APD-INFORMATIONEN 6/2021 - JUNI 2021

Symbolbild - Abzweigung © Foto: possessed-photography-skexJuIpjFI-unsplash

ICF Movement Schweiz verlässt den Dachverband Freikirchen.ch

Pfäffikon, ZH/Schweiz | 01.07.2021 | APD | Schweiz

Die Leitung des «International Christian Fellowship» ICF bzw. des «ICF Movement Schweiz» hat per 30. Juni 2021 beschlossen, aus dem «Dachverband Freikirchen.ch» auszutreten und dem Dachverband künftig ohne Mitgliedschaft freundschaftlich verbunden zu bleiben. Nach längerer Zeit im Beobachterstatus des Dachverbands ist das ICF Movement Schweiz im September 2019 dem Freikirchenverband beigetreten, den es nun nach knapp zwei Jahren wieder verlässt. «Neben 17 anderen Freikirchenverbänden war das ICF Movement eine wichtige Stimme in der Landschaft der Freikirchen und hatte aufgrund seiner Grösse eine wichtige Funktion», heisst es in der Medienmitteilung des Dachverbands Freikirchen.ch.

«An der Leiterkonferenz des Dachverbands Freikirchen.ch wurde ausserordentlich bedauert, dass sich das ICF Movement zu diesem Schritt genötigt sieht», erklärt Peter Schneeberger, Präsident von Freikirchen.ch, Dachverband der Freikirchen und christlichen Gemeinschaften.

Das ICF Movement Schweiz umschreibt seinen Schritt folgendermassen: «Während der Pandemie hat sich vieles in der Gestaltung von Kirche verändert. Um den Ansprüchen unserer Standorte in der Schweiz in einem sich schnell ändernden Umfeld gerecht werden zu können, bündeln wir aktuell alle verfügbaren Kräfte. Wir sind dankbar für das Engagement des Verbandes für die Freikirchen in der Schweiz und werden ihm gerne auch ohne Mitgliedschaft weiter freundschaftlich verbunden bleiben», erklärt Michael Sieber, Sprecher des ICF. Nach eigenem Selbstverständnis sind die ICF Kirchen freie, überkonfessionelle Kirchen auf biblischer Grundlage.

Freikirchen Schweiz
Freikirchen.ch ist der Dachverband der Freikirchen und christlicher Gemeinschaften in der Schweiz. Er ist ein nationaler Kirchenverband mit 20 freikirchlichen Bewegungen aus der Deutschschweiz, zu denen über 750 örtliche Kirchen mit ihren diakonischen Werken gehören. Die Freikirche der Siebenten-Tags-Adventisten in der Deutschschweiz ist seit 2019 im Beobachterstatus. Dieser ermöglicht einem Delegierten dieser Freikirche an der Leiterkonferenz teilzunehmen und damit regelmässige Kontakte und Dialoge zu den Verbandsleitern des Dachverbandes zu pflegen sowie die Ziele und Arbeitsweisen des Dachverbandes fundiert kennenzulernen durch gegenseitige persönliche Begegnungen.

Zusammen mit dem Réseau évangélique suisse (RES) vertreten die Freikirchen in der Schweiz rund 1000 Kirchen. Neben der Schweizer Bischofskonferenz und der Evangelischen Kirche Schweiz versteht sich der Dachverband Freikirchen.ch als dritte Kraft der christlichen Kirchen in der Schweiz und als Sprachrohr für die gemeinsamen Anliegen der Freikirchen.

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Pastor Stephan Sigg an der online Generalversammlung vom 20.06.2021 © Foto: Screenshot/APD

Stephan Sigg als Präsident der Adventisten in der Deutschschweiz wiedergewählt

Zürich/Schweiz | 01.07.2021 | APD | Schweiz

Die über 140 stimmberechtigten adventistischen Christinnen und Christen, die als Delegierte ihrer Ortsgemeinden in der Deutschschweiz an der online durchgeführten Generalversammlung der Deutschschweizerischen Vereinigung (DSV) der Freikirche der Siebenten-Tags- Adventist teilgenommen haben, wählten am 20. Juni erneut Pastor Stephan Sigg (55) mit 115 Ja- und 20 Nein-Stimmen bei vier Enthaltungen zu ihrem Präsidenten. Gleichzeitig haben die Delegierten einer Strukturreform mit 95 Ja- und 39 Nein-Stimmen bei acht Enthaltungen zugestimmt. Die Strukturreform soll die Zusammenarbeit der Abteilungsleitungen auf der Ebene der Kirchenleitung durch die Einführung eines Bereichsmodells fördern und damit gleichzeitig die Kirchenleitung entlasten. In erster Lesung wurde ein neu einzuführendes Schlichtungsreglement besprochen, das überarbeitet und an der nächsten Generalversammlung im Herbst zur Beschlussfassung vorgelegt werden soll.

Werdegang
Stephan Sigg absolvierte eine Zimmermannslehre und begann später ein Theologiestudium am Seminar Schloss Bogenhofen/Oberösterreich, besuchte für ein weiteres Jahr das theologische Seminar im Schulzentrum Marienhöhe bei Darmstadt/Deutschland und schloss das Studium am Newbold College, Bracknell/England, mit dem Master ab. Von 1997 bis 2007 arbeitete er als DSV-Jugendabteilungsleiter. 2007 wurde er als Dozent für Praktische Theologie an die adventistische theologische Hochschule in Friedensau/Deutschland berufen und lehrte im Bachelor- sowie im Masterbereich. Es folgte ein Weiterstudium an der Andrews University, Berrien Springs, Michigan/USA, welches er 2013 mit dem Doctor of Ministry (D.Min.) abschloss. Von 2010 war Sigg als Jugendabteilungsleiter für die teilkontinentale Kirchenleitung der Adventisten in West- und Südeuropa tätig bis er 2017 als Kirchenleiter der Adventisten in der Deutschschweiz gewählt wurde.

Adventisten in der Schweiz
Ende Dezember 2020 lebten 2.556 Adventisten im Gebiet der Deutschschweiz und 2.213 in der Romandie sowie im Tessin. In der Schweiz leben demnach 4.769 erwachsen getaufte Siebenten-Tags-Adventisten. Die Adventisten in der Schweiz feiern in 57 Gemeinden und vier Gruppen den Gottesdienst jeweils am Samstag (Sabbat), dem biblischen Ruhetag. Mitglied wird man bei den Adventisten nicht durch die Säuglings- oder Kleinkindertaufe, sondern nach Unterweisung und auf eigenen Wunsch durch ein Bekenntnis beziehungsweise durch die Mündigentaufe. Adventistischen Jugendlichen bleibt es freigestellt durch die Glaubenstaufe der Kirche beizutreten, sofern sie dies wollten.

Schweizer Adventisten als Verein organisiert
Die Schweizer Adventisten sind nach dem Vereinsrecht organisiert und teilen sich in zwei Kirchenregionen: die Deutschschweizerische Vereinigung der Freikirche der Siebenten-Tags-Adventisten (DSV), mit Sitz in Zürich und die Fédération des Eglises Adventistes du 7e jour de la Suisse romande et du Tessin (FSRT), mit Sitz in Renens/VD. Beide Verwaltungsregionen bilden gemeinsam die Schweizer Kirchenleitung (Schweizer Union) mit Sitz in Zürich.

Institutionen und Werke in den Sprachregionen
Die Adventisten in der Schweiz führen die „Privatschule A bis Z“ in Zürich, zwei Jugendhäuser, in St. Stephan/BE und Les Diablerets/VD, drei Alters- und Pflegeheime in Krattigen/BE, Oron-la-Ville und Epalinges bei Lausanne, den Advent-Verlag in Krattigen/BE sowie eine Versandstelle für französische Bücher in Renens/VD. Im Weiteren unterhalten sie das "Hope Bibelstudien-Institut" (HBI) und das „Religionspädagogische Institut“ (RPI) in Zürich sowie das „Institut d'Etude de la Bible par Correspondance“ (IEBC) in Renens. In Gland/VD befindet sich die Klinik „La Lignière“, die auf Rehabilitation bei Herz-Kreislauferkrankungen, neurologischen, orthopädischen und rheumatischen Erkrankungen sowie auf Nachbehandlung bei Krebs spezialisiert ist.

Gesamtschweizerische Institutionen der Adventisten
Zu den gesamtschweizerischen Werken zählt die „Adventistische Entwicklungs- und Katastrophenhilfe“ ADRA Schweiz mit Sitz in Zürich, ein ZEWO-zertifiziertes Partnerhilfswerk der Glückskette. Das Hilfswerk ist in der Schweiz mit rund 30 Ortsgruppen im sozialen Bereich tätig und im Ausland mit Katastrophen- und Entwicklungshilfeprojekten. Der „Adventistische Pressedienst“ APD Schweiz, Basel, richtet seine Dienste vor allem an säkulare und kirchliche Medien. Die Schweizerische Liga Leben und Gesundheit LLG, Zürich, bietet mit ihren Seminaren in rund 40 Ortsgruppen ganzheitliche Gesundheitsförderung an: körperlich, seelisch, spirituell und sozial.

Ökumenische Kontakte
Die Adventisten sind Mitglied der Schweizerischen Bibelgesellschaft (SB) und haben den Gaststatus in der Arbeitsgemeinschaft Christlicher Kirchen in der Schweiz (AGCK-CH). In drei kantonalen Arbeitsgemeinschaften Christlicher Kirchen sind sie Mitglieder und in drei weiteren arbeiten sie im Gaststatus mit. Im Dachverband Freikirchen.ch haben sie den Beobachterstatus.

Webseite der Adventisten in der Deutschschweiz: www.adventisten.ch
Webseite der Adventisten in der Romandie sowie im Tessin: www.adventiste.ch

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Lilian Studer, neue EVP-Präsidentin © Foto: EVP

Lilian Studer zur neuen Präsidentin der EVP Schweiz gewählt

Bern/Schweiz | 01.07.2021 | APD | Schweiz

An ihrer Delegiertenversammlung in Bern wählten die Delegierten der Evangelischen Volkspartei EVP Schweiz einstimmig die Aargauer Nationalrätin Lilian Studer (43) zur neuen Präsidentin. Sie tritt die Nachfolge von Marianne Streiff an, die nach sieben Jahren ihr Amt zur Verfügung stellte. Nationalrat Nik Gugger, ZH und François Bachmann, VD, wurden als Vizepräsidenten bestätigt. Zudem wählten die Delegierten den Parteivorstand neu.

Lilian Studer nannte als grosse Herausforderungen für die Politik in der Schweiz die Folgen der Pandemie, den Klimaschutz nach dem Scheitern des CO2-Gesetzes, den Dialog mit der EU sowie die Generationengerechtigkeit bei der Sanierung der Sozialwerke

Eine Schweiz ohne Ausbeutung
Die EVP könne diesen Herausforderungen laut Studer auf einem stabilen Wertefundament begegnen: «Unsere Wertegrundlage, auf der wir politisieren und uns für die Gesellschaft und unser Zusammenleben einsetzen ist unvergänglich: Nachhaltigkeit, Gerechtigkeit und Menschenwürde». Die Vision, die sich daraus ableite sei «eine Schweiz ohne Ausbeutung der Natur auf Kosten von Artenvielfalt und Klima. Eine Schweiz ohne Ausbeutung der wirtschaftlich Schwächeren und eine Schweiz ohne Ausbeutung vulnerabler Menschen an Körper und Arbeitskraft».

An der Seite von Lilian Studer wählten die Delegierten Nationalrat Nik Gugger, ZH sowie François Bachmann, die sich beide als Vizepräsidenten zur Wiederwahl gestellt hatten.

Marianne Streiff zieht Bilanz ihrer Tätigkeit
Marianne Streiff stand der EVP Schweiz während mehr als sieben Jahre vor und kann eine beachtliche Bilanz vorweisen, schreibt die EVP in ihrer Medienmitteilung: «Sie führte die Partei durch zwei National- und Ständeratswahlen sowie das Jahrhundert-Jubiläum, stiess eine verschlankende Organisations- und Strukturreform an, schärfte Profil und Schwerpunktthemen der Partei und hinterlässt eine gestärkte politische Präsenz der EVP in den Kantonen.»

Ja zur 99%-Initiative
Die Delegierten fassten ausserdem die Parolen für die Abstimmungsvorlagen vom September: Sie sagten Ja zur 99%-Initiative. Diese schaffe ein Stück mehr Gerechtigkeit in der Schweiz, da sie die bisherige Privilegierung der Dividenden bei der Besteuerung gegenüber den Löhnen beseitigt und damit auch der immer grösser werdenden Ungleichheit im Land entgegenwirkt.

Nein zur Ehe für alle
Nein sagten die Delegierten zur Ehe für alle inklusive Samenspende für gleichgeschlechtliche Paare. Die Ehe für alle sei eine zivilrechtliche Angelegenheit zwischen zwei Menschen. Die Samenspende für gleichgeschlechtliche Paare dagegen überschreite für die EVP eine rote Linie. Zudem kenne die Verfassung die Fortpflanzungsmedizin auch für heterosexuelle Paare nur als ultima ratio bei medizinisch indizierter Unfruchtbarkeit.

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Poster zum Flüchtlingssabbat der Adventisten © Foto: Nicole Watson / ADRA International

20. Juni: Weltflüchtlingstag - Flüchtlingssabbat & Flüchtlingssonntag

Basel/Schweiz | 01.07.2021 | APD | Schweiz

Die Zahl der Menschen, die vor Gewalt, Krieg, Verfolgung oder Klimawandel flieht, wächst Jahr für Jahr. Die Entscheidung, das eigene Zuhause zu verlassen, ist oft keine freiwillige und keine leichte. Vor diesem Hintergrund erklärte die UN-Vollversammlung im Dezember 2000 den 20. Juni zum weltweiten Gedenktag für Geflüchtete.

SEA-Dokumentarfilm: «Gerechtigkeit auf der Flucht»
Im Rahmen der diesjährigen Kampagne zum Flüchtlingssonntag hat die Arbeitsgemeinschaft interkulturell der Schweizerischen Evangelischen Allianz SEA, mit der Unterstützung mehrerer Partnerorganisationen, einen Dokumentarfilm produziert. Er beleuchtet eindrücklich die aktuelle Flüchtlingslage, auch in Bezug auf die Pandemie, aus verschiedenen Perspektiven und lässt Geflüchtete zu Wort kommen. Die Premiere des Films fand am Flüchtlingssonntag, 20. Juni 2021, um 20 Uhr auf YouTube statt.

«Keine verlorene Generation» –Landeskirchen und jüdische Gemeinschaft
Die drei christlichen Landeskirchen in der Schweiz stellten das Schicksal von Flüchtlingskindern ins Zentrum ihres gemeinsamen Aufrufs mit der jüdischen Gemeinschaft zum Flüchtlingssonntag bzw. Flüchtlingsschabbat am 19. und 20. Juni 2021: «Keine verlorene Generation»

«Mehr als die Hälfte der weltweiten Flüchtlinge sind Kinder» hiess es im gemeinsamen Aufruf, der unter dem Bibeltext aus dem Buch des Propheten Jesaja, 1,17 steht: «Verschafft den Waisen Recht». Ein grosser Teil dieser Kinder sei ohne Eltern oder Verwandte unterwegs oder wurde während der Flucht von ihnen getrennt. Mehr als 5,6 Millionen Syrerinnen und Syrer, darunter über 2,5 Millionen Kinder, mussten ihre Heimat verlassen und sind in Jordanien, im Libanon, Ägypten, dem Irak und der Türkei als Flüchtlinge registriert. Weitere 6,2 Millionen Syrerinnen und Syrer leben als Vertriebene im eigenen Land. Gemäss UNICEF benötigen dort 60 Prozent der Kinder humanitäre Hilfe, zwei Millionen Kinder können keine Schule besuchen und 3,3 Millionen Kinder sind der ständigen Gefahr durch Minen ausgesetzt.

«Die prekären Lebensverhältnisse machen die Flüchtlingskinder zu einer verlorenen Generation. Mit den Kindern verlieren die Länder, aus denen sie fliehen mussten, ihre eigene Zukunft. Von unserem Umgang mit den Flüchtlingskindern hängt es ab, ob ihre Herkunftsländer ihnen zukünftig wieder zur Heimat werden können»; schreiben die Landeskirchen und die jüdische Gemeinschaft.
Mehr Informationen: https://www.bischoefe.ch/fluechtlingssonntag-2020/

Schweizerische Flüchtlingshilfe: «Familien gehören zusammen»
Die Schweizerische Flüchtlingshilfe SFH thematisierte zum Weltflüchtlingstag 2021 die Familien. «Unzählige Menschen werden auf der langen und gefährlichen Flucht von ihren Familienmitgliedern getrennt. In der Schweiz angekommen, müssen sie oft jahrelang um das Schicksal ihrer Liebsten bangen. Denn aufgrund von zu restriktiven Bestimmungen werden viele Geflüchtete von der Möglichkeit einer Familienzusammenführung ausgeschlossen. Der daraus resultierende Zustand der Trennung und der Sorge ist unmenschlich, eine enorme psychische Belastung und hinderlich für die Integration», schreibt die SFH.
Bestellmaterial der SFH: https://fluechtlingstage.ch/material-bestellen.html

HEKS - Hilfswerk der Evangelischen Kirchen Schweiz
Das HEKS stellte zum Flüchtlingssonntag Flyer, Plakate und Predigtbausteine zum Thema: «Flüchtlinge schützen, Migration gestalten» an: https://www.heks.ch/fluechtlingssonntag#materialien-bestellen

CARITAS - Wohlfahrtsorganisation der römisch-katholischen Kirche
CARITAS, die Wohlfahrtsorganisation der römisch-katholischen Kirche, hielt ein Dossier sowie ein Plakat «Familien gehören zusammen – auch geflüchtete» zum Herunterladen bereit:
https://www.caritas.ch/fileadmin/user_upload/Caritas_Schweiz/data/site/aktiv-werden/pfarreien/Fluechtlingssonntag_2021_Internet_210416.pdf

Weltflüchtlingssabbat der Adventisten – «Für alle eine andere Zukunft bauen»
In Anlehnung an den Weltflüchtlingstag hat die Weltkirchenleitung der Freikirche der Siebenten-Tags-Adventisten seit 2016 den Weltflüchtlingssabbat (World Refugee Sabbath WRS) in den Kirchenkalender aufgenommen. Er findet meist am dritten Samstag im Juni statt. 2021 steht der Weltflüchtlingssabbat der Siebenten-Tags-Adventisten unter dem Thema «Building a new future for all» (Für alle eine andere Zukunft bauen). Zum Flüchtlingssabbat hat die Freikirche ihre Mitglieder aufgerufen, über die ernste Situation nachzudenken, in der sich Flüchtlinge auf der ganzen Welt befinden und wenn möglich mit ihnen Kontakt aufzunehmen.

Gleichzeitig stellte die Adventistische Entwicklungs- und Katastrophenhilfe ADRA Info Sheets, Videos sowie anderes Material für Erwachsene und Kinder zur Gottesdienstgestaltung zur Verfügung, mit dem gut über das Thema aufgeklärt und dafür sensibilisiert werden konnte.
Infomaterial auf Englisch:
https://www.dropbox.com/sh/txi2hi1nl9uxcqn/AAADQqo0TUTsjS5Pn-ZJGjgba?dl=0

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Ausschnitt einer historischen Karte der Klinik La Lignière © Foto: La Lignière

Adventistische Klinik in der Schweiz feiert 115jähriges Bestehen

Bern/Schweiz | 01.07.2021 | APD | Schweiz

Die «Clinique La Lignière» der Siebenten-Tags-Adventisten in Gland/VD, am Genfer See, feierte am 12. Juni in der Kirche auf dem Campus und am 13. Juni mit einem Tag der offenen Türe sowie im Beisein von Behördenvertretern, ihr 115jähriges Bestehen. Es folgte eine Konferenz zur Geschichte der Institution an der Catherine Schmutz, Historikerin des Kantons Waadt, teilnahm. Die Privatklinik ist in das regionale und kantonale Gesundheitsnetz integriert und verfügt über 95 Betten.

Die Klinik ist spezialisiert auf kardiovaskuläre, neurologische, orthopädische und rheumatologische Rehabilitation, Innere Medizin und Psychiatrie. Die Klinik ist laut eigenen Angaben ein wichtiger Akteur im regionalen Gesundheitsnetz. Träger der Klinik ist die teilkontinentale Kirchenleitung der Adventisten in West und Südeuropa (Intereuropäische Division EUD) mit Sitz in Bern.

Standort
Im Jahr 1905 liess sich Dr. Perry Alfred De Forest am Genfersee nieder, mit der Idee, die Klinik La Lignière zu gründen. De Forest sei ein visionärer Pionier gewesen, schreibt EUD News auf ihrer Webseite.

Voltaire, der berühmte französische Schriftsteller, Historiker und Philosoph, baute eine Villa auf dem Grundstück, weil er dort sterben wollte. Ausserdem bezeichnete der Armeegeneral von Katharina II. von Russland, Jean-François de Ribaupierre, den Ort als „das gelobte Land, in dem Milch und Honig fliessen“.

Geschichte
Seit über 115 Jahren arbeitet die Klinik La Lignière mit einem umfassenden Verständnis von Gesundheit. Das Gesundheitsinstitut wurde von Dr. de Forest gegründet, einem adventistischen Arzt und Mitarbeiter von Dr. Kellogg (Miterfinder der Cornflakes), der Hydrotherapie, Massagen und elektrische Behandlungen praktizierte. Von Anfang an wurde auch Wert auf die Bedeutung von körperlicher Aktivität, gesunder Ernährung und Ruhe gelegt, um die Behandlung und Genesung zu fördern.

Nachdem sie eine Chirurgie, eine Entbindungsstation und eine Krankenpflegeschule beherbergt hatte, ist La Lignière heute eine Privatklinik, die in das regionale und kantonale Gesundheitsnetz integriert ist. Sie verfügt über 95 Betten und ist auf kardiovaskuläre, neurologische, orthopädische und rheumatologische Rehabilitation spezialisiert. Darüber hinaus ist sie auch für Nachbehandlung, Innere Medizin und Psychiatrie anerkannt.

Teil des adventistischen Gesundheitswerks
Die Clinique La Lignière SA ist im Besitz der Société Philanthropique de la Lignière, einem gemeinnützigen Verein, der eine Vision von Gesundheit in ihrer biologischen, psychologischen, sozialen und spirituellen Dimension unterstützt. Die Klinik ist auch Teil des internationalen Gesundheitsnetzwerks der Freikirche der Siebenten-Tags-Adventisten, das aus 118 tertiären Bildungseinrichtungen und Universitäten, 227 Krankenhäusern und Kliniken, 673 Dispensarien, 133 Alten- und Pflegeheimen und 15 Waisen- und Kinderheimen in der ganzen Welt besteht.

Auf dem Gelände befindet sich nicht nur die Klinik sondern auch zwei weitere Einrichtungen, die komplementär arbeiten, nämlich das «Centre de Santé La Lignière SA» - ein Zentrum für körperliche Aktivität, einschliesslich Fitness, Gruppenkurse im Schwimmbad und in der Turnhalle - und das «Centre Médical & Thérapeutique La Lignière SA», - ein spezialisiertes multidisziplinäres ambulantes Zentrum.

Mehr Informationen zur Klinik La Lignère: https://www.la-ligniere.ch/

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Pandemie besiegen durch gleichmäßigen Zugang zu Impfstoffen für alle. © Foto: Arek Socha / pixabay

Micha-Deutschland: G7 Impfstoff-Spenden verschleiern weltweite Impf-Ungerechtigkeit

Kaufbeuren/Deutschland | 01.07.2021 | APD | International

Der Micha-Arbeitskreis von Micha Deutschland e.V., ist Teil einer weltweiten Kampagne von Christen gegen extreme Armut und für globale Gerechtigkeit. Er fordert die deutsche Bundesregierung auf, eine gerechte, weltweite Verteilung der Impfstoffe in den Fokus der Pandemie Bekämpfung zu stellen. Impfstoff-Spenden seien nicht ausreichend zur Bekämpfung der Pandemie und verschleierten das Hauptproblem: Es brauche einen Transfer von Technologien und Know-how auch in Länder des globalen Südens und eine Freigabe von Patenten und Lizenzen, um eine weltweite Produktion von Impfstoffen zu ermöglichen. Deutschland müsse sich federführend in der EU und innerhalb der G7-Staaten für eine globale Produktion und gerechte Verteilung von Impfstoffen einsetzen, so die Verlautbarung des Micha-Arbeitskreises. „Erst wenn alle gleichermassen Zugang zu Impfstoff haben, wird die Pandemie besiegbar sein.“

Globale Solidarität – die Basis des christlichen Wertesystems
Die Covid-19 Pandemie betreffe alle Menschen und nur globale Solidarität, die Basis des christlichen Wertesystems, sowie der Zugang zu Impfstoffen für alle und der Ausbau von Produktionsmöglichkeiten, werde den Weg aus der Pandemie weisen. „Niemand ist sicher, solange nicht alle sicher sind“ warne Tedros, Generaldirektor der Weltgesundheitsorganisation (WHO), seit Monaten.

Der Gerechtigkeit verpflichtet
Gleichzeitig seien der Micha e.V. und die der Initiative angeschlossenen Organisationen dem biblischen Gerechtigkeitsbegriff verpflichtet. Corona habe wie durch ein Brennglas, Ungleichheiten in der Welt verstärkt. Wir verzeichneten nicht nur mehr als drei Millionen Tote, sondern eine massive Zunahme an Armut und Hunger. Die in ärmeren Ländern schleppend anlaufenden Impfkampagnen und der ungleiche Wettbewerb um die verfügbaren Impfdosen zeigten deutlich, dass wir von dem angestrebten Ziel der weltweiten Bekämpfung von Covid-19, weit entfernt sind.

Das habe für alle schwerwiegende Folgen. Die steigende Zahl der Covid19 - Mutationen, gefährde das Leben aller Menschen und bedrohe die Wirksamkeit der bestehenden Impfstoffe. „Um die Corona-Pandemie einzudämmen, brauchen wir Impfstoff für alle“ so Dr. Gisela Schneider (Direktorin vom Deutschen Institut für Ärztliche Mission e.V., Mitglied des Micha-Arbeitskreises und Vorstand von Micha Deutschland e.V.). „Dabei geht es darum, nicht nur Impfstoffe zu verschenken, sondern Kapazitäten für eine lokale Impfstoffproduktion zügig aufzubauen, um alle Menschen zu schützen. Dazu müssen die Rechte des geistigen Eigentums eingeschränkt und ein Transfer von Technologie und Know-how gefördert werden“, so die Medizinerin. Schon einmal hätten wir das erreicht, beim Zugang zu HIV-Medikamenten und gezeigt, dass es nicht Spenden sind, die nachhaltig ändern, sondern Aufbau von Produktionskapazitäten.

Statt Schweigen ein Aufruf an die Bundesregierung
Die global engagierten christliche Werke und Christinnen und Christen könnten zu dieser Ungerechtigkeit nicht schweigen: Die reichen Länder hätten sich über 80 Prozent der verfügbaren Impfdosen gesichert und zum Teil Vorräte für die dritte und vierte Impfung geplant. So habe die Europäische Kommission im Mai 1,8 Milliarden Dosen allein von Biontech/Pfizer gesichert: damit könnten alle EU-Bürgerinnen und Bürger viermal geimpft werden. Zum Vergleich wurden nach Angaben der Afrikanischen Union (AU) in alle 50 afrikanischen Staaten insgesamt nur 53,5 Millionen Dosen geliefert bei einer Gesamtbevölkerung von 1,37 Milliarden Menschen. Laut Africa Center for Desease Control (CDC) seien zurzeit 0,2 Prozent der afrikanischen Bevölkerung gegen COVID19 geimpft und ein Grossteil aller Gesundheitsmitarbeitenden seien bisher überhaupt nicht erreicht worden.

Daher rufe der Micha-Arbeitskreis die Bundesregierung auf:
Eine gerechtere Aufteilung der schon erworbenen Impfdosen vorzunehmen und dabei insbesondere Länder, die jetzt wieder ansteigende Infektionszahlen haben, direkt zu bedienen.
Der Vorstoss von Indien und Südafrika, durch die Aussetzung von Patenten und der Freigabe geistiger Eigentumsrechte (TRIPS Waiver) für die Zeit der Pandemie, den Transfer von Technologien und Know-how zu ermöglichen, ist ein wichtiger Schritt für den Ausbau von Produktionskapazitäten auch im globalen Süden. Die Unterstützung des ACT-Accelerator- und insbesondere die Impfstoff-Initiative COVAX der WHO zur gerechteren Verteilung der Vakzine nicht nur zu unterstützen, sondern zur alleinigen Grundlage der Impfstoff Beschaffung zu machen.

Micha-Deutschland e.V.
Der Micha-Arbeitskreis von Micha Deutschland e.V. ist ein Netzwerk von leitenden Vertreterinnen und Vertretern christlicher Werke in der Entwicklungs-zusammenarbeit und christlichen Gemeinschaftsverbänden und Kirchen, die sich für die Umsetzung der Nachhaltigkeitsziele der Vereinten Nationen einsetzen. Auf den Spuren des biblischen Propheten Michas, der der Namensgeber der Micha-Bewegung ist, ist der Micha-Arbeitskreis eine Stimme der globalen Gerechtigkeit und Schöpfungsbewahrung in Deutschland. Sowohl die Freikirche der Siebenten-Tags-Adventisten als auch die adventistische Hilfsorganisation ADRA Deutschland e.V. sind Mitglied im Micha-Arbeitskreis.

Die ursprüngliche Meldung erschien bei Micha-Initiative: https://micha-initiative.de/

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Flaggen auf halbmast vor dem Verwaltungsgebäude der kanadischen Adventisten © Foto: Seventh-day Adventist church in Canada

Kanada: Adventisten trauern nach Entdeckung von unmarkierten Kindergräbern

Oshawa, Ontario/Kanada | 01.07.2021 | APD | International

Die Leiter und Mitglieder der Freikirche der Siebenten-Tags-Adventisten in Kanada trauern mit den Familien der „Tk'emlúps te Secwépemc First Nation“ und allen einheimischen Bewohnern Kanadas nach der Entdeckung von 215 unbeschrifteten Kindergräbern. Diese wurden auf dem ehemaligen Gelände der Kamloops Indian Residential School in British Columbia gefunden.

Am Gebäude der nationalen Kirchenverwaltung der kanadischen Adventisten und an den lokalen Kirchengemeinden wurden die Flaggen auf halbmast gesetzt. In einer Erklärung nimmt die Leitung der Freikirche der Siebenten-Tags-Adventisten in Kanada zur tragischen Entdeckung der 215 Kindergräber Stellung.

Erklärung
„Die Freikirche der Siebenten-Tags-Adventisten in Kanada trauert mit den Familien der Tk'emlúps te Secwépemc First Nation und allen indigenen Völkern von Turtle Island (Kanada) nach der Entdeckung von 215 unmarkierten Kindergräbern auf dem ehemaligen Gelände der Kamloops Indian Residential School. Dieses schreckliche Ereignis erinnert uns an die gestörte Beziehung, die Kanada weiterhin mit den indigenen Völkern pflegt, die vor der Gründung des Landes existierten. Es stellt eine Gelegenheit dar, die Wahrheit über vergangene und gegenwärtige Ungerechtigkeiten zu erkennen, die Widerstandsfähigkeit der indigenen Völker Kanadas zu sehen und gemeinsam einen Prozess der Versöhnung einzuleiten, um ein besseres Kanada für alle zu schaffen.“

First Nation
Mit dem Anfang der 1980er Jahre eingeführten Begriff First Nation (Erste Nation) werden alle indigenen (einheimischen) Völker in Kanada bezeichnet. Dieser Begriff hebt sich vom Begriff „Indianer“ (Indian) ab, der in der Öffentlichkeit meist unscharf für alle Angehörigen der vom Staat anerkannten Indianerstämme benutzt wird.

Adventisten in Kanada
Seit 1932 sind die Siebenten-Tags-Adventisten in Kanada als organisierte Kirche tätig. Etwas über 73.000 Kirchenmitglieder feiern ihre Gottesdienste in 392 lokalen Kirchengemeinden (Stand: Juni 2020). Die Adventisten unterhalten in Kanada drei Bildungseinrichtungen, darunter die Burman University und ein Medienzentrum. Kanada hat ca. 38.200.000 Einwohner.

Dieser Artikel erschien ursprünglich bei NADnews

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Symbolbild © Foto: Rosie Frazer / unsplash

Australische Adventisten empfehlen Änderung der Richtlinien für gleichberechtigten Dienst von Pastorinnen

Wahroonga, NSW/Australien | 01.07.2021 | APD | International

An der Sitzung des Exekutivkomitees der nationalen Kirchenleitung der Freikirche der Siebenten-Tags-Adventisten in Australien (Australian Union Conference AUC) Ende Mai befasste sich der Ausschuss mit einer Resolution der AUC aus dem Jahr 2015. Darin ging es um Frauen im pastoralen Dienst. Das Exekutivkomitee beschloss nun, diese Resolution zu erweitern.

Die Kirchenzeitschrift „Adventist Record“ veröffentlichte den Wortlaut der offiziellen Stellungnahme wie folgt:

„Als Kirche sind wir kontinuierlich durch die geistliche Leitung von Männern und Frauen im pastoralen Dienst gesegnet. In Anerkennung der Arbeit, die überall in unserem Land geleistet wird, hat der Exekutivausschuss der AUC unter Gebet darüber nachgedacht, wie wir unsere Pastorinnen und Pastoren am besten unterstützen und stärken können und wie wir Frauen im pastoralen Dienst effektiver fördern können. Das Ergebnis ist ein Beschluss des AUC-Exekutivkomitees vom Mai, Frauen im pastoralen Dienst und in Leitungsverantwortung zu befürworten.

Nach einer langen Diskussion stimmte das Komitee dafür, die Resolution der AUC-Delegiertenversammlung von 2015 über Frauen im pastoralen Dienst zu erweitern. In der ursprünglichen Resolution war beschlossen worden, „die volle und aktive Beteiligung von Pastorinnen im Verwaltungsgebiet der AUC zu befürworten" und Frauen, die bereits als Pastorinnen arbeiten, nachdrücklich zu unterstützen, und „diese Anerkennung in solcher Weise umzusetzen, dass dabei die weltweite Einheit der Siebenten-Tags-Adventisten aufrecht erhalten bleibt."

Die jüngste Resolution bestätigte den Wunsch der australischen Kirchenleitung, dass alle Pastoren, sowohl Männer als auch Frauen, die gleiche Anerkennung für ihre Arbeit erhalten und das gleichzeitig die Einheit mit der weltweiten Kirche gewahrt bleibe. Die AUC anerkennt, dass die Arbeit von Pastorinnen genauso wichtig wie die von Pastoren ist. Ihre Arbeit sollte nicht anders oder die eine als minderwertiger als die andere angesehen werden.

Darüber hinaus wird die australische Kirchenleitung alle regionalen Kirchenleitungen (Vereinigungen) dazu ermutigen, sowohl männliche als auch weibliche Pastoren in ihr Arbeitsteam aufzunehmen.

Die AUC wird auch ein Stipendienprogramm für Theologiestudentinnen am Avondale University College und am Mamarapha College einrichten und eine weibliche stellvertretende Abteilungsleiterin für die Predigtamtsabteilung ernennen, um Führung, Unterstützung und eine stärkere Stimme für Frauen zu bieten, die derzeit im pastoralen Dienst tätig sind und für diejenigen, die in Zukunft noch dazukommen werden.

Schliesslich wird die australische Kirchenleitung der Weltkirchenleitung (Generalkonferenz) aus seelsorgerlichen Gründen empfehlen, die Richtlinien zu ändern, um beauftragten Geistlichen (commissioned ministers) die Ordination von Ältesten und Diakonen zu ermöglichen.

Die australische Kirchenleitung ist von den Möglichkeiten für die Mission sehr angetan, die durch diese Massnahmen geschaffen werden und freut sich darauf, Gottes Segen zu sehen, wenn er weiterhin Frauen im pastoralen Dienst befähigt.

Dieser Artikel erschien ursprünglich bei Adventist Record:
https://record.adventistchurch.com/2021/05/31/auc-addresses-women-in-ministry-question-at-constituency-meeting/

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© Foto: Bettina Wesselow / Hanse-Vereinigung

Strukturreform der Adventisten in den norddeutschen Bundesländern

Hamburg und Hannover/Deutschland | 01.07.2021 | APD | International

Fotolegende: Das Leitungsteam der neuen Hanse-Vereinigung der Freikirche der Siebenten-Tags-Adventisten, (v.l.n.r.) Axel Schröder (Finanzvorstand), Dragutin Lipohar (Kommunikation und Gemeindeaufbau), Alexander Vilem (Vizepräsident und Adventjugend), Bastian Bak (Adventjugend), Dennis Meier (Präsident), Erhardt Dan (Kommunikation und Gemeindeaufbau) und Jan Kozak (Vizepräsident). © Foto: Bettina Wesselow / Hanse-Vereinigung

Adventisten der norddeutschen Bundesländer haben auf einer gemeinsamen Delegiertentagung am 13. Juni eine Zusammenlegung ihrer regionalen Verwaltungsgemeinschaften (Vereinigungen) beschlossen. Etwa 180 Abgeordnete aus den Adventgemeinden in Niedersachsen, Bremen, Hamburg, Schleswig-Holstein und Mecklenburg-Vorpommern diskutierten und beschlossen eine Strukturreform. Bisher gab es zwei Vereinigungen - eine für die Bundesländer Niedersachsen und Bremen (Niedersachsen-Vereinigung) und eine für die Bundesländer Hamburg, Schleswig-Holstein und Mecklenburg-Vorpommern (Hansa Vereinigung). Ab sofort wird es für die adventistischen Kirchengemeinden aus diesen Bundesländern nur noch eine Verwaltungsgemeinschaft mit der Bezeichnung „Hanse-Vereinigung“ geben. Sitz der Verwaltungsstelle wird Hamburg sein.

Grosse Zustimmung für die Strukturreform
Über den Antrag auf eine Zusammenlegung der bisherigen Verwaltungsgemeinschaften Niedersachsen-Vereinigung und Hansa-Vereinigung wurde in getrennten Abstimmungen votiert. Insgesamt stimmten 168 Delegierte dafür, 15 dagegen, es gab 3 Enthaltungen. Vorausgegangen war eine kurze Diskussion, in der einerseits die Befürchtung geäussert wurde, dass die Distanz zwischen örtlichen Kirchengemeinden und der übergeordneten Verwaltungsstelle wachsen könnte. Andererseits wurde auf die Einsparung von Ressourcen hingewiesen, die den örtlichen Kirchengemeinden zugutekämen.

Anschliessend wurden die auf die neue Verwaltungsgemeinschaft angepassten Verfassungen und Geschäftsordnungen der regionalen Gebietskörperschaften der Freikirche in den fünf betroffenen Bundesländern diskutiert und beschlossen. Auch die Vorstände der bisherigen Verwaltungsgemeinschaften wurden auf Grundlage ihrer vorgelegten Rechenschaftsberichte von den Delegierten entlastet.

Das neu gewählte Führungsteam
Zum Präsidenten der künftigen regionalen Freikirchenleitung wählten die Delegierten mit überwältigenden Mehrheiten Pastor Dennis Meier, zum Vizepräsidenten Pastor Jan Kozak. Kozak war bereits seit drei Jahren für beide ehemaligen Verwaltungsgemeinschaften in dieser Funktion tätig. Zu einem weiteren Vizepräsidenten wurde Pastor Alexander Vilem gewählt, er leitete bisher die Abteilung Adventjugend in der Niedersachsen-Vereinigung und wird weiterhin diese Abteilung zusammen mit dem bisherigen Jugendabteilungsleiter der Hansa-Vereinigung,

Pastor Bastian Bak, leiten. Neu im Team ist Finanzvorstand Axel Schroeder, er löst Steffen Entrich ab, der zuvor 17 Jahre lang für die Niedersachsen-Vereinigung und seit drei Jahren zusätzlich für die Hansa-Vereinigung in dieser Aufgabe tätig war.

Als Abteilungsleiter für Kommunikation und Gemeindeaufbau wurden die Pastoren Dragutin Lipohar und Erhardt Dan gewählt, sie waren in gleicher Funktion bereits in der Niedersachsen- bzw. Hansa-Vereinigung tätig.

Ausserdem wurde der Exekutivausschuss der neu gebildeten Verwaltungsgemeinschaft als höchstes Entscheidungsgremium in der Zeit zwischen den Delegiertenversammlungen gewählt. Er setzt sich aus Vertretern der Kirchenmitglieder aller beteiligten Bundesländer und der Pastorenschaft zusammen.

Der Präsident der überregionalen Kirchenleitung von West- und Ostdeutschland, Pastor Johannes Naether, dankte dem ausscheidenden Präsidenten aus Niedersachsen, Ralf Schönfeld und Finanzvorstand Steffen Entrich für ihren neun bzw. 17-jährigen Einsatz in den bisherigen Vereinigungen. Beide folgen einer Berufung in andere Tätigkeitsbereiche. Schönfeld wird in Rheinland-Pfalz lokale Kirchengemeinden betreuen und Entrich wagt einen Perspektivwechsel in einer Tierschutzstiftung an der Wesermündung, um Zeichen für einen neuen Umgang mit Tieren zu setzen, fernab jeglicher Nutztierhaltung.

Ziele der Strukturreform
Durch die Strukturreform soll die Verwaltung verschlankt werden, um mit den dadurch frei werdenden Ressourcen (Personal, Arbeitsmittel und Finanzen) „die eigentliche Arbeit effektiver und zielgenauer bewältigen zu können“, so wird es in der Broschüre „Wir gemeinsam im Norden“ formuliert. Der bisherige Finanzvorstand beider Verwaltungsgemeinschaften, Steffen Entrich, bezifferte die voraussichtliche Kostenersparnis vor den Delegierten auf ca. 160.000 Euro pro Jahr allein für die Arbeitsbereiche Vorstand und Verwaltung.

Die Zusammenlegung der beiden Verwaltungsgemeinschaften wurde über mehrere Jahre hinweg vorbereitet und in den zuständigen Gremien diskutiert. Auch die örtlichen adventistischen Kirchengemeinden wurden durch die genannte Broschüre „Wir gemeinsam im Norden“ über dieses Vorhaben informiert. Die Arbeitsbereiche Verwaltung und Finanzen beider Vereinigungen wurden bereits in den vergangenen drei Jahren in Personalunion geleitet.

Hanse-Vereinigung
In der neu gebildeten Hanse-Vereinigung gibt es 6.069 erwachsen getaufte Siebenten-Tags-Adventisten in 97 Kirchengemeinden und Gruppen, die von 45 Pastorinnen und Pastoren betreut werden. Im Gebiet der neuen Freikirchenleitung leben knapp 15 Millionen Einwohner. Unter adventistischer Leitung sind in dem Gebiet der Advent-Verlag Lüneburg und das Seniorenheim und Hospiz Uelzen angesiedelt.

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Heather-Dawn Small, Leiterin der Frauenabteilung der adventistischen Weltkirchenleitung © Foto: Josafat Zemleduch / ADAMS

12. Juni: «Tag der adventistischen Frau»

Silver Spring, Maryland/USA | 01.07.2021 | APD | International

Am zweiten Samstag (Sabbat) im Juni findet jährlich der von der Abteilung Frauen der Freikirche der Siebenten-Tags-Adventisten designierte „Tag der adventistischen Frau“ statt. Dieser Schwerpunkttag bietet Frauen Gelegenheit, einen Gottesdienst in der lokalen Kirchengemeinde zu gestalten und über die Ziele der Abteilung Frauen zu informieren. Das Motto für 2021 lautete: „Kommt und seht den Retter der Welt!“

Heather-Dawn Small, Leiterin der Abteilung Frauen am Sitz der Weltkirchenleitung (Generalkonferenz) der Adventisten in Silver Spring, Maryland/USA, erläutert das Jahresthema für die Abteilung „Ich will gehen – meine Welt erreichen“. Der „Internationale Tag der adventistischen Frauen“ setze seinen Schwerpunkt auf das persönliche Zeugnis für Jesus. Frauen würden ermutigt, andere anzusprechen, ganz unabhängig davon, wie unsere Umwelt beschaffen sei oder wie sehr wir eingeschränkt seien. „Gott wird uns kreative Möglichkeiten zeigen, um anderen den Weg zu ihm zu weisen.“

Ein Schwerpunkttag
Der Tag biete Gelegenheit, Aktivitäten mit Gottesdienst, gemeinsamem Mittagessen und Nachmittagsprogramm zu planen. Frauen, die etwas Ungewöhnliches oder Herausragendes in der Kirchengemeinde geleistet haben, könnten an diesem Tag ebenfalls geehrt werden.

Besondere adventistische Frauen
Seit ihrer Gründung im Jahre 1863 hat die Freikirche der Siebenten-Tags-Adventisten viele fähige, kompetente und inspirierte Frauen gesehen.

Ellen G. White (1827-1915), Mitbegründerin und Leiterin der Freikirche der Siebenten-Tags-Adventisten. Sie war sowohl beliebte Rednerin, Predigerin und Ratgeberin für Einzelpersonen und Institutionen als auch Autorin von 126 Büchern und Kompilationen.

Ai Araki (1890 - 1982), war eine japanische Bibelarbeiterin und Gemeindeleiterin. Obwohl sie blind war, leitete und bewahrte sie ihre Kirche während des Zweiten Weltkriegs, die einzige Kirche in Japan, die intakt blieb.

Georgia Burrus Burgess (1866 - 1948) diente in Indien 40 Jahre lang als Erzieherin und Missionarin vor allem Frauen. Sie eröffnete eine Schule in Kalkutta. Das erste Jahr diente sie allein als selbstunterhaltende Missionarin.

Ana Rosa Alvarado, kubanische Pastorin, Evangelistin, Erzieherin und Musikerin, gründete 45 Jahre lang viele Kirchengemeinden.

Jessie Halliwell, Krankenpflegerin, stellte 38 Jahre lang zusammen mit ihrem Ehemann, einem Piloten, die einzige medizinische Versorgung für Tausende entlang des Amazonas sicher.

Hong Xiao Mei, Pastorin und Evangelistin, hat in China eine 800 Mitglieder zählende Kirchengemeinde und eine Ausbildungsstätte für adventistische Leiter aufgebaut.

Olga Murga, Evangelistin, Predigerin und Gemeindegründerin, war die Pionierin der Frauenarbeit in Russland. Allein durch den Dienst von Murga und ihren über 70 evangelistischen Programmen haben sich 3.038 Menschen für den christlichen Glauben entschieden.

„Wall of Fame“ für adventistische Frauen
Im Verwaltungsgebäude der Weltkirchenleitung gibt es eine „Wall of Fame“ (Ruhmeswand), auf der adventistische Frauen mit herausragenden Leistungen dargestellt sind. Als Heather-Dawn Small sie zum ersten Mal sah, sei sie sich sicher gewesen, „dass all diese Frauen Unsicherheiten und Zweifel hatten, geistlich kämpften und sich vielen Herausforderungen im Leben stellten.“ Dennoch seien sie über das hinausgegangen, was sie für möglich hielten, weil sie Gott dienten. Er hätte jede von ihnen berufen. Das tue er auch noch heute und befähige jede Frau zu ihrem Dienst, so Small.

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Der Grundtext des Alten Testaments wurde in Hebräisch verfasst. © Foto: Foto Rieth / pixabay

Neuer Sprachkurs in biblischem Hebräisch für Anfänger und Fortgeschrittene

Friedensau/Deutschland | 01.07.2021 | APD | International

Das Institut für Sprachen an der Theologischen Hochschule Friedensau/Deutschland der Freikirche der Siebenten-Tags-Adventisten bietet in der Zeit vom 5. September bis 1. Oktober 2021 auf dem Hochschulcampus einen Sprachkurs „Biblisches Hebräisch“ an. Er ist konzipiert für Anfänger und Fortgeschrittene.

Auch als Fortbildung geeignet
Der Sprachkurs steht nicht nur angehenden Theologie-Studentinnen und -Studenten, sondern auch Sprachinteressierten offen, die biblische Sprachen erlernen wollen. Zudem können im Berufsleben stehende Pastorinnen und Pastoren diesen Sprachkurs als Gelegenheit zur Weiterbildung nutzen.

Geistliche Zeiten und ausgewählte Vorlesungen
Neben dem Spracherwerb soll dieser Kurs auch ein Gemeinschaftserlebnis bieten, u. a. durch tägliche Andachts- und Besinnungszeiten. Teil des Kurses sind auch Exkursionen, die einen Bezug zum Theologiestudium haben, sowie ausgewählte Vorlesungen, die Einblicke in wichtige Bereiche der Theologie geben. Nach Abschluss erhalten die Teilnehmer ein Zertifikat.

Institut für Biblische Sprachen
Das Institut für Biblische Sprachen an der Theologischen Hochschule Friedensau wurde 1993 gegründet, um fundierte Kenntnisse in den Grundsprachen der Bibel zu vermitteln, was zu den Voraussetzungen des Theologiestudiums gehört. Dazu zählen das alttestamentliche Hebräisch und die griechische Sprache des Neuen Testaments. Der angebotene Sprachkurs orientiert sich an den Erfordernissen für ein Theologiestudium. Auch interessierte Laien werden biblische Texte nach Abschluss des Kurses in Hebräisch lesen und verstehen können.

Für die Unterbringung der Teilnehmer stehen Zimmer im Gästehaus bereit. Die Anmeldung ist bis 1. September 2021 online möglich: thh-friedensau.de/sprachkurs. Hier finden sich auch detaillierte Informationen zum Ablauf und zu den Kosten des Kurses.

Theologische Hochschule Friedensau
Die Theologische Hochschule Friedensau (bei Magdeburg gelegen) wurde 1899 gegründet und ist eine staatlich anerkannte Hochschule in Trägerschaft der Freikirche der Siebenten-Tags-Adventisten. Hier können acht Bachelor- und Master-Studiengänge – zum Teil berufsbegleitend – in den Fachbereichen Christliches Sozialwesen und Theologie sowie ein Kurs „Deutsch als Fremdsprache“ belegt werden. Über 30 Nationen sind nach Angaben der Hochschule unter den rund 200 Studierenden vertreten.

Informationen zu den Angeboten der Theologischen Hochschule Friedensau unter: https://www.thh-friedensau.de

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HopeCamp Banner. © Hope Media Europe

Das HopeCamp der Adventisten in Deutschland kann stattfinden

Herne/Deutschland | 01.07.2021 | APD | International

Das für die letzte Juliwoche 2021 von der Freikirche der Siebenten-Tags-Adventisten auf dem Campus der Theologischen Hochschule Friedensau/Deutschland geplante „HopeCamp“ kann nach Angaben der Organisatoren stattfinden. Voraussetzung ist die erfolgte schriftliche Genehmigung der Behörden im Jerichower Land.

Alexander Kampmann vom Vorbereitungsteam des HopeCamp freut sich, dass die Veranstaltung unter bestimmten Hygienemaßnahmen stattfinden kann. Die aktuelle 7-Tage-Inzidenz liegt bei 3,3. Auch sei die geplante Urlaubswoche mit 300 Personen voll ausgebucht.

Für das HopeCamp sind laut Kampmann einige Regeln zu beachten wie z. B. das Vorlegen einer schriftlichen Bescheinigung bei der Anreise ob genesen, geimpft oder getestet. Natürlich gelten weiterhin die AHA-Regeln. Allerdings dürfen in den Aussenbereichen überall wo Abstand möglich ist und am Sitzplatz in der Arena die Masken abgelegt werden. Bei den Mahlzeiten und im HopeCafe können 10 Personen ohne Maske beieinander sitzen. Das bedeutet, dass Gemeinschaft und Kennenlernen an der frischen Luft möglich ist.

Für die Nachverfolgung benötigt jeder Haushalt die „UniNow-App“, die verschlüsselt registriert, zu welchen Zeiten man sich in welchen Räumen aufhält. Diese App gibt die Chance, bei einem möglichen Corona-Fall nachzuweisen, wer definitiv keinen Kontakt hatte, um damit evtl. eine Quarantäne-Zeit zu verkürzen, was aber im Einzelfall der Entscheidung des Gesundheitsamts obliegt. Es wird deshalb geraten, die App im Vorfeld herunterzuladen. Wer kein Smartphone besitzt, kann trotzdem anreisen, muss sich dann aber handschriftlich in Listen eintragen.

Da keiner die Entwicklung genau voraussagen kann, bleibt ein Restrisiko. Deshalb verweist Kampmann darauf, dass die Veranstaltung abgesagt wird, „wenn zum Anreisetag die Inzidenz im Landkreis über 100 liegt. Liegt die Inzidenz zwischen 50 und 99 wird in Rücksprache mit dem Gesundheitsamt eine örtliche Einschätzung der Inzidenz und Gefährdungslage vorgenommen.“

Durch die derzeitige bundesweite Entwicklung der Corona-Situation gehen die Organisatoren und die Behörden nicht davon aus, dass die Inzidenz bis zum HopeCamp noch einmal steige. Das gut durchdachte Hygienekonzept schaffe eine sichere Umgebung für die Teilnehmenden. „Wir freuen uns auf die gemeinsame Zeit und sind überaus dankbar, dass nach über einem Jahr wieder eine Großveranstaltung möglich ist.“

HopeCamp
Das HopeCamp ist eine gernerationsübergreifende Veranstaltung, bei der man gemeinsam mit Freunden eine wunderbare Urlaubswoche verbringen kann. Es findet in der Zeit vom 27. Juli bis 1. August 2021 statt. Für Kinder und Teenager wird es besondere Programmangebote geben. Das HopeCamp richtet sich an Leute, die wissen wollen, was es mit dem Christlichen Glauben auf sich hat. Die Freikirche der Siebenten-Tags-Adventisten in Deutschland ist der Veranstalter.

Mehr über das HopeCamp: www.hopecamp.de.

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Pfarrerin Anne Burghardt. © Foto: lutheranworld.org

Erstmals leitet eine Frau den Lutherischen Weltbund

Genf/Schweiz | 01.07.2021 | APD | Ökumene

Am 19. Juni wurde die estnische Pfarrerin Anne Burghardt zur neuen Generalsekretärin des Lutherischen Weltbundes (LWB) gewählt. Die 45-Jährige estnische Theologin ist die erste Frau, die in dieses Amt berufen wurde.

Der LWB-Rat hat während seiner jährlichen Tagung Pfarrerin Anne Burghardt aus Estland zur neuen Generalsekretärin der weltweiten Gemeinschaft lutherischer Kirchen gewählt. Die 45-Jährige ist derzeit Leiterin der Abteilung für Entwicklung am Theologischen Institut der Estnischen Evangelisch-Lutherischen Kirche (EELK) und Beraterin ihrer Kirche für internationale und ökumenische Beziehungen. Das Amt der LWB-Generalsekretärin wird sie im November als Nachfolgerin von Pfarrer Dr. h.c. Dr. h.c. Martin Junge übernehmen. Junge leitet die Gemeinschaft von 148 Mitgliedskirchen seit 2010. Er hatte bereits im vergangenen Jahr angekündigt, zum 31. Oktober 2021 zurückzutreten. Burghardt wird diese Leitungsfunktion als erste Frau und als erste Vertreterin aus der LWB-Region Mittel- und Osteuropa übernehmen.

Weitreichende Ökumene-Erfahrungen
Am Theologischen Institut der EELK hat Burghardt daran gearbeitet, die lutherisch-theologische Ausbildung als integralen Bestandteil für die Zukunftsfähigkeit der Kirchen zu stärken. Sie verfügt über weitreichende Erfahrungen auf dem Gebiet der ökumenischen Beziehungen, da sie von 2013 bis 2018 auch als Studiensekretärin für ökumenische Beziehungen im Büro der LWB-Kirchengemeinschaft in Genf tätig war. Burghardt war darüber hinaus zuständig für die inhaltliche Koordinierung der Zwölften LWB-Vollversammlung 2017 in Windhuk/Namibia und des 500. Reformationsjubiläums. Ausserdem ist sie Mitglied im Leitungsgremium der Konferenz Europäischer Kirchen (KEK).

Pfarrerin Burghardt studierte Theologie an der Universität Tartu in Estland, an der Friedrich-Alexander-Universität Erlangen-Nürnberg und an der Humboldt-Universität Berlin. Sie hat einen Masterabschluss in Theologie und ist im Begriff ihr Promotionsstudium im Bereich orthodoxe Liturgiewissenschaft abzuschliessen. Die neue Generalsekretärin ist mit Pfarrer Arnd Matthias Burghardt verheiratet, der ebenfalls ordinierter Pfarrer der Estnischen Evangelisch-Lutherischen Kirche ist. Sie haben zwei gemeinsame Kinder.

LWB-Rat für Burghardt
Burghardt und der simbabwische Pfarrer Dr. Kenneth Mtata waren Anfang des Monats von einem vom LWB-Rat eingesetzten Findungsausschuss als Kandidierende für die Wahl zur LWB-Generalsekretärin beziehungsweise zum LWB-Generalsekretär vorgeschlagen worden. Am 19. Juni wählte der LWB-Rat daraufhin Pfarrerin Anne Burghardt. Sie erhielt 28 Stimmen (58 Prozent), auf Pfarrer Dr. Kenneth Mtata entfielen 20 Stimmen (42 Prozent). Es wurden insgesamt 48 Stimmen abgegeben, sodass es keine Enthaltungen gab.

Der LWB
Der Lutherische Weltbund ist eine weltweite Gemeinschaft von 148 Kirchen lutherischer Tradition, die zusammen 77,8 Millionen Gemeindemitglieder in 99 Ländern vertreten. Er ist die grösste lutherische Kirchengemeinschaft weltweit. Der LWB handelt im Namen seiner Mitgliedskirchen in den Bereichen ökumenische und interreligiöse Beziehungen, Theologie, humanitäre Hilfe, Menschenrechte, Kommunikation und den verschiedenen Aspekten von Mission und Entwicklung. Der Generalsekretär oder die Generalsekretärin des LWB setzt die Beschlüsse der LWB-Vollversammlung und des LWB-Rats um und ist der oder die leitende Ökumenebeauftragte des LWB. Ein Generalsekretär oder eine Generalsekretärin wird vom LWB-Rat für einen Zeitraum von sieben Jahren gewählt.

Aus Deutschland gehören elf Kirchen dem LWB an: die Landeskirchen Bayern, Braunschweig, Hannover, Mitteldeutschland, Norddeutschland, Oldenburg, Sachsen, Schaumburg-Lippe und Württemberg sowie die Evangelisch-Lutherische Kirche in Baden und die Lutherische Klasse der Lippischen Landeskirche.

Weitere Informationen zum LWB: https://de.lutheranworld.org und www.dnk-lwb.de

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Peter Schneeberger, Präsident des Dachverbands Freikirchen.ch © Foto: Freikirchen.ch

Erhebung bei Freikirchen in der Coronazeit zeigt ihre Systemrelevanz

Aarau/Schweiz | 01.07.2021 | APD | Freikirchen

Eine quantitative und qualitative Erhebung bei Freikirchen in der Romandie, dem Tessin und der Deutschschweiz für das Jahr 2020 habe gezeigt, dass Freikirchen in der Schweiz systemrelevant seien, schreibt der Dachverband Freikirchen.ch in einer Medienmitteilung. Freiwillige der Freikirchen leisteten unzählige Stunden Freiwilligenarbeit und damit einen substanziellen Beitrag für eine nachhaltige Gesellschaftsentwicklung. Laut Freikirchen.ch haben an der Erhebung 358 von rund 1.000 freikirchlichen Kirchgemeinden in der Schweiz, die dem Freikirchenverband oder der Schweizerischen Evangelischen Allianz angeschlossen sind, teilgenommen, sodass die Erhebung als repräsentativ gewertet werden könne. Im Pandemiejahr hätten die Angestellten und die Freiwilligen der Freikirchen den Staat im Sozialbereich um rund eine halbe Milliarde Franken entlastet, schreibt Freikirchen.ch.

Dass Freikirchen biblische Botschaften verkünden, sei bekannt. Weniger bekannt sei aber, was sie praktisch für die Bevölkerung leisten würden. «Freikirchen haben viele Angebote für die Menschen, die sich für die Gesellschaft engagieren wollen. Es ist immer eindrücklich zu sehen, wie auch andere davon profitieren können», erklärt Peter Schneeberger, Präsident des Deutschschweizer Dachverbands Freikirchen.ch und christlicher Gemeinschaft.

Vom gesellschaftlichen Engagement hätten vor allem junge und alte Menschen profitiert. Speziell Alleinstehende, Senioren und Familien mit Kindern hätten berichtet, dass sie die Kirche in der Coronazeit besonders geschätzt hätten. «Sätze wie ‘Ich weiss nicht, was ich ohne die Kirche gemacht hätte’ hörten wir in diesen Tagen häufig», erklärt Jean-Luc Ziehli, Präsident Réseau Evangelique Suissse (RES). Am häufigsten wurden Menschen seelsorgerisch betreut, persönlich begleitet und besondere Aktivitäten mit Kindern und Jugendlichen unternommen. Senioren wurden zuhause besucht und Personen beim Einkaufen unterstützt.

Allein die Tatsache, dass ein Drittel aller befragten Gemeinden im Laufe des Jahres 2020 trotz Lockdown, Social Distancing und Versammlungseinschränkungen neue Projekte und Aktivitäten initiiert und umgesetzt hätten, zeuge von grossem Einfallsreichtum und Engagement, so Freikirchen.ch.

Fazit
Im Fazit schreibt Freikirchen.ch: „Wer vor der Krise nicht relevant war, wird es in der Krise auch nicht sein. Eine Krise hat nur den Effekt, dass sie die strukturellen Stärken und Schwächen der Gesellschaft und auch jene der Kirche offenlegt. «Wir hoffen, dass dies einen positiven Langzeiteffekt in vielen Kirchgemeinden haben wird. Auf jeden Fall sind wir voller Zuversicht und Hoffnung. Es gibt keine Hoffnung oder Liebe die stärker ist, als die wir in Jesus Christus finden», erklärt Peter Schneeberger.

Freikirchen Schweiz
Freikirchen.ch ist der Dachverband der Freikirchen und christlicher Gemeinschaften in der Schweiz. Er ist ein nationaler Kirchenverband mit 20 freikirchlichen Bewegungen aus der Deutschschweiz, zu denen über 750 örtliche Kirchen mit ihren diakonischen Werken gehören. Zusammen mit dem Réseau évangélique suisse (RES) vertreten die Freikirchen in der Schweiz rund 1000 Kirchen. Neben der Schweizer Bischofskonferenz und der Evangelischen Kirche Schweiz versteht sich der Dachverband Freikirchen.ch als dritte Kraft der christlichen Kirchen in der Schweiz und als Sprachrohr für die gemeinsamen Anliegen der Freikirchen.

Mehr Informationen zu Freikirchen.ch: www.freikirchen.ch.

Zur Studie „Diakonie Freikirchen“:
https://cache.pressmailing.net/content/ce02ec2c-a84b-4f07-8aff-7895892ef97f/Studie_Diakonie_Freikirchen_fv.pdf

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Ehepaar Shagufta Kausar und Shafqat Emmanuel © Foto: IGFM

Pakistan: Christliches Ehepaar nach Verurteilung wegen Blasphemie freigesprochen

Lahore/Pakistan und Frankfurt am Main/Deutschland | 01.07.2021 | APD | Menschenrechte

Die Internationale Gesellschaft für Menschenrechte (IGFM) begrüsst den Freispruch des pakistanischen Ehepaars Shafqat Emmanuel und Shagufta Kausar durch den Supreme Court, den Obersten Gerichtshof in Lahore, der am Donnerstag bekannt wurde. Das Gericht ordnete zudem die Freilassung der beiden Christen an, die bislang noch nicht erfolgt ist.

Die Eheleute sassen sieben Jahre in Erwartung der Todesstrafe hinter Gittern. Ein Richter in der Stadt Toba Tek Singh (Provinz Punjab) hatte am 4. April 2014 wegen des Vorwurfs der Beleidigung des islamischen Propheten Mohammed und der Verunglimpfung des Koran die Todesstrafe verhängt. Sie sollen am 18. Juli 2013 SMS-Mitteilungen, die den Propheten Mohammed und den Koran verunglimpfen, an den muslimischen Geistlichen Mohammed Hussain verschickt haben.

Ehepaar ist kaum des Lesens und Schreibens mächtig
Der inzwischen 50-jährige Shafqat Emmanuel war seit einem Unfall im Jahr 2004 ab der Hüfte gelähmt und an den Rollstuhl gefesselt. Der Hausmeister sei kaum des Lesens und Schreibens mächtig, argumentierte sein Verteidiger. Seine Frau Shagufta arbeitete als Putzfrau. Das Paar hat vier Kinder im Alter zwischen zwölf und 20 Jahren.

Die SMS-Mitteilungen gingen vom Mobiltelefon der Frau aus, das sie einen Monat zuvor verloren hatte. Beobachter hielten es für möglich, dass jemand die in gutem Urdu – der Amtssprache – verfassten Botschaften gesendet hat, um dem Ehepaar zu schaden. Die beiden Verurteilten können aber nicht Urdu schreiben. Die IGFM benannte die Eheleute zusammen mit der Evangelischen Nachrichtenagentur idea im Mai 2014 zu Gefangenen des Monats.

Europäisches Parlament kritisiert Blasphemie-Gesetze
Im April dieses Jahres kritisierte das Europäische Parlament in einer Resolution Pakistan wegen seines Umgangs mit religiösen Minderheiten, insbesondere die Instrumentalisierung der drakonischen Blasphemie-Gesetze. Es forderte die sofortige und bedingungslose Aufhebung des skandalösen Urteils gegen Emmanuel und Kausar. «Der Fall zeigt, dass internationale Appelle ihre Wirkung nicht verfehlen. Wir fühlen uns ermutigt, weiter energisch für die unschuldig wegen Blasphemie Inhaftierten einzutreten», sagt Michaela Koller, Referentin für Religionsfreiheit in der IGFM.

Mehr als 30 Menschen wegen angeblicher Blasphemie in Todeszellen
Mehr als 30 Menschen sitzen zurzeit wegen Blasphemie in pakistanischen Todeszellen. Bisher wurde kein wegen Blasphemie Verurteilter vom Staat hingerichtet. Laut IGFM gehen verschiedene Quellen von über 75 (seit 1987) aussergerichtlich Getöteten aus. Die zitierte EU-Resolution erwähnt den diesbezüglichen Lynchmord an dem muslimischen Studenten Mashal Khan – angeblich ein Ahmadiyya-Moslem – im April 2017. Ahmadiyya-Muslime werden in Pakistan besonders häufig Opfer religiös motivierter Gewalt und der Blasphemie beschuldigt.

Auch ein Adventist unter den weiteren Opfern von Blasphemie-Anklagen
Sajjad Masih
. Am 10. März 2021 hat der High Court Lahore eine Petition der Staatsanwaltschaft zum Supreme Court mit dem Antrag zugelassen, die lebenslange Freiheitsstrafe von Sajjad Masih Gill in eine Todesstrafe umzuwandeln. Der jetzt 35jährige Siebenten-Tags-Adventist Gill war 2013 ebenfalls wegen angeblich den Propheten Mohammed beleidigenden SMS-Nachrichten zu einer lebenslänglichen Strafe verurteilt worden. Festgenommen wurde er bereits 2011.

Anwar Kenneth. Am 18. Juli 2002 wurde der damals 45jährige Christ Anwar Kenneth wegen Blasphemie zum Tode durch Erhängen verurteilt. Ein Gericht in Lahore erklärte, er habe «die Gefühle von Muslimen, Christen und Juden verletzt». Kenneth litt seit geraumer Zeit unter Anzeichen geistiger Verwirrung.

Junaid Hafeez. Die EU-Resolution erwähnt auch das im Dezember 2019 wegen Blasphemie ergangene Todesurteil gegen den Universitätsdozenten Junaid Hafeez, der in sozialen Medien abfällige Bemerkungen über Mohammed verbreitet haben soll. Der liberal eingestellte Moslem war bereits im März 2013 festgenommen worden. Sein erster Rechtsanwalt und Verteidiger Rashid Rehman war 2014 erschossen worden. Junaid Hafeez war jahrelang in einer Isolierzelle und wurde wiederholt von Mitgefangenen angegriffen.

Quelle: IGFM. https://www.igfm.de/pakistan-blasphemie-freispruch-fuer-christliches-ehepaar/

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Symbolbild - KInderarbeit © Foto: Gemeinsam für Afrika

Deutschlandweite Strassenaktionen zum Welttag gegen Kinderarbeit

Weiterstadt/Deutschland | 01.07.2021 | APD | Menschenrechte

Die Vereinten Nationen haben 2021 zum Jahr gegen Kinderarbeit ausgerufen. Das nimmt GEMEINSAM FÜR AFRIKA, ein Bündnis von rund 13 deutschen Hilfswerken und Non-Profit-Organisationen (NPO), unterstützt durch die adventistische Hilfsorganisation ADRA Deutschland e.V., zum Anlass, sich einmal mehr für die Rechte von Kindern einzusetzen. Mit einer Aktion gegen Kinderarbeit „Rette Nr. 5 – Stoppt Kinderarbeit!“ möchte das Bündnis auf die prekäre, oftmals verzweifelte Situation von Millionen Kindern aufmerksam machen. Auch der Lebensstil der sogenannten westlichen Welt trägt dazu bei, dass Kinder, anstatt zur Schule zu

So hat das Bündnis GEMEINSAM FÜR AFRIKA am 11. Juni anlässlich des Welttages gegen Kinderarbeit, am 12. Juni, mit Beteiligung von ADRA Deutschland e.V. gegen Kinderarbeit demonstriert. Dies geschah mit einer bundesweiten Aktion zeitgleich auf zentralen Plätzen in Berlin, Köln und Frankfurt am Main.

Jedes fünfte Kind in Afrika muss unter extrem ausbeuterischen Bedingungen arbeiten
In einer Pressemeldung weist ADRA darauf hin, dass jedes fünfte Kind auf dem afrikanischen Kontinent - das seien mehr als 72 Millionen Mädchen und Jungen - unter extremen und ausbeuterischen Bedingungen arbeiten, müssten, um ihr Überleben zu sichern. Weltweit sei jedes zehnte Kind von Kinderarbeit betroffen. Das seien etwa 152 Millionen Kinder. Fast die Hälfte von ihnen sei unter zwölf Jahren alt. Viele arbeiteten zum Beispiel in der Landwirtschaft im Kakao-, Kaffee- und Palmölanbau oder im Bergbau zur Rohstoffgewinnung für Handys, Batterien und Computer oder von Gold und Edelsteinen. Aber auch als Prostituierte, Kindersoldaten oder Haussklaven müssten sich viele Kinder verdingen.

GEMEINSAM FÜR AFRIKA
GEMEINSAM FÜR AFRIKA ist ein Bündnis von 13 Hilfsorganisationen, das sich im Rahmen einer bundesweiten Kampagne für bessere Lebensbedingungen in Afrika einsetzt. Zwölf Mitgliedsorganisationen, darunter ADRA Deutschland e.V., unterstützen das Bündnis. Schirmherr ist Bundespräsident Frank-Walter Steinmeier.

Weitere Informationen: www.gemeinsam-fuer-afrika.de und www.adra.de.

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Der Holzwurm Fribo aus der TV-Sendung „Fribos Dachboden“ stand Pate für den neuen, gleichnamigen Kinder-Bibelkurs von Hope Media © Abbildung: Hope Media Europe

Neuer Bibelkurs für Kinder mit dem TV-Holzwurm Fribo

Alsbach-Hähnlein/Deutschland | 01.07.2021 | APD | Bibel

Das Medienzentrum Hope Media Europe startet „Fribos Dachboden“, einen Bibel-Fernkurs für Kinder, passend zur gleichnamigen Kindersendung auf dem christlichen Fernsehsender Hope TV. Der Fernkurs wurde für Kinder von fünf bis acht Jahren konzipiert. In sieben Einheiten entdecken diese als Brieffreundinnen und Brieffreunde von Fribo, dem lustigen Holzwurm aus dem Fernsehen, spielerisch die Bibel und beschäftigen sich dabei auch mit dem Leben von Jesus. Die Kinder lesen selbst in der Bibel, basteln, lösen Rätsel und stellen ihre Fragen an Fribo. Dabei werden sie von einem fachkundigen Team theologisch und pädagogisch begleitet.

Bildschirmfreie Zeit
Der Kinderkurs „Fribos Dachboden“ wurde von theologischen und pädagogischen Fachleuten entwickelt und wird bewusst nicht digital, sondern als Fernkurs in Papierform angeboten. „Es war uns wichtig, neben der TV-Serie, Kindern mit dem Fribo-Kurs eine bildschirmfreie Offline-Zeit anzubieten, in der Kinder auf kreative Weise die Bibel kennenlernen und Jesus als ihren Freund entdecken“, so Hartmut Wolf, Leiter des Bereichs „Hope Kurse“ bei Hope Media.

Kostenlos oder gegen Spende
Der Kurs „Fribos Dachboden“ ist über www.fribos-dachboden.de kostenlos zu bestellen. Gegen eine Spende kann er auch als Unterrichtsmaterial in grösserer Stückzahl für Schulklassen oder Kindergruppen in Kirchengemeinden bestellt werden.

„Hope Kurse“ – kostenlose Fernkurse zu Bibel und Glauben
„Hope Kurse“ sind ein Angebot des christlichen Medienzentrums Hope Media Europe e.V. mit Sitz in Alsbach-Hähnlein. Seit 1948 bietet das Medienhaus kostenlose Fernkurse zu Bibel und Glauben im gesamten deutschsprachigen Raum an.

Das Medienzentrum Hope Media Europe
Zu Hope Media Europe (ehemals STIMME DER HOFFNUNG) mit Sitz in Alsbach-Hähnlein gehört auch der christliche TV-Sender Hope TV. Er ist Teil der internationalen Senderfamilie Hope Channel, die 2003 in den USA gegründet wurde und aus mittlerweile 52 nationalen Sendern besteht. Die Sendungen von Hope TV Deutsch sind zu empfangen über den Satelliten ASTRA, Vodafone-Kabel, einige regionale Kabelnetze und im Internet.

HopeTV in der Schweiz - auch mit Sendungen für Kinder
HopeTV bietet auch Sendungen für Kinder an (http://ow.ly/Ef0Q30qqvOa). In der Schweiz können die Sendungen von HopeTV auf Swisscom TV plus oder über den Satelliten ASTRA empfangen werden.
Weitere Informationen: www.hopetv.de

In der Schweiz sind die Kurse über www.hope-kurse.ch/ erhältlich.

Weitere Informationen unter: hopekurse.de; hopemedia.eu; E-Mail: info@hopemedia.de

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Symbolbild © Foto: engin akyurt on Unsplash

Erhöhte Suchtgefährung von Jugendlichen durch die Pandemie

Lausanne/Schweiz | 01.07.2021 | APD | Gesundheit & Ethik

«Die Pandemie belastet die psychische Gesundheit von jungen Menschen», heisst es in einer Medienmitteilung von Sucht Schweiz, dem nationalen Kompetenzzentrum für Prävention, Forschung und Wissensvermittlung im Suchtbereich. Es gebe heute mehr gefährdete Jugendliche und ihre Zukunftsängste könnten andauern. Die Suchtprävention sei gefordert, um die Früherkennung und Frühintervention bei gefährdeten Jugendlichen zu stärken. Die unabhängige Stiftung appelliert an Gesellschaft und Politik, die Chancen der Jugendlichen mit einem gesundheitsförderlichen Umfeld zu verbessern und sie vor aggressivem Marketing zu schützen.

Mehrere Studien berichten laut Sucht Schweiz von starken Auswirkungen auf das psychische Wohlbefinden von jüngeren Menschen im Zuge der Pandemie. Fernunterricht, Beschränkungen bei Freizeitaktivitäten oder unsichere Zukunftsperspektiven hinterlassen ihre Spuren. Während der Pandemie gab es zahlreiche Einschränkungen, welche die soziale Isolation oder Stress begünstigen. Wenn die Risikofaktoren wie Einsamkeitsgefühle zunehmen und gleichzeitig die Schutzfaktoren wie der Austausch im Freundeskreis abnehmen, steigt das Risiko von psychischen Problemen. Eine schlechte psychische Gesundheit erhöht auch bei Jugendlichen das Risiko für einen problematischen Substanzkonsum.

Pandemie schwächt ohnehin schon gefährdete Menschen
Laut Such Schweiz seien einmal mehr besonders jene betroffen, die schon zuvor grösseren Belastungen ausgesetzt waren z.B. durch psychische Vorerkrankungen, geringe familiäre Unterstützung, prekäre finanzielle Verhältnisse etc.

Probleme früh erkennen und handeln als gesellschaftliche Aufgabe
«Eine der zentralen Herausforderungen der Suchtprävention heute ist die Früherkennung und Frühintervention bei gefährdeten Jugendlichen», betont Liliane Galley, Leiterin Prävention von Sucht Schweiz. Umso wichtiger sei es, jetzt auf allen Ebenen in die Prävention zu investieren. Es sei eine gesellschaftliche Verantwortung, für Lebensbedingungen zu sorgen, welche die Entwicklung junger Menschen fördern und ihnen soziale und berufliche Perspektiven eröffnen würden. Bei der Gefährdung der psychischen Gesundheit brauche es rasche Hilfe.

Konsumanreize jetzt nicht erhöhen
Gleichzeitig müssten Konsumanreize vermindert werden. Schon in «normalen Zeiten» kurbelten Dumping-Preise den Konsum gerade bei Menschen mit kleinem Budget an. Sucht Schweiz ruft dazu auf, das Alkohol-, Tabak- und Geldspiel-Marketing zu überdenken. Denn es sei davon auszugehen, dass die Industrie mit der Lockerung der Schutzmassnahmen ihr Marketing verstärken werde – auch in Erwartung eines Nachholbedarfs. Hier brauche es Gegensteuer, fordert die Stiftung.

Jugendliche stärken
In der Suchtprävention seien die Stärkung von Resilienz und Schutzfaktoren zentral. «In einem Alter, in dem sich der Organismus und die Psyche in voller Entwicklung befinden, reagiert der Körper besonders empfindlich auf Substanzen wie Alkohol, Tabak oder Cannabis», schreibt Sucht Schweiz und fordert:
• Die Einschränkung von Zugang und Attraktivität von Produkten wie Alkohol, Tabak oder Cannabis, u.a. keine Dumpingpreise und keine Werbung, welche die Jugendlichen erreicht.
• Präventions- und Gesundheitsförderungsmassnahmen im schulischen und Freizeitbereich, um bei Jugendlichen die Schutzfaktoren zu stärken und Risikofaktoren zu vermindern.
• Unterstützung und Sensibilisierung von Eltern mit Kindern im Jugendalter.
• Unterstützung von Fachleuten zur Früherkennung und Frühintervention bei gefährdeten Jugendlichen.

Sucht Schweiz
Sucht Schweiz ist ein nationales Kompetenzzentrum im Suchtbereich. Sie betreibt Forschung, konzipiert Präventionsprojekte und engagiert sich in der Gesundheitspolitik. Das Ziel ist, Probleme zu verhüten oder zu vermindern, die aus dem Konsum von Alkohol und anderen psychoaktiven Substanzen hervorgehen oder durch Glücksspiel und Internetnutzung entstehen.

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Frauen in Mali beim Anbau klimaresistenter Pflanzen © Foto: ADRA Mali

„Tag der Umwelt“ am 5. Juni

Weiterstadt/Deutschland | 01.07.2021 | APD | Ökologie

Am 5. Juni erinnert weltweit der „Tag der Umwelt“ an die Eröffnung der Konferenz der Vereinten Nationen zum Schutz der Umwelt am 5. Juni 1972 in Stockholm. Rund 150 Staaten beteiligen sich weltweit an diesem World Environment Day, der das Bewusstsein dafür stärken soll, dass es vor allem der Mensch selbst ist, der die Vielfalt und Stabilität der Umwelt bedroht. Die adventistische Entwicklungs- und Katastrophenhilfe ADRA Deutschland ist eine der vielen Organisationen, die mit unterschiedlichen Veranstaltungen, Aktionen und Massnahmen an diesem Tag global ökologische Courage unterstützt und fördert.

„Die Atmosphäre und der Ozean haben sich erwärmt“, schreibt ADRA Deutschland in einer Pressemeldung. „Die Schnee- und Eismengen sind zurückgegangen und der Meeresspiegel ist angestiegen. Der Einfluss des Menschen auf das Klimasystem ist klar und die Emissionen von Treibhausgasen sind die höchsten in der Geschichte. Der Klimawandel ist real und hat schon heute spürbare Folgen für natürliche Systeme und die Menschheit.“

Klimawandel - die Risiken sind ungleichmässig verteilt
Der Klimawandel werde laut ADRA bestehende Risiken verstärken und neue Risiken hervorrufen. Dabei seien die Risiken ungleichmässig verteilt. Die armen Länder des globalen Südens werde es härter treffen als die verursachenden Industrienationen.

Anpassung der Anbaumethoden und klimaresistente Pflanzen entwickelt
In der Entwicklungszusammenarbeit sei der Klimawandel längst angekommen. ADRA helfe zum Beispiel den Kleinbauern in Mali bei der Anpassung an den Klimawandel. In 4.500 bäuerlichen Haushalten würden neue Anbaumethoden für klimaresistentere Pflanzen entwickelt. Jetzt trotzten die Landwirtinnen und Landwirte der Dürre und entflöhen dem Hunger.

Dank Katastrophenvorsorge sinken die Opferzahlen kontinuierlich
Auch in der Katastrophenvorsorge seien die Veränderungen allgegenwärtig. Zwar könnten Hilfsorganisationen Naturkatastrophen nicht verhindern, aber „wir können uns und die örtliche Bevölkerung besser darauf vorbereiten“. Gemeinsam mit der lokalen Gesellschaft werde Katastrophenvorsorge geplant und umgesetzt. Auf den Philippinen würden Einsatzteams aufgebaut, um bei Naturkatastrophen schnelle Hilfe zu leisten. Helferinnen und Helfer erhielten Schutzausrüstung sowie Frühwarnkits, um gezielt denjenigen zu helfen, die sich nicht selbst helfen könnten. Es sei der Katastrophenvorsorge zu verdanken, dass die Opferzahlen kontinuierlich sinken.

Klimaveränderung: Kriegerische Konflikte und Starkwetterereignisse nehmen zu
In der Meldung appelliert ADRA: „Wir müssen Menschen und ihre Heimat schützen. Schreitet der Klimawandel ungehindert fort, werden viele Gebiete auf dem Planeten unbewohnbar. Als Folge dessen steigt die Anzahl der Menschen auf der Flucht. Durch Klimaveränderungen nehmen genauso (kriegerische) Konflikte zwischen Ländern bzw. Ethnien um fruchtbares Land zu. Nicht zu vergessen, dass durch den Klimawandel sogenannte Starkwetterereignisse zunehmen, das heisst Naturkatastrophen sind häufiger und heftiger.“

Über ADRA Deutschland e.V.
ADRA (Adventist Development and Relief Agency) ist eine international tätige Nichtregierungs-Organisation (Non Governmental Organization). ADRA Deutschland e.V. wurde 1987 gegründet und steht der evangelischen Freikirche der Siebenten-Tags-Adventisten nahe. Getreu dem Motto „damit Menschen wieder hoffen können“ arbeitet ADRA Deutschland e.V. als Mitglied eines weltweit föderativ organisierten Netzwerkes mit über 130 nationalen Büros partnerschaftlich daran, dass Armut und Unterdrückung in den ärmeren Teilen dieser Erde überwunden werden kann.

Dieser Artikel erschien ursprünglich bei ADRA.de

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Sauerstofferzeugungsanlage, die von ADRA nach Indien geliefert wurde © Foto: ADRA Österreich

ADRA liefert Sauerstofferzeugungsanlage von Italien nach Indien

Wien/Österreich | 01.07.2021 | APD | ADRA (Adventistische Entwicklungs- und Katastrophenhilfe)

Die Adventistische Entwicklungs- und Katastrophenhilfe ADRA Österreich berichtete, dass eine in Italien produzierte Sauerstofferzeugungsanlage im adventistischen Krankenhaus METAS in Surat, Gjarat/Indien eingetroffen ist und aufgebaut wird.

Diese Sauerstoffanlage kann 600 Liter Sauerstoff pro Minute produzieren und damit 40 Patienten bei vollem Durchfluss versorgen. Das «METAS Adventist Hospital», eine 300-Betten-Einrichtung für COVID-19 Patienten, ist das grösste adventistische Krankenhaus in Surat, Gujarat/Indien. Es war bisher auf Sauerstoffflaschen für die medizinische Sauerstoffversorgung angewiesen. Mit dieser Anlage wird das Krankenhaus bei der Versorgung seiner COVID-19-Patienten mit Sauerstoff völlig unabhängig sein. Das METAS Spital hat bereits über 10.000 COVID-19-Patienten betreut. Adventistische Krankenhäuser stehen weltweit allen Personen offen, die medizinische Hilfe benötigen.

ADRA baut auch Sauerstoffproduktionsanlagen in Bangalore, Nuzvid und Pune auf.

Informationen von einer ADRA Mitarbeiterin in Indien über die COVID-19-Situation im Land: https://www.adra.at/interview-aktuelle-stimmen-aus-indien/

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(v.l.) S. Pinchotti (USAID), A. F. Godfrey (US-Botschafter), F. Rosocha (Botschafter der Slowakei), I. Mitrović (ADRA Serbien). © Foto: ADRA Serbien

Betrieb des ADRA-Busses für Obdachlose in Belgrad ist gesichert

Die US-Entwicklungshilfe (United States Agency for International Development USAID) hat kürzlich der Adventistischen Entwicklungs- und Katastrophenhilfe ADRA Slowakei, die das Projekt in Partnerschaft mit ADRA Serbien in Belgrad verwirklicht, einen Projektbeitrag in Höhe von 107.000 Franken (98.000 Euro) für die Weiterführung des Hygiene- und Sozialprojekts für Obdachlose in der Hauptstadt Belgrad gesprochen.

Dusche, Toilette, Coiffeur, Psychologen, saubere Kleider, Impfung
Laut dem Finanzchef von ADRA Serbien fährt der Bus fünf Standorte in Belgrad an und bietet den Obdachlosen die Möglichkeit, sich im Bus zu duschen, auf die Toilette zu gehen, die Haare schneiden zu lassen oder mit Psychologen ein Gespräch zu führen. Sie können auch ihre dreckigen Kleider zum Waschen abgeben und erhalten sie bei der nächsten Tour zurück oder wenn sie zu verbraucht waren, erhalten sie neue Kleider. Gleichzeitig werden auch Gesichtsmasken verteilt und die Obdachlosen können sich gegen COVID-19 impfen lassen.

Am 28. Mai unterzeichneten der Botschafter der Slowakei, Fedor Rosocha, sowie die Direktorin von USAID in Serbien, Shanley Pinchotti, den Finanzierungsvertrag für das Obdachlosenprojekt, das von ADRA Serbien realisiert wird. Anwesend im ADRA-Gemeindezentrum war auch der US-Botschafter in Serbien, Anthony F. Godfrey.

«Aus Partnerschaften entstehen grosse Dinge!»
«Wir sind beeindruckt von dem, was die slowakische Agentur SlovakAid [staatliche Entwicklungshilfeagentur] und die adventistische Organisation ADRA für die Obdachlosen getan haben», sagte Godfrey. «Heute vergeben wir 120.000 US-Dollar, damit wir gemeinsam mit ihnen diese Bemühungen fortsetzen und mehr Menschen unterstützen können», fügte er hinzu. «Aus Partnerschaften entstehen grosse Dinge!»

Laut einer Statistik der Weltbank leben 25 Prozent der Serben in Armut. Dieser Prozentsatz entspricht fast 1,8 Millionen Menschen. Unzureichende Lebensbedingungen in Slums werden als eines der offensichtlichen Anzeichen für die extreme Armut erkannt, von der Tausende von Menschen in Belgrad betroffen sind, insbesondere die Roma, so eine Forschungsstudie der Universität Belgrad. Statistiken zeigen, so EUD News, dass die obdachlose Bevölkerung die am meisten benachteiligte Untergruppe aller sozial gefährdeten Gemeinschaften in Belgrad ist und während einer Pandemie einem grösseren Risiko ausgesetzt ist.

ADRA Serbien
ADRA Serbien mit Hauptsitz in Belgrad ist eines von 120 nationalen Büros des internationalen ADRA Netzwerks und ist seit 1990 in der Region aktiv. Während der Balkankriege in den 1990er Jahren, die das Gebiet des ehemaligen Jugoslawiens betrafen, spielte ADRA eine bedeutende Rolle bei den humanitären Hilfsaktionen in Bosnien und Herzegowina und half den Menschen in Not ungeachtet der ethnischen oder religiösen Zugehörigkeit.

Nach dem Krieg ist ADRA weiterhin als Hilfsorganisation auf dem Gebiet der Republik Serbien tätig. Unter der Leitung ihres Direktors, Igor Mitrović, umfasst die aktuelle Arbeit von ADRA Serbien die Reaktion auf die Migrationskrise des Landes, die Arbeit für den Schutz und die Stärkung von Frauen, die Unterstützung der wirtschaftlichen Selbstständigkeit von Roma-Familien und die Hilfe für Obdachlose.

Mehr Informationen zu ADRA Serbien (auf Englisch): https://adra.org.rs/?lang=en

Quelle: EUD News: https://news.eud.adventist.org/en/all-news/news/go/2021-06-04/adra-bus-for-homeless-people-drives-on-the-streets-of-belgrade/

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Das Fahrzeug verfügt über eine adäquate Ausstattung und Fachpersonen versorgen die Patienten. © Foto: Ivo Araujo

Brasilien: Kostenlose zahnärztliche und medizinische Versorgung durch mobile ADRA-Klinik

Brasilia/Brasilien | 01.07.2021 | APD | ADRA (Adventistische Entwicklungs- und Katastrophenhilfe)

Menschen mit einem geringen Einkommen können in Brasilen die Kosten qualitativ hochwertiger medizinischer Leistungen nicht bezahlen. Deshalb hat die «Adventistische Entwicklungs- und Katastrophenhilfe ADRA Brasilien» gemeinsam mit dem «Instituto Água Viva» ein mobiles medizinisches Zentrum mit zahnärztlicher, klinischer, psychologischer und psychiatrischer Betreuung eingerichtet. Diese Dienste sind

Um eine Ansteckung mit COVID-19 zu vermeiden, können in der kleinen mobilen Klinik, die in einem geräumigen Lieferwagen untergebracht ist, pro Tag nur zehn Behandlungen durchgeführt werden.

Aufgrund des Mangels an besser zugänglicher zahnärztlicher Versorgung haben Karies und andere orale Probleme in grossen, bedürftigen Kommunen zugenommen, schreibt Adventist News Network ANN. «Weil diese Menschen es sich nicht leisten können, einen gut ausgebildeten Zahnarzt aufzusuchen, müssen sie sich verschiedenen Eingriffen unterziehen. Die Situation ist so ernst, dass die häufigsten Fälle Zahnextraktionen sind», sagte Bruna Silva Malta, eine freiwillig arbeitende Kieferorthopädin.

Auch die Patienten der psychiatrischen Klinik «Nossa Senhora de Fátima» profitierten von der Aktion, schreibt ANN. Die Freiwilligen hätten dort den Patienten Bücher abgegeben, die ihnen Hoffnung vermitteln sollen.

In Juazeiro, Bahia/Brasilien, hätten 25 Familien Lebensmittelkarten erhalten auf die im Juni ein Betrag überwiesen worden sei und der auch im Juli wieder eingezahlt werde. Damit könnten sie ihre Lebensmitteleinkäufe selbst tätigen.

ADRA-Freiwillige führten alle Sprechstunden und Behandlungen in der mobilen Klinik sowie andere Dienstleistungen durch. «Es gibt sehr bedürftige Kommunen mit Menschen, die diverse Bedürfnisse haben, und es gibt keinen qualitativ hochwertigen öffentlichen Dienst, wenn man nicht dafür bezahlen kann. Ich glaube, dass all unser Angebote vielen Menschen zugutekommen werden, die körperliche und geistige Heilung brauchen», sagte Joel de Oliveira, ein Freiwilliger.

Dieser Artikel wurde ursprünglich auf der portugiesischen Nachrichtenseite der adventistischen Kirchenleitung in Südamerika (SAD) publiziert: https://tinyurl.com/dsru4maj

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Logo Deutscher Spendenrat und ADRA Deutschland © Photomontage APD/DSR und ADRA

ADRA Deutschland erhält neues Spendenzertifikat

Weiterstadt/Deutschland | 01.07.2021 | APD | ADRA (Adventistische Entwicklungs- und Katastrophenhilfe)

Die Adventistische Entwicklungs- und Katastrophenhilfe ADRA Deutschland e.V. erhält erneut für weitere drei Jahre das Spendenzertifikat des Deutschen Spendenrats.

„Wir freuen uns sehr über die erneute Zertifizierung“, erklärte Christian Molke, geschäftsführender Vorsitzender von ADRA Deutschland e.V. „Für uns ist Transparenz und Offenheit gegenüber unseren Spenderinnen und Spendern eine Selbstverständlichkeit und ein Anspruch, den wir immer wieder an uns selbst stellen.“

ADRA Deutschland e.V. sei Partner grosser öffentlicher Geldgeber auf nationaler und internationaler Ebene sowie von privaten Spenderinnen und Spendern. Nahezu jedes Projekt der öffentlichen Geldgeber habe einen Eigenanteil, den wir aufbringen müssen, um unseren satzungsgemässen Auftrag zu erfüllen, so Molke. „Unsere Spenderinnen und Spender ermöglichen es uns, den Eigenanteil zu stemmen und Menschen Hoffnung und Perspektive zu geben.“

Sparsame und zweckgerichtete Verwendung von Spenden
Der Deutsche Spendenrat habe mit dem Spendenzertifikat die zweckgerichtete und sparsame Mittelverwendung von Spenden- und Fördergelder bestätigt. Der überwiegende Teil, nämlich 91 Prozent, der Gelder gehe in die Projektarbeit, nur neun Prozent würden in die Verwaltung einschliesslich Marketing fliessen. „ADRA arbeitet nachhaltig und setzt auf eine langfristige Beziehung zu den Spendenden und den Geldgebern. Im Umkehrschluss verzichtet ADRA auf Provisionszahlungen oder ähnliches für die Vermittlung von Spenden“, betonte Christian Molke. Im Jahr 2019 habe ADRA Deutschland e.V. Einnahmen in Höhe von über 21 Millionen Euro erhalten. Aus Spenden privater Personen stammten rund 3,2 Millionen Euro.

Deutscher Spendenrat
Der Deutsche Spendenrat e.V. ist der gemeinnützige Dachverband Spenden sammelnder gemeinnütziger Organisationen in Deutschland. Der Verein hat sich zum Ziel gesetzt, die ethischen Grundsätze im Spendenwesen in Deutschland zu wahren und zu fördern sowie den ordnungsgemässen, treuhänderischen Umgang mit Spendengeldern durch freiwillige Selbstkontrolle sicherzustellen. Der Deutsche Spendenrat setzt sich daher für die Stärkung von Transparenz und für bessere gesetzliche Rahmenbedingungen im deutschen Spendenwesen ein.

ADRA Deutschland
Die Adventistische Entwicklungs- und Katastrophenhilfe ADRA (Adventist Development and Relief Agency) ist eine international tätige Nichtregierungsorganisation. ADRA Deutschland e.V. mit Sitz in Weiterstadt bei Darmstadt wurde 1986 von der evangelischen Freikirche der Siebenten-Tags-Adventisten gegründet. ADRA Deutschland e.V. ist Mitglied eines weltweit föderativ organisierten Netzwerkes mit über 130 nationalen ADRA-Büros.

Weitere Informationen: www.adra.de

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Das Buch «Schabbat Schalom» ist aus einer Kooperation von Hope Media Europe mit dem Advent-Verlag, Lüneburg betstanden © Abbildung: Advent-Verlag, Lüneburg

Das Buch zur TV-Sendung «Schabbat Schalom» ist im Advent-Verlag erschienen

Lüneburg/Deutschland | 01.07.2021 | APD | Medien

In Kooperation mit Hope Media Europe gibt der Advent-Verlag, Lüneburg, das Buch zur beliebten Hope TV-Sendung «Schabbat Schalom» heraus. Das Buch der Moderatorin und Autorin Judith Fockner, mit dem Titel «Schabbat Schalom – Echte Geschichten. Das wahre Leben.», ist ab sofort im Advent-Verlag Lüneburg oder im Advent-Verlag Schweiz erhältlich.

Schabbat Schalom – Echte Geschichten. Das wahre Leben.
Freitagabends moderiert Judith Fockner regelmässig die beliebte Hope TV-Sendung Schabbat Schalom und hat nun ganz im Stil der Sendung 38 kurze Geschichten mit passendem Bibeltext nicht nur zum Schauen, sondern auch zum Nachlesen verfasst. Die Geschichten sind mal bedrückend, mal verblüffend, mal ermutigend, aber vor allem berührend – sie bleiben im Kopf. „Der Schabbat trägt etwas in sich, das heute mehr denn je ersehnt wird: Schalom. Frieden. Aber wie kommt er in uns? Für mich durch gute, wahre Geschichten, die mein Herz für Gott öffnen und diese Geschichten möchte ich teilen“, so Judith Fockner.

Ein besonderes Kooperationsprojekt
Das Buch ist in Kooperation mit Hope Media Europe entstanden und somit ein weiteres Projekt, an dem der Advent-Verlag Lüneburg und Hope Media Europe zusammengearbeitet haben (u. a. geben die Medienhäuser viermal im Jahr gemeinsam das Hope Magazin heraus). „Ich freue mich, dass wir nun wieder in einem gemeinsamem Buchprojekt unsere Synergien und unterschiedlichen Expertisen nutzen konnten“, so Jessica Schultka, Leiterin des Advent-Verlags in Lüneburg. „Es ist grossartig zu sehen, wie gemeinsam etwas Besonderes entsteht und so unsere beliebte Sendung durch dieses mitreissende Buch bereichert wird“, Klaus Popa, Vorstandsvorsitzender von Hope Media Europe.

Über die Autorin
Judith Fockner ist Theologin und Religionspädagogin. Seit 2017 schreibt und moderiert sie die Hope TV-Sendung «Schabbat Schalom». Mit ihrem Mann Sven und ihren beiden Söhnen lebt die gebürtige Wienerin zurzeit in Hessen.

Über die Advent-Verlag GmbH in Lüneburg
Seit 1895 ist der Advent-Verlag Lüneburg der offizielle Verlag der Freikirche der Siebenten-Tags-Adventisten in Deutschland. Mit seinen Publikationen will der Verlag Orientierung in Sinn- und Lebensfragen geben. Sie sollen dazu anregen, über Gott nachzudenken und den biblischen Glauben authentisch im Alltag zu leben. Weitere Informationen in Deutschland unter: www.advent-verlag.de

Über den Advent-Verlag Schweiz
Neben pädagogisch wertvoller Kinderliteratur, aktuellen Zeitschriften und Büchern zur Gesundheitsvorsorge publiziert der Advent-Verlag Schweiz Schriften sowie digitale Medien zur Lebensmotivation und zur Entwicklung der persönlichen Spiritualität. Weitere Informationen in der Schweiz unter:
https://shop.advent-verlag.ch/andachtsb%C3%BCcher/2399-schabbat-schalom.html

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65 Autorinnen und Autoren verfassten Beiträge für das neu erschienene Buch DEINETWEGEN. © Abbildung: Adventjugend Deutschland

DEINETWEGEN - Jugendliche schreiben Ermutigungsbuch für Jugendliche

Lüneburg/Deutschland | 01.07.2021 | APD | Medien

Jugendliche und Mitarbeitende in der Jugendarbeit der Freikirche der Siebenten-Tags-Adventisten aus Deutschland, Österreich und der Schweiz haben persönliche Erfahrungen mit ihrem Glauben und Einsichten aus ihrer Bibellektüre in Form von Andachten aufgeschrieben. Diese Beiträge wurden zu einem Buch zusammengestellt, das andere Jugendliche ermutigen und zum Nachdenken anregen soll.

DEINETWEGEN – zum Lesen und Aktivwerden
Das Buch mit dem Titel «deinetWEGen» enthält 65 Impulse, die von 65 jungen Autorinnen und Autoren verfasst worden sind. Sie geben Einblicke darüber, was ihnen in ihrem Leben zu Wegweisern wurde und ermutigen dazu, einen persönlichen Zugang zu Gott und zur Welt des Glaubens zu finden. Herausgeber ist die Adventjugend, die Jugendorganisation der Freikirche der Siebenten-Tags-Adventisten. Sie lädt mithilfe der Sozialen Medien Jugendliche durch Aufgaben und Herausforderungen dazu ein, das Buch zur Hand zu nehmen und dessen Inhalte zu entdecken. Gesprächsanregungen zu jedem Kapitel sollen Jugendliche in Jugendgruppen oder privaten Treffen zum Austausch über Lebensfragen anregen, die für sie relevant sind.

Das Buch ist im Advent-Verlag, Lüneburg, erschienen. Weitere Informationen gibt es unter advent-verlag.de oder beim Advent-Verlag Schweiz unter:
https://tinyurl.com/4hbzfjb8

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Impressum

| 01.07.2021 | APD | Impressum

Der Adventistische Pressedienst APD Schweiz ist eine Einrichtung der Freikirche der Siebenten-Tags-Adventisten in der Schweiz (Schweizer Union). Der APD arbeitet nach den Bestimmungen des schweizerischen Mediengesetzes, ist publizistisch unabhängig und loyal zur Freikirche.

Herausgeber:
Freikirche der Siebenten-Tags-Adventisten in der Schweiz
Postfach 7, Wolfswinkel 36, CH-8046 Zürich, Schweiz
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Herbert Bodenmann (verantwortlich)

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Die Freikirche der Siebenten-Tags-Adventisten ging aus der Erweckungsbewegung des
19. Jahrhunderts hervor. Gegenwärtig zählt sie über 21,6 Millionen erwachsene Mitglieder in 213 Ländern der Erde. In der Schweiz sind rund 4.750 Mitglieder in 54 Gemeinden organisiert. Ihre einzige Glaubensgrundlage ist die Bibel. Mehr zu den Adventisten in der Deutschschweiz www.adventisten.ch und in der Romandie bzw. im Tessin: www.adventiste.ch

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