APD-INFORMATIONEN 4/2021 - APRIL 2021

Symbolfoto – Corona-Tote © Foto: Isaac Quesada on Unsplash

Mehr als 10.000 Corona-Tote in der Schweiz

Bern/Schweiz | 29.04.2021 | APD | Schweiz

Am 28. April publizierte das Bundesamt für Gesundheit (BAG) Zahlen zur aktuellen Lage bezüglich Covid-19. Demnach wurden in der Schweiz seit dem Beginn (24.02.2020) der Epidemie 10.001 laborbestätigte Todesfälle verzeichnet.

Seit Beginn der Epidemie starben in der Schweiz im Durchschnitt mehr Männer als Frauen im Zusammenhang mit Covid-19. Laut OWID (Our World in Data) sind am 28. April seit Beginn der Pandemie, - bezogen (bzw. für Liechtenstein hochgerechnet) auf eine Bevölkerung von einer Million -, in den nachstehenden Ländern folgende Todeszahlen im Zusammenhang mit Covid-19 zu verzeichnen: Ungarn: 2.812; Tschechien: 2.721; Italien: 1.988; Grossbritannien: 1.881; Brasilien: 1.873; USA: 1.735; Frankreich: 1.527; Liechtenstein: 1.494; Schweden: 1.386; Schweiz: 1.226; Österreich: 1.127; Deutschland: 985.

Gemäss BAG waren am 25. April 868.621 Personen in der Schweiz vollständig geimpft und total 2.443.166 Impfdosen waren verimpft worden. Am 28. April waren die Intensivstationen im Land zu 75 Prozent ausgelastet, die Auslastung durch Covid-19 Patienten und Patientinnen betrug 27,5 Prozent.

Schweizerische Evangelische Allianz ruft zu gemeinsamem Gebet auf
„Die Pandemie führt in unserem Land zu enormen Spannungen. In dieser Situation hat das Gebet eine grosse Bedeutung, schreibt die Schweizerische Evangelische Allianz (SEA-RES) in einer Medienmitteilung. Deshalb würden Schweizer Christen zum gemeinsamen Beten am Pfingstmontag aufrufen. Eine Stunde Hoffnung statt Resignation, eine Stunde Einheit statt Spaltung, eine Stunde «gemeinsam» statt «isoliert»!

Mehr Informationen dazu: www.gemeinsambeten.ch

(1407 Zeichen)
Lobpreis Leiterin © Foto: Frank Alarcon/Unsplash

In Kirchen darf mit Maske ab 19. April wieder gesungen werden

Zürich/Schweiz | 29.04.2021 | APD | Schweiz

Am 14. April hat der Bundesrat, trotz der «fragilen Situation», wie Bundesrat Berset sagte, umfassende Lockerungsschritte der Corona-Schutzmassnahmen per 19. April 2021 beschlossen. Demnach sind die Aussengastronomie sowie bestimmte Sport- und Kulturveranstaltungen wieder erlaubt und in den Kirchen darf mit Maske - sowie unter Einhaltung der Abstandsregeln - wieder gesungen werden. Fitnesszentren, Museen und Kinos dürfen mit gewissen Einschränkungen ebenfalls wieder geöffnet werden.

Die Kirchen profitierten schon bisher von einer Ausnahmeregelung. Gottesdienste durften unter Einhaltung der Schutzmassnahmen mit 50 Personen durchgeführt werden. Diese zahlenmässige Limite bleibt weiterhin bestehen. Die Gottesdienstbesucher und Gottesdienstbesucherinnen dürfen ab dem 19. April aber mit Maske und mit der vorgeschriebenen Distanz zur nächsten Person, Gott im Lied wieder loben. Ein Chor darf hingegen weiterhin nicht auftreten.

Dies bestätige auch die Stellungnahme der Abteilung Kommunikation und Massnahmen des Bundesamts für Gesundheit (BAG) vom 14. April 2021 auf eine Anfrage von Peter Schneeberger, Präsident des Dachverbands Freikirchen.ch: «Besten Dank für Ihre Anfrage. Für Gottesdienste gilt wie bisher max. 50 Personen. Weil das Gesangsverbot gestrichen wurde, darf die versammelte Glaubensgemeinschaft neu während der Messe wieder die Kirchenlieder singen (mit Maske). Ein Kirchenchor darf aber nicht auftreten, auch nicht ein professioneller Chor.»

Aktuelle Coronasituation in der Schweiz
Laut BAG wurden am 15. April 2.226 neue Corona-Fälle gemeldet. Die Inzidenz, die in der Schweiz über einen Zeitraum von 14 Tagen berechnet wird, liegt bei 303. Am 15. April waren 689.178 Personen vollständig geimpft. Die Reproduktionszahl vom 2. April beträgt 1,14. Die Intensivstionen in der Schweiz sind gesamthaft zu 71 Prozent ausgelastet, 24 Prozent der Betten sind mit Covid-Patienten belegt.

(1431 Zeichen)
Symbolfoto - Gebet © Foto: Chris Liverani on Unsplash

Corona-Pandemie: Aufruf zum gemeinsamen Gebet an Pfingsten

Zürich/Schweiz | 29.04.2021 | APD | Schweiz

„Die Pandemie führt in unserem Land zu enormen Spannungen. In dieser Situation hat das Gebet eine grosse Bedeutung, schreibt die Schweizerische Evangelische Allianz (SEA-RES) in einer Medienmitteilung. Deshalb würden Schweizer Christen zum gemeinsamen Beten am Pfingstmontag aufrufen. Eine Stunde Hoffnung statt Resignation, eine Stunde Einheit statt Spaltung, eine Stunde «gemeinsam» statt «isoliert»!

«Pfingsten ist die Geburtsstunde der Kirche und das Fest der Einheit unter den Gläubigen, gestiftet durch den Heiligen Geist», heisst es in der SEA-Mitteilung. An der Online-Veranstaltung «gemeinsam beten» seien Menschen aus allen Kirchen eingeladen, virtuell zusammenzukommen, um für ihr Land zu beten und sich neu auf den gemeinsamen Auftrag auszurichten.

Vor einem Jahr, am 9. April 2020, hätten mehrere christliche Organisationen und Dachverbände aus der ganzen Schweiz zur Online-Veranstaltung «gemeinsam beten» aufgerufen. Über 14.000 Personen hätten damals den Youtube-Stream live miterlebt oder ihn später angeschaut. «Etwas mehr als ein Jahr später befinden sich unser Land und die ganze Welt aufgrund der Pandemie nach wie vor im Ausnahmezustand», so die SEA.

Eine breite Trägerschaft von Christen rufe daher für den Pfingstmontag, 24. Mai 2021, erneut dazu auf, gemeinsam online zu beten. Ab 20 Uhr findet unter www.gemeinsambeten.ch ein Livestream-Gebetsanlass statt. Christen aus verschiedenen Landesteilen gestalten diesen gemeinsam – von zuhause aus zugeschaltet.

Hinter dem Gebetsaufruf stehen folgende Trägerorganisationen:
Schweizerische Evangelische Allianz – Réseau évangélique suisse SEA-RES, Freikirchen Schweiz, Campus für Christus, Federazione delle Chiese Evangeliche Libere del Ticino, 24-7CH Prayer, Livenet, Bibellesebund, Anima Una, Landeskirchen-Forum.

(1405 Zeichen)
© Logo: Siebenten-Tags-Adventisten

Kleiner Spendenrückgang bei Adventisten in der Schweiz im 2020

Zürich/Schweiz | 29.04.2021 | APD | Schweiz

Ende Dezember 2020 gehörten 4.769 erwachsen getaufte Mitglieder der Freikirche der Siebenten-Tags-Adventisten in der Schweiz an, 49 Personen weniger als im Vorjahr. Sie spendeten für die Aufgaben ihrer Kirche weltweit und national über 12,1 Millionen Franken. Hinzu kommen geschätzte Spenden für die Aufgaben und Funktion der 57 Ortskirchen in der Schweiz von rund 1,4 Millionen Franken.

Freiwilligkeitsprinzip – keine Kirchensteuer
Die Adventisten erheben keine Kirchensteuer, sagte Jean-Luc Waber, Finanzvorstand der Adventisten in der Schweiz. Die Tätigkeit der Freikirche werde ausschliesslich durch freiwillige Spenden von Mitgliedern und Gönnern finanziert. Diese gäben in der Regel den Zehnten, wie er in der Bibel beschrieben sei. Der Zehnte, 11,4 Millionen Franken im 2020, rund 150.000 Franken mehr als im Vorjahr, mache einen Grossteil der eingegangenen Gelder aus.

Davon stehen zehn Prozent für die Aufgaben der schweizerischen Kirchenleitung zur Verfügung, weitere zehn Prozent werden an die teilkontinentale Kirchenleitung der Adventisten in West- und Südeuropa (EUD), - einer Aussenstelle der Weltkirchenleitung (Generalkonferenz) weitergeleitet -, dreizehn Prozent fliessen in die Personalfürsorgestiftung und fünf Prozent an Theologische Seminare in Österreich und Frankreich. Vom Zehnten werden Pastoren und Pastorinnen sowie weitere Mitarbeitende in der Schweiz bezahlt sowie die Kosten der Kirchenleitung bestritten.

Zusätzliche Spenden
Viele Mitglieder würden neben zehn Prozent ihres Einkommens weitere Spenden für besondere Projekte geben und unterstützten ihre Kirche auch mit freiwilligem, persönlichem Einsatz, sagte der Finanzvorstand. So sind neben den Zehntengeldern im 2020 zusätzliche Spenden von 711.000 Franken zur Unterstützung der weltweiten Mission der Kirche ins Ausland geflossen. Die Adventisten unterhalten mit 9.489 Bildungsinstituten, von Primarschulen bis Universitäten, das grösste protestantische Bildungswesen weltweit sowie ein ausgedehntes medizinisches Werk mit 227 Krankenhäusern und Sanatorien, 673 Sanitätsstationen, 15 Waisen- und Kinder- sowie 113 Alters- und Pflegeheimen.

Aufgrund der bereits eingegangenen Zahlen der Ortsgemeinden lasse sich sagen, dass bei den zusätzlichen Spenden, die kirchenintern «Gaben» genannt werden, rund zehn Prozent weniger eingegangen sei als 2019. Es zeige sich, dass Gaben und Zehnten, die per Bank oder Postfinance überwiesen würden, trotz Coronajahr, regelmässig eingegangen seien, sagte Waber. Wo Mitglieder aber hauptsächlich ihre Spenden in bar bei der Kollekte im Gottesdienst geben würden, seien aufgrund der Corona-Schutzmassnahmen und der Beschränkung der Teilnehmerzahl bei Präsenz-Gottesdiensten, Rückgänge der Spenden zu verzeichnen gewesen. Er gehe davon aus, dass die meisten Adventisten in der Schweiz «bisher wenig Einbussen zu verkraften hatten, ausser jene mit Migrationshintergrund».

Zusätzlich würden auch Gelder für die Arbeit und Aufgaben der Ortsgemeinden gegeben. Er schätze diese Spenden für die 57 Ortskirchen in der Schweiz gesamthaft auf rund 1,4 Millionen Franken, so der Finanzvorstand.

Globale Solidarität durch Finanzausgleich
Die Tätigkeit der nationalen Kirchenleitung (Vereinigung), der überregionalen (Union/Verband) und der teilkontinentalen Kirchenleitungen (Division) sowie der Weltkirchenleitung (Generalkonferenz) wird überwiegend von weitergeleiteten Zehntengeldern und projektbezogenen Kollekten der Ortsgemeinden finanziert.

Zur Unterstützung finanzschwacher Weltregionen sowie zur Förderung der globalen Aktivitäten der mehr als 21,7 Millionen Mitglieder zählenden Weltkirche, gibt es einen Finanzausgleich. Auf diese Weise trägt jedes Mitglied einer Ortsgemeinde in einem finanzstarken Land durch seine freiwilligen Zehnten und Gaben unmittelbar zum weltweiten Wachstum und zur Erfüllung der Aufgaben und des Auftrags der Kirche bei.

Schweizer Adventisten sind als Verein organisiert
Die Schweizer Adventisten sind nach dem Vereinsrecht organisiert und teilen sich in zwei Kirchenregionen: die Deutschschweizerische Vereinigung der Freikirche der Siebenten-Tags-Adventisten (DSV), mit Sitz in Zürich und die Fédération des Eglises Adventistes du 7e jour de la Suisse romande et du Tessin (FSRT), mit Sitz in Renens/VD. Beide Verwaltungsregionen bilden gemeinsam die Schweizer Kirchenleitung (Schweizer Union) mit Sitz in Zürich.

Adventistische Institutionen und Werke in den Sprachregionen
Die Adventisten in der Schweiz führen die „Privatschule A bis Z“ in Zürich, zwei Jugendhäuser, in St. Stephan/BE und Les Diablerets/VD, drei Alters- und Pflegeheime in Krattigen/BE, Oron-la-Ville und Epalinges bei Lausanne, den Advent-Verlag in Krattigen/BE sowie eine Versandstelle für französische Bücher in Renens/VD. Im Weiteren unterhalten sie das "Hope Bibelstudien-Institut" (HBI) und das „Religionspädagogische Institut“ (RPI) in Zürich sowie das „Institut d'Etude de la Bible par Correspondance“ (IEBC) in Renens. In Gland/VD befindet sich die Klinik „La Lignière“, die auf Rehabilitation bei Herz-Kreislauferkrankungen, neurologischen, orthopädischen und rheumatischen Erkrankungen sowie auf Nachbehandlung bei Krebs spezialisiert ist.

Gesamtschweizerische Institutionen der Adventisten
Zu den gesamtschweizerischen Werken zählt die „Adventistische Entwicklungs- und Katastrophenhilfe“ ADRA Schweiz mit Sitz in Aarau, ein ZEWO-zertifiziertes Partnerhilfswerk der Glückskette. Das Hilfswerk ist in der Schweiz mit rund 30 Ortsgruppen im sozialen Bereich tätig und im Ausland mit Katastrophen- und Entwicklungshilfeprojekten. Der „Adventistische Pressedienst“ APD Schweiz, Basel, richtet seine Dienste vor allem an säkulare und kirchliche Medien. Die Schweizerische Liga Leben und Gesundheit LLG, Zürich, bietet mit ihren Seminaren in über 50 Ortsgruppen ganzheitliche Gesundheitsförderung an: körperlich, seelisch, spirituell und sozial.

Ökumenische Kontakte
Die Adventisten sind Mitglied der Schweizerischen Bibelgesellschaft (SB) und haben den Gaststatus in der Arbeitsgemeinschaft Christlicher Kirchen in der Schweiz (AGCK-CH). In drei kantonalen Arbeitsgemeinschaften Christlicher Kirchen sind sie Mitglieder (BS/BL; GE; VD) und in drei weiteren haben sie den Gaststatus (SH; TI; ZH). Die Adventisten in der Deutschschweiz haben den Beobachterstatus beim Dachverband Freikirchen.ch.

Webseite der Adventisten in der Deutschschweiz: https://www.adventisten.ch/
Webseite der Adventisten in der Romandie und im Tessin: http://adventiste.ch/

(6169 Zeichen)
Teilnehmende der virtuellen Sitzung des NDV-Leitungsgremiums © Screenshot NDV

Adventisten in Norddeutschland beschliessen Umsetzung der gleichberechtigten Ordination von Pastorinnen

Hannover/Deutschland | 29.04.2021 | APD | International

In seiner turnusmässigen Sitzung hat das Leitungsgremium der überregionalen Kirchenleitung der Freikirche der Siebenten-Tags-Adventisten in Nord- und Ostdeutschland (Norddeutscher Verband - NDV) am 25. April beschlossen, die gleichberechtigte Ordination von Männern und Frauen im pastoralen Dienst endgültig durchzuführen. Die Umsetzung der bereits 2012 gefassten Entscheidung war aus kirchenpolitischen Gründen mehrfach verschoben worden.

Beschlussfassung
Mit dem Beschluss der virtuellen Sitzung des Leitungsgremiums des NDV ist eine bereits 2012 getroffene Entscheidung der Synode des NDV umgesetzt worden. Der aktuelle Beschluss lautet: „Die Freikirche der Siebenten-Tags-Adventisten, Norddeutscher Verband, ordiniert ab sofort Männer und Frauen zum weltweiten Predigtamt, wie es die Delegiertenversammlung [Synode] der Freikirche im NDV 2012 beschlossen hat. Pastorinnen und Pastoren, die seit 2012 aufgrund der vom NDV-Verbandsausschuss [Leitungsgremium] beschlossenen Interimslösung eine „Segnung“ erhalten haben, erhalten rückwirkend die Beurkundung zur „Ordination“. Der Beschluss wurde mit 24 Ja- und zwei Nein-Stimmen bei vier Enthaltungen getroffen.

Hintergrund
Nach den Worten von Pastor Johannes Naether, Präsident des NDV, wurde der Beschluss von 2012 nicht umgesetzt. Zum einen gab es keine Pastorinnen im Gebiet des NDV, die zu dieser Zeit eine Ordinationsempfehlung bekommen hätten. Zum anderen wurde seitens der Weltkirchenleitung eine theologische Arbeitsgruppe (Theology of Ordination Study Committee - TOSC) im 2013 eingesetzt, um an dem Thema Ordination der Frau zu arbeiten. Der NDV wollte dem aus kirchenpolitischen Erwägungen nicht vorgreifen. Schliesslich sollte als ein Ergebnis aus der Arbeit von TOSC auf der Weltsynode der Adventisten 2015 in San Antonio ein Antrag gestellt werden, den teilkontinentalen Kirchenleitungen (Divisionen) die Freiheit zu geben, Frauen als Pastorinnen zu ordinieren. Auch hier wollte der NDV der Vollversammlung mit der Möglichkeit eines positiven Votums nicht vorgreifen. Dieser Antrag erhielt 2015 in San Antonio allerdings keine Mehrheit.

Unter Abwägung der Entscheidung von 2012, der Wahrung der Einheit der Weltkirche und als Zeichen des Entgegenkommens beschloss das NDV-Leitungsgremium im Jahre 2016 in einer Grundsatzentscheidung, Männern und Frauen ohne Unterschied eine Beauftragung in Form der „Segnung“ zuzusprechen. Mit dieser Interimslösung sollten Pastorinnen und Pastoren im Gebiet des NDV gleichermassen eine „Segnung“ durch Handauflegung nach biblischem Vorbild erhalten.

Verwarnung des NDV durch die Weltkirchenleitung
Naether erläuterte weiter, dass der NDV feststellen musste, dass diese Kompromisslinie durch den Weltkirchenvorstand (Generalkonferenz - GK) auf Ablehnung stiess und zu einer Verwarnung durch den Exekutivausschuss der GK führte, obwohl sich der NDV mit seiner Entscheidung von 2016 im Rahmen der Kirchenverfassung (Working Policy - WP) befand. Daraus resultierte ein Antrag im Dezember 2019 an das NDV-Leitungsgremium, „den Beschluss von Geseke (2012), „Frauen zu ordinieren“, in der Zukunft umzusetzen bzw. rückwirkend zu beurkunden. Dieses Anliegen wurde jedoch mit Blick auf die ein halbes Jahr später geplante Weltsynode bis auf die Zeit danach verschoben. Die Pandemie brachte diese Zeitpläne durcheinander, sodass die Weltsynode zweimal verschoben wurde und jetzt für Mai 2022 geplant ist.

Plädoyer für Gerechtigkeit und Gleichbehandlung
Da aktuell „die entscheidenden Botschaften zu diesen Themen ausserhalb von Kirche, meistens durch zivilgesellschaftliches Engagement“ kämen, so Naether, „sollten wir lernen, das eigene System liebevoll, aber mutig zu erschüttern und nicht nur nach einem bekannten Schema zu handeln.“ Damit kam der Antrag von Dezember 2019 wieder auf die Agenda, Frauen für das weltweite Predigtamt zu ordinieren und „sich für biblisch angelegte Werte wie Gerechtigkeit und Gleichbehandlung einzusetzen“. Dies wertete Naether als „wertvollen Beitrag für die Entwicklung seiner Kirche“ und es entspreche auch reformatorischem Denken.

Hinweis auf die Situation der Weltkirche
Der anwesende Leiter der teilkontinentalen adventistischen Kirchenleitung für die Region West- und Südeuropa (Inter-Europäische Division - EUD), Pastor Mario Brito, verfolgte die engagierte Debatte und bat die Teilnehmer der Sitzung, die Situation der Weltkirche nicht aus den Augen zu verlieren. „Ich bin nicht dagegen, dass die Frauenordination in Europa durchgeführt wird, während andere Teile der Welt sich dafür entscheiden können, dies nicht zu tun. Meine Sorge ist, dass wir das gegen eine Entscheidung der Weltsynode tun. Es wird einen Präzedenzfall schaffen, der sogar in unserer eigenen Region gegen uns verwendet werden wird.“ Er empfahl, die Entscheidung zu überdenken.

Gefragt nach den möglichen Konsequenzen dieser Entscheidung, entgegnete Naether: „Ich weiss es nicht. Wir brauchen (aber) ein Standbein für Stabilität und ein Spielbein zum Erobern von Möglichkeitsräumen, für die Entwicklung ins Offene hinein, in das Einzugsgebiet des Heiligen Geistes.“

Norddeutscher Verband (NDV)
Die Freikirche der Siebenten-Tags-Adventisten in Deutschland besteht aus den überregionalen Kirchenleitungen in Nord- und Ostdeutschland (Norddeutscher Verband/NDV) mit Sitz in Hannover sowie in Süddeutschland (Süddeutscher Verband/SDV), mit Sitz in Ostfildern bei Stuttgart. Zum NDV mit knapp 19.000 Mitgliedern und 338 Kirchengemeinden und Gruppen gehören die regionalen adventistischen Kirchenleitungen (Körperschaften des öffentlichen Rechts - KdöR) in Schleswig-Holstein, Hamburg, Bremen, Berlin, Niedersachsen, Nordrhein-Westfalen, Brandenburg, Sachsen, Sachsen-Anhalt und Thüringen. Weltweit gibt es fast 22 Millionen Adventisten in über 169.000 Kirchengemeinden und Gruppen (Annual Statistical Report 2020).

Weitere Infos unter: https://www.adventisten.de/organisation/norddeutscher-verband/

(5540 Zeichen)
Prinz Philipp, 2015 in Berlin © Foto: Polizei Berlin / Wikipedia CC BY-SA 4.0 International

Grossbritannien: Adventisten kondolieren der königlichen Familie

Watford/England | 29.04.2021 | APD | International

Pastor Ian Sweeney, Kirchenleiter der Siebenten-Tags-Adventisten in Grossbritannien, sprach der Königin sowie der königlichen Familie im Namen der Adventisten Grossbritanniens sein Beileid aus.

In einer Erklärung, die auf der Website der königlichen Familie am 9. April veröffentlicht wurde, hiess es: „Mit tiefer Trauer gibt Ihre Majestät, die Königin, den Tod ihres geliebten Ehemannes, Seiner Königlichen Hoheit, Prinz Philip, Herzog von Edinburgh, bekannt. Seine Königliche Hoheit ist heute Morgen friedlich auf Schloss Windsor verstorben. Die königliche Familie trauert mit den Menschen auf der ganzen Welt um seinen Verlust."

Der Herzog von Edinburgh, der dienstälteste königliche Gemahl in der britischen Geschichte, war mehr als sechs Jahrzehnte lang an der Seite der Queen.

Am 20. November 1997 feierten die Königin und Prinz Philip ihr Goldenes Hochzeitsjubiläum bei einem Mittagessen im Banqueting House in London. Die Königin hielt eine Rede, in der sie auf „bemerkenswerte fünfzig Jahre“ zurückblickte. Dabei sagte sie von ihrem Mann: „Er war ganz einfach meine Stärke und mein Halt in all diesen Jahren.“

Sein Tod wurde mit vielen Würdigungen aus ganz Grossbritannien und der Welt bedacht. Der Präsident der Adventisten in Grossbritannien (British Union Conference BUC), Pastor Ian Sweeney, sagte in einer Erklärung: „Im Namen der Kirche der Siebenten-Tags-Adventisten auf den Britischen Inseln möchte ich Ihrer Majestät der Königin und der königlichen Familie unser Beileid zum Tod von Prinz Philip aussprechen. Seien Sie versichert, dass in dieser Zeit der Trauer in Ihrem Namen dafür gebetet wird, dass der Geist Gottes Ihnen und unserer Nation in dieser Zeit der Trauer Trost spenden möge.

Webseite der königlichen Familie: https://www.royal.uk/

(1605 Zeichen)
Erton Köhler, neuer Exekutivsekretär | Paul Douglas, neuer Finanzvorstand (re.) © Fotos: Tor Tjeransen (li.) Ansel Oliver (re.) / Adventist Media Exchange (CC BY 4.0)

Adventistische Weltkirchenleitung besetzt zentrale Positionen neu

Silver Spring, Maryland/USA | 29.04.2021 | APD | International

Die Frühjahrssitzung 2021 des Exekutivausschusses der adventistischen Weltkirchenleitung (Generalkonferenz) fand am 13. und 14. April statt. Aufgrund der COVID-19-Pandemie wurde die Sitzung - mit etwas über 210 Mitgliedern aus der ganzen Welt - virtuell durchgeführt. Am 14. April fanden zwei Wahlen für zentrale Verwaltungspositionen in der Weltkirchenleitung statt, berichtet Adventist News Network (ANN): Der Jamaikaner, Paul Douglas, wird ab 1. August neuer Finanzvorstand und löst damit Juan Rafael Prestol-Puesán aus der Dominikanischen Republik ab. Prestol-Puesán diente seit 2015 in dieser Funktion. Der Brasilianer, Erton Köhler, wird per sofort neuer Exekutivsekretär und löst den in Singapur geborenen G.T. Ng ab, der diese Position seit 2010 innehatte. Beide Abtretenden gehen in den Ruhestand.

Paul Douglas
Douglas, derzeit Direktor des Rechnungsprüfungsdienstes (General Conference Auditing Service GCAS) der Weltkirchenleitung (Generalkonferenz), hat einen umfangreichen beruflichen Werdegang in der Finanzverwaltung und im kirchlichen Dienst vorzuweisen. Er wurde 1986 stellvertretender Auditor der Weltkirchenleitung (Generalkonferenz) ernannt und übernahm zwei Jahre später die Funktion des Auditors. 2006 wurde er zum Direktor des Rechnungsprüfungsdienstes der Weltkirchenleitung ernannt.

Der Jamaikaner drückte nach der Wahl seine Freude und Dankbarkeit gegenüber der Kirche aus und dankte Prestol-Puesán, seinem Vorgänger, für seine Leiterschaft. «Ich bin nicht würdig, aber ich bin bereit. Ich bin bereit, in dieser Funktion zu dienen - Gott zu dienen und ihnen, dieser Gemeinde, zu dienen», sagte Douglas.

Erton Köhler
Köhler, gebürtig aus Caxias do Sul, Brasilien, machte 1989 seinen Bachelor-Abschluss in Theologie an der heutigen Brazil Adventist University (BAU). Monate später begann er als Distriktpastor für die regionale Kirchenleitung (Vereinigung) in Sao Paulo zu arbeiten. Im Jahr 1994 wechselte Köhler in die Kirchenverwaltung und übernahm für jeweils vier Jahre die Leitung der Jugendarbeit in der Kirchenleitung von Rio Grande do Sul, in der überregionalen Kirchenleitung in Nordwestbrasilien und in der teilkontinentalen Kirchenleitung in Südamerika. Seit 2007 ist er Präsident der der teilkontinentalen Kirchenleitung in Südamerika und hat seine Ausbildung mit einem Master of Theology an der Brazil Adventist University und einem Doktor der Theologie an der Adventistischen Universität in Peru abgeschlossen.

Laut ANN bedankte sich Köhler beim Nominierungsausschuss des Exekutivausschusses, dem Präsidenten der Generalkonferenz, Ted N.C. Wilson und G. T. Ng, abtretender Exekutivsekretär, für das Vertrauen, das sie in ihn gesetzt haben.

«Ich glaube, Freunde, dass Gott alles führt. Ich glaube, dass Gott die Kirche führt», sagte Köhler. «Ich glaube an Gottes Führung durch Menschen und ich glaube, dass Gott mein Leben führt; Gott führt meine Familie; und Gott führt auch meinen Dienst.... meine einzige Antwort kann jetzt nur sein: ‘Ich packe es an!’»

Quellen zu dieser Meldung: Adventist Review - https://www.adventistreview.org/

(2304 Zeichen)
Pastor Stanley Arco, neuer Präsident der adventistischen Kirchenleitung in Südamerika (SAD) © Foto: Gustavo Leighton / SAD News

Neuer Präsident für die adventistischen Christen in Südamerika gewählt

Brasilia/Brasilien | 29.04.2021 | APD | International

Stanley Arco, Vizepräsident der adventistischen Kirchenleitung in Südamerika (Südamerikanische Division - SAD), wurde am 22. April 2021 zum neuen Präsidenten dieser 2,5 Millionen Mitglieder zählenden, acht Nationen umfassenden Kirchenregion gewählt, wie South American Division News berichtet.

Das Exekutivkomitee der adventistischen Weltkirchenleitung (Generalkonferenz - GC EXCOM) stimmte während einer virtuellen Sondersitzung der Empfehlung des Exekutivkomitees der südamerikanischen Kirchenleitung (SAD EXCOM) zu, Pastor Stanley Arco die oberste Führungsposition in Südamerika zu übertragen. Die südamerikanische Kirchenregion umfasst die Länder Argentinien, Bolivien, Brasilien, Chile, Ecuador, Paraguay, Peru und Uruguay. Pastor Arco tritt die Nachfolge von Erton Köhler an, der nach 14 Jahren als Präsident kürzlich zum Exekutivsekretär der adventistischen Weltkirchenleitung gewählt wurde. Der 14jährige Dienst von Erton Köhler für die Adventisten in Südamerika wurde vom Exekutivkomitee der südamerikanischen Kirchenleitung (SAD EXCOM) verdankt.

Erton Köhler, der Vorgänger, empfahl Stanley Arco als erfahrene und ausgewogene Führungspersönlichkeit mit einer weitreichenden Vision für die adventistische Kirche in Südamerika: «Er ist eine Führungspersönlichkeit, die offen für den Dialog ist, respektvoll, vermittelnd und vor allem auf die Mission fokussiert.» Arcos Vision sei die einer «gesunden Kirche, die nicht nur in der Quantität, sondern auch in der Qualität wächst», so Köhler.

Nach seiner Wahl sagte Pastor Arco: «Diese Aufgabe ist eine Freude, ein Privileg und eine grosse Verantwortung .... Ich bitte um die Gebete aller Mitglieder, aller Menschen, die sich wünschen, dass Jesus bald kommt. Bitte betet für mich, für alle Leiter und für die Mission der adventistischen Kirche in Südamerika und auf der ganzen Welt».

Werdegang
Arco wurde im Süden Brasiliens geboren und schloss 1987 ein Theologiestudium am adventistischen Lehrinstitut (heute brasilianische adventistische Universität) in São Paulo ab. Zusätzlich zu seiner Tätigkeit als Gemeindepastor in Brasilien diente Arco 17 Jahre lang als Leiter der Jugendarbeit in mehreren Kirchenregionen. Er arbeitete auch als Sekretär der Süd-Parana-Konferenz in Südbrasilien und später als Assistent des Präsidenten der südamerikanischen Kirchenleitung (SAD).

Im Jahr 2011 wurde Arco zum Präsidenten der adventistischen Kirchenleitung in Bolivien gewählt und 2015 wurde er Präsident der Kirchenleitung in Chile. Von 2019 bis 2020 diente Arco als Präsident der ostbrasilianischen Kirchenleitung. Im August 2020 wurde er zum Vizepräsidenten der südamerikanischen Kirchenleitung (SAD) gewählt.

Arco ist verheiratet. Das Paar hat drei Töchter.

(2466 Zeichen)
Zoom Bildschirm der Sitzung des Exekutivkomitees der adventistischen Weltkirchenleitung © Foto: GK der Adventisten

Adventisten berufen eintägige Sondersitzung der Weltsynode zur Verfassungsänderung ein

Silver Spring, Maryland/USA | 29.04.2021 | APD | International

Am 13. April stimmten die Mitglieder des Exekutivkomitees der Generalkonferenz (GC EXCOM) der Kirche der Siebenten-Tags-Adventisten dafür, am 18. Januar 2022 eine eintägige Sondersitzung der Weltsynode (Generalkonferenz-Vollversammlung) abzuhalten. Die ausserordentliche Sitzung im Januar 2022 soll im Hauptquartier der Weltkirche in Silver Spring, Maryland/USA, stattfinden und dem «einzigen und alleinigen Zweck» dienen, die Verfassung der Kirche bezüglich der Weltsynode (Generalkonferenz-Vollversammlung) zu ändern, wie Adventist News Network (ANN) berichtet. Mit dieser Änderung soll den Delegierten aus der ganzen Welt ermöglicht werden, auf digitalem Wege an einer zukünftigen Weltsynode (Generalkonferenz-Vollversammlung) teilzunehmen, «falls unvorhergesehene und unvermeidbare Umstände eintreten», so ANN.

Diese Entscheidung wurde am Eröffnungstag der Frühjahrstagung (Spring Meetings - 13. bis 14. April 2021) getroffen, einer der beiden jährlichen Verwaltungssitzungen des obersten Leitungsorgans der Kirche, die zwischen den alle fünf Jahren stattfindenden Weltsynoden (Generalkonferenz-Vollversammlung) durchgeführt werden. Das diesjährige Treffen fand aufgrund der COVID-19-Pandemie virtuell statt.

Hauptgründe für die Verfassungsänderung
Hensley Moorooven, stellvertretender Exekutivsekretär der Weltkirchenleitung, gab folgende Gründe für die Durchführung der eintägigen Sondersitzung im Januar 2022 an: Die Verfassung der Kirche schreibe vor, dass die Sitzungen der Weltsynode (Generalkonferenz-Vollversammlung) und alle Abstimmungen, mit persönlicher Anwesenheit und vor Ort stattfinden müssten. Deshalb soll ermöglicht werden, dass auch online teilgenommen und abgestimmt bzw. gewählt werden kann.

Zudem darf die Verschiebung einer Weltsynode «nicht mehr als zwei Jahre» über einen regulär geplanten Termin hinausgehen. Änderungen der Verfassung sowie der Geschäftsordnung dürfen laut Moorooven nur von den Delegierten auf einer regulären oder ausserordentlichen Weltsynode (Generalkonferenz-Vollversammlung) vorgenommen werden.

Da nicht sicher sei, ob die bereits zweimal wegen der Corona-Pandemie verschobene Weltsynode, die vom 6. bis 11. Juni 2022 in St. Louis, Missouri/USA geplant ist, durchgeführt werden könne, werde diese Sondersitzung zur Änderung der Verfassung im Januar 2022 vorgeschlagen. Bei einer Annahme der vorgesehenen Verfassungsänderung bliebe man auch bei einer nochmaligen Verschiebung der Weltsynode im Juli 2022 im Rahmen der Verfassung.

Reduktion der Zahl der Delegierten für die Teilnahme an der Sondersitzung
Die Mitglieder des Exekutivkomitees der Weltkirchenleitung (Generalkonferenz - GC EXCOM) haben laut Verfassung die Kompetenz, die Gesamtzahl der regulären und ausserordentlichen Delegierten der Weltsynode zu reduzieren. Sie haben beschlossen, die Gesamtzahl der regulären und ausserordentlichen Delegierten aus der ganzen Welt für diese spezielle Sitzung auf 400 Personen zu reduzieren. Die Quote der Vertreter der Weltkirchenleitung an der Sondersitzung sowie der 13 teilkontinentalen Kirchenleitungen wurde ebenfalls verabschiedet, von ANN aber nicht berichtet.

Sondersitzung – kein Präzedenzfall
Barna Magyarosi, Exekutivsekretär der teilkontinentalen Kirchenleitung für die Adventisten in West- und Südeuropa, mit Sitz in Bern (Intereuropäische Division EUD), bemerkte: «Zunächst einmal denke ich, dass dies ein logischer Schritt ist, um ein technisches Problem zu lösen, und ich denke, dass wir in diese Richtung gehen müssen.... Ich würde auch vorschlagen, dass wir vielleicht irgendwo im Protokoll oder in der Formulierung dieser Abstimmung etwas einfügen könnten, um dies nicht zu einem Präzedenzfall zu machen.... Der Nachwelt zuliebe kann dies nicht als Präzedenzfall für andere Tagesordnungspunkte betrachtet werden, die geeignet sein könnten, auf diese Weise gelöst zu werden.»

Quelle: Artikel von Adventist News Network (ANN): https://adventist.news/news/adventist-church-leaders-vote-to-hold-a-special-one-day-gc-session-in-january-2022

(3238 Zeichen)
Einer der neuen ambulanten OP-Säle im Krankenhaus Waldfriede in Berlin © Foto: krankenhaus-waldfriede.de / Christopher Ludwig

Spital der Adventisten in Berlin erweitert medizinisches Angebot

Berlin/Deutschland | 29.04.2021 | APD | International

Auch für das Krankenhaus Waldfriede, eine Einrichtung der Freikirche der Siebenten-Tags-Adventisten in Berlin-Zehlendorf, stellte das Jahr 2020 eine besondere Herausforderung dar. Trotz der Corona-Krise gelang es, das medizinische Leistungsangebot weiter zu entwickeln.

Laut Krankenhaus-Vorstand Bernd Quoss konnte nach gut einem Jahr Bauzeit das neue Ambulante Operations-Zentrum in den Räumlichkeiten der ehemaligen Physiotherapie eröffnet werden. Es verfügt auf rund 700 Quadratmetern Fläche über drei vollständig ausgestattete OP-Säle und 20 Aufwachplätze. Das ermögliche hier die Durchführung von fast allen Arten von Operationen durch eigene Ärzte des Krankenhauses oder auch externe Operateure. Das ambulante OP-Zentrum des Krankenhauses Waldfriede gehöre somit zu den grössten und modernsten Einrichtungen seiner Art in Berlin.

Roboter für Leber- und Pankreaschirurgie
Darüber hinaus sei mit der Anschaffung des über zwei Millionen Euro teuren Chirurgie Systems „da Vinci“ ein grosser Schritt in eine neue chirurgische Operationsära vollzogen, informierte Quoss in einem Beitrag der April-Ausgabe des IHK-Magazins „Berliner Wirtschaft“. Der jetzt im Krankenhaus Waldfriede eingesetzte „Roboter“ wäre aktuell die weltweit modernste Version der roboter-assistierten-Chirurgie Systeme. Er werde vor allem im neuen „Zentrum für Onkologische Oberbauchchirurgie und Robotik“ im Rahmen der Leber- und Pankreaschirurgie eingesetzt.

Palliativstation
Um das onkologische Leistungsangebot für die Patienten des Krankenhauses Waldfriede abzurunden, sei die bisherige Komfortstation zum Jahresbeginn 2021 in eine Palliativstation umgewandelt worden, ergänzte Quoss. Hier könnten die onkologischen Patienten nun palliativ weiterversorgt werden. Unter dem Motto „Hochleistungsmedizin – Menschliche Wärme – Soziales Engagement“ wolle das Krankenhaus sein medizinisches Behandlungsangebot weiter ausbauen und seinen Ruf als eines der innovativsten Berliner Krankenhäuser festigen.

Krankenhaus Waldfriede
Das freigemeinnützige Krankenhaus Waldfriede liegt im Berliner Südwesten und ist akademisches Lehrkrankenhaus der Charité-Universitätsmedizin Berlin. Es wurde nach gesetzlichen Qualitätsparametern mehrfach zertifiziert und habe mit seiner medizinischen und pflegerischen Qualität bereits eine Vielzahl an Auszeichnungen erhalten. Pro Jahr werden hier etwa 15.000 Patienten stationär und 120.000 Patienten ambulant behandelt. Der Träger ist die protestantische Freikirche der Siebenten-Tags-Adventisten, die weltweit rund 900 medizinische Einrichtungen unterhält. Waldfriede ist unter anderem Mitglied im Diakonischen Werk Berlin-Brandenburg-schlesische Oberlausitz und im Deutschen Evangelischen Krankenhausverband e.V. (DEKV).

Gesundheitsnetzwerk Waldfriede
Seit seiner Gründung im Jahr 1920 orientiere sich das medizinische Handeln an ganzheitlichen Präventions- und Therapiekonzepten zum Wohl des gesamten Menschen, so Quoss. Über seinen lokalen Versorgungsauftrag hinaus behandle das Krankenhaus Waldfriede Patienten aus dem In- und Ausland. Neben dem Krankenhaus wurde in den letzten Jahren ein umfangreiches Gesundheitsnetzwerk etabliert, das sich stetig weiterentwickle. Das Netzwerk Waldfriede sei mittlerweile der vielfältigste Medizin- und Pflegeanbieter im Berliner Südwesten und mit rund 950 Beschäftigten einer der grössten Arbeitgeber im Bezirk Steglitz-Zehlendorf.

Sozialstation Waldfriede und Gesundheitszentrum PrimaVita
Bis 1989 bestand Krankenhaus Waldfriede, gemeinsam mit der heutigen „Akademie für Gesundheits- und Krankenpflege“, als solitäres Akutkrankenhaus ohne ein angeschlossenes Netzwerk. 1989 wurde die Sozialstation Waldfriede auf dem Gelände des Krankenhauses gegründet. Sie ist bis heute in der ambulanten häuslichen Krankenpflege im Bezirk Steglitz-Zehlendorf aktiv und versorgt 180 Patienten. Das 1993 ebenfalls auf dem Gelände des Krankenhauses ins Leben gerufene Gesundheitszentrum PrimaVita verfügt seit dem Jahr 2008 zusätzlich zu den Sporträumen über ein Schwimmbad am Teltower Damm in Berlin-Zehlendorf. Insgesamt nehmen pro Jahr 5.000 Teilnehmer/innen an den Kursen und Dauergruppen des PrimaVita teil.

Servicegesellschaft Krankenhaus Waldfriede und Kinderhaus Waldfriede
Im Jahr 1999 folgte die Gründung der Servicegesellschaft Krankenhaus Waldfriede. Sie ist seitdem für die Reinigung innerhalb des Krankenhauses sowie für den Betrieb der Küche bzw. die Essensversorgung zuständig. 2007 entstand in Zusammenarbeit mit dem Advent-Wohlfahrtswerk das Kinderhaus Waldfriede, eine Kindertagesstätte mit 55 bis 60 Kindern im Alter von ein bis sechs Jahren. Im Januar 2012 erfolgte die Übernahme der Privatklinik Nikolassee in der Von-Luck-Strasse mit Platz für 16 Patienten zur internistischen, psychiatrischen und psychosomatischen Behandlung.

Genitalverstümmelung - Desert-Flower-Center“ gegründet
Am 11. September 2013 wurde das überregional beachtete „Desert-Flower-Center“ Waldfriede gegründet. Hier finden Frauen, die von weiblicher Genitalverstümmelung betroffen sind, medizinische Hilfe und psychosoziale Betreuung.

Seniorenhaus Waldfriede und Psychiatrisch-Psychosomatische Tagesklinik
Anfang 2017 übernahm das Netzwerk das Seniorenhaus Waldfriede mit 85 Betten. Im Juni 2017 kam die Psychiatrisch-Psychosomatischen Tagesklinik Waldfriede hinzu. Sie ist spezialisiert auf Psychosomatik, Suchterkrankungen, Depression und Burnout.

Weitere Informationen: https://www.krankenhaus-waldfriede.de/

(5247 Zeichen)
Cover des Bibelstudienhefts der Adventisten im zweiten Viertel 2021 © Cover: Büro Friedland/Advent-Verlag Lüneburg

Adventisten diskutieren weltweit in Bibelkreisen über Gottes ewigen Bund

Zürich/Schweiz | 29.04.2021 | APD | International

Im Bibelgespräch („Sabbatschule“), dem ersten Teil des adventistischen Gottesdienstes, wird weltweit jeweils während einem Vierteljahr über dasselbe biblische Thema in Gruppen diskutiert. Die Gesprächsteilnehmenden können sich während der Woche mithilfe des entsprechenden Wochenabschnitts im Bibelstudienheft darauf vorbereiten. Im zweiten Viertel 2021 lautet der Titel des Bibelstudienhefts: «Gottes ewiger Bund».

Ein Bund ist notwendig, wo zwei Parteien einen verbindlichen Vertrag abschliessen wollen und gegenseitige Verpflichtungen eingehen, um miteinander den Vertragszweck zu erfüllen. Der Mensch hat sich von Gott getrennt und hat sich unwiederbringlich verloren. Bei den Bundespartnern Gott und Mensch handelt es sich um ungleiche Partner. Initiant oder Stifter des Bundes ist Gott, der den Menschen durch Jesus Christus zur Beziehung und Gemeinschaft mit ihm einlädt. «Als Gott konnte er den Himmel erreichen. Als Mensch erreichte er die Erde; als Gott und Mensch überbrückte er die Kluft zwischen Himmel und Erde. Er ist für uns die Brücke zum Himmel», heisst es in der Einleitung des Bibelstudienhefts.

Bei der Einladung zur Beziehung und dem Bundesschluss zwischen Gott und Mensch geht es nicht um Leistung, sondern um Liebe im Sinne von ausschliesslicher Treue und Loyalität. Das soll mit einem ewigen Bund besiegelt werden, den Gott stiftet. Weil das Wesen der Liebe Freiwilligkeit ist, zwingt Gott den Menschen nicht zu diesem Bund. Der Mensch kann wollen oder auch nicht. «Das Geschenk – vor Gott trotz allen Versagens als gerecht dazustehen – wird uns durch den Glauben zuteil. Der Apostel Paulus fasst diesen unglaublichen Vorgang mit dem Begriff ‘Gerechtigkeit aus Glauben’ zusammen», so die Einleitung.

Titel einiger Wochenthemen
Einige Titel der Wochenthemen: «Gott sucht den Menschen»; «Der Bund im Alten Testament»; «Gottes Bund mit Noah»; «Gottes Bund mit Abraham»; «Mit Verheissungen leben»; «Der Bund am Sinai»; «Der Sabbat – Zeichen des Bundes»; «Der neue Bund»; «Leben im neuen Bund».

«die BIBEL. das LEBEN.» - Bibelgespräch zum Wochenthema bei HopeTV
Der adventistische Fernsehsender HopeTV strahlt jede Woche ein Bibelgespräch zu einem Wochenthema des Bibelstudienhefts aus: https://www.diebibel-dasleben.de/

Bibelstudienhefte als Grossdruck sowie in diversen Ausgaben und Sprachen
Die «Standardausgabe» ist die ungekürzte, inhaltlich unveränderte Wiedergabe der von der Weltkirchenleitung (Generalkonferenz) herausgegebenen amerikanischen «Standard Edition». Davon gibt es eine Fassung für Gesprächsteilnehmende sowie ein etwas ausführlicheres Heft mit zusätzlichem Inhalt für Gesprächsleiter und Gesprächsleiterinnen.

Das «STUDIENHEFT ZUR BIBEL» ist eine im Auftrag der Freikirche in Deutschland (FID) von einem Arbeitskreis für den deutschsprachigen Raum bearbeitete Fassung der Standardausgabe. Die Wochenthemen behandeln dasselbe Thema, nur die Aufbereitung des Stoffes unterscheidet sich.

Schweiz
Advent-Verlag Schweiz | Tel.: +41 33 511 11 99 (morgens) | info@advent-verlag.ch --- shop.advent-verlag.ch/131-studienhefte-zur-bibel

Deutschland
Advent-Verlag Lüneburg | +49 800 2383680 (Nummer kostenfrei innerhalb Deutschlands); bestellen@advent-verlag.de --- advent-verlag.de/studienmaterial

Österreich
Top Life Center – Wegweiser Verlag | +43 1 2294000; info@wegweiser-verlag.at --- www.wegweiser-verlag.at

(2980 Zeichen)
Screenshot der Spenden-App | QR-Code zur Spendenseite © Hope Media Europe

Spenden-App der Adventisten für europaweiten Einsatz ist online

Hannover und Ostfildern/Deutschland | 29.04.2021 | APD | International

Mit einer Spenden-App eröffnet die Freikirche der Siebenten-Tags-Adventisten ab dem 1. April die Möglichkeiten zum digitalen Spenden. Aufgrund des europaweiten Einsatzes trägt die Spenden-App den englischen Namen «MyOfferings». Die App ist vorerst für Deutschland freigeschaltet. Nach den Versionen auf Deutsch und Englisch werden weitere auf Spanisch und Rumänisch folgen. Für die Adventisten in der Deutschschweiz wurde eine Lösung mit TWINT eingerichtet, sodass die Einführung der App «MyOfferings» nicht vorgesehen ist.

Die kirchliche Spenden-App – ein europäisches Projekt
Softwarespezialisten von Hope Media Europe und die Finanzvorstände der Freikirche aus mehreren Regionen Europas hätten an der Konzeptionierung und Programmierung der Spenden-App gearbeitet, so Dieter Neef, Initiator der App und Finanzvorstand der Freikirche in Deutschland. Neben der eigentlichen Programmierung seien auch rechtliche und kommerzielle Punkte zu beachten gewesen. Die Sicherheit beim Datentransfer, der Datenschutz nach EU-Standard und die Kompetenz des Finanzdienstleisters, bei dem die Gelder eingehen, bevor sie auf die Konten der Freikirche transferiert werden, hätten dabei im Fokus gestanden. Weil nicht alle teilnehmenden Länder aus Europa auch Mitglied in der EU seien, waren dabei unterschiedliche Rahmenbedingungen zu beachten. Das Projekt habe sich trotzdem zu einem quasi-europäischen Projekt entwickelt.

Durch die Corona-Pandemie sind neue Spendenformen notwendig geworden
Leider habe die Corona-Pandemie das Projekt an einigen Stellen etwas ins Stocken gebracht, aber auch gezeigt, wie wichtig gerade in solchen Zeiten das Vorhandensein unterschiedlicher Bezahl- und Spendenmöglichkeiten sei. Im kirchlichen Umfeld wurden die Gaben für Kollekten, allgemeine Spenden oder der Zehnte häufig traditionell als Bargeldspende im Gottesdienst in den Sammelbeutel gelegt oder per Überweisung gespendet. Durch die Corona-Pandemie seien auch hier kurzfristig andere Spendenformen notwendig geworden.

«MyOfferings» – Spenden-App im internationalen Einsatz
Die Spenden-App der Freikirche, die aufgrund des europaweiten Einsatzes den englischen Namen «MyOfferings» trage, kann ab dem 1. April 2021 im App Store von Apple für iOS-fähige Smartphones und Tablets sowie auch im Google Play Store für Android-fähige Geräte kostenlos heruntergeladen werden. Die App werde jeweils in der Sprache installiert, die auf dem Gerät, aus dem der Download erfolge, eingestellt sei. Die Sprache lasse sich jedoch nach der Installation jederzeit ändern. Am Anfang werde es neben der deutschen auch eine englische Version geben. Spanisch, Rumänisch und einige weitere Sprachen würden folgen.

Anonym spenden oder mit Spendenbescheinigung
Grundsätzlich könne man die App auch für anonyme Einzelspenden nutzen, bekomme in diesem Fall jedoch keine Spendenbescheinigung. Registriere man sich mit seinen Kontaktdaten und eröffne damit ein Nutzerkonto, sei es möglich, für Spenden, die den Wert von zehn Euro übersteigen, am Beginn des Folgejahres eine Spendenbescheinigung zur Vorlage beim Finanzamt zu erhalten. Für das Spenden über die App könne jede der gängigen Kreditkarten genutzt werden, und auch über Apple Pay sei dies möglich. Für wiederkehrende Spenden gebe es eine Erinnerungsfunktion, über die man sich z. B. wöchentlich oder monatlich erinnern lassen könne. Da der Bezahldienstleister auch Gebühren für die Abwicklung in Rechnung stelle, sichere die Freikirche zu, so Neef, dass sie diese Gebühren übernehme. Der gespendete Betrag werde daher vollständig auf der Spendenbescheinigung ausgewiesen.

Webseite mit Anleitung
Eine kurze Anleitung zum Gebrauch der App und Antworten auf die gängigsten Fragen, die sich rund um die App ergeben könnten, seien auf einer Spenden-Webseite der Freikirche zusammengestellt worden. Über den QR-Code komme man direkt auf diese Seite oder alternativ über: www.adventisten.de/spenden/.

(3426 Zeichen)
Eingangsbereich der Bibliothek an der Theologischen Hochschule Friedensau, Deutschland © Foto: Matthias Müller

Online-Infotage der Hochschule Friedensau zum Bachelor-Studiengang Soziale Arbeit

Friedensau/Deutschland | 29.04.2021 | APD | International

Unter der Überschrift: „Studiere, was dich glücklich macht!“ gewährt die Theologische Hochschule Friedensau/Deutschland über das Studium oder Berufsfeld Soziale Arbeit erfahren möchten.

Die Schülerinnen und Schüler der gymnasialen Oberstufe bereiten sich derzeit intensiv auf die Abitur-Prüfungen vor. Da ist einiges zu bewältigen: der Unterricht, die täglichen Aufgaben, das Schreiben von Haus- und Belegarbeiten – und auch den ganz eigenen Blick in die persönliche berufliche Zukunft. Für einige Studiengänge gilt es, höchste Abiturnoten zu erringen; wenn die verfehlt werden, kann nur Plan B helfen.

Online-Infotage im April, Mai und Juni
An der Theologischen Hochschule Friedensau (ThHF) wird zu mehreren Terminen die Möglichkeit geboten, bei der Suche nach einem Berufsziel an Online-Infotagen den B.A.-Studiengang Soziale Arbeit näher kennenzulernen. Am Dienstag, 27. April, 17.00 Uhr | Mittwoch, 26. Mai, 17.00 Uhr | Mittwoch, 30. Juni, 17.00 Uhr. Lehrende und Absolventen des Studiengangs Soziale Arbeit geben an diesen Info-Tagen in einer Online-Videokonferenz ihre Erfahrungen weiter und erläutern kurzgefasst Schwerpunkte des Studiums. Dabei klingen Fragen an, die sich jeder Interessierte stellt: Ist Soziale Arbeit etwas für mich? Wo und wie arbeiten Sozialarbeiter/innen? Was genau lernt man im Studium? Wie ist das Studium Soziale Arbeit in Friedensau aufgebaut?

Kreativität und Empathie sind wichtig
„Wer Soziale Arbeit studiert, lernt mehr darüber, wie unsere Gesellschaft funktioniert, in welchen Zusammenhängen das Handeln von Menschen zu verstehen ist und wie wirksame Hilfe aussieht“, so Andrea Cramer von der Hochschule Friedensau. In der Sozialen Arbeit tätig sein, bedeute: beraten, unterstützen, motivieren, organisieren, verwalten, leiten; das alles mit und für Menschen in unterschiedlichen Lebensphasen. Für diese Arbeit seien besonders Menschen geeignet, die über Kompetenzen verfügen, die kein Abi-Zeugnis reflektiert. Es brauche neben der Faktenkenntnis Kreativität und Empathie. Wer über den besten oder auch über den nicht-besten Abi-Schnitt verfüge, sei willkommen! Es gebe für das B.A.-Studium Soziale Arbeit an der ThHF keinen Numerus Clausus (NC). Es gelte das Motto: „Du bist mehr als dein Abi-Schnitt!“

Theologische Hochschule Friedensau
Die Theologische Hochschule Friedensau ist eine staatlich anerkannte Hochschule in Trägerschaft der Freikirche der Siebenten-Tags-Adventisten. Die Abschlüsse sind zertifiziert und denen an staatlichen Universitäten und Hochschulen gleichgestellt. Das Studienjahr beginnt jeweils im Oktober zum Wintersemester. An der ThHF können acht B.A.- und M.A.-Studiengänge sowie ein Kurs „Deutsch als Fremdsprache“ belegt werden. Der Campus ist international: 38 Nationen sind unter den Studierenden vertreten.

Weitere Informationen: https://www.thh-friedensau.de/infotage/

(2694 Zeichen)
Symbolbild - Betende Hände © Foto: Abel Marquez / unsplash.com

Entführte Adventisten in Haiti nach vier Tagen wieder freigelassen

Port-au-Prince/Haiti | 29.04.2021 | APD | International

Mitglieder der Freikirche der Siebenten-Tags-Adventisten in Haiti feiern die Freilassung von vier Kirchenmitgliedern, die am 1. April 2021 entführt worden sind. Während eines Live-Gottesdienstes in einem Studio neben dem Kirchengebäude in Diquini, Carrefour, in der Hauptstadt Port-au-Prince zwangen bewaffnete Männer sie, mitzukommen.

«Wir sind voller Freude und Glück, weil alle in Sicherheit sind», sagte Figaro Greger, Kirchenvorstand vor Ort und auch Gründer und Leiter des adventistischen Gesangsgruppe «Gospel Krèyol Ministry». Die vier Entführten seien Mitglieder seiner Kirchgemeinde.

Die Nachricht von der Freilassung verbreitete sich sehr schnell über die sozialen Medien. Viele Gebetsgottesdienste und Gebetswachen seien die letzten vier Tage organisiert worden. Auch weltweit hatten Kirchenmitglieder für die Freilassung der Entführten gebetet.

Pastor Elie Henry, der Präsident der transnationalen Kirchenleitung der Adventisten für die Region Mittelamerika mit Sitz in Miami, Florida/USA war im Dezember 2020 selbst mit seiner Tochter in Haiti Opfer einer Entführung geworden. Er erklärte: «So viele auf der ganzen Welt waren besorgt und haben für uns gebetet. Dafür sind wir sehr dankbar.»

Pastor Pierre Caporal, der Leiter der Adventisten auf Haiti bekräftigte: «Die Sicherheit der Menschen ist der Kirchenleitung sehr wichtig. Überall wird über Entführungen berichtet, nicht nur in Port-au-Prince. Wir erinnern unsere Mitglieder immer wieder daran, wegen der Risiken, Sicherheitsmassnahmen zu treffen.»

Adventisten in Haiti
In Haiti gibt es über 485.000 Siebenten-Tags-Adventisten, die in 1.129 Kirchen und Versammlungsräumen Gottesdienst feiern. Weiter betreibt die Freikirche ein Krankenhaus, eine Universität, einen Radiosender und ein Medienzentrum sowie Dutzende von Grund- und Sekundarschulen.

Diese Meldung erschien ursprünglich bei Inter-American Division News.

(1574 Zeichen)
Wortmarke Luther-Worms | Digitale Collage von Martin Luther als Augustinermönch um 1521 © Foto: Kulturkoordination Worms

Luther: 500 Jahre Wormser Reichstag wird multimedial gefeiert

Worms/Deutschland | 29.04.2021 | APD | International

Gemeinsam mit der Evangelischen Kirche werde die Stadt Worms laut einer gemeinsamen Pressemeldung den legendären Auftritt Martin Luthers auf dem Reichstag im Jahre 1521 feiern. Bei diesem Ereignis habe der Wittenberger Reformator Weltgeschichte geschrieben. Per Internet-und Fernsehübertragungen seien alle eingeladen, von Zuhause und überall auf der Welt teilzunehmen.

Digitale Multimedia-Übertragungen
Am 16. April 2021, genau 500 Jahre nach seinem Einzug in die Stadt, werden in Worms die Feierlichkeiten zum grossen Jubiläumsjahr beginnen. Pandemiebedingt könne das Auftaktwochenende zwar nicht mit Besuchern vor Ort gefeiert werden. Mit zahlreichen Aktionen werden die Evangelische Kirche und die Stadt Worms das Reichstagsjubiläum digital begehen. Einige bereits angekündigte Veranstaltungen würden auch verschoben. Eine spektakuläre Multimedia-Inszenierung „Der Luther-Moment“ werde wie geplant – wenn auch ohne Live-Publikum – stattfinden. Sie werde am Samstag, 17. April um 23 Uhr – mit Vorberichterstattung ab 22.35 Uhr – live im SWR-Fernsehen übertragen. Am Sonntag, 18. April, zeige das ZDF um 9.30 Uhr einen Festgottesdienst unter anderem mit dem hessen-nassauischen Kirchenpräsidenten Volker Jung. Am Nachmittag des 18. April finde zudem in der Dreifaltigkeitskirche ein Gedenkgottesdienst für die Corona-Opfer statt – mit der stellvertretenden Kirchenpräsidentin der Evangelischen Kirche in Hessen und Nassau (EKHN), Ulrike Scherf. Dies sei zugleich die zentrale Gedenkfeier der EKHN für die Opfer der Corona-Pandemie. Der Gottesdienst werde ebenfalls live ins Internet übertragen.

Abwechslungsreiches Rahmenprogramm
Der ursprünglich für den Freitagabend, 16. April, geplante festliche Einzug Luthers sowie der öffentliche Festgottesdienst am Sonntagmittag, 18. April, auf dem Marktplatz, müssten wegen der Corona-Pandemie leider abgesagt werden. Im Internet würden dagegen auch weitere Veranstaltungen der Evangelischen Kirche und des Evangelischen Dekanat Worms-Wonnegau übertragen. Dazu gehörten unter anderem das Konzert „Carole magnus eras“ mit höfischer Musik aus Luthers Zeit (24. April um 20.15 Uhr) und der Vortrag „Luther aus der Sicht jüdischer Gelehrter“ (5. Mai um 20 Uhr). Gottesdienstliche Veranstaltungen zum Jubiläum könnten nach aktuellem Stand in den Kirchen ebenso stattfinden wie die Ausstellung „Bilder von Luther“, die am 9. April um 19 Uhr im Wormser Dom eröffnet werde. Allerdings würden wegen der Corona-Pandemie auch etliche Programmpunkte in den Sommer oder den Herbst verschoben. Dazu gehörten zahlreiche Konzerte wie die „Easter Suite“, „Im Spiegel der Angst“, „Hier ich steh‘“ und „Luther bei die Fische“ sowie die Veranstaltungen „Luther ... Er nymbt kain Blat furs Maul“, „Wenn Brüder einträchtig beieinander wohnen“ und die „LichterNächte“. Auch wenn der Start der Landesausstellung „Hier stehe ich „Gewissen und Protest – 1521 bis 2021“ pandemiebedingt auf den 3. Juli verschoben sei, so hofften die Verantwortlichen dennoch, bereits mit dem Rahmenprogramm im Festmonat starten zu können. Ab Ende April sollten museumspädagogische Angebote, Vorträge, Konzerte und weitere Veranstaltungen auf die vielfältigen Themen der Schau einstimmen.

Luther-Inszenierung der Nibelungen-Festspiele Worms 2021
Die Nibelungen-Festspiele Worms würden ein zentraler Höhepunkt im Wormser Luther-Jubiläumsjahr sein: Und so werde es auf der Freilichtbühne vor dem Kaiserdom in diesem Jahr nicht um die Nibelungen gehen, sondern um den grossen Reformator. Am historischen Ort zeigten die Festspiele vom 16. Juli bis 1. August 2021 das Stück LUTHER. Mit dem Schweizer Schriftsteller, Dramatiker und Büchnerpreisträger Lukas Bärfuss sei ein herausragender Autor für die Uraufführung gewonnen worden. Unter der Intendanz von Nico Hofmann werde der Fall „Luther“ am Originalschauplatz als hochspannende Staatsaffäre zwischen Machtintrige und Religionskampf erzählt. Regie führe Ildikó Gáspár, die zu den wichtigsten Vertreterinnen der ungarischen Theaterszene zähle. Mit politischen Dynamiken kenne sie sich aus – in ihrem Heimatland spüre sie derzeit den Einfluss von Staatsmacht bis in ihre Arbeit hinein. LUTHER werde so auch ein Stück über Europa, über Gedankenfreiheit, Ohnmacht und Widerstand. Und über uns selbst.

App, Mini-Bilderbuch, Lutherweg und Erlebnisparcours
Wer Luther und das Reichstagsjubiläum in Worms erleben möchte, könne dies das ganze Jahr über individuell und weitestgehend unabhängig von der Pandemie tun: Zum Beispiel mit Outdoor-Angeboten wie der neuen App „Worms erleben“, mit einer Themen-Tour „Luther in Worms“, dem Bildungs-und Erlebnisparcours oder dem spirituellen Wandern auf dem „Lutherweg 1521“. Auch die beliebten öffentlichen und buchbaren Themenführungen rund um Luther und die Reformation würden so bald wie möglich wieder angeboten. Die Pilgerwanderung auf dem „Lutherweg 1521“ in Rheinhessen, die ursprünglich vom 16. bis 18. April stattfinden sollte, werde auf das nächste Jahr verschoben. Sie finde vom 22. bis 24 April 2022 unter dem Motto „500+1“ statt. Neben den genannten Aktionen sei ein umfangreiches Rahmenprogramm mit mehr als 80 kleineren und grösseren Veranstaltungen zwischen April und Oktober in Planung. Ob und in welchem Umfang oder mit welchen Änderungen dieses stattfinden könne, könnten die Veranstalter mit Blick auf die Pandemieentwicklung heute noch nicht sagen. Dies solle zu einem späteren Zeitpunkt bekanntgegeben werden. Anlässlich des Reichstagsjubiläums sei auch ein unterhaltsames Mini-Bilderbuch entstanden, das die Geschichte des historischen Ereignisses unterhaltsam nacherzähle. „Ich bin hindurch! – Martin Luther in Worms“ erkläre auf 24 Seiten, wie es dazu kam, dass der Wittenberger Mönch vor den Mächtigen seiner Zeit vor 500 Jahren mutig erklärte: „Hier stehe ich. Ich kann nicht anders!“. Zielgruppe seien vor allem jüngere Leserinnen und Leser. Das bunt illustrierte zehn Mal zehn Zentimeter grosse Heft gebe es für einen Euro in jeder Buchhandlung (ISBN-10: 3947884532). Aktuelle Informationen zu allen Terminen im Luther-Jahr auf der Webseite: www.luther-worms.de

(5877 Zeichen)
Flyer der AGCK.CH zur 20-Jahr Feier der Unterzeichnung der «Charta Oecumenica» © Foto: AGCK.CH

Schweizer Kirchen würdigen 20 Jahre Unterzeichnung der Charta Oecumenica

Bern/Schweiz | 29.04.2021 | APD | Ökumene

Am 22. April würdigten alle Mitgliedskirchen sowie die vier Kirchen bzw. Verbände im Gaststatus der Arbeitsgemeinschaft christlicher Kirchen in der Schweiz (AGCK.CH) die Unterzeichnung der europäischen Charta Oecumenica. Die Charta wurde am 22. April 2001 in Strassburg/Frankreich von den damaligen Präsidenten der Konferenz Europäischer Kirchen (KEK) und des Rats der europäischen Bischofskonferenzen (Consilium Conferentiarum Episcoporum Europae - CCEE) als «Leitlinien für die wachsende Zusammenarbeit unter den Kirchen in Europa» unterschrieben. Am 23. Januar 2005 unterzeichneten in St. Ursanne die Mitgliedskirchen der AGCK.CH die Charta Oecumenica. Die online durchgeführte Feier wurde von der AGCK.CH sowie dem Institut für Ökumenische Studien der Universität Freiburg/Schweiz organisiert.

Jørgen Skov Sørensen, KEK-Generalsekretär und Pater Martin Michalíček, CCEE-Generalsekretär richteten je ein Grusswort an die Teilnehmenden. Sørensen nannte dabei die Charta Oecumenica einen «ökumenischen Meilenstein» und ein historisches Dokument.

Die Vertreter und Vertreterin der Kirchen und Verbände kommentierten aus ihrer Sicht je einen Artikel der Charta Oecumenica und riefen zur Erneuerung der eingegangenen Selbstverpflichtung auf.

Überraschungsgäste: Prof. Dr. Viorel Ionita und Kardinal Kurt Koch
P. Prof. Dr. Viorel Ionita, ehemaliger Studienleiter der KEK und Kardinal Kurt Koch, Präsident des Päpstlichen Rates zur Förderung der Einheit der Christen, sprachen als Überraschungsgäste. Kardinal Kurt Koch freute sich, dass alle Mitgliedskirchen sowie alle Kirchen im Gaststatus der AGCK.CH an der Veranstaltung teilnahmen. Dies sei ein ermutigendes Zeichen der ökumenischen Verbundenheit in der AGCK.CH, die zum ersten Mal von einem orthodoxen Christen präsidiert werde. Die zwölf Selbstverpflichtungen der Charta seien nicht einfach Forderungen an die anderen Kirchen, sondern Postulate, die man an die eigene Kirche richte, so Koch. Die Selbstverpflichtungen seien Ausdruck einer ehrlichen Ökumene, die «das grossartige Werk des Heiligen Geistes» sei, das dieser auch weiterhin begleiten werde.

Charta Oecumenica
Die Charta Oecumenica will Anstoss für Begegnungen, für Gespräche und für gemeinsame Projekte sein. Sie besteht aus zwölf Impulsen, die in Selbstverpflichtungen der Kirchen münden. Die Charta nennt die wesentlichen Bereiche und Herausforderungen, denen die Kirchen in Europa zunehmend gegenüberstehen und ermutigt die Kirchen, ihnen gemeinsam zu begegnen.

Charta Oecumenica hat keine kirchenrechtliche Verbindlichkeit
«Die «Charta Oecumenica» hat einen neuen Stil in die Zusammenarbeit der Christen gebracht. Sie besteht aus zwölf Impulsen, die in Selbstverpflichtungen der Kirchen münden. Das Dokument ist erfrischend kurz und gut lesbar. Dieser Text hat keine kirchenrechtliche Verbindlichkeit», sagte Prof. Dr. Barbara Hallensleben, Mitglied im Direktorium des „Instituts für Ökumenische Studien“, in einem Interview mit kath.ch. Und weiter: «Die Charta betont die Freiwilligkeit des gemeinsamen Handelns ohne rechtliche Verpflichtung. Das ist weniger als das Kirchenrecht, weil die Verbindlichkeit fehlt. Es ist aber auch mehr als das Kirchenrecht. Was nützen kirchenrechtliche Anordnungen, wenn niemand sie befolgt? In keinem Fall nötigen die Verpflichtungen zum Übertreten des Kirchenrechts.» Als eine Auswirkung der Charta sieht Hallensleben die derzeitige «konstruktive Zusammenarbeit mit freikirchlichen und evangelikalen Gruppen».

Mitgliedskirchen der AGCK Schweiz
Evangelisch-reformierte Kirche Schweiz; Römisch-katholische Kirche der Schweiz; Christkatholische Kirche der Schweiz; Evangelisch-methodistische Kirche; Heilsarmee; Bund Schweizer Baptistengemeinden; Bund Evangelisch-lutherischer Kirchen in der Schweiz und im Fürstentum Liechtenstein; Orthodoxe Diözese der Schweiz des ökumenischen Patriarchates von Konstantinopel; Vertretung der griechisch-orthodoxen, der serbisch-orthodoxen, der syrisch-orthodoxen und der rumänisch-orthodoxen Kirchen in der Schweiz; Anglikanische Kirche in der Schweiz.

Kirchen und Verbände im Gaststatus der AGCK Schweiz
Freikirche der Siebenten-Tags-Adventisten in der Schweiz; Neuapostolische Kirche in der Schweiz; Verband Evangelischer Freikirchen und Gemeinden in der Schweiz VFG; Nationaler Dachverband der Schweizerischen Evangelischen Allianz / Réseau évangélique suisse (SEA – RES).

Bilder der Veranstaltung sowie Pausenfilme von Pfarrer Christoph Knoch: www.rkmg.ch/bericht/1808

Zum Interview von Prof. Dr. Barbara Hallensleben mit kath.ch:
https://www.kath.ch/newsd/barbara-hallensleben-fordert-oekumenische-synodalitaet-katholiken-denken-immer-noch-sehr-zentralistisch/

Download der Charta Oecumenica:
https://agck.ch/wp-content/uploads/2021/04/ChartaOecumenicaDE.pdf

Feier zur 20jährigen Unterzeichnung der Charta Oecumenica auf YouTube: https://www.youtube.com/watch?v=xE50lzJXNdE

(4121 Zeichen)
Teilnehmende der trilateralen Dialoggruppe. © Foto: © mennonews.de

Abschlussbericht der trilateralen Dialoggruppe zur Taufe jetzt auch auf Deutsch

Linkenheim-Hochstetten/Deutschland | 29.04.2021 | APD | Ökumene

Beauftragte des Päpstlichen Rates zur Förderung der Einheit der Christen, des Lutherischen Weltbundes und der Mennonitischen Weltkonferenz trafen sich von 2012 bis 2017 im Rahmen eines internationalen trilateralen Dialogs. Darin ging es über das Verständnis und die Praxis der Taufe im Lichte der gegenwärtigen missionarischen Herausforderungen, denen sich alle drei christlichen Gemeinschaften gegenübersehen. Dazu erschien jetzt die deutsche Übersetzung des Berichts unter dem Titel „Die Taufe und die Eingliederung in den Leib Christi, die Kirche“.

Der trilaterale Dialog zwischen den lutherischen und mennonitischen Kirchen sowie der römisch-katholischen Kirche von 2012 bis 2017 habe laut mennonews.de zwei Ziele verfolgt: Das gegenseitige Verständnis zu verbessern und einander zu helfen, im Glauben an Jesus Christus zu wachsen. Dazu gab es jährliche Treffen, die jeweils eine der beteiligten Kirchengemeinschaften ausrichtete. Um das Verständnis der verschiedenen Gesprächsteilnehmenden von zentralen theologischen und seelsorgerischen Themen in Verbindung mit der Taufe und der Eingliederung in den Leib Christi zu erkunden, seien bei den Treffen von den Mitgliedern der trilateralen Dialogkommission Fachvorträge gehalten worden.

Der Bericht
Neben einer Einleitung umfasst der nun vorliegende 103-seitige Bericht drei Kapitel. Das erste steht unter der Überschrift „Die Taufe in Bezug auf Sünde und Gnade“. Es beschreibt die Unterschiede und Gemeinsamkeiten im Verständnis des Verhältnisses zwischen Taufe und Sünde bzw. Gnade. Zudem erläutert es kurz die historischen Entwicklungen, welche die jeweils charakteristischen Auslegungen geprägt hätten.

Das zweite Kapitel mit der Überschrift „Taufe: Gnade und Glauben vermitteln“ beschäftigt sich mit den verschiedenen Elementen der Tauffeier in den jeweiligen Glaubenstraditionen. Dabei wird die Taufe sowohl als Instrument und Verfahren für die Eingliederung in die Kirche verstanden als auch als ein wichtiger Moment in dem lebenslangen Prozess des Christseins.

Im dritten Kapitel „Die Taufe in der Nachfolge leben“ finden sich Überlegungen, wie das Getauftsein im Laufe des eigenen Lebens als Jüngerin oder Jünger Jesu Christi praktisch gelebt werden sollte und könne.

Der Schlussteil fasst die im Laufe der Gespräche jeweils weiterhin bewahrten Überzeugungen, die erhaltenen Gaben und die angenommenen Herausforderungen jeder der drei Delegationen zusammen. Dazu werden Empfehlungen für die zukünftige Arbeit nachfolgender trilateraler Dialoge ausgesprochen.

Der Bericht ist als PDF erhältlich unter:
https://www.mennoniten.de/wp-content/uploads/2021/04/TAUFE-Trilaterale-Gespra%CC%88che-kath-luth-menn-Bericht.pdf.

(2160 Zeichen)
Pastor Dr. Jochen Wagner – neuer Freikirchenreferent der Ökumenischen Centrale © Foto: oekumene-ack.de

Ökumenische Centrale mit neuem Freikirchenreferenten

Frankfurt am Main/Deutschland | 29.04.2021 | APD | Ökumene

Die Ökumenische Centrale (ÖC), die Geschäftsstelle der Arbeitsgemeinschaft Christlicher Kirchen (ACK) in Deutschland, hat mit Pastor Dr. Jochen Wagner einen neuen Freikirchlichen Referenten. Die digital durchgeführte Frühjahrstagung der ACK berief ihn für fünf Jahre. Wagner hatte bereits seit sieben Monaten als Krankheitsvertretung in der ÖC in Frankfurt am Main gearbeitet.

Der neue Referent (Jahrgang 1979) studierte evangelische Theologie an der Theologischen Hochschule Ewersbach sowie an den Universitäten Mainz und Marburg. Zusätzlich studierte er auch für ein Jahr katholische Theologie an der Universität Mainz. 2010 promovierte er mit einer Arbeit in den Bibelwissenschaften über „Die Anfänge des Amtes in der Kirche“. Seit 2007 ist Wagner Pastor im Bund Freier evangelischer Gemeinden und war von 2014 bis 2020 Vorsitzender der regionalen ACK in Rheinland-Pfalz und im Saarland (Region Südwest).

Laut einer Pressemitteilung der ACK Deutschland bringe Wagner als Lehrbeauftragter an der Universität Koblenz-Landau im Bereich der Bibelwissenschaften wichtige Voraussetzungen für einen der Themenschwerpunkte des Freikirchlichen Referats mit, so die Beschäftigung mit der bleibenden Bedeutung der Heiligen Schrift. Darüber hinaus wäre seine Verbundenheit mit den Friedenskirchen zu nennen, die sich beispielhaft in der Auszeichnung mit dem Menno-Simons-Predigtpreis 2019 zeige.

Während der Mitgliederversammlung wurde der bisherige Freikirchliche Referent, Pastor Bernd Densky vom Bund Evangelisch-Freikirchlicher Gemeinden, mit „grossem Dank“ in den Ruhestand verabschiedet. Er arbeitete von 2013 bis 2021 in der Ökumenischen Centrale. Densky werde sich auch über seinen aktiven Dienst hinaus in die Ökumene einbringen, so als Geschäftsführer des Vereins „500 Jahre Täuferbewegung“.

Arbeitsgemeinschaft Christlicher Kirchen in Deutschland
Die ACK wurde 1948 gegründet. Sie repräsentiert etwa 50 Millionen Christen in Deutschland. Ihr gehören 18 Kirchen an, weitere sieben Kirchen sind Gastmitglieder, darunter auch die Freikirche der Siebenten-Tags-Adventisten. Fünf ökumenische Organisationen haben einen Beobachterstatus.

Die Ökumenische Centrale, die 1946 schon vor Gründung der ACK eingerichtet wurde, ist seit 1948 die Geschäftsstelle der ACK. In ihr sind vier theologische Referenten/Referentinnen aus vier verschiedenen konfessionellen Traditionen (römisch-katholisch, evangelisch, orthodox, freikirchlich) tätig. Sie werden auf Vorschlag der sie entsendenden Mitglieds- und Gastkirchen von der Mitgliederversammlung der ACK auf Zeit berufen.

Weitere Informationen: www.oekumene-ack.de.

(2263 Zeichen)
Tagungsflyer © Foto: freikirchenforschung.de

Freikirchenforscher treffen sich online

Erzhausen/Deutschland | 29.04.2021 | APD | Freikirchen

Anlässlich der grassierenden Corona-Pandemie findet die Jahrestagung des Vereins für Freikirchenforschung (VFF) am 24. und 25. April online statt. Laut VFF-Geschäftsführer Reimer Dietze (Erzhausen) soll es bei der vorgesehenen Online-Tagung „keinerlei Abstriche am vorgesehenen Programm“ geben.

Die VFF-Jahrestagung 2021 sollte ursprünglich im Theologischen Seminar des Bundes Freikirchlicher Pfingstgemeinden in Erzhausen stattfinden. Diese Tagung nach 2020 ein weiteres Mal ausfallen zu lassen, wäre für den Vorstand des Vereins nicht in Betracht gekommen. Da in den zurückliegenden Monaten mit Foren und Veranstaltungen im Online-Format positive Erfahrungen gemachten worden seien, werde die Jahrestagung am letzten April-Wochenende in rein digitaler Form stattfinden. Dabei werde die Aussprache nach den einzelnen Vorträgen uneingeschränkt möglich sein, informierte Dietze.

Die VFF-Jahrestagung 2021 befasst sich mit der Frage „Gemeinschaft der Gleichen oder hierarchische Struktur? Erfahrungen von Ohnmacht und Vollmacht in Freikirchen“. In christlichen Kirchen und Gemeinden wird Menschen aufgrund eines Amtes eine gewisse Macht übertragen und damit auch Vollmacht gegeben, heisst es in der Einladung zur Tagung. Doch kann die Vollmacht der einen, manchmal auch die Ohnmacht der anderen bedeuten. Deshalb die Frage: Wo ist Machtausübung theologische legitim, wo beginnt und wie zeigt sich Machtmissbrauch?

Dazu gibt es Referate zu Themen, wie „Verständnis von Amt und Macht im Neuen Testament“, „Machtstrukturen in kongregationalistischen Gemeinden und Gemeindebünden“, „Charisma und Amt aus pfingstkirchlicher Perspektive“ sowie „Ohnmacht, Macht, Machtmissbrauch. Grenzüberschreitungen in der Gemeinde aus psychologischer Sicht“. Ausserdem soll der Fragestellung nachgegangen werden, wie die neuen digitalen Erfahrungen zukünftig die Gemeinden beeinflussen.

VFF
1990 gründeten Theologen und Historiker aus verschiedenen Freikirchen den Verein für Freikirchenforschung. Initiator war Professor Dr. Robert Walton, seinerzeit Direktor des Seminars für Neue Kirchen- und Theologiegeschichte der Theologischen Fakultät der Universität Münster. Heute hat der Verein Mitglieder aus 27 Denominationen. Fach- und Laienhistoriker aus zwölf Ländern gehören ihm an. 180 Einzelpersonen und 21 Institute arbeiten zusammen, um wissenschaftliches Arbeiten im Rahmen der Freikirchenforschung zu fördern.

Der VFF befasst sich mit theologischen und kirchengeschichtlichen Themen aus freikirchlichen Blickwinkeln. Er fördert wissenschaftliches Arbeiten im Rahmen der Freikirchenforschung. Dazu unterhält der Verein auch eine freikirchliche Fachbibliothek, die ihren Standort an der Theologischen Hochschule der Freikirche der Siebenten-Tags-Adventisten in Friedensau/Deutschland hat.

Darüber hinaus möchte der VFF Freikirchen bei der sachgerechten Archivierung von Quellenmaterial und beim Auf- und Ausbau von Archiven unterstützen. Tagungsbeiträge und Forschungsberichte werden im Jahrbuch des Vereins für Freikirchenforschung veröffentlicht.

Das Programm der Tagung sowie ein Anmeldeformular sind auf der VFF-Homepage www.freikirchenforschung.de zu finden.

(2897 Zeichen)
Bildungsprojekt «CASE2Learn» © Foto: ADRA Myanmar

Myanmar: ADRA-Bildungsprojekt wegen Ausnahmezustand gestoppt

Weiterstadt/Deutschland | 29.04.2021 | APD | ADRA (Adventistische Entwicklungs- und Katastrophenhilfe)

Die politische Krise in Myanmar hält die Welt weiter in Atem. Auch sieben Wochen nach dem Militärputsch entwickle sich die Situation vor Ort rasant, so die adventistische Katastrophen- und Entwicklungshilfeorganisation ADRA. Immer mehr Menschen seien auf der Flucht, Versorgungsketten würden zusammenbrechen und die Lebensmittelpreise stiegen. Unter diesen Umständen leide die arme Bevölkerung am stärksten.

So komme es täglich besonders in den Städten des Landes zu kleineren und grösseren Demonstrationen gegen das Militär. Das Militärregime reagiere auf diese Demonstrationen mit aller Härte; Tote und Verletzte seien die Folge. Aufgrund der Gewalt, politischer Instabilität und wachsender Unsicherheit seien fast 30.000 Menschen aus ihrer Heimat auf der Flucht. Viele suchten Zuflucht in Thailand.

ADRA hilft den Vertriebenen
In ihrer Verzweiflung fliehen die Menschen und lassen dabei fast ihr ganzes Hab und Gut zurück. Doch längst nicht alle Vertriebenen schafften es über die Grenze. So versteckten sich viele in der Grenzregion und hofften auf eine Möglichkeit, sich auf thailändischen Boden retten zu können. Auf beiden Seiten der Grenze sei ADRA für die Menschen da. Gemeinsam mit Partnern vor Ort helfe ADRA bei allem, was fehlt. Am dringendsten benötigten die Menschen Nahrung, Kleidung und Schutz. ADRA helfe den Vertriebenen mit Essen, Material zum Schutz vor Wind und Wetter, medizinischer Versorgung und Covid-Prävention sowie Hygienesets.

ADRA-Projekt vorerst gestoppt
Gemeinsam mit den Partnerbüros und der Europäischen Kommission richtet ADRA Deutschland e.V. das Bildungsprojekt „CASE2Learn“ in Myanmar aus. Neue Lehrkräfte sollten ausgebildet und den Kindern Schulmaterial zur Verfügung gestellt werden, um so die Völkerverständigung innerhalb des südostasiatischen Landes zu verbessern. Der Aufstand des Militärs Anfang Februar habe alles auf den Kopf gestellt. Um die Sicherheit der Teilnehmenden und der Projektmitarbeitenden zu gewährleisten, werde das Projekt vorerst pausieren, so Matthias Münz, Referent für Öffentlichkeitsarbeit bei ADRA Deutschland e.V..

Myanmar
Myanmar, ein Staat in Südostasien, liegt südöstlich von Bangladesch und grenzt im Osten an China, Laos und Thailand. Auf einer Fläche von 676.578 km² leben 54 Millionen Menschen. Seit 2019 betreibt ADRA Deutschland das Bildungsprojekt „CASE2Learn“ in Myanmar.

Mehr zum Bildungsprojekt CASE2Learn:
https://adra.de/aktuelles/myanmar-bildung-in-konfliktgebieten/

Diese Meldung erschien ursprünglich bei ADRA Deutschland e.V.

(2140 Zeichen)
Start der 10.000-Zehen-Kampagne: Teuea Toatu (2.v.r.), Vizepräsident von Kiribati und Pastor Taabua Rokeatau (2.v.l.) mit Frauen © Foto: Adventist Record

„10.000-Zehen-Kampagne“ gegen Diabetes in Kiribati gestartet

Wahroonga, NSW/Australien | 29.04.2021 | APD | ADRA (Adventistische Entwicklungs- und Katastrophenhilfe)

Wahroonga, NSW/Australien │ 12.04.2021 │ APD │ Mit der Kampagne „10.000-Zehen“ versucht das von der Freikirche der Siebenten-Tags-Adventisten in der Inselrepublik Kiribati geführte Tarawa-Gesundheitszentrum (Tarawa Wellness-Hub), Leben und Gliedmassen der vielen an Diabetes Erkrankten zu retten. Kiribati liegt im zentralen Pazifik. Die Länder des Südpazifiks haben die höchste Diabetesrate in der Welt - so hoch, dass die Vereinten Nationen berichten, dass Diabetes und andere nicht übertragbare Krankheiten eine der grössten Bedrohungen für die Entwicklung der Region seien.

Menschen in der abgelegenen Pazifiknation können über das neu eingerichtete Gesundheitszentrum Tarawa Wellness-Hub Untersuchungen und Workshops in Anspruch nehmen. An der von Hope Radio übertragenen Auftaktveranstaltung der Kampagne am 28. Februar nahmen der Vizepräsident des Landes, Dr. Teuea Toatu und seine Frau Brucetta sowie der Leiter der Freikirche für die Region Kiribati, Pastor Taabua Rokeatau mit seiner Frau Raobe, teil.

Ziel der Aktion sei nach Auskunft der unterstützenden Hilfsorganisation ADRA:
- jedes pazifische Dorf mit Fähigkeiten und Apparaten auszustatten, um Gesundheitsuntersuchungen zur Früherkennung von Diabetes (und anderen damit verbundenen chronischen Krankheiten) durchzuführen,
- Schulung und Bereitstellung von Ressourcen für Lebensstil-Coaches, um Programme zur Vorbeugung, Eindämmung und Rückbildung von Typ-2-Diabetes in jedem Dorf umzusetzen und
- Verbesserung der Fähigkeiten des Gesundheitspersonals in den Gesundheitssystemen des Südpazifiks im Umgang mit Diabetes.

CHIP: Programm zur Vorbeugung und Umkehrung chronischer Krankheiten
Berichten zufolge war Präsident Dr. Toatu sehr beeindruckt von der Initiative. Nach dem Start besuchten gleich über 50 Personen das Zentrum und baten um Gesundheitsuntersuchungen und wurden in das CHIP-Programm eingeführt. CHIP ist ein international eingeführtes Programm und dient der Vorbeugung und Umkehrung chronischer Krankheiten, die uns heute plagen.

81 Prozent der Bevölkerung Kiribatis sind fettleibig
Wie andere pazifische Nationen befindet sich Kiribati inmitten einer Gesundheitskrise aufgrund von Zivilisationskrankheiten. Laut den Gesundheitsdaten von 2019 sind 81 Prozent der Bevölkerung Kiribatis fettleibig, 36 Prozent erfüllen nicht die von der Weltgesundheitsorganisation empfohlenen Richtlinien für körperliche Aktivität. Im Jahr 2019 mussten 96 Menschen aufgrund von Diabetes Gliedmassen amputiert werden.

Die Koordinatorin der Kampagne „10.000-Zehen“, Pam Townend, sagte: „Wir sind sehr begeistert vom Start von „10.000 Zehen“ in Kiribati und was es für dieses isolierte Land bedeutet. Wir freuen uns darauf, in den kommenden Jahren einen Rückgang der Amputationen zu sehen." Es würden aber auch weitere Gelder für die Anschaffung eines Fahrzeugs benötigt, damit sie Gesundheitschecks und Workshops in abgelegenen Ortschaften durchführen könnten. Ausserdem könnten sie dann auch Schulen besuchen, um Gesundheitsgespräche und -untersuchungen durchzuführen, um Menschen, die am CHIP-Programm teilnehmen, zu betreuen. Entsprechende Fahrzeuge zu mieten sei sehr teuer.

Die 10.000-Zehen-Kampagne läuft in Partnerschaft mit der Adventistischen Katastrophen- und Entwicklungshilfe ADRA Australien und der teilkontinentalen Kirchenleitung der Freikirche der Siebenten-Tags-Adventisten in der Region Südpazifik (South Pacific Division/SPD).

Diese Meldung erschien ursprünglich im Adventist Record.

(2922 Zeichen)
Ärztliche Versorgung im Jemen © Foto: ADRA Deutschland e.V.

ADRA rettet im Jemen Leben dank erfolgreichem Spendenaufruf

Weiterstadt/Deutschland | 29.04.2021 | APD | ADRA (Adventistische Entwicklungs- und Katastrophenhilfe)

In einer Pressemeldung bedankt sich ADRA Deutschland e. V., Adventistische Katastrophen- und Entwicklungshilfe für die „grossartige Unterstützung“, um die Hilfe im Jemen weiterführen zu können.

Krankenhäuser und Kliniken im Nordjemen
Seit 2012 setze ADRA Deutschland gemeinsam mit dem lokalen ADRA-Büro Gesundheitsprojekte im Nordjemen um. Weiter unterhalte ADRA sechs Krankenhäuser und mobile Kliniken, um dort zu sein, wo Hilfe gebraucht werde. Inzwischen sei ADRA federführend, was die Gesundheitsversorgung im Jemen angehe. ADRA sei wie ein Haus, das gemeinsam mit den Spendern aufgebaut wurde, so Pierre Schweitzer, Projektassistent in der Abteilung Kommunikation und Fundraising bei ADRA. „Krisen oder Katastrophen können wir nicht verhindern. Wir können aber in schweren Zeiten Hilfe und Schutz bieten. Gemeinsam geben wir in unseren Hilfsprojekten auf die Menschen acht und haben für sie und ihre Geschichten ein offenes Ohr.“

Zwei weitere Krankenhäuser im Südjemen
Zum ersten Mal könne mit zwei Krankenhäusern im Südjemen medizinische Hilfe angeboten werden. Somit steige die Anzahl der Gesundheitseinrichtungen von ADRA im Land auf acht. Krankenwagen würden bereitgestellt und Fachkräfte ausgebildet. Mehrere Krankenhäuser erhielten eine bessere Ausstattung, um mehr Menschen behandeln zu können. Insbesondere die Geburtsmedizin werde verbessert, um die Mütter- und Kindersterblichkeit zu senken. Operationssäle wür¬den wieder in Stand gesetzt und ausgestattet, damit Frauen im Falle von Komplikationen in der Schwangerschaft und bei der Geburt schnelle Hilfe erhielten.

Öffentliche Gelder ergänzen Spenden
Für das neue Projekt sei ein grosser Anteil an Spenden aufzubringen gewesen, um die öffentlichen Gelder in voller Höhe in Anspruch nehmen zu können. Ein Spendenaufruf im Dezember 2020 hätte ein überwältigendes Echo erbracht. Schweitzer dazu: „Gemeinsam haben wir es geschafft, die nötigen Mittel zu finden, um die Menschen im Jemen nicht im Stich lassen zu müssen.“

24 Millionen Menschen benötigen humanitäre Hilfe
Nach Schätzungen der Vereinten Nationen seien fast eine Viertelmillion Menschen durch Waffengewalt oder infolge von Mangelernährung, Krankheit und fehlender medizinischer Versorgung seit 2015 ums Leben gekommen. Weitere 24 Millionen benötigten dringend humanitäre Hilfe. „Wir können den Krieg nicht beenden, aber zusammen können wir Leben retten“, so Schweitzer. In der Anfangsphase des neuen Projektes habe noch eine rechtliche Unsicherheit geherrscht. Im Januar hatte die US-Regierung unter Präsident Trump die «Ansar Allah», auch Huthi-Rebellen genannt, als ausländische Terrororganisation eingestuft. Infolgedessen seien Hilfsorganisationen von US-Sanktionen bedroht gewesen, wenn sie humanitäre Hilfe im Norden des Jemen leisteten. Kurz danach habe aber die neue Biden-Regie¬rung diese Entscheidung zurückgezogen und somit eine humanitäre Katastrophe verhindert. Die Arbeiten vor Ort liefen weiter. „Gemeinsam können wir Kinder und ihre Familien medizinisch versorgen und ihnen eine neue Chance im Leben schenken“ so Pierre Schweitzer abschliessend.

Diese Meldung erschien ursprünglich bei ADRA Deutschland e.V.:
https://adra.de/project-area/jemen/

(3050 Zeichen)
Teilnehmende eines Solarprojektes in Äthiopien © ADRA Deutschland

24. April: Tag der erneuerbaren Energien – ADRA fördert Solarprojekte

Weiterstadt/Deutschland | 29.04.2021 | APD | ADRA (Adventistische Entwicklungs- und Katastrophenhilfe)

Die adventistische Entwicklungs- und Katastrophenhilfe ADRA Deutschland erinnert an den vor 25 Jahren eingeführten „Tag der erneuerbaren Energien“. Eingeführt wurde der Tag 1996 anlässlich der Reaktorkatastrophe von Tschernobyl im Jahr 1986. Er soll auf die Gefahren der Atomenergienutzung hinweisen und erneuerbare Energien in den Fokus rücken. Dieses Anliegen wird jeweils am letzten Samstag im April ins Bewusstsein der Menschen gerückt.

„Der Aktionstag erinnert an den Ausbau der erneuerbaren Energien auf allen Ebenen“, so die Pressemeldung von ADRA Deutschland e. V.. Auch in der Entwicklungszusammenarbeit hätten die erneuerbaren Energien einen wichtigen Stellenwert. Sie seien nachhaltig und schädigten die Umwelt nicht, im Gegensatz zu fossilen Energieträgern. Ausserdem seien sie dezentral leicht einsetzbar und brächten so Strom in die entlegensten Ecken der Welt.

Solartechnik in Äthiopien
Der Meldung zufolge erarbeite ADRA in Äthiopien gemeinsam mit den Ministerien für Energie und Bildung staatlich anerkannte Berufsstandards für die Ausbildung zu Solartechniker*innen. Begonnen habe das Projekt in zwei Modellregionen des Landes. Dort seien 2’200 Jugendliche, davon 30 Prozent Frauen, ausgebildet worden. Eine von ihnen ist Zenebu. Sie berichtet: „Ich fand die Kurse sehr wichtig, um meine Fähigkeiten in der Solartechnologie zu entwickeln. Ich finde es grossartig, dass ich Studenten zu Solartechnikern auszubilden kann.“
Durch den grossen Erfolg der Ausbildung seien die Lehrpläne nun durch das zuständige Ministerium auf das ganze Land übertragen worden.

Solartechnik in Somalia
Solartechnik komme in zahlreichen Ländern zum Einsatz. Sie sei auch Teil eines Bildungsprojektes in Somalia. Dort statte ADRA die Schülerinnen und Schüler mit Solarlampen aus. Durch die neuen Lampen könnten sie zu Hause auch noch nach Einbruch der Dunkelheit lernen, ohne dass der Rauch eines Feuers sie schädigt oder einen Brand auslöst. Bereits mit einer Spende von 30 Euro könne den Schülern eine langlebige Solarlampe zur Verfügung gestellt und ihre Zeit zum Lernen verlängert werden.

Gebäude von ADRA Deutschland mit Solaranlage
Auch das Gebäude von ADRA Deutschland, im südhessischen Weiterstadt bei Darmstadt, werde durch Solarenergie versorgt. Seit 2012 produziere eine Solaranlage mit einer jährlichen Leistung von ca. 33.784 kWh und versorge das Bürogebäude. Damit würden jährlich ungefähr 23,6 Tonnen klimaschädliches CO² eingespart, schreibt das Hilfswerk.

(2064 Zeichen)
Symbolbild © Foto: Gerd Altmann / pixabay

Gesundheitliche Chancengleichheit – zum Weltgesundheitstag 2021

Ostfildern/Deutschland | 29.04.2021 | APD | Gesundheit & Ethik

Zum Weltgesundheitstag am 7. April verweist der Deutsche Verein für Gesundheitspflege e.V. (DVG) auf das diesjährige Motto der „gesundheitlichen Chancengleichheit“. Der Weltgesundheitstag findet seit 1954 jährlich statt.

Ein Tag zu Gesundheitsproblemen mit globaler Relevanz
Die Weltgesundheitsorganisation (WHO), eine Sonderorganisation der Vereinten Nationen (UN) mit Sitz in Genf/Schweiz, rückt jedes Jahr zum Weltgesundheitstag ein Gesundheitsproblem von globaler Relevanz vorrangig in das Bewusstsein der Öffentlichkeit. In diesem Jahr ist es die „gesundheitliche Chancengleichheit“ (Health for all).

Soziale Ungleichheit bewirkt gesundheitliche Benachteiligung
„Die soziale Lage“, so die Geschäftsführerin des DVG, Sara Salazar-Winter, „hat einen Einfluss auf die Gesundheit. Sie ist in allen Altersstufen und Lebensphasen erkennbar.“ Die soziale Ungleichheit zeige sich in unterschiedlichen gesundheitlichen Belastungen, Bewältigungsressourcen und der gesundheitlichen Versorgung. Die gesundheitliche Ungleichheit sei auch in folgenden gesundheitsrelevanten Lebensstilen zu beobachten, wie aus einer Veröffentlichung des Kooperationsverbandes Gesundheitliche Chancengleichheit hervorgeht:
• Risikoverhalten
• Ernährung
• Bewegung
• Stressbewältigung
• Substanzkonsum
• Gesundheits- und Krankheitsverhalten.

Prävention und Gesundheitsförderung als Aufgabe des DVG
Der DVG setze sich für Gesundheit und Chancengleichheit besonders mit Beiträgen im Bereich Prävention und Gesundheitsförderung ein. Auch in Deutschland gebe es soziale Ungleichheit. Im Jahr 2017 seien ca. 19 Prozent der Bevölkerung von Armut oder sozialer Ausgrenzung bedroht gewesen, wie aus dem Statistischen Jahrbuch 2018 hervorgehe.

Gesunde Lebensstilprinzipien lernen
Anlässlich des Weltgesundheitstages präsentiere der DVG mit einem kostenfreien Kursangebot „Refresh Einfach-Natürlich-Gesund“ eine Hilfestellung bei der Umsetzung von gesunden Lebensstilprinzipien. Die wöchentlichen Informationen und konkreten Aufgaben könnten ganz praktisch in den Alltag integriert werden. So könne sich Stück für Stück etwas ändern.

Deutscher Verein für Gesundheitspflege e.V. (DVG)
Der „Deutsche Verein für Gesundheitspflege e.V.“, kurz DVG, ist der älteste Verein für die Volksgesundheit in Deutschland. Bereits 1899 gegründet, setzt er sich seit über 100 Jahren für zeitlose Gesundheitsprinzipien ein. Als Gesundheitsorganisation in kirchlicher Trägerschaft der Freikirche der Siebenten-Tags-Adventisten war der DVG von Anfang an unabhängig von Einflüssen aus Politik und Wirtschaft und vertrat unbeirrt ein ganzheitliches Menschenbild – lange bevor Fitness, Achtsamkeit und vegetarische Ernährung Trends in den westlichen Gesellschaften wurden.

Schweizerische Liga Leben und Gesundheit (LLG)
Die "Schweizerische Liga Leben und Gesundheit" (Deutschschweizer Zweig), Verein zur ganzheitlichen Gesundheitsförderung (LLG) hat ihren Sitz in Zürich. Der Verein ist parteipolitisch unabhängig und - obgleich von der Freikirche der Siebenten-Tags-Adventisten im Jahre 1954 gegründet - konfessionell neutral. Die LLG gründet nach Bedarf regionale Ortsgruppen ohne Vereinscharakter.

Der Verein kooperiert mit Schwesterorganisationen anderer Länder, wie z.B. dem "Deutschen Verein für Gesundheitspflege e.V." (DVG) und der "Österreichischen Liga Leben und Gesundheit".

Die LLG möchte die Freude an der Natur und an allen beständigen Werten des Lebens näherbringen. In allen Vorträgen und Seminaren wollen die Mitarbeiter zu einem positiven und gesunden Lebensgefühl beitragen und den Mut stärken, selbst die Verantwortung für das eigene Leben zu übernehmen.

Mehr zur Schweizerischen Liga Leben und Gesundheit: https://www.llg.ch/

(3538 Zeichen)
Adventist NetAward 2021 für Tor Tjeransen (li.) und Stephan G. Brass © GAiN Europe 2021 / Steve Kamatis

Adventistische Medienschaffende in Europa stellen sich digitalen Herausforderungen

Ostfildern/Deutschland | 29.04.2021 | APD | Medien

Drei Tage lang trafen sich etwa 100 Medienschaffende der Freikirche der Siebenten-Tags-Adventisten aus Europa an ihrer jährlichen GAiN-Tagung (Global Adventist Internet Network), die aufgrund der aktuellen Pandemie online abgehalten wurde. Teilnehmer aus Asien, Afrika und Amerika waren ebenfalls zugeschaltet.

GAiN 2021 wurde von den Kommunikationsabteilungen der Intereuropäischen- (EUD) und der Transeuropäischen- (TED) Kirchenleitung der Freikirche der Siebenten-Tags-Adventisten organisiert. GAIN stand lange Zeit für Global Adventist Internet Network wechselte in den vergangenen Jahren aber immer mehr zum Global Adventist Innovation Network. In den Eröffnungsstatements betonten die beiden Leiter der Abteilung Kommunikation, Corrado Cozzi für die Region Mittel- und Südeuropa (EUD) und Victor Hulbert für Nordeuropa (TED), wie wichtig es sei, Hoffnung und Frieden durch die kirchliche Kommunikation zu verbreiten.

Medienpreis - Adventist NetAward
Jährlich werden auf dieser Tagung auch Medienschaffende ausgezeichnet, die in den letzten Jahrzehnten einen grossen Beitrag für die Kirche geleistet haben. Die Kommunikationsabteilung der Weltkirchenleitung der Adventisten verlieh in diesem Jahr den Adventist NetAward an Stephan G. Brass (EUD) und Tor Tjeransen (TED). Brass ist derzeitiger Beauftragter für Kommunikation der Freikirche in Deutschland und Chefredakteur des Adventistischen Pressedienstes APD. Tjeransen leitet die Kommunikationsabteilung seiner Kirche in Norwegen. Beide kennen sich schon seit den 70er Jahren von gemeinsamen Studienzeiten in Deutschland und England.

Brass war einer der Pioniere der digitalen Evangelisation in Deutschland unter Nutzung von BTX und Internet während Tjeransen viele Jahre lang die Freikirche in Norwegen als Präsident leitete und sich auf Medien und Kommunikation konzentrierte. Der Weltdirektor für Kommunikation der Adventisten, Williams Costa, überreichte den beiden Kollegen virtuell den Preis und betonte, dass „die Kirche immer den Rat und die Beiträge von Fachleuten wie Brass und Tjeransen brauchen wird". Am Ende der Preisübergabe bedankte sich Brass bei all‘ seinen Kollegen: „Ohne eure Unterstützung wäre ich nicht in der Lage gewesen, irgendetwas zu tun“, während Tjeransen alle Anwesenden ermutigte: „Nutzt alle möglichen Kommunikationsmittel, um die wichtigste Nachricht weiterzugeben: die Wiederkunft Jesu!“

Geschwindigkeit, Kürze, Austausch und Transparenz
In einer Grundsatzrede erinnerte Costin Jordache, Vizepräsident für Öffentlichkeitsarbeit von AdventistHealth, der Gesundheitsorganisation der Adventisten in den USA, an vier grundlegende Aspekte dieses neuen digitalen Zeitalters: Geschwindigkeit, Kürze, Austausch und Transparenz. Die digitale Welt habe alles schnell, kurz, offen und radikal gemacht. Diese „Medaille“, wie er sie nannte, hätte jedoch zwei Seiten, d. h. Stärken und Schwächen. Es stimme zwar, dass die Kommunikation offener, zugänglicher und für alle verfügbarer geworden sei, aber es treffe auch zu, dass es eine Informationsflut gebe, die 90 Prozent der Informationen überflüssig, oberflächlich, falsch und nutzlos macht. Ausserdem begünstige diese neue Art der Kommunikation Konflikte, die Radikalisierung von Meinungen und Verwirrung. Der abschliessende Rat von Jordache lautete deshalb: „Entschleunigt euch und bevorzugt Tiefe und Wahrheit! Konzentriert euch auf Qualität und nicht auf Quantität!“

Workshops und Projekte
In fünf Kleingruppen (breakout sessions) konnten sich die Teilnehmenden nach Interessengebieten „vernetzen, austauschen, ermutigen und motivieren“, wie es in der Einladung hiess. Dabei ging es um 1) Communication & Marketing, 2) Audio & Video Content, 3) Writing, 4) Production und 5) IT & Webb/App development. In sieben weiteren Workshops wurden Fallbeispiele besprochen und Fertigkeiten vermittelt.

Cross Media Networks Projects
Schon zum wiederholten Male entschieden sich die teilnehmenden Medienschaffenden für ein gemeinsames Projekt. 2017 beteiligten sich einige Nationen an dem Thema „This is my mission“. Kurze Videoclips für Social Media und Youtube wurden zur Thematik produziert. Sechs Nationen halfen bei dem nächsten Thema „Fathers“ mit kurzen Videoclips, 21 Länder mit Textbeiträgen für ein zusätzliches Buch. Bei der letzten Konferenz, die noch als Präsenzveranstaltung in Jordanien durchgeführt wurde, hatten bereits adventistische Medienschaffende aus 60 Länder in insgesamt 40 Sprachen an dem Thema „Uncertainty“ (Unsicherheit) mitgewirkt. Auch hier gehört neben einem Dokumentarfilm, vielen einzelnen Kurzfilmen und Episoden ein gedrucktes Buch dazu. Es geht darum, wie Menschen mit Ängsten, Zweifeln und einer unsicheren Zukunft ihr Leben gestalten.

Zum Ende der diesjährigen GAiN entschieden sich die Medienprofis nach kurzer, aber intensiver Diskussion für das Thema: „1.000 Years of Happiness - Because happiness can be found anytime, anywhere, and at any time in life”. (1.000 Jahre Glück/Zufriedenheit - Denn Glück kann man immer, überall und zu jeder Zeit im Leben finden). Das Projekt wird die Produktion eines Buches, eines Dokumentarfilms, Videoclips und eines Spielfilms beinhalten. „Tausend Jahre Glück", weil wir zehn Menschen aus verschiedenen Kulturen, die jeweils fast 100 Jahre alt sind, über ihre Erfahrungen, Prüfungen, Kämpfe und Siege befragen werden. Sie bestätigen, dass sie heute sehr glücklich leben", erklärte Adrian Duré, Projektleiter des Netzwerks. Es wird sicherlich spannend, zu erleben, welcher Ideenreichtum sich bei diesem Cross Media Networks Projekt in den kommenden Monaten international entfalten wird.

GAiN Konferenz
GAiN Europe ist eine Veranstaltung, die von den Kommunikationsabteilungen der transnationalen Kirchenleitungen der Freikirche der Siebenten-Tags-Adventisten in der Inter-Europäischen (EUD) und Trans-Europäischen Division TED) in Zusammenarbeit mit Hope Media Europe (HME) organisiert wird. Die TED koordiniert die Aktivitäten der Freikirche in 22 europäischen Ländern: Albanien, Bosnien-Herzegowina, Kanalinseln, Kroatien, Zypern, Dänemark, Estland, Färöer Inseln, Finnland, Griechenland, Grönland, Ungarn, Island, Irland, Isle of Man, Lettland, Litauen, Mazedonien, Montenegro, Niederlande, Norwegen, Polen, Serbien, Slowenien, Schweden und Vereinigtes Königreich. Der Hauptsitz befindet sich in St. Albans/Grossbritannien. Zur Intereuropäischen Kirchenleitung (EUD) gehören Andorra, Österreich, Belgien, die Tschechische Republik, Frankreich, Deutschland, Gibraltar, Italien, Liechtenstein, Luxemburg, Malta, Monaco, Portugal, Rumänien, San Marino, Slowakei, Spanien und die Schweiz. Der Verwaltungssitz befindet sich in Bern/Schweiz.

Zur GAIN Europe Webseite: https://www.adventcom.eu/
Zum Projekt Uncertainty: https://uncertaintyproject.org/

Diese Meldung erschien in Kooperation mit ANN, EUDnews und Nyheter Norway.

(6621 Zeichen)
Hans Küng in der Synagoge (Hechingen/Deutschland) 2009 © Foto: Muesse / Creative Commons Attribution 3.0 Unported

Katholischer Theologe und Religionsphilosoph Hans Küng verstorben

Tübingen/Deutschland | 29.04.2021 | APD | Personen

Am 6. April verstarb der 1928 in Sursee (Schweiz) geborene Theologe Hans Küng in seinem Haus in Tübingen/Deutschland, wie die Eberhard-Karls-Universität Tübingen in einer Medienmitteilung schreibt. Er galt als einer der bedeutendsten deutschsprachigen Theologen der Gegenwart.

«Mit Hans Küng verliert die Universität Tübingen einen produktiven Forscher, einen überaus schöpferischen Gelehrten und einen exzellenten Theologen», sagte der Rektor der Universität, Professor Bernd Engler. «Küng hat mit dem Institut für Ökumenische Forschung und dem Weltethos-Institut an unserer Hochschule Einrichtungen von bleibender Bedeutung geschaffen und damit die Universität tiefgreifend geprägt. Mit seinem weltweit anerkannten Einsatz für Kirchenreformen und für den Dialog der Religionen hat er massgeblich zum internationalen Ansehen der Universität Tübingen beigetragen.»

Von 1948 bis 1957 studierte Küng Philosophie und Theologie an der Päpstlichen Universität Gregoriana in Rom und an der Sorbonne zu Paris. 1960 wurde Küng als ordentlicher Professor für Fundamentaltheologie an die Katholisch-Theologische Fakultät der Universität Tübingen berufen. Drei Jahre später wurde er zusätzlich Direktor des von ihm gegründeten Instituts für Ökumenische Forschung.

Infragestellung von Lehrmeinungen
In der Zeit des Zweiten Vatikanischen Konzils (1962-65), hatte sich ein Konflikt Küngs mit den Bischöfen entwickelt, in dessen Mittelpunkt die Unfehlbarkeit des Papstes und Grundfragen der Christologie standen. Hans Küng war der erste bekannte Theologe römisch-katholischer Herkunft seit dem Schisma der alt-katholischen Kirche von 1870, der die Unfehlbarkeit des Papstes öffentlich und grundsätzlich in Frage stellte.

Den Lehrmeinungen der römisch-katholischen Kirche stand Küng kritisch gegenüber und hinterfragte die Legitimation der in der römisch-katholischen Kirche als gottgegeben geltenden Lehrmeinungen. Dabei stellte er vor allem folgende Lehrmeinungen in Frage: Unfehlbarkeit des Papstes, Unsittlichkeit der künstlichen Empfängnisverhütung, strikte Unerlaubtheit der Abtreibung, Unmöglichkeit der Frauenordination, Ungültigkeit der anglikanischen Weihen und Festhalten an der Zölibatsverpflichtung für Kleriker. Trotzdem betonte Küng immer wieder, er sehe sich als «loyalen katholischen Theologen».

Entzug der kirchlichen Lehrerlaubnis
Der Theologe äusserte wiederholt Kritik am Papst und an der katholischen Kirche. Zur Jahreswende 1979/80 reagierte der Bischof von RottenburgStuttgart auf Druck von Papst Johannes Paul II. und der Deutschen Bischofskonferenz mit dem Entzug der kirchlichen Lehrerlaubnis (Missio canonica). Um Küng eine weitere Lehrtätigkeit an der Universität Tübingen zu ermöglichen, einigten sich die Landesregierung, die Universitätsleitung und der Theologe auf einen Kompromiss: Die Hochschule gliederte sein Institut für Ökumenische Forschung aus der Katholisch-Theologischen Fakultät aus und unterstellte es direkt dem Senat – ein einmaliges Modell in der Geschichte der Universität Tübingen, heisst es in der Medienmitteilung. Bis zu seiner Emeritierung 1996 blieb Küng als Direktor des Instituts für Ökumenische Forschung weiterhin Professor an der Eberhard-Karls-Universität Tübingen und war weiterhin römisch-katholischer Priester.

Stiftung Weltethos
Als Pionier des interreligiösen Dialogs und für seinen Einsatz für ein Kulturen und Religionen übergreifendes Menschheitsethos, ein „Weltethos“, erlangte Hans Küng weltweites Ansehen in allen Weltreligionen. Für Hans Küng war zur Erhaltung des Weltfriedens ein Religionsfrieden Voraussetzung. Deshalb hat er herausgearbeitet, dass die verschiedenen Weltreligionen in den zentralen Grundfragen – wie etwa bei den zehn Geboten - tatsächlich eine ähnliche Ethik haben. Der Theologe billigte dabei dem Christentum einen relativen Vorrang vor anderen Weltanschauungen zu.

Unter seiner Federführung verabschiedete das «Parlament der Weltreligionen» im Jahr 1993 die «Erklärung zum Weltethos», 1995 wurde in Tübingen die Stiftung Weltethos gegründet, deren Präsident Küng bis 2013 war. Sein Appell «Kein Weltfriede ohne Religionsfriede» nimmt den Papst oder muslimische Repräsentanten genauso in den Blick wie den US-Präsidenten.

Mithilfe seiner herausragenden Kontakte gelang es Küng mehrfach, hochrangige Weltethos-Redner nach Tübingen einzuladen, darunter den damaligen UNO-Generalsekretär Kofi Annan, den damaligen Bundespräsidenten Horst Köhler, Friedensnobelpreisträger Bischof Desmond Tutu oder die Hochkommissarin für Menschenrechte der Vereinten Nationen, Mary Robinson

Küngs Werke
Küng verfasste zahlreiche Bücher, die in grossen Auflagen weit über Kirchenkreise hinaus Beachtung gefunden haben und in zahlreiche Sprachen übersetzt sind. Zu den bekanntesten Werken zählen «Die Kirche» (1967), «Unfehlbar?» (1970), «Christ sein» (1974), «Existiert Gott?» (1978), «Ewiges Leben» (1982), «Projekt Weltethos» (1990) und «Credo» (1992).

Zuletzt erschienen von ihm «Was ich glaube» (2009) – sein persönlichstes Buch –, «Erlebte Menschlichkeit» (2013), der dritte Band seiner Memoiren, sowie «Sieben Päpste» (2015).

Wie wenige andere katholische Theologen war Küng, der in Rom und Paris studiert hat, früh mit der protestantischen Theologie vertraut; so gehörte er zu den besten Kennern von Karl Barth, über den er promovierte. Küngs bereits 1957 erschienenes Buch «Rechtfertigung» gilt auch heute noch als richtungweisend.

In einer Trilogie über die grossen monotheistischen Religionen veröffentlichte Küng 1991 «Das Judentum», 1994 «Das Christentum», 2003 «Der Islam». Küng gehörte zu den Gründungsmitgliedern der Internationalen Zeitschrift für Theologie «Concilium».

Für seine Forschung und sein Engagement erhielt Küng zahlreiche Ehrungen und Preise, darunter 1998 den Theodor-Heuss-Preis, 2002 den Göttinger Friedenspreis und 2003 das Grosse Bundesverdienstkreuz mit Stern.

(5731 Zeichen)
Daniela Canedo, zukünftige Leiterin der Abteilung Frauen © Foto: privat

Daniela Canedo wird die Abteilung Frauen der Adventisten in Deutschland leiten

Hannover/Deutschland | 29.04.2021 | APD | Personen

Daniela Canedo wird die Leitung der Abteilung Frauen in der Freikirche der Siebenten-Tags-Adventisten in Deutschland übernehmen. Sie wird Nachfolgerin von Angelika Pfaller, die im Sommer in den Ruhestand geht.

Die Freikirche der Siebenten-Tags-Adventisten in Deutschland besteht aus den überregionalen Kirchenleitungen in Nord- und Ostdeutschland (Norddeutscher Verband/NDV) mit Sitz in Hannover sowie in Süddeutschland (Süddeutscher Verband/SDV), mit Sitz in Ostfildern bei Stuttgart. Gemeinsam betreuen sie knapp 35.000 Adventisten in 547 Kirchengemeinden und 35 Gruppen (Statistical Annual Report 2020). Der SDV hatte bereits am 18. April beschlossen, „Daniela Canedo für die Nachfolge des Amtes der Abteilungsleiterin für die Abteilung Frauen, vorbehaltlich der Wahl ihrer Person durch den NDV, für beide Verbände in Deutschland zu wählen. Das Leitungsgremium des NDV entschied sich am 25.04. ebenfalls für diesen Vorschlag. Somit kann Daniela Canedo im Sommer die Nachfolge in der Leitung der Abteilung Frauen antreten, vorbehaltlich der Freigabe ihres derzeitigen Arbeitgebers, eine Dienststelle innerhalb der Freikirche.

Daniela Canedo
Mit Daniela Canedo übernimmt eine Frau die deutschlandweite Abteilungsleitung, die schon viele Jahre die innerkirchlichen Strukturen der Freikirche durch ihren Dienst in verschiedenen Bereichen kennengelernt hat. Die in Siegen geborene und im Westerwald als Bankkauffrau ausgebildete Canedo arbeitet seit 2012 als Assistentin des Vorstands der Adventisten in der Region Mittelrhein mit Sitz in Darmstadt. Seit 2019 ist sie ausserdem die Datenschutzbeauftragte der Freikirche in den drei Landeskörperschaften Hessen, Rheinland-Pfalz und Saarland. Seit einem Jahr leitet sie in derselben Region die Abteilung Frauen ihrer Kirche. Canedo ist ledig und beherrscht neben ihrer deutschen Muttersprache Englisch, Französisch und Spanisch, was ihr für die Vernetzung mit den Abteilungsleiterinnen in den anderen europäischen Ländern nützlich sein wird.

Sie selbst freue sich „auf die spannenden Begegnungen mit den Frauen und möchte die gute Arbeit ihrer Vorgängerin fortführen und dabei neue Nischen entdecken und sie füllen.“ Sie möchte „Frauen miteinander vernetzen, Unaussprechliches besprechbar machen und die jüngere Generation erreichen, z.B. mit einem Podcast.“ Es sei ihr Anliegen, so Canedo gegenüber dem APD, „Frauen zu unterstützen, ihre Stimme zu finden und ihren Glauben überall dort weiterzugeben, wo Gott uns gebrauchen möchte.“

Angelika Pfaller
Im Juli 2012 wurde Angelika Pfaller in die Leitung der Abteilung Frauen des SDV berufen. Sie übernahm einige Zeit später auch die Leitung der Abteilung im NDV und ist somit die erste gesamtdeutsche Leiterin in dieser Funktion für einen Anteil von ca. 65 Prozent Frauen in ihrer Kirche. Davor war sie seit Herbst 2009 in der regionalen adventistischen Kirchenleitung von Bayern in gleicher Weise tätig. Sie sagt, dass der „Dienst mit und für Frauen für sie eine sehr bereichernde und segensreiche Zeit“ gewesen sei. Während dieser Zeit seien Weiterbildungsseminare, Frauenwochenenden und Kongresse entwickelt und angeboten worden. Besonders die Stärkung und Begleitung von Mädchen und jungen Frauen (Girls4Christ) sei eine besondere Aufgabe in diesen vergangenen Jahren gewesen. Die Verkündigung des Wortes Gottes habe dabei immer im Mittelpunkt gestanden.

Pfaller gehört auch zum fünfköpfigen Beirat „Sexueller Gewalt begegnen“, der 2010 von der Freikirche als unabhängiges Fachgremium eingesetzt wurde. Er kümmert sich einerseits um die Erstellung von Materialien und bearbeitet andererseits konkrete Fälle, auf die er angesprochen wird, entsprechend seiner ihm übertragenen Kompetenz. Angelika Pfaller ist verheiratet und hat zwei erwachsene Kinder.

Zur Webseite adventistischer Frauen in Deutschland – www.sta-frauen.de.

(3673 Zeichen)
Symbolbild – Buch © Foto: pexels/pixabay

"Ellen Whites Nachleben – Erhellende Einsichten - Fromme Fiktionen - Unbequeme Fakten"

Lüneburg/Deutschland | 29.04.2021 | APD | Buchrezensionen

George Knight, "Ellen Whites Nachleben – Erhellende Einsichten - Fromme Fiktionen - Unbequeme Fakten", Advent Verlag, Lüneburg, 2021, 227 Seiten, (14 x 21 cm), Paperback 19,90 €, Fr. 24.90; ISBN 978-3-8150-1988-7.

Ein weiteres Buch über eine der Gründerinnen der Freikirche der Siebenten-Tags-Adventisten und ein weiteres von George Knight. Anhand seiner eigenen Biographie wagt der Autor einen ungeschönten Blick darauf, wie sich der Umgang mit der Literatur von Ellen White seit ihrem Tod 1915 verändert hat. George Knight, emeritierter Professor für Kirchengeschichte an der Andrews-Universität in Michigan, USA, befasst sich sachlich und engagiert mit Jahrzehnte alten und auch aktuellen Fragen des Umgangs mit Ellen White‘s Gabe der Prophetie.

Zum Inhalt
Das Buch besteht aus zwei Hauptteilen: Die erste Hälfte beinhaltet eine Reise durch die Geschichte der Freikirche der Siebenten-Tags-Adventisten, in der zweiten Hälfte berichtet der Autor aus ureigenstem Erleben, wobei er auch mit Selbstkritik nicht spart. Dabei gibt sein Vorwort die inhaltliche Tendenz an, um die es ihm geht: „Prophetin oder Plagiatorin?“ In den 1970er Jahren verursachte diese Frage eine Krise in der Freikirche, sowohl akademisch als auch seelsorgerlich; deren Kulminationspunkt war die Veröffentlichung des Buches „The White Lie“ des kalifornischen Pastors Walter Rea, in welchem er seine Forschungsergebnisse darlegte. Diese zeigten auf, dass Ellen White mehrere Texte anderer christlicher Autoren ohne Quellenangabe übernommen hatte. George Knight geht auf diese Krise samt den Reaktionen der Weltkirche detailliert und anschaulich ein. Ähnlich wie Walter Rea durchlitten viele prominente Theologen und Verantwortungsträger der Kirche während jener Jahre einen Wechsel von zuweilen unreflektierter Glorifizierung Ellen Whites bis hin zur kompletten Ablehnung ihrer Person und ihrer Literatur.

Das Nachleben
Fünfzig bis sechzig Jahre liegen jene Ereignisse zurück, die der Autor als fabelhaft bezüglich der Bedeutung von Ellen White bezeichnet, ein halbes Jahrhundert nach deren Ableben anno 1915. Ihre Literatur wurde vielfach bei den damaligen Verantwortungsträgern, wie auch auf akademischer Ebene, also an den Ausbildungsstätten der Freikirche, als allein verbindlicher Bibelkommentar einerseits und als indiskutable Grundlage für Entscheidungsfindungen andererseits verstanden und angewandt. George Knight belegt dies aus seinem eigenen Erleben als Student, wie auch als Pastor und Pädagoge am Beginn seines beruflichen Werdegangs. Das Verständnis der Inspiration Ellen Whites hatte Veränderungen erfahren, von Ansätzen zur Verbalinspiration bis zur Leugnung jeglicher Inspiration. Mit einigen Beispielen skizziert der Autor die Konsequenzen dieses Wandels, belegt diese mit Namen und Zitaten und mit seiner eigenen Haltung zu jener Zeit.

Im folgenden Kapitel wird dann aufgezeigt, dass gegen Ende von Ellen Whites Lebzeit Fakten über die Art ihrer Schriften klar formuliert worden waren. An prominenter Stelle kommt dabei der Sohn von Ellen, William C. White, zu Wort. Auch andere Personen nennt und zitiert der Autor, sowie Textabschnitte von Ellen selbst, wie auch Niederschriften über Versammlungen der Freikirche. Interessant dabei ist, dass ihre Literatur schon zu ihren Lebzeiten diversen Angriffen ausgesetzt war und Stellungnahmen veranlasste, die auch ein gutes Jahrhundert später sehr informativ sind. Ellen White selbst betonte, dass sie als Person inspiriert wurde und auch in der Auswahl und Übernahme von Texten externer Autoren vom Heiligen Geist geleitet worden sei. George Knight empfiehlt, bei der Bewertung von Ellen Whites Literatur deren eigene Haltung bezüglich Inspiration, Textübernahme und Gewichtung wahr und ernst zu nehmen und so „angemessen“ zu agieren.

Dokumente
Der zweite Teil des Buches stellt eine Sammlung von Dokumenten dar, die teilweise als verschollen galten und durch intensives Graben in Archiven wieder ans Licht kamen. An erster Stelle wird die Sicht des bereits erwähnten Sohnes von Ellen White, William wiedergegeben. Zwei Texte aus 1911 und 1912, also noch zur Lebenszeit seiner Mutter verfasst, sind abgedruckt. Ein Brief von ihm an L. E. Froom (1890 – 1974), prominenter Historiker und Theologe in der Freikirche, gibt 1928 Auskunft über die erwähnten Grundfragen. Aus den frühen 70ern ist die Arbeit von D. McAdams über die Quellenforschung an Ellen Whites Literatur in George Knights Buch eingeflossen. Der Bericht über die Arbeit des Ausschusses über die Forschungsergebnisse des erwähnten Pastors Walter Rea schliesst sich an. Dieser Ausschuss arbeitete im Januar 1980 zwei Tage lang. Das Protokoll dieser Sitzung einschliesslich Anhang ist abgedruckt.

1982 wurde durch die Weltkirchenleitung Dr. Fred Veltmann berufen, das „Leben-Christi-Forschungsprojekt“ zu initiieren und zu leiten. Diese Arbeit dauerte bis 1988, die Ergebnisse wurden durch die Weltkirchenleitung 1988 bestätigt. Nach George Knight ist der Report die umfangreichste und tiefgehendste Analyse der Ellen-White-Literatur in der Geschichte der Adventisten. Sehr spannend das letzte Dokument: Protokolle der Bibelkonferenz von 1919. Dieses Dokument war bis 1979, also etwa sechzig Jahre, im Archiv der Weltkirchenleitung quasi verschollen, also nicht öffentlich zugänglich und nicht bekannt. Die unabhängige adventistische Zeitschrift „Spectrum Magazin“ veröffentlichte diese Protokolle. Die Texte lösten, so George Knight, damals einen Schock aus, da sich die „fabelhafte“ Sicht der 60er und 70er Jahre damit als historisch nicht begründbar erwies.

Fazit / Leseempfehlung
Der Text von George Knight liest sich flott und ansprechend. Selbst in der deutschen Übersetzung ist das Schreib- und Formulierungs-Talent des Autors deutlich erkennbar. Ob es seiner Altersweisheit zuzuschreiben ist (Jahrgang 1941), dass er immer mal wieder Ironie, auch Selbst-Ironie durchschimmern lässt?

Die enthaltenen Dokumente sind, durch ihr Alter und ihren Charakter bedingt, nicht leicht lesbar – das inhaltliche Interesse an der Lektüre an sich lässt dies aber nicht zum Hindernis werden; es kann sogar spannendes Lesevergnügen bereiten.
Helmut Wagner

Die Rezension kann als Dokument heruntergeladen werden:
https://www.apd.info/wp-content/uploads/2021/04/Rezension-George-Knight_Ellen_White.pdf

(6138 Zeichen)

Impressum

| 29.04.2021 | APD | Impressum

Der Adventistische Pressedienst APD Schweiz ist eine Einrichtung der Freikirche der Siebenten-Tags-Adventisten in der Schweiz (Schweizer Union). Der APD arbeitet nach den Bestimmungen des schweizerischen Mediengesetzes, ist publizistisch unabhängig und loyal zur Freikirche.

Herausgeber:
Freikirche der Siebenten-Tags-Adventisten in der Schweiz
Postfach 7, Wolfswinkel 36, CH-8046 Zürich, Schweiz
Telefon: +41 44 315 65 00 | E-Mail: info@adventisten.ch | Web: www.adventisten.ch

Redaktion:
APD Schweiz, Postfach, CH-4020 Basel, Schweiz
Telefon: +41 79 225 95 11 | E-Mail: apd-ch@apd.info | Web: www.apd.media/news/
Herbert Bodenmann (verantwortlich)

APD-INFORMATIONEN:
Erscheint monatlich | APD-Informationen (Internet) ISSN 2673-6802
https://www.apd.media/newsgroups/
Facebook: APD Adventistischer Pressedienst Schweiz: https://www.facebook.com/APDSchweiz/
Twitter: APD Schweiz: https://twitter.com/apd_ch
Eine "Arbeitsversion der monatlichen APD-INFORMATIONEN kann jeweils hier heruntergeladen werden: https://cloud.adventisten.ch/s/gbnKxwePMRAq7BY

APD ist die rechtlich geschützte Abkürzung des Adventistischen Pressedienstes. Kostenlose Textnutzung nur unter der Bedingung der eindeutigen Quellenangabe „APD“. Das Copyright an den Texten verbleibt auch nach ihrer Veröffentlichung beim APD.

Redaktionelle Zusammenarbeit:
APD-Zentralredaktion Deutschland, Postfach 4260, D-73745 Ostfildern, Deutschland
Senefelderstrasse 15, D-73760 Ostfildern, Deutschland
Telefon: +49 711 44819 14 | Fax: +49 711 44819 60 |
E-Mail: info@apd.info | Web: https://www.apd.info/
Stephan G. Brass (verantwortlich), Jens-Oliver Mohr (stellvertretend), Holger Teubert, Claudia Mohr, Jana Kaufmann-Päschel

Adventist News Network (ANN), 12501 Old Columbia Pike, Silver Spring, Maryland 20904-6600, USA
Telefon: +1 301 680 6306 | Fax: +1 301 680 6312 |
E-Mail: costaw@gc.adventist.org | Web: https://news.adventist.org/en/
Williams S. Costa Jr. (verantwortlich)

„Adventisten heute“, Pulverweg 6, D-21337 Lüneburg, Deutschland
Telefon: +49 4131 9835 521, Fax: +49 4131 9835 502
E-Mail: info@advent-verlag.de, Web: www.advent-verlag.de
Thomas Lobitz (verantwortlich)

******************************************************************************
Freikirche der Siebenten-Tags-Adventisten
Die Freikirche der Siebenten-Tags-Adventisten ging aus der Erweckungsbewegung des
19. Jahrhunderts hervor. Gegenwärtig zählt sie über 21,6 Millionen erwachsene Mitglieder in 213 Ländern der Erde. In der Schweiz sind rund 4.750 Mitglieder in 54 Gemeinden organisiert. Ihre einzige Glaubensgrundlage ist die Bibel. Mehr zu den Adventisten in der Deutschschweiz www.adventisten.ch und in der Romandie bzw. im Tessin: www.adventiste.ch

(2696 Zeichen)
© Nachrichtenagentur APD Basel (Schweiz) und Ostfildern (Deutschland). Kostenlose Textnutzung nur unter der Bedingung der eindeutigen Quellenangabe "APD". Das © Copyright an den Agenturtexten verbleibt auch nach ihrer Veröffentlichung bei der Nachrichtenagentur APD. APD® ist die rechtlich geschützte Abkürzung des Adventistischen Pressedienstes.