Bischofswahlen neu. Die Tagung der Zentralkonferenz in Mittel- und Südeuropa, zu der die Schweiz gehört, sei ursprünglich für März 2021 vorgesehen gewesen. Die Konferenz werde aber laut Bischof Patrick Streiff um ein Jahr, auf März 2022, verschoben. Das habe zur Folge, dass auch Bischof Streiff erst ein Jahr später als geplant in den Ruhestand treten könne, schreibt die EMK. Für Streiff hätte im März 2021 eine Nachfolgerin oder ein Nachfolger gewählt werden sollen. Der Bischofsrat plane für 29. April und 1. Mai ein virtuelles Treffen, um weitere Details zu klären.

Erstmals in der Geschichte
Die Verschiebung der Generalkonferenz um ein Jahr ist nach Angaben der United Methodist Commission on Archives and History beispiellos. Die United Methodist Church und ihre Vorgängerorganisationen haben seit 1792 in der Regel mindestens alle vier Jahre eine Generalkonferenz abgehalten.

Generalkonferenz
Die Generalkonferenz ist laut EMK das oberste Leitungsgremium der United Methodist Church. Die Konferenz kann das Kirchenrecht revidieren und Resolutionen zu aktuellen moralischen, sozialen, politischen und wirtschaftlichen Fragen verabschieden. Sie genehmigt auch Programme und Budgets für kirchenweite Aktivitäten.

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Gebäudefront Seniorenheim Neandertal, Mettmann bei Düsseldorf © Foto: Seniorenheim Neandertal

Deutschland: Seniorenheim installiert visuelle Telefonzelle

Hannover/Deutschland | 29.04.2020 | APD | International

Rechtzeitig zu den Osterfeiertagen hat das Seniorenheim Neandertal in Mettmann bei Düsseldorf ein Video-Telefonie Angebot installiert, damit Angehörige und Betreuer die Bewohner trotz Kontaktsperre auch von Angesicht zu Angesicht sprechen können. Die Probeläufe, so Geschäftsführer Wolfgang Schneider, seien verheissungsvoll gelaufen.

Video-Begegnung eingerichtet
In einem Schreiben an alle Angehörigen informiert Schneider, dass in dem hauseigenen Café ein grosser Fernseher, eine Kamera, ein Mikrofon und ein Computer aufgestellt seien. Da die meisten Haushalte heute bereits über einen Computer mit integriertem Mikrofon und einer Kamera sowie einem Internetanschluss verfügten, könnten auf diesem Wege Angehörige und Betreuer mittels dieser visuellen Telefonzelle die Heimbewohner hören und sehen.

Per Telefonat oder E-Mail könne mit dem Sozialdienst des Seniorenheims ein Termin für die Video-Begegnung ausgemacht werden. Auf der Webseite habe das Haus dazu einen Link veröffentlicht, der zur Videokonferenz führt und die Vorgehensweise beschreibt. Allerdings könne diese Möglichkeit nur im Café und nicht in den Zimmern angeboten werden. Deshalb könnten nicht transportfähige und bettlägerige Bewohner derzeit das Angebot leider nicht nutzen.

Kontakte zu Seniorenheimbewohnern
Auf Nachfrage berichtet der geschäftsführende Vorsitzende des Advent-Wohlfahrts-Werkes (AWW), Lothar Scheel, dass auch andere Einrichtungen ähnliche Vorkehrungen getroffen hätten. Das AWW ist der Träger des Seniorenheims Neandertal und Hauptträger von insgesamt vier adventistischen Seniorenheimen in Deutschland. So würde für die Heimbewohner in Uelzen die Möglichkeit der Kontaktaufnahme mit ihren Angehörigen via Skype ermöglicht. Im Café könnten die Bewohner jeweils für eine Stunde am Vormittag und am Nachmittag skypen. Im Seniorenheim Berlin-Steglitz hätten die Bewohner die Möglichkeit, ihre Angehörigen mit einem Tablet zu kontaktieren und in Friedensau bei Magdeburg sei geplant, im Gartenbereich des Seniorenheims ein „Zelt der Begegnung“ einzurichten, in dem sich Besucher und Bewohner durch eine Folie getrennt treffen können.

Kartengruss für Heimbewohner
Die auf dem gleichen Gelände gelegene Hochschule Friedensau hat sich etwas Besonderes ausgedacht. So seien nach Auskunft des Hochschulkanzlers Tobias Koch, Dozenten, Studenten und Mitarbeiter der Hochschule eingeladen, Postkarten mit einem Frühlingsgruss der Hoffnung für die Heimbewohner zu schreiben. Die Karten könnten im Kanzleibüro abgeholt werden, das auch die Verteilung an die Bewohner des Seniorenheims koordiniert.

Advent-Wohlfahrtswerk und Seniorenheim Neandertal
Das Advent-Wohlfahrtswerk e. V. (AWW) ist eine soziale und karitative Einrichtung der Freikirche der Siebenten-Tags-Adventisten in Deutschland. Das AWW wurde 1897 gegründet. Seit 1928 ist das AWW Mitglied im Deutschen Paritätischen Wohlfahrtsverband (Der Paritätische).

Zum Link der Video-Telefonie im Seniorenheim Neandertal:
https://www.seniorenheim-neandertal.de/videokontakt-mit-ihren-angehoerigen/

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Pastoren Werner Dullinger (li.) und Johannes Naether © Foto: Stephan G. Brass / APD

Deutschland: Adventisten begrüssen schrittweise Zulassung religiösen Lebens

Hannover und Ostfildern/Deutschland | 29.04.2020 | APD | International

Die Leiter der Freikirche der Siebenten-Tags-Adventisten in Deutschland, die Pastoren Werner Dullinger und Johannes Naether, sind dankbar, dass am 17. April Gespräche zwischen Regierung und Religionsgemeinschaften stattgefunden haben. Dabei wurde eine schrittweise Wiederzulassung von gottesdienstlichen Veranstaltungen in Aussicht gestellt.

Gespräch im Bundesinnenministerium
Bei dem Gespräch zwischen Vertretern der deutschen Bundesregierung, der Bundesländer und Kirchen sowie Religionsgemeinschaften im Bundesministerium des Innern (BMI) waren sich laut Pressemitteilung des BMI alle einig, „dass nun Wege aufgezeigt werden müssen, wie die Aufnahme des religiösen Lebens schrittweise wieder ermöglicht werden kann.“ Der Schutz der Gesundheit und des Lebens der Menschen stehe für alle im Vordergrund. Es wurde auch deutlich gemacht, „dass die Kirchen und Religionsgemeinschaften die einschneidenden Massnahmen zur Eindämmung der Corona-Infektionen von Anfang an breit mitgetragen haben“.

Kirchenleitung ist dankbar für schrittweise Zulassung des religiösen Lebens
Der Präsident der Freikirche der Siebenten-Tags-Adventisten in Deutschland, Pastor Werner Dullinger (Ostfildern), begrüsst, dass die Überprüfung einer schrittweisen Wiederzulassung von gottesdienstlichen Veranstaltungen in Aussicht gestellt wurde. Allerdings gelte es jedoch bei der demographischen Zusammensetzung vieler adventistischer Kirchgemeinden im Einzelfall die gesundheitlichen Risiken abzuwägen und die räumlichen Voraussetzungen zu prüfen, ob die gebotenen Hygiene- und Abstandsregeln auch wirklich eingehalten werden könnten. Vizepräsident Johannes Naether (Hannover) ist dankbar für die Perspektiven und ergänzt: „Über die Abwägung zentraler Verfassungsgüter in einem ständigen Dialog zu bleiben, ist in Krisenzeiten besonders wichtig, um die Sensibilität für die Wahrung unserer Grundrechte aufrecht zu erhalten. Daher erfordert es jetzt von allen Kirchen Disziplin und Einsicht, praktisch wirksame Hygienemassnahmen umzusetzen, auch wenn es ungewohnt ist und manche Tradition behindern mag. Die Verantwortung jedes Einzelnen ist hier gefordert.“

Kirchen bei Erarbeitung von Konzepten gefordert
Wie aus der Mitteilung des BMI hervorgeht, werde das Ministerium nun in Abstimmung mit den Ländern auf Grundlage der Konzepte der Kirchen und Religionsgemeinschaften einen Vorschlag für die nächste Besprechung der Bundeskanzlerin mit den Regierungschefs der Länder erarbeiten, in welchen Schritten und unter welchen Voraussetzungen Gottesdienste, Seelsorge und Trauerfeiern unter Einhaltung der strengen Anforderungen des Gesundheits- und Infektionsschutzes bald nach dem 30. April 2020 möglich sein könnten.

Teilnehmende des Gesprächs im BMI
Teilnehmende des Gesprächs waren: Dr. Markus Kerber, Staatsekretär im Bundesinnenministerium sowie Prof. Dr. Günther Krings, Parlamentarischer Staatssekretär beim Bundesinnenminister; von Seiten der Religionsgemeinschaften nahmen Prälat Dr. Karl Jüsten (Leiter des Katholischen Büros Berlin), Prälat Dr. Martin Dutzmann (Bevollmächtigter des Rates der Evangelischen Kirche in Deutschland bei der Bundesrepublik Deutschland und der Europäischen Union), Archimandrit Emmanuel Sfiatkos (Beauftragter der Orthodoxen Bischofskonferenz in Deutschland bei der Bundesregierung und am Sitz des Bundestags), Daniel Botmann (Geschäftsführer des Zentralrats der Juden in Deutschland) und Burhan Kesici (Sprecher des Koordinationsrats der Muslime sowie Vorsitzender des Islamrates für die Bundesrepublik Deutschland) teil. Telefonisch zugeschaltet waren die Chefs der Staats- bzw. Senatskanzleien der Bundesländer Hamburg (Staatsrat Jan Pörksen), Nordrhein-Westfalen (Staatssekretär Nathanael Liminski) und Baden-Württemberg (Staatssekretär Dr. Florian Stegmann). Beobachter des Treffens hätten sich noch einen Vertreter der Arbeitsgemeinschaft Christlicher Kirchen in Deutschland (ACK) oder der Vereinigung Evangelischer Freikirchen (VEF) an dem Gespräch gewünscht, da sich das christliche Leben in der Bundesrepublik nicht nur in den beiden grossen etablierten Kirchen gestalte.

Zur Pressemeldung des BMI «Religiöses Leben Schritt für Schritt ermöglichen».
https://www.bmi.bund.de/SharedDocs/pressemitteilungen/DE/2020/04/austausch-religionsvertreter.html

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Pastoren Werner Dullinger (li.) und Johannes Naether © Foto: Stephan G. Brass / APD

Deutschland: Adventisten begrüssen schrittweise Zulassung religiösen Lebens

Hannover und Ostfildern/Deutschland | 29.04.2020 | APD | International

Die Leiter der Freikirche der Siebenten-Tags-Adventisten in Deutschland, die Pastoren Werner Dullinger und Johannes Naether, sind dankbar, dass am 17. April Gespräche zwischen Regierung und Religionsgemeinschaften stattgefunden haben. Dabei wurde eine schrittweise Wiederzulassung von gottesdienstlichen Veranstaltungen in Aussicht gestellt.

Gespräch im Bundesinnenministerium
Bei dem Gespräch zwischen Vertretern der deutschen Bundesregierung, der Bundesländer und Kirchen sowie Religionsgemeinschaften im Bundesministerium des Innern (BMI) waren sich laut Pressemitteilung des BMI alle einig, „dass nun Wege aufgezeigt werden müssen, wie die Aufnahme des religiösen Lebens schrittweise wieder ermöglicht werden kann.“ Der Schutz der Gesundheit und des Lebens der Menschen stehe für alle im Vordergrund. Es wurde auch deutlich gemacht, „dass die Kirchen und Religionsgemeinschaften die einschneidenden Massnahmen zur Eindämmung der Corona-Infektionen von Anfang an breit mitgetragen haben“.

Kirchenleitung ist dankbar für schrittweise Zulassung des religiösen Lebens
Der Präsident der Freikirche der Siebenten-Tags-Adventisten in Deutschland, Pastor Werner Dullinger (Ostfildern), begrüsst, dass die Überprüfung einer schrittweisen Wiederzulassung von gottesdienstlichen Veranstaltungen in Aussicht gestellt wurde. Allerdings gelte es jedoch bei der demographischen Zusammensetzung vieler adventistischer Kirchgemeinden im Einzelfall die gesundheitlichen Risiken abzuwägen und die räumlichen Voraussetzungen zu prüfen, ob die gebotenen Hygiene- und Abstandsregeln auch wirklich eingehalten werden könnten. Vizepräsident Johannes Naether (Hannover) ist dankbar für die Perspektiven und ergänzt: „Über die Abwägung zentraler Verfassungsgüter in einem ständigen Dialog zu bleiben, ist in Krisenzeiten besonders wichtig, um die Sensibilität für die Wahrung unserer Grundrechte aufrecht zu erhalten. Daher erfordert es jetzt von allen Kirchen Disziplin und Einsicht, praktisch wirksame Hygienemassnahmen umzusetzen, auch wenn es ungewohnt ist und manche Tradition behindern mag. Die Verantwortung jedes Einzelnen ist hier gefordert.“

Kirchen bei Erarbeitung von Konzepten gefordert
Wie aus der Mitteilung des BMI hervorgeht, werde das Ministerium nun in Abstimmung mit den Ländern auf Grundlage der Konzepte der Kirchen und Religionsgemeinschaften einen Vorschlag für die nächste Besprechung der Bundeskanzlerin mit den Regierungschefs der Länder erarbeiten, in welchen Schritten und unter welchen Voraussetzungen Gottesdienste, Seelsorge und Trauerfeiern unter Einhaltung der strengen Anforderungen des Gesundheits- und Infektionsschutzes bald nach dem 30. April 2020 möglich sein könnten.

Teilnehmende des Gesprächs im BMI
Teilnehmende des Gesprächs waren: Dr. Markus Kerber, Staatsekretär im Bundesinnenministerium sowie Prof. Dr. Günther Krings, Parlamentarischer Staatssekretär beim Bundesinnenminister; von Seiten der Religionsgemeinschaften nahmen Prälat Dr. Karl Jüsten (Leiter des Katholischen Büros Berlin), Prälat Dr. Martin Dutzmann (Bevollmächtigter des Rates der Evangelischen Kirche in Deutschland bei der Bundesrepublik Deutschland und der Europäischen Union), Archimandrit Emmanuel Sfiatkos (Beauftragter der Orthodoxen Bischofskonferenz in Deutschland bei der Bundesregierung und am Sitz des Bundestags), Daniel Botmann (Geschäftsführer des Zentralrats der Juden in Deutschland) und Burhan Kesici (Sprecher des Koordinationsrats der Muslime sowie Vorsitzender des Islamrates für die Bundesrepublik Deutschland) teil. Telefonisch zugeschaltet waren die Chefs der Staats- bzw. Senatskanzleien der Bundesländer Hamburg (Staatsrat Jan Pörksen), Nordrhein-Westfalen (Staatssekretär Nathanael Liminski) und Baden-Württemberg (Staatssekretär Dr. Florian Stegmann). Beobachter des Treffens hätten sich noch einen Vertreter der Arbeitsgemeinschaft Christlicher Kirchen in Deutschland (ACK) oder der Vereinigung Evangelischer Freikirchen (VEF) an dem Gespräch gewünscht, da sich das christliche Leben in der Bundesrepublik nicht nur in den beiden grossen etablierten Kirchen gestalte.

Zur Pressemeldung des BMI «Religiöses Leben Schritt für Schritt ermöglichen».
https://www.bmi.bund.de/SharedDocs/pressemitteilungen/DE/2020/04/austausch-religionsvertreter.html

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Flugzeug der Adventist Aviation Services (AAS) in Goroka, Papua-Neuguinea (PNG) © Foto: Adventist Record

Corona-Krise groundet adventistischen Flugdienst

Wahroonga, NSW/Australien | 29.04.2020 | APD | International

Laut Adventist Record, adventistische Kirchenzeitschrift für den südpazifischen Raum, hat der Adventistische Flugdienst (Adventist Aviation Services AAS) auf Papua-Neuguinea (PNG), seinen Betrieb bis mindestens 1. Juli eingestellt.

Der Ausbruch des Coronavirus (COVID-19) habe den Betrieb des Flugdienstes erheblich beeinträchtigt, sagte Qualitäts- und Sicherheitsmanager der AAS, Pastor Colin Dunn. «Da die Kirchenleitung im Südpazifik alle Reisen von Ausländern verbietet, die australische Regierung alle Bürger nach Hause ruft und die meisten Überseereisen stoppt, da viele Fluggesellschaften Flüge streichen oder stark einschränken und PNG allen ausser dem Fachpersonal, das es für seine Funktion benötigt, die Einreise ins Land verbietet, kann die AAS nicht mehr operieren», erläuterte Dunn.
AAS-Stammpersonal arbeite weiterhin in der Buchhaltung, der Sicherheit und der Grundversorgung für den Hangar und die Flugzeuge. Pastor Dunn bat um Gebete für die von der Schliessung betroffenen Mitarbeiter, so Adventist Record.

Adventist Aviation Services
Adventist Aviation Services ist seit 1964 in Papua-Neuguinea (PNG) tätig. Der Flugdienst betreibt eine Flotte von Pacific Aerospace 750XL Turbinenflugzeugen. Die Mission von AAS bestehe darin, die Kirche der Siebenten-Tags-Adventisten-Kirche in Papua-Neuguinea durch kostengünstige und zuverlässige Transporte zu unterstützen. AAS bietet seine Dienste auch an umliegende Kommunen an und ermöglichen den Zugang zu abgelegenen, auf der Strasse unzugängliche Gebieten in PNG.

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Eines der von der McMillen Familienstiftung finanzierten medizinischen Zelte © Foto: LLUH/AdventistToday

USA: $ 500.000 für adventistisches Spital zur Bekämpfung von COVID-19

Milton Freewater, Oregon/USA | 29.04.2020 | APD | International

Die McMillen Familienstiftung spendete 500.000 US-Dollar an Loma Linda University Health zum Kauf von dringend benötigten medizinischen Zelten in Militärqualität sowie weiterer Hilfsmittel. Die Zelte wurden ausserhalb der Notfallabteilungen des adventistischen Medical Centers und des Medical Center in Murrieta aufgestellt. Sie sollen einen Patientenüberlauf, der durch das Virus in San Bernardino und Riverside County, Kalifornien, verursacht werden könnte, auffangen.

Laut AdventistToday, unabhängiger journalistischer Dienst in den USA, sagte Chuck Campbell, Stiefsohn des Stifters, bei der Übergabe des Checks: «Retten sie Leben, stellen sie nur eines sicher, dass sie Leben retten».

Adrian Cotton, Arzt und Leiter der medizinischen Betriebe der Krankenhäuser der Loma Linda University Health, sagte, die Zelte seien eine unschätzbare Ressource. «Die Zelte können als Unterdruck-Isolationsraum dienen, der für das Screening von Patienten, die auf Infektionskrankheiten wie Grippe oder COVID-19 untersucht werden, geeignet ist», sagte Cotton. «Die Zelte werden derzeit für die Patientenversorgung genutzt, wie es das Krankenhauspersonal für angemessen hält.»

Loma Linda Universität
Die 1905 gegründete Loma Linda Universität ist eine Einrichtung der Freikirche der Siebenten-Tags-Adventisten und liegt in Kalifornien/USA im Süden von Los Angeles in der Grafschaft San Bernardino. Sie umfasst acht Fakultäten, sechs Krankenhäuser des LLUMC sowie über 1.000 Fakultätsärzte aus Südkalifornien. Loma Linda University Health bietet nach eigenen Angaben über 100 akademische Programme an und versorgt jährlich über 40.000 Patienten stationär und 1,5 Millionen ambulant. Die international angesehenen Wissenschaftler von Loma Linda veröffentlichen jedes Jahr über 500 Fachartikel mit neuen Forschungsergebnissen in den Bereichen Ernährung, Krebsbehandlung, Herzkrankheiten, neonatale Entwicklung, Schlaganfall und Hirntrauma.

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Firmen Logos von AdventistHealth® und BlueZones® © AdventistHealth® / APD Deutschland

USA: AdventistHealth® kauft das Unternehmen BlueZones®

Roseville, Kalifornien/USA | 29.04.2020 | APD | International

Das zur weltweiten Freikirche der Siebenten-Tags-Adventisten gehörende gemeinnützige und integrierte Gesundheitssystem AdventistHealth® hat bekanntgegeben, dass es das von Bestsellerautor Dan Buettner gegründete Unternehmen BlueZones® erworben habe. Der Erwerb stehe für die Zukunft der Gesundheitsversorgung und sei ein wichtiger Bestandteil ihres Plans, die Rolle der Gesundheitsorganisationen in ganz Amerika neu zu definieren. Ausserdem stärke es ihr Engagement, Gesundheit, Ganzheit und Hoffnung zu beflügeln", so Scott Reiner, Präsident und CEO von AdventistHealth®.

Zusammenschluss für die Volksgesundheit
National Geographic Fellow Dan Buettner, hat durch Forschungen jene Regionen auf der ganzen Welt identifiziert, die sogenannten „Blauen Zonen“, in denen Menschen ein aussergewöhnlich langes und/oder glückliches Leben führen. Das Unternehmen BlueZones® gilt als Pionier bei der Anwendung eines systemischen und ökologischen Ansatzes zur Verbesserung der Gesundheit ganzer Städte und Gemeinden. Die Arbeit der Organisation in über 50 Städten in ganz Amerika wurde mit einem zweistelligen Rückgang des Übergewichts, des Rauchens und des Body-Mass-Indexes belohnt. Dadurch wurden Gesundheitskosten in Millionenhöhe eingespart. Der Erwerb durch AdventistHealth® fällt in eine Zeit, in der die öffentliche Aufmerksamkeit angesichts der Coronaviruskrise besonders auf die Verflechtung unserer Gesundheit mit der unserer Freunde und Nachbarn gerichtet ist. Nach einer Pandemie wird die Verbesserung und Stärkung der Gesundheit der Bevölkerung und der Öffentlichkeit wichtiger denn je.

„Es war schon immer das Ziel von Adventist Health, ein Umfeld der Zugehörigkeit und einen einfachen Zugang zu einer gesunden Lebensweise zu ermöglichen und wir wissen auch, dass die Zukunft der Gesundheitsversorgung über die Rolle der traditionellen Krankenhäuser hinausgeht, indem wir in unsere Städte investieren, um das allgemeine Wohlbefinden der Menschen zu verbessern“, erklärte Reiner.

Hilfen zur Verbesserung der Lebensqualität
BlueZones® fördert gesunde Entscheidungen, verbessert die Beziehungen, gibt Lebensperspektive, und vermittelt Hoffnung in Gemeinwesen, in denen Menschen leben, arbeiten und spielen. Unterstützend hilft dabei Schulungsmaterial von Power9® mit Ergebnissen aus der Langlebigkeitsstudie zu den Blue Zones. Hier geht es um ein umfassendes Modell für Veränderungen, dem sogenannten Life Radius® - ein Fokus auf Menschen, Orte und Politik. Anstatt sich ausschliesslich auf individuelle Verhaltensänderungen zu verlassen, konzentriert sich BlueZones® auf die Optimierung von Umgebungen zur Verbesserung der Gesundheit.

„BlueZones® ist stolz darauf, bei der Förderung der Gesundheit ganzer Städte durch die systematische Verbesserung des Lebensumfelds Pionierarbeit zu leisten, so dass die gesunde Wahl die einfache Wahl ist“, sagte Dan Buettner, BlueZones®-Gründer und National Geographic Fellow und Forscher. „AdventistHealth teilt unsere Werte und unsere Vision für das Wohlergehen der Bevölkerung und stimmt perfekt mit unserer Arbeit überein. Wir glauben, dass die BlueZones® als Teil einer starken und bewährten Gesundheitsorganisation eine noch grössere Wirkung haben wird“, so Buettner.

In einer Zeit, in der die Investitionen für die Gesundheitsversorgung in Amerika keine wesentliche Verbesserung der Gesundheitsergebnisse bewirkt, kann dieses Modell die Gesundheit von Einzelpersonen und der Gesamtbevölkerung verbessern und die Versorgung wiederum erschwinglicher machen. Dieser transformatorische Schritt ist besonders wirkungsvoll, da unsere Gesellschaft nach dem Ende der aktuellen Coronaviruskrise versucht, die Gesundheit der Nation wieder aufzubauen.

Adventistischer Lebensstil
Die Vision von AdventistHealth, das Wohlergehen des Einzelnen durch Investitionen in gesündere Städte und Landkreise zu verbessern, ist im Kulturerbe der Siebenten-Tags-Adventisten verwurzelt. Seit ihrer Gründung in den 1860er Jahren hat die Tradition der Siebenten-Tags-Adventisten einen Lebensstil der Gesundheit und des Wohlbefindens gefördert. Diese Praktiken sind unter Adventisten im ganzen Land verbreitet, darunter auch in Loma Linda, Kalifornien. Die durchschnittliche Lebenserwartung in den USA beträgt 78 Jahre, aber in Loma Linda lebt der durchschnittliche Mann 89 Jahre und die Frau 91 Jahre. Dan Buettner identifizierte Loma Linda, Kalifornien, in einer Titelgeschichte von National Geographic aus dem Jahr 2005 als eine der fünf „Blauen Zonen“ (blue zones) der Welt, in denen die Lebenserwartung am höchsten ist.

AdventistHealth®
AdventistHealth® ist ein kirchliches, gemeinnütziges, integriertes Gesundheitssystem, das über 80 Städte und Gemeinden an der Westküste und auf Hawaii versorgt. AdventistHealth® wurde auf dem Erbe und den Werten der Freikirche der Siebenten-Tags-Adventisten gegründet und versorgt Krankenhäuser, Kliniken, mobile und häusliche Pflegeeinrichtungen, Hospizzentren und Joint-Venture-Ruhestandszentren in ländlichen und städtischen Gemeinden. Zu ihrem Team von 36.000 Mitarbeitern gehören Mitarbeiter, Ärzte, medizinisches Fachpersonal, angeschlossene Gesundheitsfachkräfte und Freiwillige, die sich für ein Ziel einsetzen: Gottes Liebe zu leben, indem sie Gesundheit, Ganzheit und Hoffnung vermitteln. Ihre Herausforderung ist die Veränderung der amerikanischen Gesundheitsversorgung mit einem innovativen und doch zeitlosen, auf die ganze Person ausgerichteten Fokus auf körperliche, geistige, spirituelle und soziale Heilung.

BlueZones®
BlueZones® setzt evidenzbasierte Methoden ein, um den Menschen zu helfen, länger und besser zu leben. Die Arbeit des Unternehmens wurzelt in den Untersuchungen und Forschungen des National Geographic Fellow Dan Buettner, der die Regionen der Blauen Zonen auf der ganzen Welt identifiziert hat, in denen Menschen ein aussergewöhnlich langes und/oder glückliches Leben führen. Die ursprünglichen Forschungen und Ergebnisse wurden in Buettners Bestsellern „The Blue Zones Solution“, „The Blue Zones of Happiness“, „The Blue Zones, Thrive“ und „Blue Zones Kitchen“ veröffentlicht - allesamt bei National Geographic veröffentlicht.

Städteprogramm
Auf Grundlage der ursprünglichen Forschung zu den „Blauen Zonen“ arbeitet das BlueZonesProject® mit Städten zusammen, um ihnen gesunde Entscheidungen durch permanente und semi-permanente Veränderungen der vom Menschen geschaffenen Umgebung einer Stadt zu erleichtern. Die teilnehmenden Gemeinden haben einen zweistelligen Rückgang von Übergewicht und Tabakkonsum erlebt. Dadurch wurden Millionen US-Dollar an Gesundheitskosten eingespart. Gegenwärtig haben sich 51 Gemeinden in ganz Nordamerika dem BlueZonesProject® angeschlossen, an dem landesweit über 3,4 Millionen Amerikaner beteiligt sind.

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Verteilaktion der von chinesischen Adventisten gespendeten Reissäcke in Silang, Philippinen © Foto: SSD COM

Adventisten aus China spenden armen Familien in den Philippinen Reis

Silang, Cavite/Philippinen | 29.04.2020 | APD | International

Eine einfache Textnachricht aus den Philippinen, die an adventistische Freunde auf dem chinesischen Festland geschickt wurde, hat in weniger als zwölf Stunden bewirkt, dass in China 20.000 US-Dollar/19.500 Franken für arme Familien auf den Philippinen gesammelt wurden. Sie sind von der staatlichen Abriegelung aufgrund der Coronavirus-Pandemie schwer betroffen. Koordiniert wurde die Sammelaktion von einem adventistischen Pastor aus China per Gruppenchat.

Laut der Kommunikationsabteilung der adventistischen Kirchenleitung im südasiatisch-pazifischen Raum (SSD) fanden zwei Reisverteilungen auf den Philippinen in der Gemeinde Silang, in der Provinz Cavite, statt. Bei der ersten Verteilung erhielten mehr als 1.260 Familien Reissäcke, bei der zweiten waren es 890 Familien. Diese Reisverteilungen seien unter strenger Aufsicht des städtischen Sicherheits- und Gesundheitsamtes sowie zusammen mit der Verwaltung der Dreiradfahrer-Vereinigung durchgeführt worden, um eine ordnungsgemässe Verteilung der Waren unter Berücksichtigung der gesundheitlichen Sicherheitsmassnahmen zu gewährleisten.

Unterprivilegierte Familien, die in Baracken und Behelfshäusern an sechs verschiedenen Orten in Silang, Cavite, leben, gehörten zu den Hauptempfängern der Reisspenden. Zusätzlich erhielten auch Mitarbeitende auf dem Campus der SSD-Kirchenleitung wie Sicherheitsbeamte, Gärtner, Hausmeister und Schreiner Reis.

«Die Menschen in China haben auch gelitten, daher verstehen sie die Herausforderungen, denen die Menschen hier gegenüberstehen», sagte der chinesische Pastor Wang, der die Aktion koordinierte. «Sie wollten mit dieser Aktion die Botschaft aussenden, dass wir durch Einheit, Liebe und Zusammenarbeit diesen Virus überwinden können», so Wang.

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. © Logo und Wortmarke der Siebenten-Tags-Adventisten

34.735 Siebenten-Tags-Adventisten in Deutschland

Ostfildern/Deutschland | 29.04.2020 | APD | International

34.735 erwachsen getaufte Siebenten-Tags-Adventisten gab es am 31. Dezember 2019 in Deutschland. 500 Taufen und Aufnahmen in die Freikirche sowie 119 Zuwanderungen aus dem Ausland standen 496 Todesfällen gegenüber. Die berichteten 171 Austritte und Ausschlüsse waren so wenig, wie in den letzten zehn Jahren nicht. Die Zahl der örtlichen Adventgemeinden verringerte sich um eine auf 554.

Krankenhäuser, Schulen und Medien
Durch ihren Jugendverband betreute die Freikirche in Deutschland im vergangenen Jahr Pfadfinder, Kinder, Teenager und Jugendliche, alle in altersgerechten Gruppen in lokalen Kirchengemeinden organisiert. Zum Verbund adventistischer Schulen in Deutschland (VaSiD) gehörten 20 Schulen in der Trägerschaft der Freikirche an 12 Standorten. Davon sind 12 Grundschulen, fünf Realschulen, ein Gymnasium, eine Oberschule, eine Gemeinschaftsschule und ein Internat. Insgesamt wurden in dem Schuljahr 1.212 Schülerinnen und Schüler betreut.

Die Freikirche ist in jedem Bundesland eine Körperschaft des öffentlichen Rechts und hat sieben regionale Kirchenleitungen (Vereinigungen), die zum Nord- und Süddeutschen Verband als überregionale Zusammenschlüsse gehören. Sie unterhält weiter die Berliner Krankenhäuser und Tageskliniken „Waldfriede“ und „Nikolassee“, die Theologische Hochschule Friedensau bei Magdeburg und das Medienzentrum „Hope Media Europe“ in Alsbach-Hähnlein bei Darmstadt, mit dem 24/7 Fernsehsender „HopeTV“, der „Hope-Hörbücherei“ und dem „Hope Bibelstudien-Institut“. Wie der Advent-Verlag, Lüneburg, stehen alle genannten Institutionen unter adventistischer Leitung.

Weitere Sozialeinrichtungen
Das Advent-Wohlfahrtswerk (AWW) ist ein gemeinnütziger Verein und bildet mit einer Reihe von sozialen Einrichtungen und verschiedenen Tochter-Gesellschaften das Sozialwerk der Freikirche der Siebenten-Tags-Adventisten in Deutschland. Dazu zählen vor allem fünf Kindertagesstätten (Berlin, Fürth, München, Penzberg, Bad Aibling), eine Heilpädagogische Tagesstätte (Neuburg/Donau), ein Familienzentrum (Penzberg/Bayern), eine Suchtberatungs- und Behandlungsstelle (Chemnitz), ein Übernachtungshaus für wohnungslose Frauen (Leipzig), die Kontakt- und Beratungsstelle „Schutzhütte“ (Schwedt/Oder), eine Oberschule mit Grundschulteil (Oranienburg), vier Seniorenheime (Friedensau bei Magdeburg, Berlin-Steglitz, Uelzen, Neandertal bei Mettmann), zwei Einrichtungen „Betreutes Wohnen“, zwei Hospize (Lauchhammer/Brandenburg, Uelzen), zwei ambulante Hospizdienste (Berlin, Uelzen) sowie ein Wohnheim für Menschen mit Behinderung in Gross-Umstadt. Deutschlandweit sind etwa 100 AWW-Helferkreise ehrenamtlich aktiv.

Gesundheitsförderung und Hilfswerk ADRA
Der Deutsche Verein für Gesundheitspflege (DVG) setzt sich mit seinen Regionalgruppen, Vereinen, Clubs und knapp 600 Mitgliedern bundesweit für Gesundheitsförderung ein. Darunter fallen die 3-stufige Gesundheitsberater-Ausbildung mit Aufbaukursen und Online-Kurse zur Stärkung des Immunsystems und Entfaltung eines gesunden Lebensstils. Die Adventistische Entwicklungs- und Katastrophenhilfe ADRA Deutschland führt humanitäre Massnahmen in verschiedenen Ländern durch.

Zwischenkirchliche Beziehungen
Die Freikirche der Siebenten-Tags-Adventisten ist Gastmitglied in der Arbeits-gemeinschaft Christlicher Kirchen (ACK) in Deutschland und in der Vereinigung Evangelischer Freikirchen (VEF) sowie Mitglied in der Deutschen Bibelgesellschaft (DBG).

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Symbolbild - Erscheinung © Foto: RG/churchphoto.de

„Christus ist auferstanden!" - Europäische Kirchen mit gemeinsamer Osterbotschaft

Brüssel/Belgien | 29.04.2020 | APD | Ökumene

Pastor Christian Krieger, Vorsitzender der Konferenz Europäischer Kirchen (KEK), und S. Em. Kardinal Jean-Claude Hollerich SJ, Präsident der Kommission der Bischofskonferenzen der Europäischen Union (COMECE), haben unter dem Titel „Christus ist auferstanden!" eine gemeinsame Osterbotschaft verbreitet.

Sie würden ihre Osterbotschaft «in diesem Moment des grossen Leidens für Personen, Familien und Gemeinschaften in Europa und der ganzen Welt» verbreiten, schreiben KEK und COMECO in ihrer Medienmitteilung.

Die Christen könnten dieses Jahr nicht gemeinsam des Leidens und Todes Christi gedenken noch seine Auferstehung miteinander feiern. «In diesem Jahr feiern wir Christus Sieg über den Tod, zu einer Zeit, in der die Welt mit der Pandemie Covid-19 kämpft. Sie hat die Welt im verheerenden Masse verändert und Trauer wie auch Leid unter allen Völkern verursacht», heisst es in der Osterbotschaft. «Eingesperrt in unseren Häusern oder in freiwilliger Selbstisolierung werden die Gläubigen in diesem Jahr den Sieg des Lebens in der Hoffnung feiern, den Tod zu bekämpfen. Mehr denn je erinnern uns die aktuellen Ereignisse daran, wie sehr Hoffnung eine Dimension des Glaubens ist», schreiben Krieger und Hollerich.

Sie beschliessen die Osterbotschaft mit dem Wunsch, dass das «Osterevangelium diesen Hauch von Hoffnung in den Herzen und Gedanken der Christen wecken, möge» und Gottes Atem «unsere unerschütterliche Erwartung» beseele, damit die Kirche und jeder Einzelne zu Trägern der Hoffnung und des Lichts in einer von viel Leid heimgesuchten Welt werden.

Konferenz Europäischer Kirchen
Die Konferenz Europäischer Kirchen ist die regionale ökumenische Organisation der orthodoxen, anglikanischen, altkatholischen, evangelischen Kirchen Europas. Sie ist einer der acht regionalen ökumenischen Zusammenschlüsse, die miteinander praktisch die ganze Welt umfassen.

Kommission der Bischofskonferenzen der Europäische Union
Die COMECE ist die Kommission der Bischofskonferenzen der Europäische Union. COMECE besteht aus delegierten Bischöfen der katholischen Bischofskonferenzen der 28 Mitgliedstaaten der Europäischen Union.

Zur Osterbotschaft von KEK und COMECE in verschiedenen Sprachen:
http://www.comece.eu/christus-ist-auferstanden-gemeinsame-osterbotschaft-der-praesidenten-der-kek-und-der-comece

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Verwaltungsgebäude der teilkontinentalen Kirchenleitung der Adventisten in Nordamerika (NAD) © Foto: NAD-News

Adventisten in Nordamerika lehnen staatliche Finanzhilfen ab

Columbia, Maryland/USA | 29.04.2020 | APD | Religion + Staat

Die teilkontinentale Kirchenleitung der Freikirche der Siebenten-Tags-Adventisten in Nordamerika und Kanada (North American Division NAD) hat in Absprache mit den neun überregionalen Kirchenleitungen ihres Gebietes empfohlen, dass ihre Einrichtungen auf staatliche Hilfsprogramme verzichten sollten, die der Kirche direkte finanzielle Unterstützung bieten.

US-Gesetze zu staatlichen Hilfsleistungen
Hintergrund der Empfehlung der adventistischen Kirchenleitung ist die Verabschiedung zweier Gesetze durch den US-Kongress, die den Amerikanern kurzfristige wirtschaftliche Hilfe leisten sollen. Es handelt sich dabei um den Coronavirus Aid, Relief and Economic Security Act (CARES) und den Families First Coronavirus Response Act (FFCRA). Die Gesetze sehen eine Pflichtversicherung für direkt von COVID-19 betroffenen Beschäftigten vor. Dabei geht es um Lohnfortzahlung im Krankheitsfall und Unterstützung bei der Kinderbetreuung. Weiter sind Mittel zur Unterstützung der Lohn- und Gehaltszahlungen vorgesehen. Dazu gehören auch Mittel, die von Arbeitgebern mit weniger als 500 Mitarbeitern zur Aufrechterhaltung ihrer Betriebe eingesetzt werden können. Auch religiöse Institutionen wurden in diesen Gesetzen als berechtigte Empfänger dieser Programme anerkannt.

Empfehlung der Kirchenleitung in Nordamerika
In einer am 8. April verabschiedeten Stellungnahme, die ausdrücklich keine Vorgabe, sondern eher den Charakter einer Empfehlung einnimmt, wird darauf hingewiesen, dass angesichts der unbekannten wirtschaftlichen Folgen der Krise, einige Einrichtungen der Kirche „Interesse am Zugang“ zu diesen Mitteln hätten. Kirchenleiter und Kirchenmitglieder hätten allerdings auch Bedenken hinsichtlich der Einschränkungen und Bedingungen zur Annahme dieser staatlichen Hilfen geäussert. Vor allem seien Fragen bezüglich der historisch gewachsenen Position der Adventisten zur Trennung von Kirche und Staat aufgekommen.

Berücksichtigung biblischer Grundsätze
Obwohl die Rechtsabteilung zu keinem Zeitpunkt irgendwelche hinderlichen Bedingungen für die Freikirche zu beanstanden hatte, empfehle die NAD-Kirchenleitung, von der Teilnahme an diesen beiden Finanzhilfeprogrammen Abstand zu nehmen. Die Hauptsorge der Leiter bestehe laut dem Dokument darin, das Prinzip der Trennung von Kirche und Staat aufzugeben. Es sei nach reiflicher Überlegung die Ansicht der NAD-Führung, dass eine Nichtteilnahme an den Hilfsprogrammen am ehesten mit den langjährigen Überzeugungen und Praktiken im Lichte der biblischen Lehren von Offenbarung 13 vereinbar sei. Deshalb seien die Verantwortungsträger im Gebiet der NAD gebeten, „vor einer Inanspruchnahme staatlicher Hilfen die biblische Prophetie und biblische Grundsätze sowie auch die seit langem bestehenden Warnungen der Kirche vor einer Vermischung von Kirche und Staat im Gebet zu bedenken“. Allerdings sollte diese Empfehlung einzelne Kirchenmitglieder nicht davon abhalten, in ihrem persönlichen oder beruflichen Leben staatliche Hilfe in Anspruch zu nehmen.

Ermutigung der Kirchenleitung und Vertrauen auf Gottes Führung
Der Präsident der NAD, Pastor Daniel R. Jackson erklärte, er sei bewegt durch die Berichte der Mitglieder und über die kreativen Wege, die Mission der Kirche weiterhin zu unterstützen. Auch der Schatzmeister der NAD, C. Randolph Robinson, erinnerte in dem Schreiben daran, dass Gott in diesen schwierigen Zeiten mit der Kirche sei und sie alles in ihrer Macht Stehende tun würden, um die Kirche finanziell zu unterstützen. „Die Kirche wird in der Lage sein, ihre Mission fortzusetzen.“

Adventisten in Nordamerika
Die Freikirche der Siebenten-Tags-Adventisten in Nordamerika (NAD) umfasst das Gebiet der Vereinigten Staaten von Amerika, Kanada, Bermuda, Guam und etliche Inseln im Pazifik mit insgesamt über 365 Millionen Einwohnern. Die 1.3 Millionen Adventisten in Nordamerika unterhalten 5.600 Kirchengemeinden. Traditionell erheben die Adventisten keine Kirchensteuer, sondern unterhalten ihre Pastoren und Institutionen durch freiwillige Gaben, zu denen auch der biblische „Zehnte“ gehört.

Das Dokument der NAD im englischen Original:
https://www.nadadventist.org/sites/default/files/inline-files/NAD%20Counsel%20Regarding%20Coronavirus%20Government%20Aid%20Final%5B3%5D.pdf

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Landesbischof Heinrich Bedford-Strohm, Ratsvorsitzender der Evangelischen Kirche in Deutschland EKD © Foto: Christoph Knoch

Deutschland: Bedford-Strohm begrüsst beabsichtigte Aufhebung des Verbots religiöser Zusammenkünfte

Hannover/Deutschland | 29.04.2020 | APD | Religion + Staat

Am 17. April fand im deutschen Bundesministerium des Innern zwischen Vertretern der deutschen Bundesregierung und der Bundesländer sowie Vertreterinnen und Vertretern der Kirchen und Religionsgemeinschaften ein Gespräch zum künftigen Umgang mit religiösen Zusammenkünften in Zeiten von Corona statt. In diesem Zusammenhang erklärte der Ratsvorsitzende der Evangelischen Kirche in Deutschland EKD, Landesbischof Heinrich Bedford-Strohm, dass er die beabsichtigte Aufhebung des Verbots religiöser Zusammenkünfte in Deutschland begrüsse, wie die EKD-Pressestelle in einer Medienmitteilung schrieb.

Der EKD-Ratsvorsitzende sagte: „Der Schutz des Lebens steht für die Kirchen auch in der Corona-Krise an erster Stelle. Deshalb hatten die Kirchen schon frühzeitig Gottesdienste abgesagt und in das zeitlich beschränkte Verbot von Versammlungen religiöser Gruppen in Gotteshäusern eingewilligt. Gerade in der Kar- und Osterzeit haben viele Gläubige diese notwendige Massnahme als sehr schmerzlich empfunden, auch wenn die Gemeinden mit grosser Kreativität und Engagement andere Wege gefunden haben, die Osterbotschaft zu verbreiten.“

„Umso mehr begrüsse ich“, so Bedford-Strohm, „dass nunmehr einmütig verantwortbare Wege vereinbart wurden, das Feiern von Gottesdiensten stufenweise wieder zu ermöglichen. Der gefundene Konsens, dass Gottesdienste unter Einhaltung hygienischer Regelungen und Mindestabstände, zu denen die EKD bereits konkrete Vorschläge gemacht hat, möglichst bald nach dem 30. April erlaubt sein sollen, ist Ausdruck eines allenthalben besonnenen Umgangs mit dem Grundrecht auf freie Religionsausübung.“

Regional abgestimmte Schutzkonzepte und Regelungen werden von den Kirchen und Religionsgemeinschaften bis zu den neuerlichen Beratungen der deutschen Bundesregierung mit den Ministerpräsidenten am 30. April weiterentwickelt und finden bei der stufenweisen Wiederaufnahme von Gottesdiensten entsprechend Anwendung. „Auch bei der Wiederaufnahme der Gottesdienste steht für die evangelische Kirche der verantwortungsvolle Umgang mit Risiken und der Schutz von Gesundheit und Leben im Vordergrund“, so Bedford-Strohm.

Gewährleistung der Seelsorge an Kranken und Sterbenden
Ein weiteres zentrales Anliegen der Kirchen in dem Gespräch war die Gewährleistung der Seelsorge an Kranken und Sterbenden. Auch hier bestand zwischen allen Gesprächsteilnehmern Einigkeit, dass die Kirchen bei der Wahrnehmung dieser wichtigen Aufgabe unter Auflagen zur grösstmöglichen Vermeidung von Risiken stärker unterstützt werden. „Die Seelsorgesituation in den Altenheimen und Pflegestationen wird unter Wahrung notwendiger Schutzmassnahmen nunmehr deutlich verbessert werden“, bekräftigte Bedford-Strohm.

Für die EKD hatte an dem Gespräch der Bevollmächtigte des Rates der EKD bei der Bundesrepublik Deutschland und der Europäischen Union, Prälat Martin Dutzmann, teilgenommen.

Lockerung des Verbots religiöser Zusammenkünfte in der Schweiz am 8. Juni
An der Medienkonferenz des Bundesrates vom 16. April wurde nur pauschal vom „Versammlungsverbot“ gesprochen, das am 8. Juni gelockert werden soll. Gottesdienste oder religiöse Versammlungen, Religionsgemeinschaften oder Kirchen, wurden dabei nicht explizit erwähnt.

Der Verband „VFG - Freikirchen Schweiz“ plant mit den angeschlossenen Freikirchen ein Schutzkonzept für die lokalen Gemeinden zu erarbeiten, Monitoringmassnahmen vorzuschlagen und eine Strategie zu entwickeln, wie das Gemeindeleben nach dem 8. Juni stufenweise wieder gestartet und gestaltet werden kann.

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Symbolbild - Religionsfreiheit © Foto: Herbert Bodenmann/APD

USCIRF empört über Wahl von China in beratenden Ausschuss des UN-Menschenrechtsrats

Washington D.C./USA | 29.04.2020 | APD | Religionsfreiheit

Die «Kommission der Vereinigten Staaten für internationale Religionsfreiheit» (U.S. Commission on International Religious Freedom USCIRF) brachte am 9. April ihre Empörung über die Entscheidung zum Ausdruck, China Einsitz im beratenden Ausschuss des Menschenrechtsrates der Vereinten Nationen (UNO) zu geben. Der beratende Ausschuss besteht aus fünf Mitgliedsstaaten, deren Aufgabe es ist, Erstanträge zu prüfen und Empfehlungen für unabhängige UN-Experten abzugeben. China wurde von der Asien-Pazifik-Regionalgruppe am 1. April 2020 für eine einjährige Amtszeit ausgewählt, wie USCIRF mitteilte.

«Die chinesische Regierung ist einer der schlimmsten Schänder von Religionsfreiheit und anderen Menschenrechten», bemerkte USCIRF-Kommissar Gary Bauer. «Die Kommunistische Partei Chinas sollte keinen Einfluss auf die Ernennung der unabhängigen Menschenrechtsexperten des UN-Menschenrechtsrates haben», forderte Bauer laut USCIRF.

«Die Vereinten Nationen und der Menschenrechtsrat sind wichtige Institutionen für den weltweiten Schutz der internationalen Menschenrechte», fügte USCIRF-Kommissar Tenzin Dorjee hinzu. «Wir fordern die US-Regierung nachdrücklich auf, ihr Engagement in den Menschenrechtsmechanismen der Vereinten Nationen zu verstärken, um dem zerstörerischen Einfluss der chinesischen Regierung entgegenzuwirken.»

In seinem Jahresbericht 2019 forderte die USCIRF die amerikanische Verwaltung auf, ihre Autorität nach dem «Global Magnitsky Human Rights Accountability Act» und dem «International Religious Freedom Act» zu nutzen, um gezielte Sanktionen gegen chinesische Beamte zu verhängen, die für schwere Verletzungen der Religionsfreiheit verantwortlich sind, insbesondere gegen Chen Quanguo, den derzeitigen Sekretär der Kommunistischen Partei von Xinjiang. Laut Wikipedia wurde 2016 «der ‘Global Magnitsky Act’ vom US-Kongress verabschiedet, der die US-Regierung ermächtigt, weltweit alle Menschenrechtsverletzer zu bestrafen, deren Vermögen einzufrieren und ihnen die Einreise in die USA zu verweigern».

Im Februar 2020 veröffentlichte die USCIRF ein Faktenblatt, in dem erläutert wird, wie die neue Verordnung der chinesischen Regierung die Religionsfreiheit für religiöse Gruppen weiter einschränken könnte.

Zum USCIRF-Faktenblatt (auf Englisch):
https://www.uscirf.gov/sites/default/files/2020%20Factsheet%20-%20China.pdf

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Symbolbild - Nahrungsmittelhilfe © Foto: ADRA Österreich

Pakistan: NGO verweigerte Christen und Hindus Lebensmittelhilfe

Washington D.C./USA | 29.04.2020 | APD | Religionsfreiheit

Die US-Kommission für internationale Religionsfreiheit (U.S. Commission on International Religious Freedom USCIRF) ist beunruhigt über Berichte, dass armen Hindus und Christen in Pakistan angesichts der Ausbreitung von COVID-19 Nahrungsmittelhilfe verweigert wurde.

„Diese Vorgehensweise ist einfach verwerflich“, erklärte USCIRF-Kommissar Anurima Bhargava. "Während sich COVID-19 weiter ausbreitet, kämpfen gefährdete Gemeinschaften in Pakistan gegen Hunger und für die Sicherheit sowie Gesundheit ihrer Familien. Nahrungsmittelhilfe darf nicht aufgrund des eigenen Glaubens verweigert werden. Wir fordern die pakistanische Regierung nachdrücklich auf, dafür zu sorgen, dass die Nahrungsmittelhilfe der Hilfsorganisationen zu gleichen Teilen Hindus, Christen und anderen religiösen Minderheiten zugutekommt".

Nahrungsmittelhilfe nur für Muslime
In Karatschi seien Berichte veröffentlicht worden, wonach der Saylani Welfare International Trust, eine Nichtregierungsorganisation, die gegründet wurde, um Obdachlosen und Saisonarbeitern zu helfen, Hindus und Christen die Nahrungsmittelhilfe mit dem Argument verweigert habe, die Hilfe sei allein den Muslimen vorbehalten, berichtet USCIRF.

USCIRF-Kommissar Johnnie Moore fügte hinzu: „In einer kürzlich von Premierminister Khan vor der internationalen Gemeinschaft gehaltenen Rede hob er hervor, dass die Herausforderung für die Regierungen in den Entwicklungsländern darin besteht, Menschen vor dem Hungertod zu bewahren und gleichzeitig zu versuchen, die Ausbreitung von COVID-19 zu stoppen. Dies ist eine gewaltige Aufgabe, die vielen Ländern bevorsteht. Die Regierung von Premierminister Khan hat die Möglichkeit, eine Vorreiterrolle zu übernehmen, aber sie darf religiöse Minderheiten nicht im Stich lassen. Andernfalls könnten sie zu all dem noch eine weitere Krise hinzufügen, die durch religiöse Diskriminierung und interkommunale Streitigkeiten verursacht wird".

Im Jahresbericht 2019 stellte USCIRF fest, dass Hindus und Christen in Pakistan „einer anhaltenden Bedrohung ihrer Sicherheit sowie verschiedenen Formen von Schikanen und sozialer Ausgrenzung ausgesetzt sind“.

Weitere Informationen darüber, wie sich die Reaktionen der Regierungen auf COVID-19 auf die Religionsfreiheit auswirkt, sind im USCIRF-Factsheet (auf Englisch) vom März 2020 zu finden: „Die globale Antwort auf das Coronavirus: Auswirkungen auf die Religionsausübung und die Religionsfreiheit“:
https://www.uscirf.gov/sites/default/files/2020%20Factsheet%20Covid-19%20and%20FoRB.pdf

Bericht (auf Englisch) über Benachteiligung von Christen und Hindus durch NGO:
http://asianews.it/news-en/Coronavirus:-Karachi-NGO-denies-food-to-poor-Hindus-and-Christians-49699.html

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Bibel auf Ellomwe, das von fast 2,3 Millionen Menschen in Malawi gesprochen wird © Foto: United Bible Societies

Die vollständige Bibel ist jetzt in 694 Sprachen übersetzt

Biel/Schweiz | 29.04.2020 | APD | Bibel

Gemäss dem "Global Scripture Access Report" des Weltbundes der Bibelgesellschaften (UBS) kann jetzt die vollständige Bibel in 694 Sprachen gelesen werden. Damit haben etwa 5,7 Milliarden Menschen Zugang zur ganzen Heiligen Schrift in ihrer Muttersprache, berichtet die Schweizerische Bibelgesellschaft (SB).

Das Neue Testament sei jetzt in 1542 Sprachen übersetzt, einzelne biblische Schriften in weiteren 1159 Sprachen, so die SB. Damit gebe es in 3.395 Sprachen (plus 33 gegenüber dem Vorjahr) mindestens ein Buch der Bibel. Die Bibelgesellschaften gehen von weltweit 7.359 Sprachen aus, zu denen auch 245 Gebärdensprachen für Gehörlose gezählt werden. In 3.964 Sprachen ist somit bisher kein Buch der Bibel übersetzt.

"In den vergangenen fünf Jahren haben 1,7 Milliarden Menschen einen Zugang zu biblischen Schriften in ihrer Muttersprache bekommen. Das verdanken wir der Grosszügigkeit von Spenderinnen und Spendern auf der ganzen Welt und dem Engagement von Bibelübersetzern, von denen viele unter sehr schwierigen Umständen arbeiten", sagt UBS-Generaldirektor Michael Perreau. Bis zum Jahr 2038 planten die Bibelgesellschaften Übersetzungen in 1.200 Sprachen fertigzustellen, schreibt die SB. Aktuell gebe es 277 Übersetzungsprojekte.

Sprachen entwickelten sich im Laufe der Zeit, deshalb brauche es auch Neuübersetzungen und Revisionen. Bei 40 solcher Projekte seien 2019 neue Ausgaben in Sprachen erschienen, die von 588 Millionen Menschen gesprochen würden, teilt die SB mit. Dazu gehöre auch die in der französischsprachigen Schweiz gut bekannte Bibel «La Nouvelle français courant».

Laut der Schweizerischen Bibelgesellschaft sind für rund 2,8 Millionen Gehörlose biblische Bücher in elf Gebärdensprachen übersetzt worden. Die Bibelgesellschaften in Deutschland, Indien und Japan produzierten erste oder neue Bibelausgaben in Brailleschrift, die Menschen mit Sehbehinderungen einen Zugang zur Heiligen Schrift gibt. Die komplette Lutherbibel 2017 wurde ins DAISY-Format („Digital Accessible Information System“) gebracht. Es ermöglicht, die Audioversion zu hören oder die Bibel in Brailleschrift mit Hilfe eines Braille-Displays zu lesen.

Der Weltbund der Bibelgesellschaften zählt 148 Mitglieder und ist in mehr als 200 Ländern und Territorien aktiv. Zu den Mitgliedern gehört auch die Schweizerische Bibelgesellschaft. Aufgaben sind die Übersetzung, Herstellung und Verbreitung der Heiligen Schrift. Ohne die Unterstützung durch Spenderinnen und Spender ist diese Arbeit in der Schweiz und weltweit nicht möglich.

Mehr Informationen:
www.die-bibel.ch/die-bibel/bibeluebersetzung/bibel-in-694-sprachen/

Schweizerische Bibelgesellschaft
Die Schweizerische Bibelgesellschaft (SB) ist eine überkonfessionelle Nonprofit-Organisation. Sie unterstützt und fördert wissenschaftlich fundierte Übersetzungen und Revisionen der biblischen Texte. Ebenso beteiligt sie sich an der Herstellung und Verbreitung der Bibel in von Kirchen gewünschten Sprachen und Ausgaben in der Schweiz und im Ausland. Mehr auf www.die-bibel.ch.

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Bibelstudienhefte zur Bibelauslegung der Adventisten im 2. Viertel 2020 © Foto: Advent Verlag Lüneburg

Adventisten diskutieren in Bibelstudienkreisen über Bibelauslegung

Zürich/Schweiz | 29.04.2020 | APD | Bibel

Im ersten Teil des adventistischen Gottesdienstes, den Bibelgesprächskreisen („Sabbatschule“), wird weltweit jeweils während einem Vierteljahr über dasselbe biblische Thema in Gruppen diskutiert. Die Gesprächsteilnehmenden können sich während der Woche mithilfe des entsprechenden Wochenabschnitts im Bibelstudienheft darauf vorbereiten. Im zweiten Viertel 2020 lautet das Thema «Wie legen wir die Bibel aus?». Da momentan keine Gottesdienste stattfinden, bleibt das Selbststudium oder die Sendung «die BIBEL.das LEBEN.» zum Wochenthema als Diskussion auf HopeTV anzuschauen.

«Mit vielen anderen Christen vertreten die Siebenten-Tags-Adventisten das protestantische Sola-Scriptura-Prinzip, demzufolge die Bibel die allein massgebliche Grundlage des christlichen Glaubens und der Lehre bildet», heisst es in der Einleitung zum Thema der Bibelauslegung im Bibelstudienheft des zweiten Viertels 2020. «Die Bibel als das von Gott geoffenbarte, vom Heiligen Geist inspirierte und autorisierte Wort Gottes hochzuhalten, ist eine Sache. Sie richtig zu verstehen, eine andere. Es genügt deshalb nicht, der Bibel Glauben zu schenken und sie beim Wort zu nehmen». Es komme ebenso darauf an, sie angemessen zu verstehen und anzuwenden.

Man müsse sich fragen, wie Jesus und Paulus das Alte Testament ausgelegt hätten und welche Rolle der «Kontext, die Sprache, Kultur und Geschichte» bei der Auslegung einer Sammlung von Schriften spiele, die aus einer längst vergangenen Zeit stammten, heisst es in der Einleitung. Üblicherweise werde jedes Vierteljahr ein biblisches Thema oder Buch studiert, nun gehe es darum, über den angemessenen Umgang mit der Heiligen Schrift nachzudenken.

Die Einleitung zur Studienanleitung schliesst mit einem Zitat des evangelischen Theologen Wolfgang Trillhaas: «Die Bibel bedeutet einen unermesslichen Reichtum, aber sie ist kein Götze. Sie ist der entscheidende Brief Gottes an uns, aber sie ist kein vom Himmel gefallenes Buch. Sie ist der Schlüssel zum Vaterhaus, sie ist nicht das Vaterhaus selbst... Sie ist das ewig alte und wunderbare Wort für den, der ihr als moderner Mensch begegnet.»

Titel einiger Wochenthemen
Einige Titel der Wochenthemen: «Ein Text zwei Autoren»; «Allein die Schrift – Sola Scriptura»; «Wozu ist Bibelauslegung nötig?»; «Sprache, Text und Kontext»; «Bibel und Schöpfung»; «Umgang mit schwierigen Bibeltexten».

Das Bibelstudienheft auf Deutsch gibt es in zwei Fassungen
Das «STUDIENHEFT ZUR BIBEL» ist eine im Auftrag der Freikirche in Deutschland (FID) von einem Arbeitskreis für den deutschsprachigen Raum bearbeitete Fassung der Standardausgabe. Die Wochenthemen behandeln dasselbe Thema, nur die Aufbereitung des Stoffes unterscheidet sich.

Die «Standardausgabe» ist die ungekürzte, inhaltlich unveränderte Wiedergabe der von der Weltkirchenleitung (Generalkonferenz) herausgegebenen amerikanischen «Standard Edition». Davon gibt es eine Fassung für Gesprächsteilnehmende sowie ein etwas ausführlicheres Heft mit zusätzlichem Inhalt für Gesprächsleiter und Gesprächsleiterinnen.

Methoden des Bibelstudiums
Ergänzend zum Thema des Bibelstudienhefts im 2. Viertel 2020 haben die adventistischen Kirchenleitungen in Deutschland, Österreich und der Schweiz gemeinsam eine Ausarbeitung zugänglich gemacht mit dem Titel: "Methoden des Bibelstudiums" - Bibelstudium – Voraussetzungen, Prinzipien und Methoden.
Zur Ausarbeitung: https://www.advent-verlag.de/media/pdf/e4/63/92/Methoden-Bibelstudium-1-6.pdf

Zur Sendung «die BIBEL. das LEBEN.» von HopeTV:
http://www.diebibel-dasleben.de/episoden/ml/-/-/-/-/-/-/-/-/-/1/

Das «STUDIENHEFT ZUR BIBEL» kann in diversen Sprachen bezogen werden:
Schweiz
Advent-Verlag Zürich | Tel.: +41 33 511 11 99 (morgens); info@advent-verlag.ch
Deutschland
Advent-Verlag Lüneburg | 0800 2383680 (Nummer kostenfrei innerhalb Deutschlands); bestellen@advent-verlag.de
Österreich
Top Life Center – Wegweiser Verlag | +43 1 2294000;
info@wegweiser-verlag.at

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JaJesus-Banner © Design: Hope Media Europe

Neuer Glaubenskurs beim Hope Bibelstudien-Institut

Alsbach-Hähnlein/Deutschland | 29.04.2020 | APD | Bibel

Das Hope Bibelstudien-Institut bietet den neuen Glaubensfernkurs „Immanuel – Ja Jesus“ zum kostenlosen Studium an. Er ist in gedruckter Form ab sofort erhältlich.

Bei dem siebenteiligen Fernkurs geht es um Immanuel. Ein hebräischer Name, der „Gott ist mit uns“ bedeutet und schon im alttestamentlichen Prophetenbuch Jesaja erwähnt wird. Im Matthäusevangelium im Neuen Testament wird der verheissene Sohn Immanuel als Jesus Christus identifiziert. Wer am Kurs teilnimmt, erfährt die Art und Weise, wie Jesus Menschen begegnet ist und ihr Leben völlig verändert hat. Weitere Informationen unter www.hope-kurse.de/ja-jesus

Das Hope Bibelstudien-Institut bietet jetzt insgesamt 25 kostenlose Fernkurse per Post und online an. Das Angebot umfasst Einsteigerkurse, um den Glauben zu entdecken, Fortgeschrittenenkurse, um Bibelwissen zu vertiefen sowie Lebens- und Glaubenskurse für das Erleben des Glaubens im Alltag. Ausserdem gibt es Kinderkurse und einen Kurs für Teenager.
Informationen unter www.hope-kurse.de

Das Hope Bibelstudien-Institut wurde 1948 gegründet und ist damit das älteste Institut für kostenlosen Bibelfernunterricht in Deutschland, Österreich und der Schweiz. Es gehört als Einrichtung der Freikirche der Siebenten-Tags-Adventisten zum Medienzentrum Hope Media Europe mit Sitz in Alsbach-Hähnlein bei Darmstadt.

Deutschland
Hope Bibelstudien-Institut, Sandwiesenstrasse 35, 64665 Alsbach-Hähnlein, Deutschland. Tel.: +49 800 46 33 68 64 | https://www.bibelstudien-institut.de/
Schweiz
Hope Bibelstudien-Institut, Wolfswinkel 36, Postfach 7, 8046 Zürich, Schweiz
Tel.: +4144 315 65 00 | https://www.bibelstudien-institut.ch/
Österreich
Hope Bibelstudien-Institut, Prager Strasse 287, A-1210 Wien. Österreich
Tel.: +43 1 31 99 300 | https://www.hope-kurse.at/

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Banner der Aktion «Jung für Alt» der ADRA-Ortsgruppe in Aarau © Foto: Nathalie Beck

ADRA-Ortsgruppe in Aarau beteiligt sich an Aktion "Jung für Alt"

Zürich/Schweiz | 29.04.2020 | APD | ADRA (Adventistische Entwicklungs- und Katastrophenhilfe)

«Jung für Alt» lautet der Name der Aktion, welche die Adventistische Entwicklungs- und Katastrophenhilfe ADRA Schweiz im Zusammenhang mit der Corona-Krise gestartet hat. Seit dem 1. April beteiligt sich die ADRA-Ortsgruppe in Aarau an der Aktion. Auf der Webseite www.jungfueralt.ch kann man Hilfe anbieten oder erbitten. Es wird auch Telefon-Seelsorge angeboten.

Die Aktion „Jung für Alt“ bietet Hilfe beim Einkaufen oder bei Botengängen sowie weiteren Besorgungen. Wer Hilfe braucht oder Hilfe anbieten will, kann sich über die Aktions-Webseite bei einer der schweizweit 53 ADRA-Ortsgruppenleitungen oder bei ADRA Schweiz direkt melden.

Webseite der Aktion «Jung für Alt»:
https://www.adra.ch/ueber-adra/adra-ortsgruppen/

Webseite von ADRA Schweiz: https://www.adra.ch/ Telefon: 044 515 03 10

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Hilfe für Obdachlose am Spendenzaun in Nürnberg © Foto: Regina Dorn/ADRA Deutschland

ADRA Deutschland versorgt Obdachlose in Nürnberg über Spendenzaun

Weiterstadt/Deutschland | 29.04.2020 | APD | ADRA (Adventistische Entwicklungs- und Katastrophenhilfe)

Die Adventistische Katastrophen- und Entwicklungshilfe ADRA Deutschland e.V. hat am 4. April den ADRA-Tag zum ersten Mal online durchgeführt. Aufgrund der Corona-Krise war der übliche Begegnungstag vor Ort kurzerhand ins Internet verlegt worden. Michael Weller, operativer Leiter der ADRA gGmbH, berichtete, dass ADRA in Nürnberg den Spendenzaun unterstütze, an dem Lebensmittel in Säcken und Kleider für Obdachlose aufgehängt würden. Das ADRA Team in Stendal habe mit der Herstellung von Atemschutzmasken begonnen, so Weller.

Demnach würden ADRA-Mitarbeitende im Home-Office arbeiteten und das Hauptstadtbüro sei besetzt, die ADRA-Shops hingegen hätten geschlossen werden müssen. Für Mitarbeitende im Bereich der ADRA gGmbH sei Kurzarbeit angemeldet worden. Einen besonderen Dank richtete Michael Weller an die Vermieter der ADRA-Shops in Lüdenscheid, Nürnberg und Stendal, mit denen hilfreiche Vereinbarungen hätten getroffen werden können.

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ADRA Kambodscha liefert Hygiene- und Schutzartikel an Gesundheitsamt im Distrikt Baray-Santuk © Foto: ADRA Kambodscha

ADRA engagiert sich weltweit zur Eindämmung der Coronakrise

Silver Spring, Maryland/USA | 29.04.2020 | APD | ADRA (Adventistische Entwicklungs- und Katastrophenhilfe)

ADRA, das Hilfswerk der Adventisten, (Adventistische Entwicklungs- und Katastrophenhilfe) berichtet über Hilfsmassnahmen für COVID-19 Betroffene in verschiedenen Ländern.

Neuausrichtung internationaler Hilfsprogramme
Mario Oliveira, verantwortlich für die Abwicklung der Nothilfe bei ADRA International, berichtete, dass viele der internationalen Programme von ADRA mit einer COVID-19-Komponente ergänzt wurden.

Um die Ausbreitung von COVID-19 einzudämmen, arbeiteten „engagierte ADRA-Mitarbeiter an vorderster Front gegen das Coronavirus und bieten eine Reihe von Hilfsmassnahmen an, die von Land zu Land unterschiedlich sind“, so Oliveira. „Dazu gehören die Verteilung von Handdesinfektionsmitteln, Lebensmittelsets, Bargeldgutscheinen, Gesichtsmasken, aber auch Hygieneaufklärung und -schulung sowie die Beratung der Bevölkerung und des Gesundheitspersonals, um sicherzustellen, dass sie gesund bleiben, und vieles mehr.“

Albanien: ADRA verteilt Nahrungsmittel und Hygienesets
Die deutsche Botschaft in Tirana habe ADRA Albanien tatkräftig unterstützt, berichtet das Hilfswerk. 35 Familien, die besonders unter den Auswirkungen von COVID-19 zu leiden haben, wurden im Beisein des deutschen Botschafters mit Nahrungspaketen versorgt. In den kommenden acht Wochen sollen regelmässig Roma- und ägyptische Familien aus marginalisierten Gemeinden Nahrungs- und Hygienepakete erhalten.

Bulgarien: ADRA desinfiziert Transportmittel des öffentlichen Verkehrs
In Sofia, Hauptstadt von Bulgarien, desinfizieren Freiwillige von ADRA Busse des öffentlichen Verkehrs. Die Schutzkleindung wird von der Stadt zur Verfügung gestellt. Personen aus Risikogruppen werden in Taschen abgepackte Lebensmittel verteilt. Über 100 Freiwillige unterstützten die ADRA Teams in Sofia, um Senioren mit Esswaren zu versorgen.

Deutschland: ADRA plant in Jemen eine COVID-19-Klinik zu führen
ADRA Deutschland hat mit ADRA Jemen eine Task Force eingerichtet, die sich mit den Plänen und Vorbereitungen für COVID-19 befasst. Begünstigte aus einem ADRA-Projekt verteilen Gesichtsmasken und Handschuhe an die Bevölkerung. Es werden auch mobile Kliniken und mehrere Krankenstationen unterstützt. In der Stadt Saada sollen in einem der vom Hilfswerk unterstützten Krankenhäuser im Bedarfsfall vor allem COVID-19 Patienten behandelt werden. Das ADRA-Krankenhaus in Hudaydah bereitet einen Behandlungsraum für hochinfektiöse Patienten vor. Zusätzlich informiert ADRA die Öffentlichkeit über die Bedeutung und Anwendung von Hygienemassnahmen zur Vermeidung von Ansteckungen.

Italien: ADRA verteilt Lebensmittel an besonders gefährdete Personen
ADRA Italien hat in vielen Städten in Italien Ortsgruppen mit Freiwilligen, die bedürftigen Familien und älteren Personen Lebensmittel und andere Güter nach Hause bringen. Die Adressen der Personen erhalten die ADRA-Gruppen von anderen im sozialen Bereich tätigen Organisationen.

Kambodscha: ADRA verteilt Schutzausrüstung und informiert
Als Reaktion auf die rasche Ausbreitung der COVID-19-Pandemie, die das Gesundheitssystem von Kambodscha erheblich in Mitleidenschaft gezogen hat, stellte ADRA in Kambodscha persönliche Schutzausrüstung für knapp 2.000 Mitarbeitende im Gesundheitswesen zur Verfügung: Operationsmasken, Handschuhe, Alkohol, 20-Liter-Sprühbehälter, Handdesinfektionsgele und Thermometer. ADRA fördert auch Aufklärungskampagnen mit Broschüren, Poster und Banner, um die Verbreitung von COVID-19 zu minimieren. Das Hilfswerk sendet im Radio auch entsprechende Durchsagen und verteilt Informationsmaterial, von dem in den Gesundheitszentren des Landes rund eine Million Personen profitieren sollen.

Kongo: Neuer Ebola-Fall – ADRA installiert Handwaschgelegenheiten
Die Coronapandemie ist auch in der Demokratischen Republik Kongo angekommen. Das Virus trifft auf eine geschwächte Bevölkerung, die unter dramatischen Mehrfachbelastungen leidet. Diese werden die Sterblichkeit durch COVID-19 zusätzlich steigern. ADRA installiert an öffentlichen Plätzen in der Region Musienene Handwaschgelegenheiten und kümmert sich ganz besonders um Kleinkinder bis 23 Monate sowie um werdende und stillende Mütter, die sich mit dem Ebola-Virus infiziert haben. Ausserdem gibt es eine psychologische Betreuung für Waisenkinder.

Ostukraine: ADRA gibt Reinigungsmittel ab und begleitet Menschen digital
Seit dem Ausbruch des Bürgerkrieges 2014 leistet ADRA Deutschland humanitäre Hilfe in den Gebieten Donezk und Luhansk. Im Dezember letzten Jahres wurde ein Projekt für insgesamt 13.000 Personen fortgesetzt, das den humanitären Schutz, die psychosoziale Gesundheit, den Zugang zu Basisdienstleistungen und zu Trinkwasser der betroffenen Bevölkerung verbessert. In dem Projekt wird jetzt der Hygieneteil umgeplant. ADRA bringt nun die Reinigungsmittel und das Wissen um die richtige Anwendung von Hygiene zu den Menschen nach Hause.

Menschen, die in einer unsicheren Lage leben, wie die Menschen in der Ostukraine, sind einer besonderen psychischen Belastung ausgesetzt. Deshalb ist auch psychosoziale Betreuung ein wichtiger Faktor des Projekts. Einzel- oder Gruppentherapiesitzungen finden digital statt. Neu werden auch Kinder einbezogen und das Thema Gewaltprävention integriert, weil häusliche Gewalt aufgrund der Isolation zunimmt.

Österreich: ADRA verteilt Lebensmittelpakete und bietet Lernhilfe
Das Sozialzentrum von ADRA in Wien verteilt Lebensmittelpakete und Kinderbücher oder Bastel- und Malsachen. Das Hilfswerk versucht auch Personen als Lernhilfen für Kinder zu vermitteln, deren Schulen geschlossen sind und deren Eltern ihnen nicht helfen können.

Philippinen: ADRA stellt der Bevölkerung Hygienemittel zu Verfügung
ADRA übergab 1.180 Liter Desinfektionsmittel, 2.360 Handseifen und 726 Liter Alkohol an die Stadt Silang als Teil der COVID-19-Hilfe mit dem Slogan "Reis und Hygiene-Sets". Damit hoffen die ADRA-Verantwortlichen die Hygiene zu fördern und die Ausbreitung des Coronavirus eindämmen zu können.

Portugal: ADRA-Freiwillige nähen Schutzmasken und verteilen Lebensmittel
Mit einem Freiwilligenprojekt will ADRA Portugal 5.000 Schutzmasken nähen. Dazu wurde auch ein Video-Tutorial erstellt. Die Masken sollen an Personen verteilt werden, die mit älteren Personen arbeiten. Gleichzeitig verteilen ADRA-Mitarbeitende und Freiwillige Lebensmittelkörbe an Bedürftige.

Schweiz: ADRA startet Aktion „Jung für Alt“ – Freiwilligenwoche verschoben
Seit drei Wochen läuft die ADRA-Aktion “Jung für Alt”, in welcher zur Solidarität und einem sozialen Miteinander aufgerufen wird, indem sich junge Menschen für ältere Personen engagieren. Das Projekt der Essensausgabe in Bürglen/TG, bei welchem über 200 Menschen regelmässig mit Essenwaren versorgt werden, läuft auch während der Corona-Krise leicht angepasst weiter: Die älteren freiwilligen Helfer wurden durch jüngere Freiwillige ersetzt, zudem erfolgt die Abgabe nicht mehr im Geschäft, sondern über einen Tisch davor. Die erste Freiwilligenwoche in diesem Jahr musste vom April auf den 17. bis 22. Mai 2020 verschoben werden.

Uruguay: ADRA versorgt arme Familien mit Nahrungsmitteln
Aufgrund des nationalen Notstands wegen COVID-19 hat sich ADRA Uruguay entschieden seine regelmässigen Aktivitäten in vier Kinder- und Jugendprojekten auszusetzen. Dafür werden die betroffenen 180 Familien, rund 800 Personen, mit Lebensmitteln beliefert.

Michael Kruger, Präsident von ADRA International, lässt die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter in einer Botschaft wissen, dass ADRA die Coronavirus-Situation laufend überwache. „Wir folgen den Anweisungen der Regierungen, mindern das Risiko und - vor allem - vertrauen auf Gott. Wir beten, dass Sie dasselbe tun.“

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ADRA versorgt Kinder vor Ort im Jemen © Foto: HopeTV - Videoausschnitt

ADRA: Kinder im Jemen nicht vergessen

Weiterstadt/Deutschland | 29.04.2020 | APD | ADRA (Adventistische Entwicklungs- und Katastrophenhilfe)

Am 26. März jährte sich der Ausbruch der Gewalt im Jemen zum fünften Mal. Das Land leidet unter Luft- und Bodenkämpfen, der Blockade von Hilfsgütern und fehlender medizinischer Versorgung. Die Adventistische Entwicklungs- und Katastrophenhilfe ADRA Deutschland e.V. ist im Jemen aktiv und kümmere sich besonders um schwangere Frauen, Babys und Kleinkinder, so eine Meldung der Hilfsorganisation.

80 Prozent der Bevölkerung im Jemen auf humanitäre Hilfe angewiesen
Der Bürgerkrieg im Jemen habe die zivile Infrastruktur fast vollständig zerstört. Der Jemen, schon vor Kriegsausbruch das Armenhaus der arabischen Welt, leide unter fehlender Trink- und Frischwasserversorgung, und damit einhergehende Krankheiten wie Cholera. Im Jemen wären vier von fünf Menschen auf humanitäre Hilfe angewiesen. „Noch gibt es keinen bestätigten Fall von Corona im Jemen, was nicht bedeutet, dass das Virus nicht vielleicht doch schon im Jemen angekommen ist. Die Krankheit würde auf eine höchst anfällige Bevölkerung treffen und immensen Schaden anrichten. Ich kann nur hoffen, dass die Jemenitinnen und Jemeniten davon verschont bleiben. Die Lage ist auch so schon katastrophal genug“, beschreibt Christian Molke, Geschäftsführer von ADRA Deutschland, die Situation im Land.

Ein Schwerpunkt der Arbeit von ADRA im Jemen sei die Sorge um Schwangere, Babys und Kleinkinder, so Molke. Besonders Kinder litten oftmals unter Unterernährung und Krankheiten, die zu Entwicklungsverzögerungen oder dauerhaften physischen und geistigen Einschränkungen führten. Bisher habe ADRA 9.000 Babys und Kleinkindern helfen können.

ADRA
Die Adventistische Entwicklungs- und Katastrophenhilfe ADRA (Adventist Development and Relief Agency) ist eine international tätige Nichtregierungsorganisation. ADRA Deutschland e.V. wurde 1986 von der Freikirche der Siebenten-Tags-Adventisten gegründet und ist Mitglied eines weltweit föderativ organisierten Netzwerkes mit über 130 nationalen ADRA-Büros. Weitere Informationen: www.adra.de.

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ADRA-Mitarbeiter mit Gesundheitsbanner informiert im Bezirk Preah Vihear über beste Hygienepraktiken © Foto: ADRA Kambodscha

ADRA Kambodscha verteilt Schutzausrüstung an Kommunen

Phnom Penh/Kambodscha | 29.04.2020 | APD | ADRA (Adventistische Entwicklungs- und Katastrophenhilfe)

Als Reaktion auf die rasche Ausbreitung der COVID-19-Pandemie, die das Gesundheitssystem von Kambodscha erheblich in Mitleidenschaft gezogen hat, stellte die Adventistische Entwicklungs- und Katastrophenhilfe ADRA Kambodscha persönliche Schutzausrüstung für knapp 2.000 Mitarbeitende im Gesundheitswesen zur Verfügung sowie Informationsmaterial, von dem in Gesundheitszentren rund eine Million Personen profitieren sollen.

Die Lieferungen für Schutzmaterial umfassen Operationsmasken, Handschuhe, Alkohol, 20-Liter-Sprühbehälter, Handdesinfektionsgele, Thermometer. ADRA fördert auch mit Broschüren, Poster und Banner Aufklärungskampagnen, um die Verbreitung von COVID-19 zu minimieren und sendet im Radio entsprechende Durchsagen. In Dörfern wird die Bevölkerung mittels Lautsprecherdurchsagen von Motorrädern über die Bedeutung von physischer Distanzierung, Hygiene und Händewaschen informiert. Das Hilfswerk hat in Quarantänestationen Latrinen gebaut. Gemeinsam mit anderen Organisationen produziert ADRA Videoclips über sauberes Essen und Wasser sowie richtiges Händewaschen, die mittels Tablets in den Dörfern gezeigt werden.

„ADRA möchte, dass die Menschen in den Kommunen die richtigen Entscheidungen in Bezug auf ihre persönliche Hygiene, sanitäre Einrichtungen und ihr physisch distanziertes Verhalten treffen, um die Ansteckung mit COVID-19 zu verhindern“, sagte Kong Phano, Koordinator für Öffentlichkeitsarbeit bei ADRA in Kambodscha.

„ADRA arbeitete zunächst mit dem Provinzgesundheitsministerium zusammen, um Banner, Plakate und Broschüren über das Händewaschen und andere Präventionsmassnahmen unter Verwendung der genehmigten WHO-Designs zu drucken, die während der Projektaktivitäten Anfang März verteilt wurden“, sagte Phano.

ADRAs Informations- und Verteilaktion findet in Kommunen in den Provinzen Kompong Thom, im Norden, Pursat, im Südwesten und in der Stadt Preah Vihear, im Zentrum des Landes statt, wo das Hilfswerk regelmässigen Kontakt mit Partnern aus der Verwaltung und dem öffentlichen Gesundheitssystem unterhält.

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Sieben Büros beim Brand in Kimbe zerstört, darunter auch die ADRA-Aussenstelle © Foto: Adventist Record AR

Brand zerstört Büro einer ADRA-Zweigstelle in Papua-Neuguinea

Wahroonga, NSW/Australien | 29.04.2020 | APD | ADRA (Adventistische Entwicklungs- und Katastrophenhilfe)

Am 24. April wurde das Büro der ADRA-Zweigstelle in Kimbe, Hauptstadt der Provinz West New Britain auf der Insel Neubritannien, die östlich der Hauptinsel liegt, durch einen Brand zerstört. Menschen seien nicht zu Schaden gekommen, aber sechs Unternehmen, die neben ADRA in diesem Gebäude Büros gemietet hatten, hätten alles verloren, berichtet Adventist Record AR, Kirchenzeitschrift im südpazifischen Raum.

Demnach sei das Feuer im Erdgeschoss ausgebrochen und habe sich schnell ausgebreitet. Ein Mitarbeiter der Adventistischen Entwicklungs- und Katastrophenhilfe ADRA Papua-Neuguinea habe rechtzeitig das Gebäude verlassen können. Das Hilfswerk habe aber neben der Einrichtung auch diverse Gegenstände, darunter Drucker, Tablets, Smartphones sowie einen Beamer verloren. Die Brandursache werde laut AR abgeklärt.

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Plakat der Liga Leben und Gesundheit (LLG) zur Stärkung des Immunsystems © Foto: LLG

Corona-Virus: 12 einfache Tipps zur Stärkung des Immunsystems

Zürich/Schweiz | 29.04.2020 | APD | Gesundheit & Ethik

„Die Coronakrise hat blitzschnell aufgezeigt, wie ‚verwundbar‘ wir als Menschen sind“, schreibt die Schweizerische Liga Leben und Gesundheit LLG auf ihrer Webseite. Da in Zeiten des Corona-Virus ein starkes Immunsystem unerlässlich sei, hat die LLG ein Plakat mit 12 Tipps zur Stärkung des Immunsystems herausgegeben, die sich am ganzheitlichen Gesundheitskonzept von NewstartPlus® orientieren.

«Der Schweregrad einer Infektion ist nicht nur davon abhängig, wie leicht der Erreger übertragen wird und wie gefährlich er ist, sondern auch davon, wie gut das Immunsystem funktioniert», schreibt Dr. med. Ruedi Brodbeck (Alchenflüh), Facharzt Allgemeine Innere Medizin, spez. Psychosomatische und Psychosoziale Medizin, in einem Artikel, auf der LLG-Webseite. Das Immunsystem könne durch einen bewusst gewählten gesunden Lebensstil wesentlich gestärkt werden.

Laut Dr. med. Brodbeck ist der wichtigste Risikofaktor für die Alterung des Immunsystems das chronologische Alter selbst. Das biologische Alter hingegen, also die Auswirkungen der Zeit auf das Immunsystem (den Körper), sei sehr wohl beeinflussbar, seien diese doch mitabhängig vom gewählten Lebensstil.

Jeder einzelne Buchstabe von NewstartPlus® steht laut LLG für ein Prinzip, das einen entscheidenden Einfluss auf Gesundheit, Glück und Lebensqualität hat. Dieses Gesundheitskonzept entfalte seine volle Kraft im Zusammenwirken aller zwölf Prinzipien: Ernährung, Bewegung, Wasser, Sonne und Umwelt, Mässigkeit, Luft, Ruhe, Vertrauen, Prioritäten, Optimismus, Integrität, Beziehungen.

Schweizerische Liga Leben und Gesundheit
Die "Schweizerische Liga Leben und Gesundheit" (Deutschschweizer Zweig), Verein zur ganzheitlichen Gesundheitsförderung (LLG) hat ihren Sitz in Zürich und erstreckt ihre Tätigkeit auf das Gebiet der deutschsprachigen Schweiz und des Fürstentums Liechtenstein. Der Verein ist parteipolitisch unabhängig und - obgleich von der Freikirche der Siebenten-Tags-Adventisten im Jahre 1954 gegründet - konfessionell neutral. Die LLG gründet nach Bedarf regionale Ortsgruppen ohne Vereinscharakter.

Das LLG-Plakat (Format A4 und A3) mit den 12 Tipps kann kostenlos bestellt werden: dsv@adventisten.ch

Artikel von Dr. med. Ruedi Brodbeck: «Corona-Krise – Stärken Sie jetzt ihr Immunsystem»
https://www.llg.ch/news-facts/Corona-Krise-Staerken-Sie-jetzt-ihr-Immunsystem/a/315/

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Cover JIM-Studie 2019 © Quelle: Medienpädagogischer Forschungsverband Südwest

Deutschland: JIM-Studie 2019 zur Mediennutzung von Jugendlichen

Stuttgart/Deutschland | 29.04.2020 | APD | Medien

Durch das physical-distancing in der aktuellen Corona-Krise sind auch Jugendliche in Deutschland auf eine medienvermittelte Kommunikation angewiesen. Deshalb sei es wichtig, sich über die aktuelle Mediennutzung der Jugendlichen zu informieren, die verschiedenen Kommunikationsformen der unterschiedlichen Plattformen im Blick zu haben und insbesondere jüngeren Jugendlichen einen sicheren und positiven Umgang in den Medien zu vermitteln. Hierzu könne, laut mpfs-Pressemitteilung, die gerade veröffentlichte Studienreihe Jugend, Information, Medien (JIM 2019) des Medienpädagogischen Forschungsverbunds Südwest (mpfs) hilfreich sein. Für die repräsentative Studie wurden im Frühsommer 2019 1.200 Jugendliche telefonisch befragt. Die Studienergebnisse sind unter www.mpfs.de abrufbar.

Laut Studie erweitere sich das Medienrepertoire von Jugendlichen. Aktuell hätten etwa drei von vier Familien ein Abonnement für einen Video-Streaming-Dienst wie beispielsweise Netflix oder Amazon Prime Video abgeschlossen. Auch Musik-Streaming-Dienste seien in zwei von drei Familien vorhanden, etwas seltener wären digitale Sprachassistenten wie Alexa in 16 Prozent der Haushalte vertreten. Beim Musikhören stehe die Nutzung über Musik-Streaming-Dienste wie beispielsweise Spotify an erster Stelle: Zwei Drittel der Jugendlichen hörten mindestens mehrmals pro Woche über Streaming-Dienste Musik. Jeweils etwa jeder Zweite nutze zum Musikhören YouTube oder das Liveprogramm bei Radiosendern. Jeder Zehnte greife auf Smartspeaker zurück. Unabhängig von der Musiknutzung hörten zwei von drei Jugendlichen regelmässig Radio.

Bei der Frage nach dem liebsten Online-Angebot stehe YouTube mit deutlichem Abstand auf Platz 1 und werde von knapp zwei Drittel in der spontanen Nennung als das Highlight im Netz genannt. Jeweils ein Drittel nominiere WhatsApp und Instagram, nur rund halb so häufig werde Google oder Netflix präferiert, Snapchat folge knapp dahinter. Bezogen auf die Kommunikation sei eindeutig WhatsApp der bevorzugte Kommunikationskanal, 93 Prozent der 12- bis 19-Jährigen tauschten sich hierüber mindestens mehrmals pro Woche mit anderen aus, 86 Prozent sogar täglich. An zweiter Stelle stehe Instagram, das jeder Zweite täglich nutze (regelmässig 64 Prozent). Jugendliche, die Instagram nutzen, geben an, dass sie mit ihrem eigenen Account im Schnitt 299 Follower erreichten. Weitere Optionen zur regelmässigen Kommunikation seien Snapchat (46 Prozent) und deutlich seltener Facebook (15 Prozent) und TikTok (14 Prozent).

JIM-Studienreihe
Die Studienreihe JIM (Jugend, Information, Medien) wird in Deutschland vom Medienpädagogischen Forschungsverbund Südwest seit 1998 jährlich in Zusammenarbeit mit dem Südwestrundfunk (SWR) durchgeführt. Die repräsentative Studie bildet das Medienverhalten der Jugendlichen in Deutschland ab. Alle Ausgaben der JIM-Studie von 1998 bis 2019 sind als PDF auf www.mpfs.de abrufbar.

Der Medienpädagogische Forschungsverbund Südwest ist eine Kooperation der Landesanstalt für Kommunikation Baden-Württemberg (LFK) und der Medienanstalt rlp (LMK). Die Durchführung der Studie erfolgt in Zusammenarbeit mit dem Südwestrundfunk (SWR).

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Symbolbild - Lernen und Medienumgang © Photo by Dan Dimmock on Unsplash

Deutsche Schüler kommen mit Fernlernen meist gut zurecht

Stuttgart/Deutschland | 29.04.2020 | APD | Medien

Schülerinnen und Schüler zwischen zwölf und 19 Jahren kamen nach eigenen Angaben mit der ersten Phase der Schulschliessung ganz gut zurecht. Insgesamt bewerten sie die Gesamtsituation mit der Note 2,5. In Deutschland entspricht die Note 1 einer 6 in der Schweiz.

16 Prozent vergeben die Note 1 (CH: 6) auf die Frage, wie „Schule zuhause“ insgesamt geklappt hat, je etwa ein Drittel benotet mit „gut“ (36 Prozent) oder „befriedigend“ (32 Prozent). Jeder Zehnte hatte eher Probleme und vergibt eine 4 (CH: 3), fünf Prozent die Note 5 (CH: 2) und ein Prozent eine glatte 6 (CH: 1). Das sind Ergebnisse der „JIMplus Corona“, einer Zusatzstudie zur Studienreihe Jugend, Information, Medien (JIM). Für die Online-Untersuchung (CAWI) wurden vom 2. bis 6. April 1.002 Schülerinnen und Schüler im Alter von zwölf bis 19 Jahren in Deutschland befragt. Die Studienergebnisse sind unter www.mpfs.de abrufbar.

Auch das Telefon kam zum Einsatz
Der Ablauf von Fernlernen, in Coronazeiten meist als „Homeschooling“ bezeichnet, verlief unterschiedlich: 30 Prozent der Schülerinnen und Schüler bekamen zu Beginn der Schulschliessung Aufgaben und hatten anschliessend kaum Kontakt zu ihren Lehrkräften. Gut die Hälfte der Schülerinnen und Schüler beziehungsweise deren Eltern (56 Prozent) erhielten regelmässig Aufgaben per E-Mail, jeder Zehnte bekam Arbeitsaufträge via WhatsApp. In manchen Klassen wurde auch digital gearbeitet: Jeder Vierte (26 Prozent) nutzte einen Klassenchat, etwa jeder Fünfte (22 Prozent) konnte auf eine Schul-Cloud zugreifen, 16 Prozent trafen sich in Videokonferenzen. Auch das Telefon fand bei zehn Prozent Verwendung im Kontakt mit Lehrkräften, jeder Vierte telefonierte mit seinen Klassenkameraden zu Schulthemen.

Kaum Probleme mit der Technik
Was die technische Seite betrifft, kamen bei den Jugendlichen für die Schule zuhause überwiegend das Handy (82 Prozent) und ein PC oder Laptop (80 Prozent) zum Einsatz. Allerdings musste sich jeder Vierte (26 Prozent) den Computer mit jemandem teilen. Mit den Geräten und der genutzten Software kamen die Schülerinnen und Schüler nach eigenen Angaben gut zurecht (Durchschnittsnote 1,9 / CH: 5,1). Überwiegend haben die Schülerinnen und Schüler es einfach selbst ausprobiert (63 Prozent), 35 Prozent erfuhren Unterstützung durch die Eltern und jeder Fünfte erhielt eine Anleitung von der Schule (21 Prozent). Weiter spielten bei der technischen Unterstützung die Hilfe von Freunden (14 Prozent) und Geschwistern (11 Prozent) sowie Tutorials im Internet (14 Prozent) eine Rolle.

12- bis 13-Jährige lernten mit Hilfe der Eltern
Beim Lernen generell unterstützten die Schülerinnen und Schüler sich meist gegenseitig via Chat (50 Prozent), 45 Prozent nutzten Tutorials im Internet, 43 Prozent wurde von den Eltern geholfen, jeder Dritte erhielt Anleitungen von der Schule (32 Prozent), 35 Prozent probierten es einfach aus. Allerdings bedurften die jüngeren Schülerinnen und Schüler deutlich mehr Unterstützung. Die 12- bis 13-Jährigen gaben zu 90 Prozent an, dass ihnen beim Lernen von den Eltern geholfen wurde.

Als mediale Lernangebote wurde vorwiegend YouTube (83 Prozent) genutzt, gefolgt von Wikipedia (58 Prozent), Dokus und Wissenssendungen im Fernsehen (27 Prozent) sowie explizite Schulsendungen im Fernsehen oder Internet (21 Prozent).

Durch Kontaktsperre mehr Mediennutzung
Die Sondersituation mit Kontaktsperre und Schulschliessung hatte auch deutliche Auswirkungen auf den Alltag und die Mediennutzung. So verbrachten die Jugendlichen nach eigenen Angaben mehr Zeit als vorher mit YouTube Videos (82 Prozent), Musikhören (78 Prozent), Streaming-Diensten (71 Prozent), Fernsehen (54 Prozent), Spazieren gehen und Lernen (je 52 Prozent). Das zeigt sich auch in den Nutzungszeiten: Im Schnitt verbrachten Jugendliche pro Tag etwa zwei Stunden (121 Minuten) mit Lernen und Streaming-Diensten (114 Minuten). Musikhören (100 Minuten), YouTube Videos (92 Minuten) und Fernsehen (70 Minuten) wurden ebenfalls intensiv genutzt. Jungen und Mädchen zeigten hier deutliche Unterschiede, insbesondere beim Aufwand für die Schule. Bei Mädchen wurde mit 141 Minuten die meiste Zeit mit Lernen verbracht, gefolgt von Streaming-Diensten (128 Minuten) und Musikhören (106 Minuten). Jungen hingegen verbrachten nach eigenen Angaben die meiste Zeit mit YouTube Videos (105 Minuten), Computerspielen mit Freunden (104 Minuten) sowie Streaming-Diensten und Lernen (je 100 Minuten).

Kontakt zu Freunden via Messenger, mit Grosseltern per Telefon
Der Kontakt zu Freunden erfolgte bei fast allen Jugendlichen via Messenger, etwa WhatsApp (90 Prozent). Immerhin fast jede Zweite nutzte das Telefon (48 Prozent), jeder Dritte tauschte sich über Computerspiele/Teamspeak (36 Prozent) oder Videochats (34 Prozent) aus, jeder Vierte nutzte spezielle Apps wie Houseparty, um in Kontakt zu bleiben. Mit den Grosseltern oder älteren Verwandten wurde überwiegend telefoniert (69 Prozent), knapp die Hälfte nutzte Messenger (46 Prozent). Videochats waren für 15 Prozent eine Option und 18 Prozent machten Besuche, ohne hierbei direkten Kontakt zu haben.

Nachholbedarf bei digitalen Bildungsanwendungen
Insgesamt zeige sich, so die Studie, dass die Jugendlichen in Deutschland mit der aktuellen Situation auf ihre „privaten“ Erfahrungen mit digitaler Kommunikation zurückgreifen könnten und zumindest nach eigenen Angaben mit der aktuellen Schulsituation meist gut zurechtkämen. Dass bei nur etwa einem Fünftel der Schülerinnen und Schüler an weiterführenden Schulen eine digitale Lernplattform etwa eine Schul-Cloud zum Einsatz komme, dokumentiere den Nachholbedarf bei digitalen Bildungsanwendungen in Deutschland.

JIM-Studienreihe
Die Studienreihe JIM (Jugend, Information, Medien) wird vom Medienpädagogischen Forschungsverbund Südwest seit 1998 jährlich in Zusammenarbeit mit dem Südwestrundfunk (SWR) durchgeführt. Die repräsentative Studie bildet das Medienverhalten der Jugendlichen in Deutschland ab. Der Medienpädagogische Forschungsverbund Südwest ist eine Kooperation der Landesanstalt für Kommunikation Baden-Württemberg (LFK) und der Medienanstalt rlp (LMK). Die Durchführung der Studie erfolgt in Zusammenarbeit mit dem Südwestrundfunk (SWR).

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Symbolbild Buch © Foto: pexels/pixabay

Mit am Tisch: Frauen in der Freikirche der Siebenten-Tags-Adventisten

Basel/Schweiz | 29.04.2020 | APD | Buchrezensionen

Buchrezension: Hannele Ottschofski, Mit am Tisch: Frauen in der Freikirche der Siebenten-Tags-Adventisten. Verlag: Independently published, 2019, 169 Seiten, Taschenbuch 9,52 €, Kindle 4,50 €, ISBN-10: 1096263343, ISBN-13: 978-1096263340

Einmischen, Mitmischen, Aufmischen – es ist an der Zeit, die Geschlechterdiskriminierung der Freikirche zu beenden, so der Tenor des Buches „Mit am Tisch“ von Hannele Ottschofski. Nach diversen Andachtsbüchern speziell für Frauen und ihrer Autobiographie zeigt die Autorin in ihrem neuesten Buch Mut, sich unbequemen Themen zu stellen. Frauen sein nicht nur gleichwertig, sondern auch gleichberechtigt und somit zur Partizipation in jeglicher Hinsicht berechtigt. Sie sollten mit am Tisch sitzen und gleichberechtigt Entscheidungen treffen, gerade wenn es um ihre eigene Berufung geht.

Thema mit Geschichte
Seit über 50 Jahren diskutiert die weltweite Freikirche der Siebenten-Tags-Adventisten über die Ordination der Frau. In jüngster Zeit hat kaum ein Thema die Freikirche so gespalten wie die Frage der Ordination von Frauen zum Predigtamt. Doch es war nicht immer so. In den Anfängen der Bewegung spielten die Frauen eine bedeutende Rolle in der Entstehung der Freikirche, standen sie doch „ihren Mann“ auch in Führungspositionen, wie der Schatzmeisterei und der Mission. Ottschofski führt aus, dass einige Frauen Predigerbeglaubigungen erhielten, ebenso wie Ellen White selbst, die sich stets für die Belange von Frauen einsetzte, ohne aber dabei zu polarisieren. Durch geschichtliche Entwicklungen seien die Frauen jedoch langsam aus ihren Positionen verdrängt und durch ordinierte Männer ersetzt worden.

Inhaltsüberblick
In elf Kapiteln wird das Thema dargestellt. Dabei argumentiert Ottschofski biblisch, geschichtlich, kirchengeschichtlich und praktisch. Auch die Geschichte der Entwicklung der Frauenabteilung der Freikirche mit ihren Aufgaben wird ausführlich dargestellt. Ein weiteres Kapitel ist dem konfliktreichen Kampf um die gleiche Entlohnung gewidmet, der erst 1982 gerichtlich entschieden wurde. Im letzten persönlichen Kapitel bedauert die Autorin, dass trotz ihres Engagements für die Gleichstellung ihr eigenes Leben an Gleichberechtigung vermissen liess und reflektiert die Feminismus-Frage in kirchlichen Zusammenhängen. Das Buch schliesst mit einer ausführlichen, wenn auch nicht vollständigen, Aufzählung von bedeutenden Frauen innerhalb der Freikirche in Geschichte und Gegenwart.

Begeisterung und Tadel
Das Buch ist keine sachlich-theoretische Abhandlung, sondern fällt durch den leidenschaftlichen Stil und die persönliche Betroffenheit auf. Ottschofski tritt dabei kämpferisch auf und ist der Meinung: „Frauen haben immer kämpfen müssen, um zu ihren Rechten zu kommen“ (S. 80). Sie hält auch mit ihrer persönlichen Meinung und scharfer Kritik nicht zurück. So wird Gemeindegliedern eine Jenseitsorientierung und mangelnder Aktionismus vorgeworfen und der Kirchenleitung ein Festhalten an überkommenen Traditionen und Machtstrukturen. Auch der aktuelle Präsident der Generalkonferenz wird für seine mangelnde Dialogbereitschaft anhand eines aktuellen Beispiels kritisiert.

Eine gute Recherche, interessante Einzelheiten und klare Einsichten in die aktuelle, nationale wie internationale Kirchenpolitik machen das Buch lesenswert. Wer jedoch eine ausgewogene Darstellung erwartet, der sei auf andere Literatur zum Thema verwiesen. Dieses Buch liest sich als Kampfansage für Gerechtigkeit und Veränderung in dieser Zeit. Ottschofski ist dabei überzeugt: „Frauen brauchen nicht bessere Männer zu sein, sondern dürfen… ganz Frau sein“ (S. 51), um eben die Konkurrenz der Geschlechter nicht zu befeuern, sondern zu befrieden.

Hannele Ottschofski, in Finnland geboren, studierte Lehramt, ehe sie sich ganz der Familie und ihren vielfältigen ehrenamtlichen Aufgaben widmete. Sie lebte gemeinsam mit ihrem Mann eine Zeitlang als Missionarsehepaar in der Zentralafrikanischen Republik. Heute lebt sie in Hechingen bei Tübingen und engagiert sich im kreativen, schriftstellerischen, medialen und musikalischen Bereich.
Claudia Mohr

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