APD-INFORMATIONEN 2/2021 - FEBRUAR 2021

© Logo und Wortmarke der Siebenten-Tags-Adventisten.

4.769 Siebenten-Tags-Adventisten leben in der Schweiz

Zürich/Schweiz | 28.02.2021 | APD | Schweiz

4.769 erwachsen getaufte Siebenten-Tags-Adventisten lebten am 31. Dezember 2020 in der Schweiz. 49 Mitglieder weniger als Ende 2019. Weltweit gab es Ende 2020 über 21,5 Millionen adventistische Christen.

Den 36 Taufen und vier Aufnahmen - aufgrund des Glaubensbekenntnisses - in die Freikirche standen im vergangenen Jahr mehr Transfers von 21 Mitgliedern ins Ausland als Zuwanderungen sowie 46 Todesfälle und 33 Kirchenaustritte und Entzüge der Mitgliedschaft sowie acht unauffindbare Mitglieder gegenüber.

Die protestantische Freikirche feiert den Gottesdienst jeweils am Samstag (Sabbat), dem biblischen Ruhetag, in 57 Ortsgemeinden in der Schweiz.

Kinder und ungetaufte Jugendliche werden nicht als Mitglieder gezählt
Über 580 Kinder und Teens bis 16 Jahren, die in adventistischen Familien in der Schweiz aufwachsen und am kirchlichen Leben teilnehmen, sind laut Herbert Bodenmann, Mediensprecher, nicht in der Mitgliederzahl enthalten. Die protestantische Freikirche taufe üblicherweise keine Kinder und zähle sie deshalb ebenso wie ungetaufte Jugendliche über 16 Jahren nicht als Mitglieder.

Schweizer Adventisten sind als Verein organisiert
Die Schweizer Adventisten sind nach dem Vereinsrecht organisiert und teilen sich in zwei Kirchenregionen: die Deutschschweizerische Vereinigung der Freikirche der Siebenten-Tags-Adventisten (DSV), mit Sitz in Zürich und die Fédération des Eglises Adventistes du 7e jour de la Suisse romande et du Tessin (FSRT), mit Sitz in Renens/VD. Beide Verwaltungsregionen bilden gemeinsam die Schweizer Kirchenleitung, die Schweizer Union, mit Sitz in Zürich.

Adventistische Institutionen und Werke in den Sprachregionen
Die Adventisten in der Schweiz führen die Privatschule A bis Z in Zürich, zwei Jugendhäuser, in St. Stephan/BE und Les Diablerets/VD, drei Alters- und Pflegeheime in Krattigen/BE, Oron-la-Ville und Epalinges bei Lausanne, den Advent-Verlag Schweiz in Krattigen/BE sowie eine Versandstelle für französische Bücher in Renens/VD. Im Weiteren unterhalten sie das Hope Bibelstudien-Institut (HBI) und das Religionspädagogische Institut (RPI) in Zürich sowie das Institut d'Etude de la Bible par Correspondance (IEBC) in Renens. In Gland/VD befindet sich die Klinik La Lignière, die auf Rehabilitation bei Herz-Kreislauferkrankungen, neurologischen, orthopädischen und rheumatischen Erkrankungen sowie auf Nachbehandlung bei Krebs spezialisiert ist.

Gesamtschweizerische Institutionen der Adventisten
Zu den gesamtschweizerischen Werken zählt die Adventistische Entwicklungs- und Katastrophenhilfe ADRA Schweiz mit Sitz in Zürich, ein ZEWO-zertifiziertes Partnerhilfswerk der Glückskette. Das Hilfswerk ist in der Schweiz mit rund 30 Ortsgruppen im sozialen Bereich tätig und im Ausland mit Katastrophen- und Entwicklungshilfeprojekten. Der Adventistische Pressedienst APD Schweiz, Basel, richtet seine Dienste vor allem an säkulare und kirchliche Medien. Die Schweizerische Liga Leben und Gesundheit (LLG), Zürich, bietet mit ihren Seminaren in rund 40 Ortsgruppen ganzheitliche Gesundheitsförderung an: körperlich, seelisch, spirituell und sozial.

Ökumenische Kontakte
Die Adventisten in der Schweiz sind Mitglied der Schweizerischen Bibelgesellschaft (SB) und haben den Gaststatus in der Arbeitsgemeinschaft Christlicher Kirchen in der Schweiz (AGCK-CH). Die Adventisten der Deutschschweiz haben im Verband «VFG – Freikirchen Schweiz» den Beobachterstatus. In drei kantonalen Arbeitsgemeinschaften Christlicher Kirchen sind sie Mitglieder und in drei weiteren haben sie den Gaststatus.

Webseite der Adventisten in der Deutschschweiz: www.adventisten.ch
Webseite der Adventisten in der Romandie und im Tessin: www.adventiste.ch

Statistiken zu den Adventisten in der Schweiz und weltweit:
https://www.adventisten.ch/adventisten/statistik/

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Cover Themenheft 2021 Täufergedenken © Cover: Matthias Bartel/taeuferbewegung2025.de

Themenheft 2021 zum Täufergedenken erschienen

Linkenheim-Hochstetten/Deutschland | 28.02.2021 | APD | International

2025 erinnern Christinnen und Christen weltweit an den Beginn der Täuferbewegung vor 500 Jahren. Unter dem Motto „Gewagt! 500 Jahre Täuferbewegung“ finden bis dahin jedes Jahr Veranstaltungen mit einem besonderen Schwerpunkt statt, um über das täuferische Erbe nachzudenken. Der Leitgedanke für 2021 lautet „gewagt! gemeinsam leben“. Er wird durch ein jetzt herausgegebenes Themenheft vertieft.

Verschiedene Autorinnen und Autoren setzen sich mit dem Thema „gemeinsam leben” aus sehr unterschiedlichen Perspektiven auseinander, sowohl historisch als auch gegenwartsbezogen und praxisnah. Das Heft bietet Material für Gemeindekreise, Bildungseinrichtungen, Gottesdienste und ökumenische Begegnungen. Es umfasst 160 Seiten und ist erhältlich beim Verlag Blessings4you (https://www.blessings4you.de/shop/item/9783879394043/gewagt-gemeinsam-leben-broschur#).

Verein „500 Jahre Täuferbewegung 2025 e.V.“
„Gewagt! 500 Jahre Täuferbewegung“ erinnert an die reformatorische Bewegung der Täufer, in der viele Christen und Christinnen als mündige Menschen gemeinsam und konsequent ein an biblischen Massstäben ausgerichtetes Leben führen wollten. Ihre Ideale waren die Freiheit des Glaubens und die Gewaltlosigkeit. „Gewagt!“ rufe laut mennonews.de auf, darüber nachzudenken, was Christsein unter täuferischen Vorzeichen im 21. Jahrhundert bedeuten könne. Ziel sei es, darüber auf einer breiten ökumenischen Basis ins Gespräch zu kommen. Eine Steuerungsgruppe aus Vertreterinnen und Vertretern der Mennoniten, der Baptisten und der Arbeitsgemeinschaft Christlicher Kirchen (ACK) sowie des Konfessionskundlichen Instituts Bensheim und des Johann-Adam-Möhler-Instituts Paderborn plant die Veranstaltungen der nächsten fünf Jahre. 1. Vorsitzende des Vereins 500 Jahre Täuferbewegung 2025 e.V. ist Privatdozentin Dr. Astrid von Schlachta, 2. Vorsitzender Dr. Andreas Liese.

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Geplantes 100-Betten-Krankenhaus von AdventHealth in Palm Coast, Florida. © Grafik: AdventHealth

Florida: AdventHealth investiert $ 100 Millionen für Spitalneubau

Altamore Springs, Florida/USA | 28.02.2021 | APD | International

AdventHealth (früher Adventist Health System) kündigte an, für 100 Millionen Dollar ein vier Stockwerke umfassendes 100-Betten-Krankenhaus in Palm Coast, Florida zu bauen, das im Herbst 2022 eröffnet werden soll.

Damit soll den Bewohnenden des stark wachsenden Bezirks Flagler County, im Nordosten Floridas, eine umfassende Gesundheitsversorgung, einschliesslich erstklassiger orthopädischer Leistungen geboten werden, schreibt AdventHealth.

Das neue Krankenhaus soll eine Notaufnahme mit umfassender Bildgebung, fünf Operationssäle, Endoskopie-Dienstleistungen, ein ambulantes Labor, Herzkatheterlabore, 20 Patientenzimmer für Intensivpflege und 80 für allgemeine medizinische oder chirurgische Versorgung umfassen. Geplant ist ausserdem ein 30.000 Quadratmeter grosses medizinisches Bürogebäude, das ebenfalls auf dem 10 Hektar umfassenden Gelände errichtet werden soll.

Das neue Krankenhaus wird laut AdventHealth 400 Arbeitsplätze mit einem Durchschnittseinkommen von 55.000 Euro oder 60.000 Franken bieten, die später auf 700 Arbeitsplätze ausgebaut werden sollen.

AdventHealth
Das «Adventist Health System» wurde 1973 gegründet und 2019 in «AdventHealth» umbenannt. Es ist das grösste gemeinnützige protestantische Gesundheitssystem in den USA mit Hauptsitz in Altamonte Springs, Florida. «AdventHealth» gehört zur Kirche der Siebenten-Tags-Adventisten in den USA. Es verfügt über 45 Krankenhäuser, mehr als 8.200 zugelassene Betten in neun Bundesstaaten und versorgt jährlich mehr als fünf Millionen Patienten mit über 80.000 Mitarbeitenden. Das Gesundheitssystem von «AdventHealth» umfasst auch Notfallversorgungszentren, häusliche Gesundheits- und Hospizdienste, Arztpraxen und qualifizierte Pflegeeinrichtungen. Die jährlichen Betriebseinnahmen liegen bei elf Milliarden US-Dollar.

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Logo FeG Deutschland

Bund Freier evangelischer Gemeinden wird Vollmitglied in der ACK Deutschland

Witten an der Ruhr/Deutschland | 28.02.2021 | APD | Ökumene

Dem Antrag auf Vollmitgliedschaft des Bundes Freier evangelischer Gemeinden (FeG) in der Arbeitsgemeinschaft Christlicher Kirchen in Deutschland (ACK) haben alle 17 Mitgliedskirchen der ACK zugestimmt.

Laut dem Newsletter der FeG Deutschland soll eine formale Aufnahme am 24. oder 25. März 2021 während der online-Mitgliederversammlung der ACK erfolgen. Die feierliche liturgische Aufnahme mit Empfang werde voraussichtlich am 29. oder 30 September in Pforzheim stattfinden.

Die Delegierten des FeG-Bundestages 2019 hatten am 28. September beschlossen, die Vollmitgliedschaft in der ACK Deutschland zu beantragen. Der Bund gehört zu den Gründungsmitgliedern der ACK im Jahr 1948, hatte aber seit Beginn einen Gaststatus.

Bund FeG
Der Bund Freier evangelischer Gemeinden gehört in Deutschland zu den klassischen Freikirchen des Protestantismus. Gegründet wurde die erste deutsche Freie evangelische Gemeinde 1854 in Elberfeld (Wuppertal) durch Hermann Heinrich Grafe. Ziel war es, eine kirchliche Alternative zum Modell der damaligen Staatskirche zu entwickeln. Zum Bund gehören heute in Deutschland 500 Kirchengemeinden mit 43.127 Mitgliedern (Stand 31.12.2019). Hinzu kommen laut eigenen Angaben fast 10.000 Kinder und etwa 20.000 Gäste, welche die Gottesdienste besuchen. Weitere Informationen unter www.feg.de.

ACK Deutschland
Die ACK Deutschland wurde 1948 gegründet. Gründungsmitglieder waren fünf Kirchen, jetzt hat die ACK 18 Mitgliedskirchen und sieben Gastmitglieder, darunter auch die Freikirche der Siebenten-Tags-Adventisten. Fünf ökumenische Organisationen haben einen Beobachterstatus.
Informationen: www.oekumene-ack.de.

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Logo und Wortmarke der Evangelisch-Lutherischen Kirche Basel und Nordwestschweiz © Screenshot: http://www.luther-basel.ch/index.php

Evangelisch-Lutherische Kirche Basel und Nordwestschweiz erhält kantonale Anerkennung

Basel/Schweiz | 28.02.2021 | APD | Religion + Staat

Basel/Schweiz | 02.02.2021 │ APD │ Nach rund zweiähriger Prüfung durch das Finanzdepartement, den Regierungsrat, die Bildungs- und Kulturkommission des Kantons Basel-Stadt, wurde der Antrag auf kantonale Anerkennung der Evangelisch-Lutherischen Kirche Basel und Nordwestschweiz am 14. Januar 2021 im Grossen Rat behandelt und mit 70 Ja-Stimmen und einer Enthaltung genehmigt, heisst es im INFOREL NEWSLETTER 1/2021. INFOREL ist gemäss eigenen Angaben eine virtuelle Informationsstelle mit unabhängigen Informationen über Religionen und weltanschaulichen Bewegungen in der Region Basel. An der juristischen Person der Gemeinschaft ändere sich mit der kantonalen Anerkennung, die auch als «kleine Anerkennung» bezeichnet wird, nichts. Die Gemeinschaft bleibe weiterhin ein privatrechtlicher Verein, so INFOREL.

Gemäss Gemeindepfarrer Jörg Winkelströter gab das 125-jährige Jubiläum der Gemeinde im Jahr 2018 den nötigen Anstoss, um den Antrag einzureichen, berichtet INFOREL.

Anerkennung hat «symbolischen Wert»
Die Anerkennung habe vor allem symbolischen Wert, erklärt Winkelströter gegenüber INFOREL. Da die Kirche beispielsweise in Deutschland oder in den skandinavischen Staaten als Landeskirche eine Körperschaft öffentlichen Rechts ist, wunderten sich die in der Schweiz wohnenden Mitglieder stets, dass sie hier «nur ein Verein» sei. Mit der Anerkennung gehe für den Pfarrer und seine Mitglieder also auch eine Aufwertung einher, die auch die Verbindung zur Gesellschaft und zum Kanton festige schreibt INFOREL.

Pflichten durch Anerkennung überschaubar
Die sich durch die Anerkennung ergebenden Pflichten, seien für sie überschaubar, berichtet Winklerströter: So müssten sie ihre Finanzen dem Kanton gegenüber jährlich transparent machen, Statutenänderungen melden, den Religionsfrieden respektieren und den Austritt aus der Gemeinschaft jederzeit ermöglichen.

Praktischer Wert der Anerkennung: Übermittlung der Einwohnerkontrolldaten
Der «praktische Wert» der kantonalen Anerkennung liege laut dem Gemeindepfarrer auch darin, dass anerkannte Gemeinschaften das Recht auf Übermittlung der Einwohnerkontrolldaten beantragen könnten. Entsprechend würden der Gemeinschaft bei Zuzug, Wegzug oder Versterben einer Person mit evangelisch-lutherischer Zugehörigkeit, diese Daten übermittelt.

Kirchen und Gemeinschaften mit kantonaler bzw. »kleiner» Anerkennung im Kanton Basel-Stadt:
Christengemeinschaft (2010), Alevitische Gemeinde Regio Basel (2012) und die Neuapostolische Kirche Basel (2012).

Öffentlich-rechtliche Körperschaften im Kanton Basel-Stadt
Die Evangelisch-reformierte, die Römisch-Katholische und die Christkatholische Kirche sowie die Israelitische Gemeinde Basel haben den Status von öffentlich-rechtlichen Körperschaften.

Zum Artikel von INFOREL: https://www.inforel.ch/i1271e5001487

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Ganoune Diop, Direktor für öffentliche Angelegenheiten und Religionsfreiheit der adventistischen Weltkirchenleitung © Foto: Dominik Zeh

Adventist bezeichnet an UN-Symposium geschlechtsspezifische Gewalt als «Schande für die Menschheit»

Silver Spring, Maryland/USA | 28.02.2021 | APD | Menschenrechte

Wenn wir über den Status und die Behandlung von Frauen weltweit sprechen, geben wir uns nicht nur "akademischen Spekulationen über abstrakte Rechte hin", sagte Ganoune Diop während einer Grundsatzrede am 26. Januar 2021 vor mehr als tausend Teilnehmern aus UN-Organisationen als auch aus vielen glaubensbasierten Organisationen, die online dem jährlichen Symposium zur Rolle von Religion und glaubensbasierten Organisationen in internationalen Angelegenheiten folgten.

Ganoune Diop, Direktor der Abteilung für öffentliche Angelegenheiten und Religionsfreiheit der adventistischen Weltkirchenleitung sagte in seinem Vortrag, der den thematischen Rahmen für die ganztägige Veranstaltung bildete, dass Frauen in vielen Kontexten "unverhältnismässig stark unter den Traumata der menschlichen Existenz leiden". "Häusliche Gewalt, gesellschaftliche Gewalt, die Schrecken des Menschenhandels - sie alle betreffen Frauen und Mädchen unverhältnismässig stark und offenbaren die dunkle Seite der Gesellschaft", so Diop. Er rief zu Zusammenarbeit auf, um Kräften entgegenzutreten, die gegen die "volle Menschenwürde" von Frauen arbeiteten.

Adventistische Stimme in internationalen Gremien hörbar machen
Laut Adventist Review, nordamerikanische Kirchenzeitschrift, sagte Diop in einem Interview im Anschluss an das Symposium, dass es wichtig sei, dass adventistische Stimmen und Perspektiven innerhalb der internationalen Gemeinschaft gehört werden. "Bei Veranstaltungen wie diesen, die in Zusammenarbeit mit anderen Organisationen durchgeführt werden, geht es nicht darum, die Unterschiede zwischen den Gruppen zu negieren", sagte Diop. "Stattdessen ist es eine Chance, die einzigartigen Beiträge hervorzuheben, die die adventistische Kirche einbringt; wie unsere biblischen Überzeugungen über die angeborene Würde und den Wert jedes Menschen - als Söhne und Töchter des Schöpfergottes – die unser globales Eintreten für grundlegende Menschenrechte bestimmen."

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Moderatorenduo Jennifer Pepper und Marcus Walter © Foto: ERF-Medien

Hope TV überträgt ERF Mediensendereihe „ERF MenschGott“

Alsbach-Hähnlein und Wetzlar/Deutschland | 28.02.2021 | APD | Medien

Die ERF Medien Sendereihe „ERF MenschGott“ wird ab Sonntag, 7. Februar auf Hope TV ausgestrahlt. Das Format stellt die persönliche Glaubensgeschichte und Gotteserfahrung verschiedener Menschen in den Mittelpunkt.

„Wir freuen uns sehr, dass die vertrauensvolle Kooperation mit Hope Media nun auch in der Ausstrahlung von ERF MenschGott auf Hope TV ihren Ausdruck findet. Ich hoffe, dass wir mit unseren Lebensgeschichten auch dort viele Menschen inspirieren und ermutigen können.“ so Ingo Marx, Leiter TV/Bewegtbild bei ERF Medien. Die Ausstrahlung des Formats auf Hope TV sei die Fortsetzung einer partnerschaftlichen Kooperation zwischen ERF Medien und Hope Media Europe e.V. (Hope Media). Aufgrund des Neubauprojektes am Wetzlarer Standort würden die Produktionskapazitäten von Hope Media in Alsbach-Hähnlein durch das Team von ERF Medien regelmässig für unterschiedliche Aufzeichnungen genutzt.

Paulin Giurgi, Stellvertretender Geschäftsführer von Hope Media: „Gern haben wir ERF Medien während der Bauphase ihres neuen Medienhauses in den Studios von Hope Media aufgenommen. Unser gemeinsames Ziel ist es, dass Menschen Gott kennenlernen! Mit grosser Freude nehmen wir daher die beliebte Talksendung ERF MenschGott in das Programm von Hope TV auf.“ Das Medienhaus von ERF Medien soll inklusive neuer TV-Studios Ende 2021 fertiggestellt werden.

Ebenfalls neu im Februar an Bord des Moderationsteams bei ERF MenschGott ist Jennifer Pepper. Die 36-Jährige hat sich bereits als Singer-Songwriterin einen Namen gemacht und bringt sich ab dem 11. Februar an der Seite von Moderator Marcus Walter ein.

Ausstrahlungstermine für ERF MenschGott auf Hope TV: ab 7. Februar sonntags, 19.45 Uhr sowie Wiederholungen (Dienstag, Mittwoch und Donnerstag). Alle Infos zum Programm unter www.hopetv.de/

Der Sender Hope TV gehört zur internationalen Senderfamilie Hope Channel, die 2003 in den USA gegründet wurde und aus mittlerweile 61 nationalen Sendern besteht.

Mehr zur Sendereihe ERF MenschGott: https://www.erf.de/8190

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Symbolbild - Buch © Foto: pexels/pixabay

„FATUM – Das Klima und der Untergang des Römischen Reiches“

Hannover/Deutschland | 28.02.2021 | APD | Buchrezensionen

Buchrezension: „FATUM – Das Klima und der Untergang des Römischen Reiches“, Kylie Harper, C.H.Beck, (16. März 2020), 567 Seiten mit 42 Abbildungen, 8 Tabellen und 26 Karten, (2. Auflage), 14,5 x 22,1 x 4 cm, Hardcover 32,00 €, e-Book/Kindle 24,99 €, ISBN-13: 978-3-406-74933-9, ISBN-10: 340674933X.

Warum hatte das Römische Reich keinen dauerhaften Bestand? Diese Frage beschäftigt noch heute Wissenschaftler und interessierte Laien gleichermassen. Die Antworten zum Ende der Antike sind vielfältig. Prominente Thesen sind die Völkerwanderung oder auch eine „spätrömische Dekadenz“. Der Professor für Altertumswissenschaften an der Universität Oklahoma, Kyle Harper, wagt in seinem Buch FATUM eine neue These: Nicht die Germanen, sondern Klimaschwankungen und Seuchen seien Hauptgründe für den Untergang. „Bakterien sind noch weitaus tödlicher als Barbaren“ (S. 41). Der englische Originaltitel ist da aussagekräftiger und aktueller: „The Fate of Rome: Climate, Disease, and the End of an Empire“.

Sorgfältig recherchiert, flüssig geschrieben und interdisziplinär lohnt sich der Blick in die Apokalypse der Spätantike, um das aktuelle Weltgeschehen zu bewerten. Das Buch ist in Prolog, sieben Kapitel und Epilog gegliedert. Ein umfangreicher Anhang sowie viele Karten und Diagramme und Tabellen belegen die Ausführungen. Durch das brillante Zusammendenken von geistes- und naturwissenschaftlichen Fakten wird ein prächtiger Einblick in die damalige Welt gegeben. Das drastische, teils apokalyptische Vokabular lässt die römische Welt in Flammen stehen. Harpers Seuchen- und Klimageschichte klingt einleuchtend, ist allerdings in Fachkreisen umstritten, da ihm etliche Detailfehler nachgewiesen wurden.

Vergangenheit
Der Niedergang Roms ist Geschichte. Dieser Geschichte lässt sich allerdings heute mit modernen Forschungsmethoden auf den Grund gehen. Neben antiken schriftlichen Quellen lassen sich Daten aus „natürlichen Archiven“ heranziehen, wie Eisbohrkerne, Meeressedimente, Gletscher, Jahresringe und DNA-Untersuchungen. Daraus rekonstruiert Harper drei Phasen des römischen Imperiums. In der anfänglichen Hochzeit (ca 200 v.Chr. bis 150 n.Chr.) sei ein warmes und feuchtes Klima vorherrschend gewesen. Die Übergangsphase (150 n.Chr. Bis 450 n.Chr.) sei von klimatischer Unbeständigkeit gekennzeichnet gewesen. Ab 450 n.Chr. herrschte dann die spätantike Kleine Eiszeit, die die Römer auszehrte.

Zusätzlich traten drei furchtbare Pandemien auf, die die Kraftreserven der Römer sprengten. 165 n.Chr. wütete die Antoninische Pest mehr als 24 Jahre. Die Cyprianische Pest entvölkerte zwischen 250 n.Chr. und 271 n.Chr. das Reich. Ab 541 n.Chr. trat die dritte Pestwelle, als Justinianische Plage bekannt, auf und hielt sich etwa 200 Jahre. Die genauen Krankheitserreger sind nur teilweise bekannt. Ihre Letalität ist jedoch unbestritten und wird mit bis zu 50% angegeben. Diesen klimatischen und biologischen Naturgewalten sei das Imperium der Römer seinerzeit nicht mehr gewachsen gewesen und es kollabierte, so Harper.

Gegenwart
Harpers These lässt sich wunderbar auf die Gegenwart beziehen. So gilt die Klimaerwärmung heute als ernstzunehmende Gefahr für die Zivilisation, die besonders die junge Generation mit der „Fridays for Future“-Bewegung umtreibt. An einer Lösung arbeiten viele Staaten gemeinsam, nicht zuletzt im Pariser Klimaabkommen. Das Klima gilt es zu schützen, so die gemeinsam gewachsene Überzeugung. Allerdings war 2017 noch nicht absehbar, wie aktuell das Thema Seuchen im weiteren Verlauf der Weltgeschichte werden würde. Was sich damals noch wie eine Schauergeschichte angehört hat, ist heute Wirklichkeit durch Covid 19 geworden. Das Virus bedroht die Gesellschaft. Die Folgen auf die Zivilisation sind verheerend und auch nach einem Jahr Pandemie noch gar nicht vollends abzusehen. Sicher ist aber, dass das Virus eine Zäsur bedeutet.

Zukunft
Es ist aufschlussreich, Harpers Gedanken weiterzudenken und in die Zukunft zu projizieren. Wie gefährlich können die Faktoren Klima und Seuchen für unsere moderne und globale Zivilisation werden? Wie stark ist unsere heutige Zivilisation vom Untergang bedroht? Wann ist der Punkt erreicht, an dem das System kippt? Gibt es ein zurück? Oder werden wir ganz schnell und scheinbar unabsehbar in unsere Einzelstücke zerfallen und unter total veränderten Bedingungen neu anfangen müssen? Die Lage ist ernst und eine Geisteshaltung der „spätrömischen Dekadenz“ wäre hier völlig fehl und würde zweifelsfrei den zivilisatorischen Untergang beschleunigen. Vielmehr benötigt es Weitsicht, Courage und Engagement, um Fehlentwicklungen zu bemerken und wo möglich zu korrigieren. Anderenfalls droht uns ähnliches Ende wie das der Römer, soviel ist sicher.
Claudia Mohr

Die Rezension kann als Dokument heruntergeladen werden:
https://www.apd.info/wp-content/uploads/2021/01/Rezension-Harper-FATUM-Das-Klima-und-der-Untergang-des-Ro%CC%88mischen-Reiches.pdf

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Impressum

| 31.03.2021 | APD | Impressum

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